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Um pouco Brasilien in Bern

Milena Krstic am Donnerstag den 4. Juni 2015

Die brasilianische Band Metà Metà kam nach Bern und räumte ein paar Klischees vom Bistrotisch.

Art-Work gestohlen von Metà Metàs Facebook-Seite.

«Seh ich etwa aus wie Samba, Caipirinha und Fussball?», hat mich P. gefragt. Er stammt aus Belo Horizonte, einem Staat in Brasilien, der oberhalb von Rio de Janeiro und unterhalb von Bahia liegt. Er verbrachte wieder ein paar Tage in Zürich und war einmal mehr erstaunt, wie viele Menschen ihn mit Klischees konfrontieren, sobald er sagte, woher er kommt. Jedenfalls hätte P. sich gefreut, dass gestern eine Band am Bee-Flat aufgetreten ist, die mit all den Anhaftungen ebenfalls nix anfangen kann: Metà Metà, eine fünfköpfige Formation aus Sao Paulo. Sängerin Jucara Marcal amtete noch am traditionellsten, indem sie auf Portugiesisch von den Orixàs sang, den Göttern des Candomblé, einer Religion mit afro-brasilianischem Ursprung. Die Gitarre aber war «bem punky», ein stilsicheres Schlagzeug und ein experimentierfreudiges Saxophon sorgten für echly Free-Jazz. Es war schön heiss an diesem Abend, tanzbar, wunderbar. Machen wir wieder einmal.

Und jetzt hören Sie sich doch an, wie Brasilien auch tönen kann. Hier auf der kürzlich erschienenen EP von Metà Metà (mit dem verdammt tollen Punkcover «Me Perco Nesse Tempo» von den brasilianischen Rrriot-Girls von Mercenàrias):

 

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