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Von den Rollen

Roland Fischer am Freitag den 24. März 2017

Achtung, Nostalgie. Man gehört ja wohl zum älteren Eisen, wenn man mit Kino das angenehme leise Rattern der Projektoren verbindet. Tatsächlich ist dieses besondere – und kaum mehr zu hörende – Geräusch ein persönliches Real-World-ASMR, das sich irgendwie direkt in tiefere Hirnschichten schleicht und da genau die richtigen Neuronen streichelt. Gestern abend gab es im Rex-Foyer eine gute Portion Streicheleinheiten fürs Kino-Gemüt, an einer Super8-Vorführung der eher seltsameren Art.

Zwei Künstlerinnen und ein Haufen kleiner Projektoren, die laufend andere improvisierte Leinwände fanden. Und dazu Filme, Filme, Filme, mit mal seltsamen, mal fernwehen, mal intimen, mal voyeuristischen Bildern in allen möglichen Farbtönen. So erzählten die beiden Analog-VJs immer neue visuelle Parallelgeschichten, während die kleinen Kisten leise ratterten und knackten und surrten.

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