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Gepriesenes Label Nr. 2

Benedikt Sartorius am Freitag den 7. August 2009

In unserer kleinen Serie mit wertvollen Labels, die nichts mit Bern zu tun haben, präsentiert sich heute Tomlab. Das feine Pop-Label mit Elekroeinschlag aus Köln gab in den letzten Monaten zwei sehr schön geratene CDs heraus, die hier ganz kurz umrissen werden wollen:

Niobe-CoverDie eine, «Black Bird’s Echo», stammt von der klassisch ausgebildeten Sängerin Yvonne Cornelius alias Niobe, die einst auf dem Mouse-On-Mars-Label Sonig verwirrende und grosse Hörspielplatten wie «Tse-Tse» veröffentlichte, ehe der Liedweg präsenter wurde und nunmehr tonangebend ist. Eingespielt mit Herren wie dem Bassisten Trevor Dunn oder dem Geiger Eyvind Kang, ist die Platte ein Werk, das angemessen schummrig ausfällt und die Easy-Listening-Plätscherfalle meist durch geschickte Brüche umgeht.

Cover von «Vs. Children»Die andere stammt von Owen Ashworth, der als Casiotone For The Painfully Alone mit Lo-Fi-Casiosuiten begann und auf der neuen Platte «Vs. Children» mit wiederum lohnenswerten Song-Etiketten aufwartet. Das Leben von Ashworth ist natürlich einigermassen trostlos und der Herr besingt gebrochen die Winterkälte und die gebrochenen Herzen. Besonders schön und, ja, optimistisch ist «Optimist Vs. The Silent Alarm», das wunderbar das Thema der heiligen Marschierer einbringt. Anzuhören auf der Tomlab-Labelseite wie auch das Niobe-Album.

Später im Jahr erscheint in Europa auf Tomlab dann noch das neue Album des geschätzten und phantastischen Ex-cLOUDDEAD-MCs Why?, der den Popweg weiter beschreiten wird, wie der Vorabgeschmack «The Blackest Purse» aufzeigt, der u.a. hier angehört werden kann.

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2 Kommentare zu “Gepriesenes Label Nr. 2”

  1. eddie c. palermo sagt:

    hm, manchmal ist es ja auch so, dass ein verleser oder verhörer die dinge verschrobener macht, als sie in tat und wahrheit sind. kurzum: ich habe da zunächst “casiotone for the PLAYFULLY alone” gelesen (wobei mir das projekt eigentlich nicht ganz unbekannt und durchaus auch nicht unsympathisch ist).

  2. Herr Sartorius sagt:

    In einem Artikeli zu den Pet Shop Boys wurde die Zeile «You here it playing…» mal zu «You here it paying» umgemodelt, was durchaus sinnig ist, aber leider kein Verleser war.