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spielender Protest

Miko Hucko am Samstag den 31. Oktober 2015

Stell dir vor es ist Demo und keineR geht hin. So fast geschehen heute bei Spiel dich frei. 50 Nasen höchstens waren wir, und davon die Hälfte Kinder, die wir uns kurz nach 13:00 vor dem Kreissaal versammelten. Schade. Ging es doch um ein Thema, das die Stadtberner Gemüter spätestens seit dem Tanz dich frei 2.0 stärkstens erhitzt: Lärm und Raum.

Die Organisierenden sprechen von der Ballenbergisierung von Bern, ich möchte lieber von einer zunehmenden Bürokratisierung in allen Lebensbereichen sprechen. Wir leben in einer Stadt (in einem Land? in einer Zeit?), wo Leben heisst, sich an die unzähligen Regeln und Vorschriften zu halten. Ja nicht aufzufallen oder selber zu denken, Lebendigkeit wird bestraft statt gefördert.  Sonst wäre es mir kaum zu erklären, warum Kinder nicht spielen dürfen oder ein ganzes Quartier in eine Ruhezone verwandelt werden kann.

Leben macht Geräusche. Leben braucht Platz. In Bern aber ist Ruhe die Norm. So sehr, dass auch eine sogenannte Chesslete ziemlich ruhig und in geregelten Bahnen verläuft.

 

 

 

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Die Demo läuft stramm weiter und findet um 15:30 ihren Abschluss bei der Dampfzentrale. Sie können sich wahrscheinlich bei jeder der noch folgenden Stationen anschliessen: 1430 sous-soul Junkerngasse, 1445 Erlacherhof, 1500 Matte Mühleplatz-

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