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Dunkles Pirateriengold

Benedikt Sartorius am Mittwoch den 24. Juni 2009

darkEin leerer Rohling soll beigelegt sein bei den leider bereits vergriffenen Büchern mit Fotografien des Regisseurs David Lynch. Eine leere CD als Platzhalter für die Musik von Dark Night Of The Soul, dem Projekt des Meisterproduzenten Danger Mouse und Mark Linkous alias Sparklehorse. Musik, die nicht erscheinen darf.

«Please note: Due to an ongoing dispute with EMI, Danger Mouse is unable to include music on the CD without fear of legal entanglement», heisst es auf der Homepage und weiter: «Danger Mouse remains hugely proud of Dark Night Of The Soul and hopes that people lucky enough to hear the music, by whatever means, are as excited by it as he is.»

Zum Glück fehlt also nur der Einstieg in die aufgezwungene Internetpiraterie und einem okayen Torrentfile, das auf den einschlägigen Foren schnell zur Hand ist.

Denn die Musik, die ist zwar nicht allzu überraschend, ein ausserodentliches Popalbum ergeben diese Dateien immer noch: Da singen die Psych-Pop-Obergurus Wayne Coyne und Gruff Rhys, die Stimmen der dunklen Black Francis und dem ranzigen Iggy Pop ertönen, und fast immer hat Danger Mouse verschleppte Beats gezimmert, die natürlich bekannt sind aus seinen Werken für Beck und Martina Topley Bird, auch für den titelgebenden Schlussblues, gesungen vom klagenden Vic Chesnutt.

Den finalen Blues singen wohl auch bald die ehemals Grossen des Musikgeschäfts, die durch diese Nichveröffentlichung munter an ihrem eigenen Grab weiter schaufeln.

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3 Kommentare zu “Dunkles Pirateriengold”

  1. Herr Sartorius sagt:

    R.I.P. Mark Linkous – und der letzte Satz wird nun doch allmählich zu makaber.

  2. Herr Sartorius sagt:

    Mein liebstes Lied ab dem phänomenalen Album «It’s a Wonderful Life»:

    http://www.youtube.com/watch?v=FE9pl_9QbXY&feature=related