Archiv für die Kategorie ‘Elektronisches’

Flimmern #5

Oliver Roth am Mittwoch den 8. Juli 2015

In dieser Serie präsentiert Ihnen KSB das Flimmern zur Wochenmitte.
Das Flimmern ist sowohl ein flüchtiges Lichtspiel als Überbleibsel schummriger Stunden, aber auch ein wohliges Signal angenehmer Ruhe. Es leitet vom Anfang in den zweiten Teil der Woche über und kann beruhigend wie auch revitalisierend wirken – mal ist es verschwommen, unklar und zittrig mal klar und still, tendenziell ist es leuchtend.

Die kurzen Videos dieser Reihe stammen aus dem Archiv unseres Autoren und sind an unterschiedlichen Orten vor allem auf Reisen und unterwegs gesammelt worden. Für Urheberrechte wird nicht gehaftet, Vorsicht vor Strobo-Licht und Schwindel.

Kindergeburtstag Gone Wild

Milena Krstic am Dienstag den 7. Juli 2015

Gestern spielten Die Antwoord am Montreux Jazz Festival. KSB war dort und wäre lieber schockiert, als gelangweilt aus dem klimatisierten Konzertsaal gelaufen.

Die 16-jährigen Girls vor uns reckten ihre Fäuste in die Luft und schrien mit: «Fuck your rules! Fuck, fuck your rules!» Aber vorher posteten sie noch ein Föteli vom Konzert auf Insta(gram): #concert #DieAntwoord #MontreuxJazzFestival

https://instagram.com/p/41RxKaJFva/?tagged=dieantwoord

Vorne auf der Bühne spielten die südafrikanischen Trash-Elektroniker von Die Antwoord ihre horrible Mini-Playback-Show. Mit DJ Hi-Tek und zwei Tänzerinnen waren sie angereist. Die Visuals: Mini-Penisse, die es sich selbst besorgen. In allen Farben, mit grossen Augen, stupsigen Näschen.

Überhaupt dieses Kindchenschema: 40-kg-Frontfrau Yolandi Vi$$er verkaufte die Illusion vom sexuell immer verfügbaren Mädchen ausgezeichnet. Klappste sich selbst motivierend auf den Po, quietschte ins Mikrofon: «Swissaland, do you want a big, fat juicy …» und dann habe ich nicht verstanden, ob sie «Ass» oder «Pussy» gesagt hat. Das Publikum drehte durch. Logisch. Sex still sells.
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Mühsam? Ach was.

Roland Fischer am Freitag den 3. Juli 2015

Bisschen heiss? Vielleicht würde sowas helfen – anziehen, nicht ausziehen:

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Aber man kann sich Abkühlung natürlich auch auf die gute alte Aareart holen. Der Blick hat gestern dankenswerterweise ein kleines Forschungsprojekt im Marzili durchgeführt, mit einer Wärmebildkamera. Ergebnis: ein Aareschwumm = 15 Grad weniger, zumindest an der Körperoberfläche.

vorher

nachher

Und ansonsten empfiehlt sich passend zum Wetter den ganzen Juli über ein Abstecher in die Mühsam-Bar in der Sattelkammer oben, einer Installation von Zora B. Weil:

Es ist sehr heiss. Die ältere Dame von nebenan mag es lieber sehr heiss als sehr kalt. Ich mag lieber sehr kalt und zuhause bleiben aber sage nichts. Unser Breitengrad verlangt Heizungen und Ventilatoren. Dieses Klima ist eine reine Energieverschwendung. Kann das bitte jemand ändern! Ha ha!
Die Mail-Adresse auf den Flyern, und am Schaufenster ist falsch. Zora hat einen Wutausbruch und schreit mich an. Ich versuche durch schweigen zu beruhigen, es geht nicht. Ich sage: Wir korrigieren nichts. Es passt fast ins Konzept, dass die Mail nicht geht.

Flimmern #4

Oliver Roth am Mittwoch den 1. Juli 2015

In dieser Serie präsentiert Ihnen KSB das Flimmern zur Wochenmitte.
Das Flimmern ist sowohl ein flüchtiges Lichtspiel als Überbleibsel schummriger Stunden, aber auch ein wohliges Signal angenehmer Ruhe. Es leitet vom Anfang in den zweiten Teil der Woche über und kann beruhigend wie auch revitalisierend wirken – mal ist es verschwommen, unklar und zittrig mal beruhigend, klar und still, tendenziell ist es leuchtend.

Die kurzen Videos dieser Reihe stammen aus dem Archiv unseres Autoren und sind an unterschiedlichen Orten vor allem auf Reisen und unterwegs gesammelt worden. Für Urheberrechte wird nicht gehaftet, Vorsicht vor Strobo-Licht und Schwindel.

Flimmern #3

Oliver Roth am Mittwoch den 24. Juni 2015

In dieser Serie präsentiert Ihnen KSB das Flimmern zur Wochenmitte.
Das Flimmern ist sowohl ein flüchtiges Lichtspiel als Überbleibsel schummriger Stunden, aber auch ein wohliges Signal angenehmer Ruhe. Es leitet vom Anfang in den zweiten Teil der Woche über und kann beruhigend wie auch revitalisierend wirken – mal ist es verschwommen, unklar und zittrig mal beruhigend, klar und still, tendenziell ist es leuchtend.

Die kurzen Videos dieser Reihe stammen aus dem Archiv unseres Autoren und sind an unterschiedlichen Orten vor allem auf Reisen und unterwegs gesammelt worden. Für Urheberrechte wird nicht gehaftet, Vorsicht vor Strobo-Licht und Schwindel.

Mensch nach Mass?

Roland Fischer am Dienstag den 23. Juni 2015

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Ich möchte nicht als digitaler Geist herumschwirren, wenn ich schon tot bin.

Sagt eine junge Frau zum Thema medizinische Datensammlungen. Ein Projekt der beiden Berner Künstlerinnen Kathrin Yvonne Bigler und Rahel Bucher sammelt eine Vielzahl solcher Meinungen aus der Bevölkerung, online wie mit Aktionen im öffentlichen Raum. Dann diskutieren Expertinnen und Experten aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachbereichen die Ergebnisse aus diesem Meinungsbarometer in öffentlichen Veranstaltungen. So soll ein Dialog auf Augenhöhe zwischen Experten und Laien in die Wege geleitet werden. Zum Einstieg kann man sich ein Hörstück zum Thema anhören oder schauen, was schon gesagt worden ist. Und dann selber seine Meinung äussern!

Flimmern #2

Oliver Roth am Mittwoch den 17. Juni 2015

In dieser Serie präsentiert Ihnen KSB das Flimmern zur Wochenmitte.
Das Flimmern ist sowohl ein flüchtiges Lichtspiel als Überbleibsel schummriger Stunden, aber auch ein wohliges Signal angenehmer Ruhe. Es leitet vom Anfang in den zweiten Teil der Woche über und kann beruhigend wie auch revitalisierend wirken – mal ist es verschwommen, unklar und zittrig mal beruhigend, klar und still, tendenziell ist es leuchtend.

Die kurzen Videos dieser Reihe stammen aus dem Archiv unseres Autoren und sind an unterschiedlichen Orten vor allem auf Reisen und unterwegs gesammelt worden. Für Urheberrechte wird nicht gehaftet, Vorsicht vor Strobo-Licht und Schwindel.

Mini-Galerie fürs Wohnzimmer

Milena Krstic am Samstag den 13. Juni 2015

Der Berner Tontüftler Marcel Zaes und die Münchner Künstlerin Anna Schölß haben mit «Hinterland Home Edition» eine Galerie für den Heimgebrauch kreiert. 

Wie das funktionieren soll, zeigen Schölß/Zaes mit diesem amüsanten Video:

Mitgeliefert in diesem DIY-Galerien-Set werden zwei Schallplatten mit Musik von Zaes und dem Amerikaner Jordan Dykstra, der Zaes’ elektronische Frickeleien mit Viola-Klängen garniert. Sie beschreiben sich selbst als ein Minimal Viola Quartet (Duett?) und das klingt dann nach Meditationsmusik, nach von-weit-her, nach Fernweh und Schweige-Retreats. Und während Sie diesen Klängen lauschen, schauen Sie sich die (an den Rorschachtest erinnernden) Siebdruck-Kunstwerke von Frau Schölß an.

Vinyl ist sowieso grad hoch im Kurs, aber so erfährt das Ganze natürlich eine zusätzliche Aufwertung. Apropos Upgrade von Vinyl: Grand Master Jack White hat sich da auch was Gutes einfallen lassen.

Noch bis am 28. Juni findet im Atelier Worb die Ausstellung zu «Hinterland Home Edition» statt.

Attention! C’est chaud.

Milena Krstic am Freitag den 12. Juni 2015

Die beste und schönste Band im Line-Up des Festi’Neuch hat gestern Abend gespielt: Die jungen Parisiens von Feu! Chatterton.

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Wer jetzt denkt, dass da ein Ausrufezeichen falsch gesetzt wurde: Nein, nein, das ist dort genau richtig. Wer die Kunst des Chansons so elegant ins Heute rettet, der hat ein Anrecht auf diese Extravaganz. Chanteuse Zaz, ja, sie hat das auch gut gemeistert, aber Feu! Chatterton garnieren mit Synthes und schlagen Brücken zum Jazz und New Wave, während sie auch schon mal ins Psychedelische driften.

Gestern haben sie ein magisches Konzert am Festi’Neuch gespielt, bejubelt von einem Publikum, das ihre Texte mitsang. Frontmonsieur Arthur schrie, flehte, und sein Wesen, es steckt fest irgendwo zwischen dem eines älteren Herren und dem eines jungen Dandy. Herrlich, poetisch war das und moi, je dois pratiquer mon Français, damit ich die schönen Texte besser übersetzen kann. Mon dieu.

Et puis je fume.

Das Festi’Neuch dauert bis am Sonntag. Und Feu! Chatterton spielen nochmal in der Schweiz, nämlich am 24. Juli am Paléo.

Flimmern #1

Oliver Roth am Mittwoch den 10. Juni 2015

In dieser Serie präsentiert Ihnen KSB das Flimmern zur Wochenmitte.
Das Flimmern ist sowohl ein flüchtiges Lichtspiel als Überbleibsel schummriger Stunden, aber auch ein wohliges Signal angenehmer Ruhe. Es leitet vom Anfang in den zweiten Teil der Woche über und kann beruhigend wie auch revitalisierend wirken – mal ist es verschwommen, unklar und zittrig mal beruhigend, klar und still, tendenziell ist es leuchtend.

Die kurzen Videos dieser Reihe stammen aus dem Archiv unseres Autoren und sind an unterschiedlichen Orten vor allem auf Reisen und unterwegs gesammelt worden. Für Urheberrechte wird nicht gehaftet, Vorsicht vor Strobo-Licht und Schwindel.