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Der Maskenrapper in der Cartoon-Band

Benedikt Sartorius am Samstag den 7. Juni 2008

Viel ist nicht bekannt über den Herrn, dessen Bühnennamen meist MF Doom ist und so mysteriös bleiben will, dass er sich hinter einer Maske versteckt. Diese Strategie treibt er so weit, dass MF Doom gemäss Wikipedia schlecht rappende Doubles zu Konzerten hinschickt, die die Lippen nicht eben präzise bewegen.

Was aber sicher ist: MF Doom bildet mit dem Produzenten Madlib das Projekt Madvillain und ist eine Hälfte von Danger Doom, seiner Kollaboration mit Brian Burton alias Danger Mouse. Der wiederum ist eine Hälfte von Gnarls Barkley, kreuzte die Beatles mit Jay-Z zum fabulösen Grey Album und widmet sich zur Zeit neben allerhand anderen Studioarbeiten dem neuen Album von Beck.

MF Doom und Danger Mouse trafen sich in Damon Albarns Cartoon-Band Gorillaz wieder, genauer, auf der Jahrzehnteplatte «Demon Days».

Der Maskenrapper droht zwar auf diesem Wunderalbum neben der Konkurrenz von De La Soul, Roots Manuva und aber auch dem Happy-Monday-Hooligan Shaun Ryder beinahe unterzugehen, doch in keinem Lied ist die Zweipoligkeit – hier die melancholischen Refrains von Popgott Albarn, dort der scheinbar monotone Sprechgesang – so schön ausgearbeitet wie in November Has Come.

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