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Schlangenbändigung als Glaubensbeweis

Hugo Stamm am Samstag den 29. August 2015
Religionsblog

Schlangenbeschwörung auf Amerikanisch: Religiöses Ritual in einer Pfingstgemeinde in Kentucky (1946). Foto: Wikipedia

Für radikale Christen ist die Bibel von Gott inspiriert und somit die unumstössliche und ewig gültige Wahrheit. Selbst extreme Geschichten aus dem Alten Testament verstehen sie nicht als Gleichnis oder Metapher, sondern als Glaubensrealität oder gar Handlungsanweisung von Gott. Vor allem charismatische Freikirchen versuchen immer wieder, übernatürliche Heilungen und Wunder zu reproduzieren, wie sie in der Bibel beschrieben sind. Viele Pastoren und Gläubige üben sich in der Geistgabe oder in Prophezeiungen, vor allem in Bezug auf die Endzeit. Besonders beliebt sind Wunderheilungen, die in Heilungsgottesdiensten geprobt werden.

Eine der spektakulärsten Formen der übernatürlichen Glaubensmanifestationen war das sogenannte Toronto-Phänomen, das von der Vineyard-Gemeinde bei Toronto ausging und weltweit von charismatischen Freikirchen übernommen wurde. Auch von Pfingstgemeinden in der Schweiz.

In hochsuggestiven und emotionalen Gottesdiensten mit lauter Musik und marktschreierischen Predigten wurde den Gottesdienstbesuchern eingeheizt. Diese steigerten sich in einen ekstatischen Zustand, weil sie hofften, vom Heiligen Geist berührt zu werden. Auf dem Höhepunkt des Rituals legte der Pastor den Gläubigen die Hand auf. Diese verdrehten die Augen, zitterten am ganzen Körper, lachten oder weinten hysterisch und fielen wie von einem Blitz getroffen zu Boden. Hinter jedem Gläubigen stand ein Helfer, der die «Gefallenen» auffing.

Manche blieben bis zu einer Stunde bewusstlos liegen und erwachten oft verwirrt. Es kam auch zu heftigen psychischen Reaktionen. Als selbst in freikirchlichen Kreisen Kritik an diesem problematischen Ritual laut wurde, verzichteten die Gemeinden auf das Phänomen.

Ein neues Ritual, das auf die Bibel zurückgeht, nennt sich «Snake Handling», Schlangenbändigung. Die Gläubigen orientieren sich am Markus-Evangelium. Dort heisst es, dass die Gläubigen Dämonen austreiben, Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken können, ohne Schaden zu nehmen (Mk 16,17–18). Um zu beweisen, dass der Heilige Geist mit ihnen ist und sie beschützt, hantieren sie in den Gottesdiensten mit giftigen Schlangen. Auch beim Beten, Singen und Tanzen.

Kürzlich wagte es auch ein 60-jähriger Amerikaner in Kentucky. Der Schlange gefiel das Ritual offensichtlich nicht, sie biss zu. In der Überzeugung, von Gott nach biblischer Lehre geheilt zu werden, verweigerte er medizinische Hilfe. Sein Vertrauen in den Heiligen Geist wurde nicht belohnt, das Schlangengift raffte ihn dahin.

Dass Gläubige in ihrer religiösen Verblendung den letzten Rest an Vernunft verlieren, ist das eine. Dass aber freikirchliche Pastoren solche Rituale predigen oder zulassen, ist ein Verbrechen. Doch sie werden nicht zur Rechenschaft gezogen, weil man von der Selbstverantwortung der Gläubigen ausgeht. Dabei geht vergessen, dass die Indoktrination durch Geistliche Vernunft und Verstand auszuschalten vermag.

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197 Kommentare zu “Schlangenbändigung als Glaubensbeweis”

  1. Bernhard Schlegel sagt:

    Bamberger, Sir

    Was meinen Sie zu diesen Träumen?

  2. Solange sagt:

    @Marcel Mertz: Es gibt jedoch auch kein Gebot, das besagt, dass der Mensch dies zu unterlassen habe (also ein Verbot).

    Diesbezügliche Gebote/Verbote fehlen tatsächlich. Allerdings gibt es schon Verse, die einen Hinweis darauf geben, dass man Haustiere anständig behandeln soll (auch die Sabbatruhe gilt für die Haustiere):

    Proverbs 12:10:The righteous care for the needs of their animals, but the kindest acts of the wicked are cruel.
    Exodus 23:5 If you see the donkey of someone who hates you fallen down under its load, do not leave it there; be sure you help them with it. (New International Version)

    Selbstverständlich sind die 10 Gebote nicht ausreichend für eine moderne Ethnik (dies gilt nicht nur für den Bereich Tierrechte), trotzdem scheint es mir falsch, wenn man postuliert, dass es gemäss der Bibel völlig egal ist, wie man mit Tieren umgeht.

  3. Solange sagt:

    @Rabbi Jussuf: Da wundert es eigentlich eher, dass snake handling nicht öfter betrieben wird.

    Es dürfte kaum im Interesse von Kirchen liegen, dass ihre Schäfchen vorzeitig durch Bisse von Giftschlagen dahingerafft werden (ausser wenn Vermögen plus ein Testament vorliegt, dass die Kirche begünstigt). Kein Wunder also, dass dieses Ritual kaum in andere Länder exportiert werden konnte.

  4. Pro_pasion sagt:

    Marcel Mertz
    Schon laenger ist in mir die Frage aufgetaucht, wie laesst sich in Kuerze der Unterschied zwischen Ethik und Moral erklaeren? Jetzt koennte sie gerade passen.

    Liege ich ganz falsch, wenn ich es in der Richtung sehe, dass die Moral von Gesellschaften, Lehren > Religionen abhaengig ist; welche Verhaltensregeln vorschreiben.
    Die Ethik aber ein wissenschaftlicher, pragmatischer Zweig der Moral ist. Stets auf der Suche nach Begruendungen, dabei systematische Kriterien dafuer entwickelnd?

  5. Pasionaria sagt:

    M. Mertz – der Absender sollte Pasionaria….. sein.
    War noch beim vorigen Blog. Sorry.

  6. Bernhard Schlegel sagt:

    Pasionaria

    Dazu:

    1. Die angewandte Moral ist höchst unmoralisch.

    Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher
    (1768 – 1834), deutscher evangelischer Theologe, Philosoph und Pädagoge

  7. Bernhard Schlegel sagt:

    Pasinoaria

    2. Auf die reine Gier zum Dasein gründet sich die Ethik.

    Friedrich Wilhelm Nietzsche
    (1844 – 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

    Quelle: Nietzsche, Nachgelassene Fragmente. Winter 1869-70 — Frühjahr 1870

  8. Bernhard Schlegel sagt:

    Pasionaria

    Sorry für die Verdrehung der Buchstaben in Ihrem Namen. Aber langsam lernt mein Daumen die Tastatur des Iphones zu bedienen. Auch werde ich wachsam in Zukunft meine Texte wieder überlesen, damit sie wenigstens grammatisch einwandfrei das Auge des Lesers, der verehrten Leserin nicht durch “Unfälle” stören.

    Buenas noches, Tänzerin im Geiste

  9. Häfliger sagt:

    @ Marcel Mertz

    Das erste Gebot reicht aus, um die Beziehung der Menschen untereinander zu regeln!

    1. Gebot : Du sollst den Herrn deinen Gott lieben und den Nächsten WIE dich selbst!

    Machen dies die Menschen ? Einige sicher – die Menschenrechte sind auf der Grundlage dieses 1. Gebots aufgebaut = gleiche Rechte für Alle !
    Wir müssen an einer gerechten Welt bauen – und den Mut nicht verlieren , es kommt schon gut! ( Wählt die Grünen ! )

  10. Bernhard Schlegel sagt:

    Häfliger

    Sie sind ein sehr kluger Mensch. Bitte bedanken Sie sich nicht für diese Aussage. Lassen Sie es einfach so stehen, damit der Raum bleibt Ihre Aussage nachhallen zu lassen.

  11. andersen sagt:

    Also, die Menschenrechte der Vereinigen Nationen, die ein Ergebnis von der Jüdische-Christlichen Tradition stammt, kann man Heute nicht darüber diskutieren, ob der Mose sich damals an die Menschenrechte gehalten hat.

    Dort sprechen die Menschen von der Menschenwürdebegriff und nicht über die Menschenrechte für Affen.
    Ein neue Ethik zu erschaffen, ist somit überflüssig.

  12. Häfliger sagt:

    @ Michael Bamberger

    Wow ! Dies ist nicht mein ” Gott” – Ihre Bibel gehört zum Altpapier und entsorgt! So ein Horror- Gott gehört entsorgt!

    Noch nie etwas von Weihnachten gehört?

    Das Gottesbild des NT ist dynamisch ! Das Bild der Familie – die Dreifaltigkeit ist DAS Gottesbild !
    Doch erklären kann ich es Ihnen nicht – Papst Franziskus könnte es – Also : Bamberger fährt nach Rom und fragt Bergoglio ! ( nun bin ich aus der Patsche raus ! ) viel Glück !

  13. Pasionaria sagt:

    Bernhard Schlegel
    Hm, ja Nietzsche zu verstehen, ist nicht immer einfach.
    Er meinte auch: “Naivität, als ob Moral übrig bliebe, wenn der sanktionierende Gott fehlt. Das „Jenseits“ absolut notwendig, wenn der Glaube an Moral aufrechterhalten werden soll.”
    Wie es mir scheint, hat er dem Begriff der Moral mehr Gedanken gewidmet als dem der Ethik.
    Heutzutage ist es umgekehrt, wenigstens das Jonglieren mit dem Ethik-Begriff. Soviele berufen sich sinnlos darauf.Ich habe einmal gelesen, dass es Hunderte und Aberhunderte von Ethikkommissionen gibt. Was immer diese bezwecken resp. gewillt sind, zu bezwecken.

    Interessant, was Sören Kierkegaard dazu meint:”Unter dem Himmel der Ästhetik ist alles so leicht, so schön, so flüchtig; kommt die Ethik angeschritten, so wird alles hart, kalt und unendlich langweilig.”
    Was meint wohl M. Mertz dazu?

  14. andersen sagt:

    @Häfliger

    Es gibt auch Atheisten, die ein Respekt von Gott hat.

    Sonst wird es nur neue Autoritäten geschafft.

  15. Marcel Mertz sagt:

    Häfliger 2. September 2015 um 23:47

    “Das erste Gebot reicht aus, um die Beziehung der Menschen untereinander zu regeln! 1. Gebot : Du sollst den Herrn deinen Gott lieben und den Nächsten WIE dich selbst!”

    Inwiefern spielt für das Verhältnis unter den Menschen das Gebot, “den Herrn deinen Gott zu lieben”, eine Rolle? Warum sollte ich das als Atheist tun – und wenn ich es nicht tue, bin ich dann automatisch unmoralisch gegenüber anderen Menschen? Wo ist da der Zusammenhang?

    Und zum zweiten Teil des Gebotes: Das hatten wir hier im Blog auch schon des Öfteren. Dies läuft auf die “Goldene Regel” hinaus, die eben nicht ausreicht – auch wenn sie sicher gerade didaktisch/pädagogisch ihren Wert hat. Die “Goldene Regel” ist nur ein internes Konsistenzprinzip (man darf andere Personen nicht anders behandeln als man für einen selbst richtig fände in der jeweiligen Situation), und versagt bspw. sofort, wenn jemand bspw. etwas für einen selbst akzeptabel findet, was aber ein anderer als eine Zumutung empfindet.

    Man sollte daher nicht andere so behandeln, wie man selber behandelt werden will (wie man sich selbst liebt), sondern tendenziell eher so, wie DIESE behandelt werden wollen (natürlich geht das in dieser Formulierung auch am Ende fehl, aber ich hoffe, der Punkt wird trotzdem deutlich; etwas besser gesagt: wir sollten eher erarbeiten, diskutieren, abmachen … was es ist, was wir, in Kants Formulierung, anderen Personen als Personen objektiv “schulden”, als nur von uns selbst auszugehen).

    Aber gehen wir mal davon aus, das 1. Gebot sei inhaltlich nicht bereits problematisch oder unterbestimmt. Sie behaupten, das 1. Gebot reiche völlig aus. Doch wie regeln Sie bspw. Gerechtigkeitsfragen mit dem 1. Gebot? Z.B. Probleme der Verteilungsgerechtigkeit bei knappen Gütern, nehmen wir mal Transplantationsorgane. Inwiefern hilft das 1. Gebot, da irgendwelche Entscheidungen zu treffen? (Mir fallen noch x andere ethische Herausforderungen ein, wo ich nicht sehe, wie uns da das 1. Gebot alleine weiterhelfen soll, v.a., wenn es dann auch um Tiere, Nachhaltigkeit, Umweltschutz usw. geht, aber auch schwierige Entscheidungen bei Nutzen-/Schaden-Abwägungen usw. Bleiben wir aber mal der Einfachheit halber bei der Gerechtigkeitsproblematik, weil Sie selber auf “gerechte Welt” zu sprechen kommen).

  16. Häfliger sagt:

    @ Bernhard Schlegel

    Ich habe nur Spass gemacht als ich Ihnen für die Worte dankte!
    Ehrlich : manchmal haben Sie gute Gedanken aber manchmal schreiben Sie ( Bisschen ) ” Mist ” zusammen, aber das ist erlaubt und nicht soooo schlimm, Hauptsache : es gefällt Ihnen !
    Fragen Sie doch Christoph Blocher ob er Sie in seinem Schwimmbad herumschwimmen lässt! Vielleicht merken Sie dann, dass er ein echt netter Typ ist und ein erfolgreicher Unternehmer. Wir brauchen KMU ‘ s die gut aufgebaut sind!

  17. Marcel Mertz sagt:

    andersen 3. September 2015 um 00:00

    “Also, die Menschenrechte der Vereinigen Nationen, die ein Ergebnis von der Jüdische-Christlichen Tradition stammt, kann man Heute nicht darüber diskutieren, ob der Mose sich damals an die Menschenrechte gehalten hat. Dort sprechen die Menschen von der Menschenwürdebegriff”

    Der Begriff der Menschenwürde ist nicht so alt, wie Sie meinen; Moses hat nicht von “Menschenwürde” gesprochen. Das Konzept der Menschenwürde, wie wir es heute recht “selbstverständlich” verwenden, ist ein Produkt der Aufklärung, also 17.-18. Jahrhundert.

  18. Häfliger sagt:

    @ andersen
    @Marcel Mertz

    Einverstanden !

    Lernen wir von einander!

  19. Marcel Mertz sagt:

    Pasionara 2. September 2015 um 23:05

    “Schon laenger ist in mir die Frage aufgetaucht, wie laesst sich in Kuerze der Unterschied zwischen Ethik und Moral erklaeren? Jetzt koennte sie gerade passen.”

    Wenn man einen Unterschied machen will – ich gebe zu, ich habe mir das strikte Einhalten eines Unterschieds hier im Blog eher abgewöhnt, weil oft weniger verständlich, und weil das Wort “Ethik” oft etwas beliebter scheint als das Wort “Moral” -, wie bspw. der, der in der Moralphilosophie recht verbreitet ist, dann ist das in der Tat jener, Ethik als eine Reflexionstheorie der Moral zu verstehen, die Wissenschaft der Moral. “Moral” bezieht sich dann auf die historischen oder aktuellen, faktischen Normen- und Wertsysteme von Gemeinschaften und Gesellschaften (daher auch der Plural “Moralen” zulässig). Ethik untersucht diese Moral(en) und testet bspw., auf welchen (grundlegenderen) Prinzipien diese gründen, wie ihre Normen und Werte begründet sind oder überhaupt begründet werden können usw. usf. Das kann sowohl zu Rekonstruktionen und Verfeinerungen bestehender Moral(en) führen (z.B. ist Kantianische Deontologie eher ein rekonstruktiver Ansatz unserer Alltagsmoral), aber auch zu Revisionsvorschlägen (z.B. prominent Utilitarismus, der die gegenwärtige Alltagsmoral oft für unzutreffend hält).

    Geht also in die Richtung, die sie selber angegeben haben.

  20. Marcel Mertz sagt:

    Solange 2. September 2015 um 21:23

    Danke für den Hinweis. Ich hatte aber bewusst geschrieben: nicht in den 10 Geboten, d.h., ich habe nicht behauptet, dass nirgends in der Bibel etwas dazu stehen könnte.

  21. Bernhard Schlegel sagt:

    Pasionaria

    Ach Scheisse! Kaum mache ich meine Träume publik, finde ich keinen Schlaf mehr. Und dann verarscht mich auch noch der Häfliger nach Strich und Faden.

    Immerin von Ihnen kommen noch Blumen, die selbst durch die Düsternis der Nacht duften:

    “Interessant, was Sören Kierkegaard dazu meint:”Unter dem Himmel der Ästhetik ist alles so leicht, so schön, so flüchtig; kommt die Ethik angeschritten, so wird alles hart, kalt und unendlich langweilig.”

    Was für eine Kostbarkeit des Denkens. Danke! Ein echtes… Pasionaria. Vorher, wo ich das Kissen wältzte, ging mir durch den Kopf, dass ich zur Zeit relativ viel schlafe. Also: Keinen geringen Teil meiner Lebenszeit befindet sich mein Hirn im Schlaf. Das lässt mich Nachdenken über Wachzustand und Schlafzustand. Was ist eigentlich die Wirklichkeit? Klar, im Wachzustand kann ich mir den Näggel anschlagen oder an einer Wunde verbluten. Aber holt der Tod nicht die meisten im Schlaf? Und die Träume… Warum sind sie manchmal vielfältiger als das sogenannte Dasein, wo man sich mit SVP-Leuten rumschlägt? Und zudem all die Rechnungen kriegt und den sonstigen Stress? Ist der Schlaf im Traum vielleicht wirklicher, als das Rumgezappel des Körpers am Tag? Nun, ich will beides nicht missen, aber wie gesagt, bis vor Kurzem war die Traumwelt unendlich schöner als der Tagtraum. Auch wenn ich im letzteren sehr viel Liebe geben kann und finde. Frau, Kind, Verwandte, Bekannte, Menschen eben, Natur und Licht. Vielleicht will die eine Welt die andere sehen und umgekehrt. Natürlich mache ich alles vom Gehirn abhängig. Aber phantastisch ist das schon.

    Gute Nacht und schöne Träume…

  22. Pasionaria sagt:

    Marcel Mertz
    Vielen Dank!

    .
    Bernhard Schlegel
    gelesen (dieses Thema hatten wir doch auch schon…..!)

    Da sind Sie aber wieder arg vom Blogthem abgedriftet – was mir auch oft passiert.
    Der Traum – ein hochinteressantes Thema, fast unerschoepflich.
    enn
    Ich glaube, niemals sind wir uns selbst so nahe, wie im Traume. Denn darin gehoeren wir uns nur uns selbst – im wirklichen Leben haben die Wirklichkeit, die (Mit-)Menschen, ja die Welt Anspruch auf uns.

    Ich selbst kann mir ein Leben ohne Traum nicht vorstellen, da ich meine Zukunft vorwiegend darob gestalte.

    Das war ganz in Kuerze vor dem Traeumen. Befinde ich mich dann im Traumland, hoffe ich schwer, es weckt mich niemand auf!

  23. Marcel Mertz sagt:

    Pasionaria 3. September 2015 um 00:03

    “Heutzutage ist es umgekehrt, wenigstens das Jonglieren mit dem Ethik-Begriff. Soviele berufen sich sinnlos darauf.”

    Ja, wie ich bereits angedeutet habe, weil anscheinend heute das Wort “Ethik” beliebter (“angenehmer”) ist als das Wort “Moral”. Letzteres weckt vielleicht negativere Assoziationen (“erhobener Zeigefinger”).

    Viele schreiben aber auch so was wie “Moral und Ethik”, und scheinen dann doch irgendetwas anderes mit den jeweiligen Worten zu meinen – auch wenn ich argwoehnen wuerde, dass nicht alle dann einen plausiblen Unterschied angeben koennten. Es scheint eher zu so etwas wie einer “feststehenden Redewendung” geworden zu sein. Ich denke nicht, dass viele sich bspw. auf den Unterschied, den Habermas macht, berufen wuerden, der Ethik im Gegensatz zu Moral als “eudaimonistische Ethik” versteht, also als die Fragen nach dem Guten oder Geglueckten Leben. (Das, was ich im letzten Posting als “Ethik” charakterisiert habe, und was auch eine weitverbreitete Charakterisierung ist, lehnt Habermas ab; fuer ihn ist das “Moralphilosophie”, nicht Ethik).

    Was das sinnlose Berufen auf “Ethik” angeht: Den besten Spruch aus der Kategorie finde ich immer “Wir brauchen mehr Ethik!” oder Aehnliches, wenn (!) es dann im Kontext weiterer (vorheriger, nachgehender) Aeusserungen deutlich wird, dass die Person nichts anderes meint als “Die Leute sollten sich mehr so verhalten, wie ich es richtig finde!”. Sie wollen also i.d.R. nicht mehr kritische Reflexion darueber, was warum richtig oder falsch sein koennte, sondern wollen, dass die Leute sich ihren jeweiligen Moralvorstellungen entsprechend verhalten (“mehr Moral” waere hier gemaess der weiter oben eingefuehrten Unterscheidung zutreffender, und “mehr Moral gemaess der von mir vertretenen Moral” ehrlicher).

    “Ich habe einmal gelesen, dass es Hunderte und Aberhunderte von Ethikkommissionen gibt. Was immer diese bezwecken resp. gewillt sind, zu bezwecken.”

    Ja, das ist eine der weniger erfreulichen Entwicklungen. Bei manchen von solchen Komitees, Kommissionen und wie sie sonst noch bezeichnet werden, weiss man wirklich nicht recht, was deren Funktion sein soll. Vermutlich oft genug das Dasein als “Feigenblatt”, (angeblich) gute Publicity (“Wir haben jetzt eine Ethikkommission!”) oder so.

    Wie ich in einem der letzten Blogthemen aber hingewiesen habe, gibt es (in Deutschland) aber auch Ethikkommissionen, die vom Gesetz her an medizinischen Fakultaeten/medizinischen Hochschulen etabliert werden muessen, um geplante klinische Forschungsvorhaben zu beurteilen (ohne Ethik-Votum keine Forschung). Die haben also durchaus eine Funktion – wie gut sie diese erfuellen, steht dann wieder auf einem anderen Blatt.

    Ebenso haben viele (nicht alle) Klinische Ethik-Komitees oder Klinische Ethik-Konsultationsdienste an Krankenhaeusern durchaus ihre Funktionen (allgemeine und unmittelbare Beratung/Begleitung, Entwicklung interner Leitlinien, Anbieten von Weiterbildungsangeboten). Das Klinische Ethik-Komitee der Medizinischen Hochschule Hannover wird bspw. regelmaessig von verschiedenen Stationen der MHH (die MHH ist eine Hochschule und zugleich ein Krankenhaus der Maximalversorgung) bei schwierigen Entscheidungen konsultiert/hinzugezogen (meine fruehere Chefin in Basel hat auch solche Konsultationsdienste gemacht, und es kam mehr als einmal in meiner Zeit dort vor, dass sie an einen Termin unvermittelt absagen und ins Unispital ‘rueber musste, weil sie fuer einen akuten, schwierigen Fall “angefordert” worden ist).

  24. Marcel Mertz sagt:

    Häfliger 3. September 2015 um 00:24

    “Einverstanden !”

    Einverstanden mit was genau? – 1) Der Hinweis auf “Gott lieben” im 1. Gebot ist irrelevant fuer das Verhaeltnis zwischen Menschen; 2) das 1. Gebot (als Ausdruck der “Goldenen Regel”) ist unzureichend; 3) Das 1. Gebot reicht nicht alleine aus fuer eine Ethik resp. gibt z.B. bei Gerechtigkeitsfragen keine ausreichende Orientierung/Entscheidungsgrundlage, 4) mit allen drei vorher genannten Inhalten.

    “Lernen wir von einander!”

    Ich weiss ehrlicherweise gesagt nicht, was ich von den 10 Geboten (oder eher: den paar wenigen von ihnen, die sich tatsaechlich mit Moral beschaeftigen und nicht entweder mit Gottesanbetung oder mit mehr prudentiellen/praktischen Regeln wie dem Einhalten eines Ruhetages) heutzutage noch lernen koennte, was nicht x-mal tiefer, konsistenter, ausfuehrlicher, historisch reflektierter … in der Moralphilosophie der letzten Jahrhunderte abgehandelt worden ist.

    Ich meine, selbst ein scholastischer christlicher Philosoph wie Thomas von Aquin hat mehr zu solchen Themen geleistet als nur die 10 Gebote herunterzubeten (pun intended), weil offensichtlich selbst christliche Philsophen erkannt haben, dass die 10 Gebote alleine unzureichend sind bzw. weiterer Interpretation und Spezifizierung beduerfen, die ueber das, was in den Geboten selbst steht, zwangslaeufig hinausgehen.

  25. Bernhard Schlegel sagt:

    Pasionaria: “glaube, niemals sind wir uns selbst so nahe, wie im Traume. Denn darin gehoeren wir uns nur uns selbst – im wirklichen Leben haben die Wirklichkeit, die (Mit-)Menschen, ja die Welt Anspruch auf uns.”

    Wow! Selten so etwas poetisches zu Träumen gelesen! Danke.

  26. Michael Bamberger sagt:

    @ Pasionaria und Bernhard Schlegel

    Eure Traumschilderungen sind Spitze, bravo!

  27. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Venedig – “Missbrauchsskandal in Kirche erschüttert auf Filmfest Venedig – Ein Film über den systematischen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester hat die Zuschauer beim Filmfest Venedig aufgewühlt. «Spotlight» basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt von Journalisten der US-Zeitung «The Boston Globe», die 2002 den jahrzehntelangen Missbrauch sowie das Wegschauen der Kirche und des Justizsystems aufdeckten. Dafür gab es später den Pulitzer Preis. «Spotlight» ist mit Michael Keaton, Rachel McAdams, Mark Ruffalo und Stanley Tucci prominent besetzt. Der Film läuft beim Festival außer Konkurrenz. Die Premiere stand für Donnerstagabend auf dem Programm.” (3.9.15)

    http://www.europeonline-magazine.eu/missbrauchsskandal-in-kirche-erschuettert-auf-filmfest-venedig_409755.html

  28. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – 2A Missouri advocate who claims he was sexually abused by a priest as a teenager says the Catholic Diocese of Jefferson City gave him $40,000. David Clohessy said Thursday that the diocese wrote him a check after he asked for $200,000 for therapy and medical expenses. Clohessy says he agreed not to take legal action against the diocese. Clohessy sued the diocese in 1991 and alleged that the Rev. John Whiteley abused him at St. Pius Parish in Moberly. The case was dismissed in 1993 because the statute of limitations had run out.” (3.9.15)

    http://www.wgem.com/story/29952973/missouri-advocate-alleging-priest-abuse-gets-40000

  29. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “An area pastor has been arrested and his church’s school closed amid allegations of abuse. Both the pastor, Jerry Harris, 47, and a school employee, Christopher Williams, 21, were arrested at Crossroads Baptist Church Tuesday afternoon and charged with battery and neglect. Clarksville Police said Wednesday they were continuing to investigate and interview students and school staff members.” (3.9.15)

    http://www.wlky.com/news/pastor-arrested-church-school-closed-amid-abuse-allegations/35072962

  30. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Malta – “In child abuse, silence hurts more than scandal – In such cases, the greatest erosion of trust may have less to do with the abuse in itself, than with the Church’s handling of the issue. There can be little doubt that, if any one issue has seriously undermined public trust in the global Catholic Church in recent years, that issue would be child abuse. Scandals erupting in Ireland, the USA, Australia and elsewhere have undeniably traumatised the world Catholic community. The Maltese Church was no exception, as the cases of Godwin Scerri and Carmelo Pulis – two priests convicted in 2012 of having abused up to 11 boys – made clear.” (3.9.15)

    http://www.maltatoday.com.mt/comment/editorial/56721/in_child_abuse_silence_hurts_more_than_scandal#.VeiJZWcVipo

  31. Bernhard Schlegel sagt:

    Schawinski befragte Roger Köppel in Roger vs. Roger bezüglich dessen vietnamesischer Frau und deren Flucht. Köppel druckste lange herum, aber irgendwann meinte er, die ganze Geschichte sei sehr traurig und seine Frau immerhin von Armeeadel… Sagt einer, also Köppel, der nie Armeedienst gemacht hat. Ich ja auch nicht. Und meine Frau ist auch Asiatin, eine kluge Farmerin. Aber hey Roger Köppel: Für Dich zählt nur das Deine. Du darfst alles, andere nichts. Und darin täuschst Du Dich. Ich habe sehr viele Schweizer Freunde die eine Asiatin lieben. Alles Farmerinnen. Und meine jungen Freunde ob Schweizer oder nicht sind auch schon in Asiatinnen verliebt oder schwärmen von ihnen. You are not alone mit dieser Haltung, Roger Köppel. Deine Kinder werden sich jedenfalls nicht als speziell begreifen müssen. Die Sonne geht im Osten auf, wach rechtzeitig auf, Spitzbube. In der Schweiz gedeiht nicht nur der “Adel”.

  32. Bernhard Schlegel sagt:

    Sir

    Danke!

  33. Häfliger sagt:

    @ Marcel Mertz

    Ich bin einverstanden mit Ihren Überlegungen.
    Leider habe ich keine Übung im Diskutieren über Ethik.
    Für mich persönlich genügt: – Fair play ! –
    Dann habe ich eine Kinderbibel mit schönen, farbigen Bildern . Damit ist mein Bedarf an Religion und Ethik gedeckt!
    Sorry – dass ich Ihnen intellektuel nichts bieten kann!

  34. Bernhard Schlegel sagt:

    Häffliger: “Für mich persönlich genügt: – Fair play !”

    Wer’s glaubt! “Danke” für Ihr “Danke”. Und nun vertiefen Sie sich wieder in Ihre Comicbibel…

  35. andersen sagt:

    Häfliger

    Die Menschen, die der Bibel geschrieben hat, glaubte das der Gott, die Funzeln an die Sterne gehängt haben.
    Das ist reine Polemik.
    Das könnte der Hendrik M.Broder sogar geschrieben haben.

    Nun, es gab einmal ein fiktive Gespräch mit ein Papst und der Voltäire, was glauben sie, was aus dieser Gespräch herausgekommen ist?.
    :-).

  36. Pasionaria sagt:

    Michael Bamberger
    “Eure Traumschilderungen sind Spitze”
    Vielen Dank, Dein “Alltaegliches” ist (leider) auch Spitze, aber die Spitze des klerikalen Eisbergs…..und zu (Alb)traeumen fuehrt es auch!

    .

    Haefliger
    “Dann habe ich eine Kinderbibel mit schönen, farbigen Bildern . Damit ist mein Bedarf an Religion und Ethik gedeckt!”
    Da rate ich Ihnen aber, sich zur Abwechslung noch eine andere farbig illustrierte Kinderbibel zu besorgen:
    Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel – Alibri Verlag

    Wuerde sie auch andersen empfehlen, aber sie wird sie kaum verstehen, immerhin Bildli koennte sie darin anschauen und ausschneiden. Weiss nicht, ob noch ein Rezept darin verfasst ist…..

  37. Pasionaria sagt:

    Marcel Mertz
    vielen Dank fuer Ihre weiteren aufschlussreichen Erklaerungen.
    Was mich noch interessieren wuerde, welche Entscheidungsbefugnis habt Ihr Medizin-Ehtiker? Oder seid Ihr ausschliesslich Berater, Konsultationsstelle, Tutore, Mentore etc.?
    Koennt Ihr auch Richtlinien durchsetzen oder eben diese nur darstellen?
    Wie gross ist Euer Einfluss zum Beispiel bei der Hilfe zu Suizid oder bei Fremdsamenspenden (In-vitro-Fertilisation) mit verschiedensten Konstellationen von Befruchtung, im Sinne > einer spendet den Samen, eine Frau wird befruchtet, und eine dritte traegt das Kind aus? Wer hat bei der Durchfuehrung der letzte Entscheid?
    Immerhin beruhigend : “ohne Ethik-Votum keine Forschung” – aber wieviel Einfluss im Alltag hat dies Votum?

  38. Pasionaria sagt:

    Marcel Mertz
    Entschuldigen Sie, es sollte natuerlich heissen: ……Wer trifft bei der Durchfuehrung den letzten Entscheid.

  39. andersen sagt:

    Pasionaria empfehlen der der “pädagogische” Buch von der kleine Ferkel.
    Hier müssen die Kinder sich nur Fürchten und das ist nicht gut.
    Das ist pure Angstmacherei und sehr unappetitlich.

    Weder der Religionsunterricht oder Biologieunterricht soll nicht aus der Schulen weggenommen werden.
    Ich glaube, der Darwin wäre heute auf unsere Seite, weil der Schöpfungslehre widerspricht nicht der Evolution(Entwicklung).
    Es genügt die Menschen auf zwei Beinen zu gehen.

    “Nun, es ist schon interessant, mit welcher Heftigkeit, die Atheisten sich mit Gott beschäftigt.
    Wie Vegis mit Schweineschnitzel oder ein Diabetiker mit Süssspeisen”.

    Hendrik M.Broder.

    :-).

  40. Häfliger sagt:

    @ Pasionaria

    Heisst das Ferkel in der Comicbibel : Piglet?
    Wenn ja, dann kenne ich das Ferkel, es ist der Freund von Winnie the Pooh!
    Little Piglet and Winnie the Pooh are best friends!
    Als wir in der Schule im Englisch : ” Winnie the Pooh ” lesen mussten : I got the giggles very badly –
    Doch bei der Lektüre von Sartre : da musste ich fast kotzen. Und Nietsche war auch zum Gähnen……
    Es hat für jeden Geschmack Literatur und verschiedene Bibeln! Das ist doch prima : Jeder soll seine eigene Bibel richtig finden! Ich bleibe dabei: fair play and fair trade! + Winnie and Piglet !

  41. Häfliger sagt:

    @ andersen

    Ich kenne das fiktive Gespräch von Voltaire und dem ( damaligen ! ) Papst nicht!
    Was ist herausgekommen?
    Haben die beiden Herren einander auf den Grind gegeben ?
    Oder zusammen einen Whisky getrunken ?

  42. gelesen sagt:

    Pasionaria
    3. September 2015 um 05:26

    Schön in Worte gebrungen und zum darüber sinnieren!!… oder ich lieber damit träumen.

  43. Pizpot Gargravarr sagt:

    Herr, ich habe gesuendigt – habe doch versprochen und nun gebrochen, den Ballermann-Trash nicht mehr zu verfolgen. Hab’s getan – wer frei von Suende ist werfe den ersten Stein…

    Da prosten sich seit Tagen wieder Jungen und Maedchen unverholen zu und verwenden esoterische Begriffe und Ansichten (wikipedia: ” „…esoterisch“ und „exoterisch“ auf zwei Aspekte der Lehren des Aristoteles beziehen (von innen oder von außen betrachtet)”…
    Sie sprechen von Traeumen und vom Gegensatz zur ‘Wirklichkeit’ und wie gerne Sie doch in diesen ‘schoen in Worte gedrungenen’ Aspekten ihrer ureigenen Emergenz verweilen wuerden.

    Potzplitz Holzöpfel und Zipfelchappe, die gränzelosi Flachheit i däm Blog wird ja immer piinlicher….

  44. Bernhard Schlegel sagt:

    Pizpot, einmal mehr haben Sie den Eimer für Ihren geistigen Brunz verfehlt. Dafür gibt es Kommentarspalten bei der WW oder der Schweizerzeit. Peinlich ist allein Ihr Bedürfnis hier alles grusig zu machen.

  45. Pasionaria sagt:

    Gargarnarr > nicht einmal mehr Potzplitz
    Fazit: versagt man(n) im Real Life, kann das ungemuetlich sein, widerspricht man allen und sich selbst immer und immer wieder in der Stammblog-Welt (von IIhnen genannt > Trashblog), ist es OBER-OBER-PEINLICH!
    Was haelt einen ‘akademisch (ein-)gebildeten Esoterik-Spiesser denn in diesem ‘primitven’ Blog zurueck – ein Suchtfaktor, selbst fuer den Askesen Pizy?

    .

    Haefliger
    …..das Spassvoegeli

    “Heisst das Ferkel in der Comicbibel…….”
    Ich empfahl Ihnen keine Comicbibel, wie koennte ich auch – die brutalharten Tausenden von Bibeln haben doch nichts mit Comic zu tun, oder doch? Die empfohlene Bibel ist eine bunt-heitere fuer alle Gemueter, speziell fuer solche wie Sie.

    .

    andersen
    Himmel, Sie koennen Gargarnarr noch uebertreffen:
    “Ich glaube, der Darwin wäre heute auf unsere Seite,” – wer ist ‘unsere’?

    “Nun, es ist schon interessant, mit welcher Heftigkeit, die Atheisten sich mit Gott beschäftigt.
    Wie Vegis mit Schweineschnitzel oder ein Diabetiker mit Süssspeisen”.
    Nicht einmal zitieren, abschreiben sind Sie in der Lage – kannte Hendrik M.Broder andersen, haette er bestimmt noch ergaenzt: …..wie eine andersen mit einem sie ueberfordernden Blog!

  46. Rolf Müller sagt:

    @ Bernhard Schlegel
    Vor ungefär 20 Jahren war ich mit meinem Sohn auf dem Spielplatz.
    Da fragte mich ein Bub, auf meinen Sohn zeigend: “Isch daas en Chinees?”
    Ich beantwortete ihm seine Frage: “Nei das isch en Schwiizer. Die xeend jezz halt mängmaol au esoo uus.”

  47. Rolf Müller sagt:

    @ Häfliger
    Jetzt haben Sie’s aber übertrieben mit Ihrem “Judihuii und Trullallaa”!
    “Pitbull Blocher” ist weder “ein Netter”, noch würde er Bernhard Schlegel in seinem Pool schwimmen lassen.
    Guugelimusig scheint Sie etwas naiv zu machen…
    Das Leben ist keine Postkarte.
    Aber das wissen Sie ja im Grunde schon, Sie hätten nur gerne ein Postkarten-Leben.
    Stimmt’s, oder habe ich recht?

  48. Bernhard Schlegel sagt:

    Rolf Müller

    Coole Anwort! Unlängst schrieb eine Mutter einen Kommentar auf einem Blog. Sie habe ihr Kind gefragt: “Hansjakobli, gibt es auch Flüchtlinge in deinem Kinderhort?” Antwort: “Nei Mami. Da gibt es einfach nur Kinder.”

  49. Pizpot Gargravarr sagt:

    Hallo 2 of 4:

    Schlegel:
    – was bitte hat WW oder Schweizerzeit mit meinen Kommentaren oder meine Wenigkeit mit der WW/Schweizerzeit zu tun?
    – auf Ihre auch anderen gegenueber z.T. auesserst primitiv daherkommende Kommunikationskultur(!?!?) muss gar nicht speziell hingewiesen werden – wir kennen sie alle zur Genuege (die argsten unter ihnen wurden von HS gnaedigst geloescht (zum Glueck fuer Sie!))
    – koennen Sie mit Fakten aufwarten?
    – Sie schulden mir noch die Verortung meiner Psyche…

    P:
    – nein, nirgends steht ‘Trash-Blog’, sondern ‘Ballermann-Trash’
    (das eine ist HS, beim anderen handelt es sich um Auswuechse der ‘Gang of 4’)
    – nein, widerspreche weder mir noch allen anderen
    (das eine ist Ihr Wunschtraum, als Gang-Mitglied von seinesgleichen auf ‘alle anderen’ zu schliessen offenbart von praeziser Beherrschung der Kunst der Selbstwahrnehmung)
    – Zeigen Sie Widersprueche bitte auf (ansonsten waere man ja gezwungen, Sie zwecks Verortung Ihrer Psyche an Spin-Doctor Schlegel zu verweisen)

    Fazit: “OBER-OBER-PEINLICH!”

    Tipp:
    Nur schon beim oberflaechlich Begutachten der Struktur Ihrer Kommentare erkennt man, dass es Ihnen in erster Linie um Personenkritik geht und offenbar gar nicht so um die Sache an sich. Darueber sollten Sie sich evt. mal Gedanken machen – ansonsten man Sie als valablen Diskussionspartner gar nicht ernst nehmen kann.

    P.S.
    inskuenftig werden die Eingaben der Gang of 4 wieder grosszuegigst ueberlesen (bis zu meinem naechsten Suendenfall)

    Friede sei mit Euch

  50. Klara Brunner sagt:

    Der arme Kerl, der da an einem Schlangenbiss verendet ist. Sterben kann man dazu nicht sagen. Jemand, der in der Fremdenlegion gedient hat hat mir mal beschrieben wie sich der Tod anfühlt, wenn eine Klapperschlange zubeisst. Allein die Beschreibung davon liess mich innerlich gefrieren.

    Was ist nur mit Leuten los, die das Risiko einfach ignorieren. Da mussten ja auch einige Leute miterlebt haben, was passiert ist, die dann ernüchtert hätten auf Distanz gehen sollen.