Archiv für die Kategorie ‘Daten & Termine’

Kulturbeutel 51/16

Milena Krstic am Montag den 19. Dezember 2016

Die Krstic empfiehlt:
Im Februar findet wieder die Jazzwerkstatt statt. Um die Wartezeit zu verkürzen, gibt es zehn Wochen vor dem Start Countdown Konzerte. Das nächste zum Beispiel gibts diesen Donnerstag um 21 Uhr mit den Pilzen im Parterre. Für alle weiteren Ankündigungen: hier lang.

Frau Feuz empfiehlt:
die Plattentaufe der rockenden Geschlechtstteile bzw. von the Sex Organs am Donnerstag im Rössli, schon nur der Kostüme wegen. In der Vagina Am Schlagzeug: The one and only Jackie Brutsche. Am Samstag ist dann ein nicht weniger adrett gekleidetes Duo im Kairo zu Gast: Blind Butcher spielen am Heiligabend mit ihrer Country-Disco-Punk-Mischung zum Tanz auf. O du fröhliche.

Fischer empfiehlt:
Was, schon Weihnachten! Merci Dampfzentrale, ist ist ja auch einfach ein Samstagabend. Und da kann man doch bestens einen Club d’Essai programmieren. Und zwar natürlich ein Weihnachtsspezial, mit Jean-Claude und Mystes System.

Der Urs empfiehlt:
Nun denn, Heiligabend und so, unsereins landet bei Familiensausen ja meistens am Katzentisch. Da empfiehlt sich ein guter Tropfen. Wer nicht so auf konforme Kompott-Italiener steht, probiere zum Beispiel mal den Barbera della Stoppa, den gibts in gut sortierten Weinhandlungen unserer Stadt, ein Wein für Entdecker lässt man sich sagen! Und was nach der «grande bouffe»? Am Samstag gibts nur eins, ab ins TOJO Theater, dort gibts die legendäre 80ies Party «völlig Losgelöst», ist schliesslich auch eine Frage der Klasse.

Herr Zellweger empfiehlt
Wieder mal ins Bad Bonn. Dort können Sie zum Beispiel unseren Herrn Schwab auf der Bühne sehen, am Schlagwerk für Dave Eleanor. Und Wolfman aus Tsüri spielen auch noch, am Mittwoch.

Mirko Schwab empfiehlt:
Als grosser Freund von Afrobeat und Highlife und Mama Africa calling überhaupt: Statten Sie am Mittwoch dem Rössli einen Besuch ab, wenn der ziemlich frisch gegründete, ziemlich virtuose Bandkoloss Nkonsonkonson Star Band genau ebenjenen westafrikanischen Tanzmusiken auf den Grund geht.

Kulturbeutel 50/16

Mirko Schwab am Montag den 12. Dezember 2016

Mirko Schwab empfiehlt:
An der Grenze zum Stalking und auf den Fersen eines Lieblingsgitarristen. Den ersten Dimitri Howald geben Sie sich am Montagabend unter den Sternen des Les Amis. Den zweiten Dimitri Howald dann im Trio und in richtig: Plattentaufe von «Three Flamingos» im Werkhof 102, mit des Meisters eignen Songs. Freitag.

Frau Feuz empfiehlt:
am Donnerstag gibts im Rössli eine ordentliche Ladung Stromgitarren auf die Ohren, im Rahmen von Alpine Coalition treten dort nämlich Unhold, Soldat Hans und Wolf Counsel auf, derweilen im Schlachthaus der Club 111 den ersten Teil seiner multikulturellen Saga «Heimat Cosmos» zeigt.

Die Krstic empfiehlt:
Nicht die journalistisch feine englische Art, weil ich da selbst auftrete, aber ich empfehle den Anlass trotzdem, weil ich nicht weiss, was nächste Woche sonst so läuft: Die guten Seelen vom Transform veranstalten ein Eröffnungsfest, dort, zwischen Lory- und Europaplatz. Es geht um Kunst und den öffentlichen Raum und offene Räume in der Kunst (zweites habe ich dazu gedichtet). Und es gibt Punsch und Knoblibrot. Vamos!

Der Urs empfiehlt:
Gönnt euch mal wieder etwas Gedrucktes, nach den durchzechten letzten Wochen kann das nur gut bekommen. Aber eben, Gedrucktes Freunde, keine E-Reader oder sonstiger Bildschirmdreck. Das brennt euch die Seele raus, glaubt mir, dass wusste schon Spider Jerusalem aus «Transmetropolitan».
Wer es lyrischer, lokaler und etwas weniger kaputt mag, greife zu «Simeliberg» von Michael Fehr. Klar, den hat man schon letztes Jahr gefressen, kommt aber besonders gut nochmals im Winter! Oder was für Matter-Diskussionen am Weihnachtstisch: Das Cambridge Notizheft. Fragmente aus dem Tagebuch von Manis Englandzeit, welche eine wirkliche Annäherung an sein politisches- sowie philosophisches Bewusstsein erlauben. Kann man nach dem Lesen auch gleich weiterschenken.

Kleiner Tipp zur Buchbeschaffung für Schwachberappte; die Buchabteilung der Heilsarmee-Brocki an der Bümplizstrasse 35 ist schwer bestückt, auch mit vielen lokalen Perlen!

Herr Zellweger empfiehlt
Er ist auch wieder mal da: Acid Pauli alias Console alias Martin Gretschmann, seines Zeichens Tüftler bei Notwist. Am Freitag in der Turnhalle. Ein anderer macht sich daran, zu gehen. Sarbach spielt zwei Abschiedskonzerte, eines am Freitag in der Chäsi in Gysenstein.

Fischer empfiehlt:
Einen ersten Einblick in das Es ist Zeit für Veränderung-Projekt. Es gibt eine Schnitzeljagd (Start beim Schlachthaus) kreuz und quer durch Bern und zum Wiederaufwärmen dann ein Hörspiel sowie ein Konzert mit mächtigen Klängen im Generationenhaus.

Kulturbeutel 49/16

Gisela Feuz am Montag den 5. Dezember 2016

Frau Feuz empfiehlt:
Am Donnerstag batteln sich im legendären Sternensaal in Bümpliz VertreterInnen der neuen Musik. Anstatt mit Fäusten gehen die TeilnehmerInnen mit Tönen und Klängen aufeinander los. Am Freitag und Samstag können dann beim Artsouk in der Turnhalle Erzeugnisse lokaler Kunstschaffenden gekauft oder ersteigert werden.

Die Krstic empfiehlt:
Am Kap
ist ein feines Trio aus Bern, das bassig unaufgeregten Elektronika-Pop zimmert. Am Freitag tauft die Band ihr neues Album in der Dampfzentrale. «Vorband» ist der im Westen von Bern beheimatete Donnie Darksome, ein Kind des Hauses Darksome Production Collective. Ab 21 Uhr.

Mirko Schwab empfiehlt:
Es gibt diesen zweifelhaften Schlag sensibler Folkpop-Punker à la Frank Turner – und auf dem Spektrum von «knapp Grosse Schanze-tauglich» bis «macht auch im Stadion Laune» ist Rob Lynch aus dem Vereinigten Kingdom am guten Ende zu verorten. Und noch besser als im Stadion klingt sowas jeweils im Rössli an einem Sonntagabend. Diesen Sonntagabend.

Der Urs empfiehlt:
Ui, Asche über mein Nachbeutler-Haupt, ging nach der ersten Runde Scopa K.O. gestern ! Aber nichtsdestotrotz, nächsten Freitag ist das Programm klar: PHIL HAYES & THE TREES, Im Café Kairo. Wunderbar eingängig-schrammelige Riffs gepaart mit konzeptuell floskelhaften Texten, frischer Post-Pop-Punk aus Zürich, vom Feinsten.

Türöffnung für den Kairo-Keller ist am Freitag ab 21:00 Uhr, Konzert geht um halb zehn los.

Herr Zellweger empfiehlt:
Frau Feuz hat es ja vor zwei Wochen schon mal empfohlen, es soll an dieser Stelle doch nochmals erwähnt werden: Am Dienstag kommen Boris vorbei nach Bern, in den Dachstock. Zum zehnjährigen Jubiläum ihres Albums «Pink» sind sie auf Tour, ebendieses wieder aufzuführen.

Kulturbeutel 48/16

Milena Krstic am Montag den 28. November 2016

Die Krstic empfiehlt:
Hundert Jahre Dadaismus, jaja, wir wissen schon, und überall wird jubiliert. Aber das Berner Festival für Aktionskunst Bone verspricht, sich dieser eigenwilligen Epoche mit einem zukunftsorientierten Blick zu nähern. «Um dem Geist von Dada gerecht zu werden, wird ‘neoneoDADAfrica!’ vollkommen anders aussehen, als alles, was Dada je hervorbrachte», steht da im Pressetext. Jaidämfau, wir sind gespannt. Das Bone startet morgen.

Mirko Schwab empfiehlt:
Anouk Ursin lädt zur ersten Ausstellung ihrer Kunst. Provokation und Mut zum Mittelfingerzeig – und sicher nicht in der Galerie, denn die Bilder hängen im Club wie die Kool Kids. Hintendrein steht sie als TS KALA$HNI auch noch hinter der Drehtafel und haut ein paar Trappereien raus. Internationaler Sonnenbank Club am Donnerstag.

Frau Feuz empfiehlt:
Am Mittwoch veranstaltet Pierre Omer bei bee-flat eine Swing-Revue: Mit von der Partie sind nebst der Stammband diverse Gäste wie etwa die Fakirin Lalla Morte oder Theater-Lady Meret Matter. Getauft wird Omers letzer Wurf, das Album «Swing Cremona». Nächsten Sonntag manipulieren dann in der Reihe Adv3nt die Noise-Veteranen Helios & Hess ihre Plattenspieler im BOGA.

Der Urs empfiehlt:
Etwas Beseelung – die zwiebel- und glühweingeschwängerten Horden werden die ohnehin schon präapokalyptische Stimmung in unseren Gassen noch befeuern, und eine Atmosphäre des geistlosen Untotseins verbreiten – da haben wir Seelenbalsam bitter nötig. Dazu begebe man sich zum Beispiel am Freitag in die Buchhandlung Klamauk, zur Vernissage des Foto- Abenteuerbuches “GAUMENFIEBER“, hat zwar auch was mit Zombies zu tun, dazu aber noch mit guten Geschichten.
Wer mehr auf Sonores baut, oder den Frust einfach weg-raven will, gehe in die wunderbare Spinnerei. Zur queeren Techno-Discosause, auch am Freitag.

Fischer empfiehlt:
Im Lehrerzimmer werden ein paar ordentliche Kunstbücher präsentiert. Annaïk Lou Pitteloud und Georg Rutishauser haben zusammen ein Dossier, eine Mappe und nun auch noch einen Folder publiziert. Letzterer wird erstmals geöffnet, am Dienstag.

«Journalisten sind bekannt dafür, faul zu sein»

Mirko Schwab am Mittwoch den 23. November 2016

Wenn morgen Morgen früh das Putzlicht angeht im Dachstock, wird wohl ein wieterer denkwürdiger Abend über das alte Anarcho-Parkett gefegt sein. Mal kurz nachgefragt bei den Herren Beak> um Geoff Barrow.

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Beak>: Geoff Barrow, Will Young, Billy Fuller.

Zum Glück durfte Frau Feuz nicht ran ans Telefon. Aus zwei Gründen: Erstens hätte sie dann diesen wunderbaren Artikel nicht so geschrieben, dem Sie bitte die wichtigsten Eckdaten zur morgigen Affiche entnehmen wollen. Und zweitens gibt es sicher erbaulichere Interviewpartner da draussen, als die für ihre Journalistenaversion bekannten Krautrocker, die sie in eleganter südenglischer Schmallippigkeit vortragen.

Umso schöner also, dass da immerhin ein kleines Frage-Antwort-Spiel per Digitalpost zustande gekommen ist. KulturStattBern im Gespräch «question and answer» mit Beak> aus Bristol.

Bristol ist seit einem Vierteljahrhundert eine der ersten Adressen für elektronische Popmusik – trotz seiner überschaubaren Grösse. Was ist anders in Bristol?

Der künstlerische Glaube daran, sich nicht anzupassen. Es ist zwar keine grosse Stadt – aber gerade deshalb auch nicht gross genug, um vom Musikbusiness kontrolliert zu werden. Also arbeitet jeder mit jedem.

Welchen kreativen Vorteil habt ihr erreicht, als ihr mit der EP «Beak> <Kaeb» zu zwei verschiedenen Bands wurdet?

Das «<Kaeb-Ding» erlaubte es uns einfach, mit Gästen zu arbeiten, ohne, dass wir das dann «Beak> with …» nennen mussten. Weil das wär kitschig.

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Beschwörungs- und andere Tänze

Gisela Feuz am Mittwoch den 23. November 2016

KSB gratuliert Dichterfürst Jürg Halter und den Damen und Herren von MDME SPKR herzlichst zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss an der Akademie für angewandten Ausdruckstanz!

Herr Halter hat sich zur musikalischen Untermalung seiner Kür seiner eigenen Version des Mani Matter Klassikers «Us emene lääre Gygechaschte» bedient und legt dazu einen schmucken, spastischen Lampenbeschwörungstanz hin. Wir sind angetan.

Die Damen und Herren von MDME SPKR aus England tanzen derweilen steifes Ballett beziehungweise halbnackig Bauchtanz zu schrummeligen Stormgitarren und sind im Übrigen diesen Freitag 25. November live zu sehen in der Playground Lounge. Wie die Combos aus dem Vorprogramm, Occam’s Razor und The Return of Bigton, ihre musikalischen Darbietungen tänzerisch umzusetzen gedenken, konnte bis Redaktionsschluss nicht in Erfahrung gebracht werden. Favorit im internen Redaktions-Wettspiel ist zur Zeit Line Dance. Was glauben Sie?

Kulturbeutel 47/16

Urs Rihs am Montag den 21. November 2016

Der Urs empfiehlt:
Au Backe wiedermal, Kulturbeutel Zeit, dabei noch völlig kulturgebeutelt kulturverbeult… Was denn anreissen in der neuen Woch? Nun, mittwochs sendet «Housi» ein wundervolles Radio Bollwerk aus dem Kapitel. Eingeflogen werden dafür die kosmischen Inflagranti aus Basel bzw. New fuck’n York. Raw-House, 80ies-Elektro, Disco, supernice stuff folks! Und dann trommelts noch im Busch, die RaBe Clubtour am Donnerstag, mit einem ultra surprise Gig im Ross. Was da wohl für eine Posse am Start sein wird?
Keine Posse, soviel steht leider fest, Konzert abgesagt aus Gründen…

Frau Feuz empfiehlt:
Am Dienstag (allerdings erst den vom 6.12.!) spielen die japanische Noise-Rock-Band Boris im Dachstock und zwar in Gedenken an den kürzlich von uns gegangenen Sandro Wiedmer. Am Sonntag (diesen!) startet im BOGA dann die Serie «ADV3NT», was so viel bedeutet, wie dass zwischen Sukkulenten Live-Acts aus dem Bereich der zeitgenössischen elektronischen Musik auftreten. Den Auftakt macht am Sonntag inOblivion.

Herr Zellweger empfiehlt:
Auf in den Dachstock, zu Geoff Barrow und BEAK> am Mittwoch.

Fischer empfiehlt:
Wer womöglich schon am Donnerstag nicht mehr mag: Man kann es ja mal mit einem Liegekonzert versuchen. Klanglandschaften mit Oud und Bass im Wohnzimmer, an der Choisystrasse 5.

Mirko Schwab empfiehlt:
Fester! im Club, die Vierte – mit solch Ohrenwein wie What Josephine Saw, Bit-Tuner, Electric Blanket oder martello_bloched. Freitagnacht auf zweierlei Gebiet, heisst im ISC und darüberhinaus auch im O bolles.

Kulturbeutel 46/16

Gisela Feuz am Montag den 14. November 2016

Frau Feuz empfiehlt:
Am Freitag musiziert Sven Regener mit seinen Element of Crime im KKThun und erweisen damit dem verehrten MC die letzte Ehre. Am Samstag spielt dann die Grand Dame des Electro-Clash Peaches im Dachstock ihr einziges Schweizer Konzert, derweilen der Tunichtgut Mani Porno mit Melker in der Piazza Bar sein Unwesen treibt.

Fischer empfiehlt:
Bern als Schauplatz, gleich zweimal: Am Mittwoch die Premiere des neuen Stücks von Schauplatz International, im Schlachthaus – wo man es mit Egoisten zu tun bekommt. Und am Sonntag der Schauplatz Brunch im ehemaligen Restaurant Don Quijote im Breitsch, mit vielerlei Markt, Essen und Musik – wo Geselligkeit gepflegt wird.

Herr Zellweger empfiehlt:
So irgendwann nach der Kilbi Ende Mai wartet man dann schon auf den November: Dieses Wochenende ist wieder St. Ghetto in der Dampfzentrale, mit Dillon, Mykki Blanco, Baby Dee und Richard Dawson – mit Dépendence in der Französischen Kirche.

Mirko Schwab empfiehlt:
Immergrün Italo mit Jimmy Ragusa – am Mittwoch im Parterre. Wer Jimmy Ragusa nicht mag, gehe tagsdarauf ins ISC zu Faber.

Der Urs empfiehlt:
Boa, Leute, diese Woche wär echt ein Marathon drin… Heute stehe ich noch auf die Bremse, aber dann gehts los: Dienstags mit Kevin Morby – Indie-Folk vom Feinsten – im BadBonn. Mittwochs  im Rössli mit J&L Defer, eindringlichster Light-Drone vom Disco-Doom Duo Anita Rufer und Gabriele De Mario. Donnerstags mit einem Nachtflohmarkt im Dachstock, für all jene, die noch was verhökern oder Tand erstehen wollen. Freitags, trotz etwas dürftigem Bernbezug, mit den Pixies im Auditorium Stravinski in Montreux. Mit dem Feuerstuhl schliesslich von Bern aus per Autobahn in einer Stunde zu erreichen! Samstags zum Bier mit guten Freunden in der Zoo-Bar, es wird gemunkelt, dass da noch wer schöne Scherben dreht. Und dann sonntags der Zieleinlauf, mit dem Fischer zusammen, auch ich am Schauplatz Brunch. Zieht wer mit?

Kulturbeutel 45/16

Gisela Feuz am Montag den 7. November 2016

Frau Feuz empfiehlt:
eine Ladung Hardcore-Punk auf die Ohren gibt’s am Donnerstag im ISC, dort sind nämlich die Genre-Mitbegründer G.B.H. aus Birmingham am Start, die bekannt sind für ihren brettharten, kompromisslosen Stil. Mit dabei übrigens auch die Local Heroes The Strapones. Wer’s lieber elektronisch mag, der sollte am Samstag in den Dachstock pilgern, dort feiert das DJ Kollektiv Bons Vivants seinen fünften Geburtstag, hinter den Reglern sind Kia Mann, B2B, Trillion Tapeman, Cosie, Mastra (live) und Phrex anzutreffen.

Mirko Schwab empfiehlt:
slacken, rauchen, frönen – im Rössli! Am Mittwoch mit Merchandise, amerikanischer Anti-Pop ab dem legendären Londoner Lärm-und-Sahne-Label 4AD. Und dann am Sonntag noch weiter zurück im Narrativ der Rockmusik: The Big Nose Attack aus Griechenland kramen in den späten Sechzigern, heisst Blues und Psychedelia und orange Verstärker.

Die Krstic empfiehlt:
Manchmal gräbt man tief und stösst an die eigenen Abgründe und wenn die Inspiration reicht, gibt es daraus ein Theaterstück. So wie beim Kollektiv Phantomschmerz und dem Duo VestAndPage, die am Donnerstag und Freitag im Schlachthaus ihr Stück «Yggdrasil» zeigen. Es geht um die grossen Fragen im Leben: um den Glauben, die Identität … You name it. Ich weiss nicht, was zu erwarten ist, aber ich weiss, dass eine der Schauspielerinnen mich vor ein paar Wochen mit einer Performance so dermassen umgehauen hat, dass ich schon nur ihretwegen hingehen würde.

Der Urs empfiehlt:
So so, musikmässig haben Frau Feuz und der Rockboy scheinbar alles im Überblick und die Krstic konspiriert also schon wieder mit Theaterleuten in den städtischen Requisitenkammern rum. Aber, meine Lieben, vergesst mir nicht den Wetterwechsel! Der Winter kommt und dagegen müssen wir uns wappnen: Richtige Wälzer, passende Scherben, stimmige Streifen.
Dazu begebe man sich auf einen Stadtrundgang.
Für Ersteres in die Buchhandlung «Klamauk», geführt von der Buchhändlerin meines Vertrauens. Hat zwar richtig Angst vor Fünfräpplern, dafür literaturbezüglich schwer was auf dem Kasten. Für Zweiteres in «The Voodoo Rhythm & Pantichrist Hardware Store». Dort gibts Surf, Garage und Depri-Groove; wahlweise dazu ein passendes Höschen vom begnadetsten Unterhosenschneider der Stadt höchstpersönlich. Und für Letzteres ins Kino der Reitschule, die zeigen dort am Mittwoch «Drei Fraben: Blau», der erste Teil von Kieslowskis beseelter Frankreich-Trilogie. Ganz sicher was für die kalten Tage.

Fischer empfiehlt:
Jazz in Einzelteile zerlegt, in der Zoo Bar in der hinteren Lorraine. In der Serie Solo/Solo/Solo/Trio treten drei Musiker erst nacheinander und dann noch im Trio auf. Interessante Spielanlage, den Start am Mittwoch machen Laura Schuler (Violine), Raphael Heggendorn (Cello) und Thomas Jeker (Gitarre).

Herr Zellweger empfiehlt:
Einmal mehr Richtung Düdingen zu ziehen, am Mittwoch sind dort die tollen Mark Wynn und Lee Renaldo anzutreffen. Und spätestens am Freitag gehts zurück in den Dachstock, wo dann die ebenso tollen Junior Boys aufspielen.

Kulturbeutel 44/16

Mirko Schwab am Montag den 31. Oktober 2016

Mirko Schwab empfiehlt:
Am Freitag lohnt sich der Gang über die Stadtgrenze hinaus: im schönmöblierten Quadrat in Zollikofen macht die «International Folk Roadshow» halt, eine Hommage an die grossen Gassenfeger-Tourneen der amerikanischen 50er-Jahre, als die Cashs, Presleys und Hollys im Verbund durch die Staaten strichen. Vier Songschreiber von Talent und Welt lassen dieselbe Idee als bittersüsse Folk-Soirée aufleben.

Frau Feuz empfiehlt:
Ab Donnerstag läuft in der Cinématte «Supersonic», ein Dokumentarfilm, welcher die Geschichte der Gebrüder Gallagher und ihrer Band Oasis erzählt. Am Samstag wird dann im Löscher zum fünften Mal unter dem Motto «Babylon Schweiz» die Schreibmaschinenwerkstatt aufgebaut, wobei alle mitschreiben können, die wollen und zwar in der Sprache, in der sie möchten.

Die Krstic empfiehlt:
Die Berner The Monsters rund um Reverend Beat-Man feiern dreissig Jahre Überleben und 1 neue Platte namens «M». Das wird im Dachstock der Reitschule gefeiert und zwar am Freitag.

Der Urs empfiehlt:
Die Klassikerreihe im Kino Rex, macht eigentlich immer Spass. Gemütlich ein Ale sippen und den anwesenden Teenies beim Verzweifeln beiwohnen. Langsame 90er Jahre Schnitte, haha, nicht jedermanns Sache.  Diesen Freitag übrigens mit «Reservoir Dogs». Und weil wir danach den Rest des Wochenendes kein verbranntes Fleisch mehr sehen können, gehts am Sonntag zum Pflanzenfresser Brunch am Reitschul-Flohmi im Sous le Pont. Die haben dort Buttergipfeli gegen Körnlipicker-Zeugs getauscht und tun das mit soviel Herzblut, dass gar der Saitan nach was schmeckt.
Spätvorstellung am Freitag geht im Rex um 2215 los, Sprossen & Co. gibts im Souli am Sonntag ab 0900.

Fischer empfiehlt:
Es ist ja immer noch Tanz in Bern. Da wird morgen und Mittwoch zum Beispiel Bob Dylan (d.h. ja nun hochoffiziell Literatur) getanzt und zum Schluss am Samstag das grosse körperliche Boom probiert. Eine durchaus zweischneidige Sache, in heutigen Zeiten.

Herr Zellweger empfiehlt
Zweimal nimmermüde Musiker, gleich beide am Sonntag, gleich beide in der Reitschule: Unten, im Rössli die Fleshtones, oben im Dachstock Goose. Ein Abend der Unverwüstlichkeit.