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Es ging um die Wurst

Roland Fischer am Sonntag den 5. Juli 2015

Eine Frage an die Mediziner und Ernährungsexperten da draussen: Warum ist man bei grosser Hitze eigentlich weniger hungrig? Tatsächlich weil der Körper einen Hauptteil der Energie dafür verbraucht, die Betriebstemperatur hoch zu behalten – und sich dieser Aufwand erübrigt, wenn es draussen fast so warm wie drinnen ist? Bei 37 Grad müsste man dann gar nichts mehr essen, idealerweise.

grottino

Wie auch immer, dar Effekt hat uns gestern eine ziemliche (und ziemlich unterhaltsame) Odyssee durchs Berner Nachtleben beschert. Denn nach ein paar Aperos im Adriano’s meldete sich der Hunger irgendwann dann doch – und er wollte am liebsten mit einem währschaften Stück vom Grill befriedigt werden. Erste Station also: Summer Party & Finissage bei DuflonRacz unter den Lauben. Die Musik war durchaus fett, das Buffet nicht mehr so, die Paella längst rübis und stübis weggegessen. Man blieb auf ein Glas und diskutierte die weiteren Optionen. Die meisten seien schon ins Bistro Grottino weitergezogen, hiess es, zum Konzert von The Legendary Lightness. Nichts wie hin, die Würste vom Grottino-Grill sind legendär. Die Stimmung unten an der Aare war denn auch sehr entspannt, nicht aber die Lage in der Küche: bloss noch Gazpacho der Karte, der Grill war seit dem Mittag heissgelaufen und der Wurstvorrat schon lange zur Neige gegangen.

wasserwerkAlso wieder (nur) ein Glas, und wieder weiter, zum Summer Bash 2.0, dem Wasserwerkgassenfest. Da wird’s wohl irgendwo eine Grillade geben. Und wieder, selbes Bild: alles sehr gemütlich, sehr sympathisch auch, diese Initiative, Bern etwas mehr vereinende, szenenübergreifende Anlässe zu bescheren. Ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch, aber Würste: weit und breit keine. Am Schluss landeten wir dann in der Rathausgasse und buchten gerade noch rechtzeitig eine letzte kurze Sauna-Sitzung in einem verwinkelten Kebab-Laden. Und zu essen gab’s zum Glück auch noch was.

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