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R.I.P. Gil Scott-Heron

Manuel Gnos am Samstag den 28. Mai 2011

Wir unterbrechen an dieser Stelle das Kilbi-Programm mit einer sehr traurigen Meldung aus der Musikwelt.

Der Musiker, Poet, Soulgigant und Politaktivist Gil Scott-Heron ist gestern Freitag im Alter von 62 Jahren in einem New Yorker Spital gestorben. Er, der nicht ganz ohne Einfluss auf die Entstehung der Rap-Musik war, sich aber gegen den Titel «Godfather of Rap» wehrte, hatte letztes Jahr nach jahrelanger Abwesenheit mit «I’m New Here» ein versöhnliches, verstörendes, aufbrausendes und herzendes Comeback-Album hervorgebracht.

Ich selbst bin erst spät durch eine politische Radiosendung in den USA auf Mister Scott-Heron aufmerksam geworden: «The Revolution Will Not Be Televised» hiess der Song, der während einer Sendung zur Rolle des Fernsehens im Wahlkampf zwischen Obama und McCain ausgestrahlt wurde. Hier zum Gedenken dieser grosse Song, der eine Mischung aus Gedicht, Soul und Sprechgesang ist:

Ruhen Sie in Frieden, Mister Scott-Heron. Oder wie es Ahmir Questlove Thompson von den Roots twitterte: «Damn Gil. Rip!»

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7 Kommentare zu “R.I.P. Gil Scott-Heron”

  1. Herr Gnos sagt:

    und hier noch das video zu seinem neusten und, wie sich herausgestellt hat, letzten werk:

  2. Herr Gnos sagt:

    zum schluss noch ein link zu einem sehr interessanten interview:
    http://www.taz.de/?id=archivseite&dig=2005/11/18/a0155

  3. ensuite sagt:

    …find den immer noch und in alle ewigkeit eine spezielle figur auf diesem planeten… irgendwie… hat spuren hinterlassen…

  4. kofmel, frau sagt:

    Oh nein! Letztes Jahr in Montreux Ganzkörpergänsehaut wegen dieser Stimme. Ein grossartiger Geschichtenerzähler und ich habe mich so auf eine weitere Platte von ihm gefreut. Das ist sehr traurig und sehr damn!

  5. Fischer sagt:

    eine urgewalt, ein solitär. soul und spirit und das alles. die süddeutsche vermeldet das im politik-ressort, nicht ganz abwegig, muss man sagen.