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Die Sucht nach der Sehnsucht

Hugo Stamm am Samstag den 8. August 2015
epa03994811 (01/15) US James Joseph, a Catholic pilgrim originally from Detroit, Michigan, touches the picture of Jesus at the Church of the Holy Sepulcher at the Old City of Jerusalem, 07 May 2013. Joseph calls himself Jacob but is better known by many as ‘the Jesus guy’, mainly because of his appearance resembling Jesus Christ. He has visited about 20 countries in the world, spreading his message, and over recent years he has been visiting Israel, becoming a well-known figure in the old city of Jerusalem, where he explores the life and path of Jesus Christ.  EPA/ABIR SULTAN PLEASE REFER TO ADVISORY NOTICE  (epa03994810) FOR FULL FEATURE TEXT

Sehnsucht nach Jesus: Ein Jerusalem-Pilger. (Keystone/Abir Sultan)

Die Sehnsucht ist eine zentrale Lebenskraft, die uns besonders in schwierigen Zeiten hoffen und träumen lässt. Sinn macht sie auch in guten Zeiten: Wir können uns die Zukunft in den schönsten Farben vorstellen und in tollen Erwartungen schwelgen. Wenn wir etwas vermissen, sehnen wir es mit aller Kraft herbei: ein neues Auto, die Erlösung von einer schweren Krankheit oder einen Partner, eine Partnerin.

Die Sehnsucht hat aber auch eine Kehrseite: Wenn ein Wunsch unrealistisch oder gar unerfüllbar ist, treibt sie mitunter seltsame Blüten. Sie besetzt grosse Teile unseres Bewusstseins, beschäftigt uns permanent. Und: Je unsicherer die Umsetzung oder Erfüllung ist, desto obsessiver wird sie. Sie hält uns gefangen und macht uns zu ihrer Sklavin. Liebesdramen und Beziehungsdelikte zeugen von der destruktiven Kraft, die auch in der Sehnsucht steckt.

Im Extremfall führt sie zu krankhaften psychischen Reaktionen. Dann bleibt von der Sehnsucht vor allem die Sucht zurück. Sehnen ist schön, doch schon der Ausdruck enthält die problematische Seite des Phänomens.

Eine unerschöpfliche Quelle von Sehnsüchten sind religiöse und spirituelle Hoffnungen und Erwartungen. Das liegt in der Natur der Sache: Übersinnliche Phänomene entziehen sich der Überprüfbarkeit, wir können sie nicht nachweisen, wir müssen an sie glauben. Somit eignen sie sich ausgezeichnet als Projektionsfläche und fördern die Einbildungskraft. Wir finden, was wir suchen, weil es keine gesicherten Fakten gibt. Jeder fühlt, was er gern fühlen möchte. Oder sieht, was er sehen will.

Wenn die religiöse Sehnsucht zur Sucht wird, kann es gefährlich werden. Ein paar Beispiele: Manche Esoteriker verehren ihren Guru als Inkarnation des Göttlichen und neigen zur Selbstaufgabe. Zeugen Jehovas sehnen sich nach der Endzeit, flüchten in eine Parallelwelt und entfremden sich von der realen Welt. Der Pilger in Jerusalem, der sich plötzlich als Jesus wahrnimmt und in eine Psychose abrutscht, verliert die Kontrolle über sich und kann zur Gewalt neigen. Bei kollektiven Sektendramen begingen die Gläubigen aus Sehnsucht nach der Erlösung Suizid und brachten teilweise ihre eigenen Kinder um, wie die Anhänger von Jim Jones oder die Davidianer.

Es gibt aber auch aktuelle Beispiele, die demonstrieren, wie destruktiv die Sehnsucht im religiösen Milieu sein kann. Bei der Rekrutierung junger Europäer setzten die Missionare des IS, des Islamischen Staates, vor allem auf das Mittel der Sehnsucht. Den Umworbenen wird das idealisierte Bild einer heilen muslimischen Welt gezeichnet, die Hoffnung auf Lebenssinn, Geborgenheit, Abenteuer und Heldentum verdichten sich zu einer diffusen Sehnsucht, die das vermeintliche Paradies in den Köpfen entstehen lässt. Und wenn es schiefgehen sollte, warten im Jenseits 72 Jungfrauen.

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282 Kommentare zu “Die Sucht nach der Sehnsucht”

  1. Alienus sagt:

    @Bernhard Schlegel

    Gehen Sie bitte beim „Blog Mac“ zum „Einstein mit 5 Schritten“ und kommen Sie dann als „Fünfstein mit einem Schritt“ zurück.

    Dann sind Sie’s!

  2. Bernhard Schlegel sagt:

    Alienus

    Vielen Dank für den Tipp! Wow! Ich bin klüger als zuvor und übe mich drum wieder in Bescheidenheit.

    Trotzdem ein neuer Formelversuch:

    Samen = S(ex) + Amen

    Bedeutet das, dass Sex göttlich ist?

    Orgasmus ist auch so ein interessantes Wort! Woher stammt es, was genau besagt es?

    Amen
    Samen
    Orgasmus

    Das sind wichtige Worte! Lasst uns gemeinsam darüber nachdenken, ja darüber brüten…

  3. hm sagt:

    @Alienus
    Der Fachterminus der Eszientologei ist indertat heutzutage nicht mehr in Gebrauch, umschrieb aber früher (darum auch das heute altertümelnd wirkende Suffix -ei), d.h. vom beginnenden 17. bis ins ausgehende 18. Jh., die Wissenschaft der Symbiose von Eszientia und Logos, eben die Esziento-log-ei, ab 1700 alternativ auch Eszientolog-ie.
    Die Eszentia ihrerseits resultiert aus der Kontamination von (lat.) essentia und scientia. Dabei ist zu beachten, dass die Verwendung des orthographischen “z” anstelle des lat. “c” der eindeutschenden Tendenz innerhalb der deutschen Forschungs- und Wissenschaftsgemeinde folgt (wie später ja etwa auch “Regime” für franz. régime). Insofern haben wir es also mitnichten mit einer Paraphasie zu tun, sondern mit einem Okkasionalismus, wie Sie als historischer Soziolinguist und Semantiker wissen werden. Weitere Literatur dazu finden Sie bei Hegetschwiler oder auch bei Wacker, Hans (so sein Urwerk: Neolalie oder Neologie? Von der Umglossierung deutscher Zungen im deutschen Pietismus des 18. Jh.s., Ein Beitrag zur historischen Linguistik im Fachbereich der Glossalolie und ähnlicher Phänomene, mit Vernachlässigung des eristischen Ansatzes).

  4. Bernhard Schlegel sagt:

    Der Orgasmus

    Warum ist das männlich?

    Warum nicht das Orgasmus, ist das Orgasmus doch ein Trick der Natur, uns überhaupt noch fortzupflanzen in dieser, na ja, doch ziemlich lebensfeindliche Welt. Man sagt ja auch das Kind, nicht der oder die Kind.

    Okay. Das Orgasmus hat ja nicht unbedingt mit der Zeugung eines Kindes zu tun. Es gibt ja die “sizilianische” Art der Begattung. Aber wozu dann, nun gut: Der Orgasmus? Zum Spass??? Sex kann auch sinnlos Spass machen? Warum? Soll der Mensch zuvorderst nicht einfach nur leiden, wie es sich gehört?

    Ach, Fragen über Fragen…

  5. Alienus sagt:

    @Bernhard Schlegel

    Verehrter Schlegel, brüten Sie diese faulen und eckigen Eier selber aus…….

    Bin gespannt, was für Monster da Ihren Eiern entfleuchen!

    Für solche delikate Fragen wenden Sie zur persönlichen Aufarbeitung um 25.00 Uhr bei mir. Die Stunde zu 240,- €/h zuzüglich 40,- € Schmutzzulage/h.

    Wende die freudsche Montanmethode an. 😉

  6. Bernhard Schlegel sagt:

    Ganz vergessen habe ich dabei, dass der Orgasmus auch die Orgasmus heissen könnte. Ganz zu schweigen von die Orgasmen. Dass kommt daher, dass ich als Mann in meiner Erziehung meine femininen Seiten unterdrücken musste, obschon auch ich Brustwarzen habe. Sorry for that!

  7. Bernhard Schlegel sagt:

    Alienus

    Sorry, es ist noch nicht nach Nachmitternacht. Aber freudsche Montanmethode??? Ich google und da herrscht schweigen? Link?

  8. andersen sagt:

    Einladung

    Scientology in Basel, was tun?

    Donnerstag, 20. August 2015, Johannes Kirche, Basel um 19:30 bis ca. 21:00h

    Podiumsteilnehmer:

    Hugo Stamm, Sektenexperte und Autor
    Dr, Guy Morin, Regierungspräsident Basel-Stadt
    René Kraaz, ex-Scientologe
    Marcel Rünzi

    Neue Artikel: Tagesanzeiger 10.8.2015 vom Hugo Stamm.
    (Scientology verteilt Flyers (Sagt Nein zu Drogen), wo es kein Hinweis darauf hat, dass der Scientology dahinter steckt).
    Wie immer, kein Transparenz.

  9. Klara Brunner sagt:

    @ Alienus

    Was stört Sie dermassen an Bernhard Schlegels Aussage? Kinder soll man in Verantwortlichkeit zeugen und nicht weils einem grad mal so drum ist. Kann sein dass ein Orgasmus für manche Leute der einzige Ansporn dafür ist. Dann dürfen wir uns nicht wundern dass unsere Welt von Kriegen überzogen ist. Wo am Anfang kein Bewusstsein steht dafür wie man sich die Zukunft von Kindern vorstellen soll, woher soll das denn dann spater kommen?

    Ich weiss wohl, dass im Namen diverser Religionen Kinder einfach “kommen” weil jedes Kind ein Gotteskind ist. Da sie heute nicht mehr unbedingt als Kanonenfutter an die Front geschickt werden (man lese zumindest Remarque) nimmt die Weltbevölkerung zu und die Dynamik läuft anders rum. Na ja, und dann gibt es noch ein paar archaische Kulturen bei denen die Ehefrau einen männlichen Nachfolger zeugen muss, auch dann, wenn sie schon 20 Mädchen geboren hat und ausschauen tut wie ihre eigene Urgrossmutter und dabei sichtlich leidet. Wir leben halt in einer Männerwelt.

  10. Klara Brunner sagt:

    @ andersen

    Es gibt auch eine Organisation die “sagt nein zu Drogen” propagiert die NICHT zu Scientology gehört. Da bin ich nämlich Mitglied. Die hat es sich zur Aufgabe gemacht frühzeitig in Schulen und dergl. Vorträge mit möglichst anschaulichem Material zu halten, damit der Nachwuchs wissen könnte worauf er sich einlässt wenn man ihm im Pausenhof mal gratis irgendwas anbietet was sein Hirn vernebelt.
    Das ist ein Häuflein Freiwilliger die sich selbst finanzieren um noch mehr Drogenelend zu verhindern.
    Haben Sie schon mal erlebt was die Konsequenzen von Drogensucht sein können? Auch nach einem Entzug ist das Gehirn in seinen Funktionen bleibend eben geschädigt.

    Ehe Sie also alles in einen Topf werfen, bitte ich Sie, sich künftig schlau zu machen ob das so zutrifft.

  11. Bernhard Schlegel sagt:

    Klara Brunner

    Natürlich haben Sie recht, das Kinder in Verantwortlichkeit gezeugt werden sollen. Das sieht Alienus 101pro so. Mir geht es aber auch um das andere… Eben den Spass an der Sexualität. Warum gibt es multiple Orgasmen ohne “Zeugungserfolg” und warum fühlen sich auch gleichgeschlechtliche Liebende so pudelwohl in ihrem tun. Ich weiss nicht, was Sie empfinden, aber zwei Frauen, die sich innig küssen, stellen für mich mitunter Michelangelos Werke in einen trüben Schatten. Auch rein von der Ästhetik her… Verstehen Sie was ich meine? Worauf ich hinauswill?

  12. Klara Brunner sagt:

    @ £Bernhard schlegel

    Jaja Herr schlegel: Die Hühner hatten sich einstens verpflichtet statt Eier…………

    Was Sie hier breitschlagen sind Männerfantasien mit adoleszentem touch. Wenn Ihnen zu diesem Thema sonst nichts Gescheites einfällt dauerts wohl noch ein paar Jährchen und ich hoffe der weibliche Teil ihrer Umgebung habe das erkannt.

  13. Klara Brunner sagt:

    @ bernhard schlegel

    Weil Sex grob gesagt der Zeugung von Nachwuchs dient aber mit Liebe und Beziehung nichts zu tun hat. Sexuelle Gelüste sind meistens schnell gestillt, die vielen überflüssigen Kinder von Müttern deren Männer sich einfach verflüchtigt haben zeugen. Sex schon aber keine Verantwortung.
    Da meine ich, dass dieses bisschen Fleischeslust wahrhaftig kein Massstab ist für eine eigene Lebensplanung.
    Ihre Worte scheinen mir sehr Individualismus-gesteuert zu sein. Spass, ja, den Rest lieber nicht, was?????

  14. Hugo Stamm sagt:

    @ Klara Brunner

    “Sag nein zu Drogen” ist ein Scientology-Ableger. Leider fallen viele auf den plumten Trick der Scientologen herein. Google hilft in wenigen Minuten…

  15. Bernhard Schlegel sagt:

    Klara Brunner

    Ich weiss, ich töne jetzt wie der Vitus, aber Sie haben mich missverstanden. Spass ist leider ein Wort, dass von Ihrer Generation gehasst wird. Nennen wir es doch Freude. Lebensfreude. Sex ist Lebensfreude, sei es nun die Freude an einer Zeugung oder aber die Freude gegenseitiger Intimität. Sex ist nicht Koitus zur Bestandserhaltung. Sex ist Ausdruck grösstmöglichem Zusammenseins. Wenn nun zwei Frauen oder Männer dieses Zusammensein so zelebrieren, ist das doch ein Zeichen dafür, dass Liebe eben nicht vor den Geschlechtern halt macht, sondern auch da tiefste Empfindung miteinander möglich ist. Lassen wir doch der Liebe ab dem Schutzalter endlich freien Lauf, wieviel Hass auf dieser Welt würde im Keim erstickt.

  16. Bernhard Schlegel sagt:

    Und wo die Kirche zur Treue aufruft, hat sie recht: Ein ehrlicher, offener Umgang gerade mit Krankheiten ist unabdingbar. Und die moderne Medizin ist aufgerufen, die Menschen, die liebenden Menschen zu schützen. Das Leben ist nicht perfekt, aber mit ein wenig Goodwill passt es sich immer besser und liebevoller an dieses verrückte Dasein an. Auch und gerade dank der Medizin.

  17. hm sagt:

    @Alilenus
    Zum Fachbegriff der “Estintologie”, wie Sie ihn kennen, habe ich leider nichts gefunden, gehe aber ebenfalls – wie bei “Eszientologie” – von einen Okkasionalismus aus. Lassen Sie sich also keine Paraphasie einreden!

  18. Alienus sagt:

    @hm

    Bin etwas irritiert.

    Das Internet antwortet auf den Suchbegriff „Eszientologei“ nicht und ebenso bleiben die ansonsten lehrreichen Bücher leider leer. Seltsam. Ansonsten bin ich kein „historischer Soziolinguist und Semantiker“ sondern nur ein blutiger Amateur, eher ein verbaler Romantiker, im wahrsten Sinne sogar, Sie Schmeichler.

    Nachtrag: Die Sache mit der Rechnerei beim Mohammed ist sehr schwierig zu ergründen, um die in diesem Umfeld seltsam erscheinenden Zahlenangaben zu verstehen, weil zu seiner Zeit beide Rechenarten (12- + 10-Systeme) benutzt wurden und mit beiden Rechenhilfen (Abakus und Rechenseil) operiert wurde. Das Rechenseil kann die einfachen Geschäftsrechnungen gut durchführen, wenn ein Partner keinen Abakus besitzt und man so ein Rechenseil in Notlagen selber basteln muss. Auch überzeugt mich die Möglichkeit der Rechenseilnutzung, weil diese auch damals im Bauwesen recht oft für den Aufriss angewendet wurde. Die Duodezimalrechnerei kann man/frau auch 1.500 Jahre nach dem ollen Mohammed nicht gänzlich als abgestorben sehen, da heuer z. B. noch in der Papierwirtschaft die 12-Methode weiterlebt.

    Die dargestellte Matrix zeigt eigentlich nur die zufällige, aber doch erstaunliche Ähnlichkeit der Reichenfolge der entspr. Zahlenwerte ohne irgendeiner mystischen Interpretation oder gar einem religiöse Erlösungspotential. Aber aus der Beharrung der damaligen Menschen hat sich offensichtlich inzwischen ein religiöses Dogma entwickelt. Unveränderlich bis zur Ewigkeit und 1 Tage. Da diese dem Mohammed und dem Koran zugeschrieben werden, umso mehr.

  19. Michael Bamberger sagt:

    @ Klara Brunner

    “Es gibt auch eine Organisation die “sagt nein zu Drogen” propagiert die NICHT zu Scientology gehört. Da bin ich nämlich Mitglied.”

    Bei welcher Anti-Drogen Organisation sind Sie Mitglied? Wie heisst die Organisation?

  20. andersen sagt:

    @Klara Brunner

    Wer mit Drogen( harten)anfängt wird sie nicht mehr los.
    Die staatlichen Abgaben von Methadon durch Überwachung von Ärzte kann das Leben von Drogensüchtige verlängern.
    Mehr nicht.
    Dazu hilf auch saubere Spitzen, weil viele Drogensüchtige hat Hepatitis B und C.
    Es gibt also kein andere Alternative.
    Und ganz sicher nicht Scientology.

    Mit der Kampagne “Sagt nein zu Drogen” wollen die “freiwilligen” die Kurse von Scientology finanzieren.

    In Mediathek Video BR(bayrisches Fernsehen können Sie ein Video anschauen:(Wenn Sie mich oder Herr Hugo Stamm nicht glauben)

    Sendung:Miese Tour von Scientology
    von 15.07.2015

  21. hm sagt:

    @Alienus
    Ja, wie sich das aus Indien stammende Dezimalsystem – das sich ja über den islamischen Raum zu uns tradiert – im islamischen Raum durchsetzt, wäre auch eine ganz interessante Geschichte. Und noch apropos Rechenseil: Mohammed ist ja nun auch nicht gerade als DER Baumeister bekannt, auch nicht als DER Bauherr, so weit ich weiss. Aber gut. Die Alhambra stammt ja auch nicht von ihm.
    Nein, denken Sie r e v o l u t i o n ä r und verabschieden Sie sich von der Duodezimalrechnerei, ich meine bei einem Kurs von 12 Pence = 1 Schilling = 1/20 £ wird mir wirr in der Birn und ich habe heute morgen schon geklagt, dieser Photonensturm da vor meiner Nase wäre verantwortlich für meine Migräne.
    Entschuldigen Sie also.

    12 pence als 1 Schilling = 240 Pence als ein Pfund-Sterling bzw. als = 20 Schilling

    übrigens wird kaum ausgestorben sein, vielleicht einfach nur

  22. hm sagt:

    vergessen.

  23. hm sagt:

    Dass die Klara Brunner übrigens Mitglied vom Blauen Kreuz wäre, tät’ mich nicht überraschen (ich meine nach dem Dos XX + 9 Coronas P.’s von heute morgen).

  24. Solange sagt:

    @Alienus

    Um die damaligen Gebräuche und Denkweisen nachvollziehen zu können, wird man das damals üblichste Rechensystem berücksichtigen müssen, das Duodezimalsystem, also die mit den 12er-Teilern.

    Bitte nennen Sie Quellen, die belegen, dass das Duodezimalsystem damals im Nahen Osten das üblichste Rechensystem war.

    Gemäss folgendem Dokument einer deutschen Uni verwendeten bereits die Ägypter das Dezimalsystem, während bei den Babylonier auch das Sexagesimalsystem Verwendung fand:

    Die Ägypter bedienten sich eines Zehnersystems. In der hieroglyphischen Schrift (ab 3200 v. Chr.) besaßen sie zur Zahldarstellung für
    jede 10er-Potenz ein eigenes Zeichen. Ihre Methode, hiermit Zahlen zu schreiben, war rein additiv (das Zeichen einer jeden Ordnung wurde so oft wiederholt wie es vorkommen sollte). Die Reihenfolge der Zeichen gehorchte dem Gesetz der Größenfolge mit noch wechselnder Schriftrichtung, d. h. willkürlich wurde mal rechts- und mal linksläufig geschrieben.

    Die horizontal von links nach rechts verlaufende Keilschrift der Babylonier, deren Ursprung bei den Sumerern zu suchen ist, erreichte unter semitischem Einfluss (3. Jahrtausend v. Chr.) ihre hohe Ausbildung und fand für die anspruchsvolle Zahldarstellung Anwendung. Neben einer Schreibweise, die dezimalen Charakter trägt und für jede Potenz ein eigenes Zeichen kennt (wie bei der Hieroglyphenschrift der Ägypter), gab es noch eine, die auf dem Sexagesimalsystem beruht.

    http://www.cevis.uni-bremen.de/Binaries/Binary1105/_Skript.pdf

    Denn wenn Mohammed als Händler tätig war, wird er es beherrscht haben müssen und mit diesem und auch noch dem sog. Rechenseil vertraut gewesen sein!

    Bitte belegen Sie, dass Händler in diesem Gebiet und in diesem Zeitraum mit dem Rechenseil vertraut gewesen waren. Ob die Zwölfknotenschnur in Ägypten bereits Verwendung fand, ist gemäss Wikipedia übrigens umstritten (und wenn dann zum Bauen und nicht für den Handel):

    Bei der Gründung von Tempeln im Alten Ägypten verwendete die priesterliche Berufsgruppe der Harpedonapten Messschnüre. In vielen Büchern findet sich die Aussage, dass sie dabei Zwölfknotenschnüre zur Konstruktion rechter Winkel verwendeten. Es gibt zwar einige historische Quellen, die als Bestätigung dieser Theorie gedeutet werden können, doch die Mehrheit der Mathematikhistoriker des 20. und 21. Jahrhunderts lehnt diese Deutung ab. (wikipedia)

    Betrachtet man die geographische Lage von Medina, so ist diese Stadt etwa in der Mitte der Wirkungsgebietes von Ägypten (des alten und des ptolemäischen), Griechenland, dem nahen Orient, Syrien, Persien und Indien. Also im Mittelpunkt der damaligen mathematischer Entwicklungen.

    Wichtiger als die geographische Mitte dieser Gebiete, ist doch die Lage an wichtigen Handelsrouten und da lag Medina eher etwas abseits (abgesehen von der Route, die den Jemen mit anderen Orten im Nahen Osten verband).

    Ob bei den bildlichen Darstellungen von Mohammed bei seiner Kaftanschnur, welche teilweise bei ihm und seinen Getreuen in gleichen Abständen als Darstellungen (Knoten, Klemmen, Ringe?) gemalt sind, sich um rudimentäre Reste von den besagten Rechenseilen handelt ist mir nicht bekannt.

    jetzt schweifen Sie aber weit ab, aus welchem Raum und welcher Epoche stammen denn diese bildlichen Darstellungen?

    Ich habe übrigens noch etwas gefunden, dass einen Hinweis darauf gibt, dass die Araber eher mit dem dezimalen System vertraut waren:

    In allen germanischen Sprachen (wie Deutsch und Englisch) ist die 13 die kleinste Zahl, deren Name zusammengesetzt ist (z. B. im Englischen thirteen). Andere Sprachen haben verschiedene Möglichkeiten: Zum Beispiel im Arabischen, Chinesischen, Italienischen, Japanischen, Suaheli und im Ungarischen ist 11 bereits eine sprachlich zusammengesetzte Zahl, im Spanischen und Portugiesischen dagegen haben die Zahlen bis einschließlich 15 (spanisch quince, portugiesisch quinze), im Französischen sogar bis einschließlich 16 (seize) eigene Namen. (wikipedia)

  25. Solange sagt:

    @Alienus

    Wenn Sie uns schon glauben machen wollen, dass die 72 Jungfrauen (gibt es nicht auch einen Hadith, indem von 70 die Rede ist?) unbedingt auf die Zahl zwölf zurückzuführen sind, liegt m.E. der islamische Kalender um einiges näher als das Duodezimalsystem. Der islamische Kalender ist ein reiner Mondkalender (deshalb veschiebt sich der Ramadan auch jedes Jahr), zuvor hatten die Araber einen Lunisolarkalender, der einen Schaltmonat enthielt.

  26. andersen sagt:

    hm

    Solange, die Menschen sich nur mit der Vergangenheit beschäftigt, nehmen viele nicht der Gegenwart wahr.
    Blauen Kreuz ist eine gute Organisation.

    Viele hat somit wieder entdeckt, dass die Sonne scheint und auch der Himmel blau ist.

    😉

  27. Rabbi Jussuf sagt:

    Dabei ging es nur um die Frage, ob 72 eine mystische Bedeutung hat(te) oder nicht.
    Dass sie damals auch, wie wir heute noch, in Dutzend, Gros etc gerechnet haben, ist anzunehmen. Daher auch die 72 als “viel”, aber ohne weitere Bedeutung. Darauf hin deuten ja auch die verschiedenen Angaben in den Hadith.
    Mit ziemlicher Sicherheit rechneten die Araber mit dem Dezimalsystem. Sie waren im Einflussbereich der Sassaniden und der Byzantiner (die hatten das römische Zahlensystem).
    Dürfte schwierig herauszufinden sein, da damals wohl kaum jemand schreiben konnte und die arabische Schrift erst im Entstehen war (wiederum wegen der Grossreiche um sie herum.)

    Ein Gros ist für uns auch einfach “viel”, ohne dass wir uns genauere Vorstellungen über die Zahl 144 machen würden.

  28. Solange sagt:

    @Hugo Stamm

    Ich wünsche Ihnen bei dem von andersen erwähnten Podiumsgespräch in Basel viel Erfolg.

  29. Solange sagt:

    @Alienus

    Wenn für die Araber das Duodezimalsystem viel massgebender war als das Dezimalsystem, wie erklären Sie sich denn, das in Sure 8 (die Beute) Vers 41 nicht auf eine typische Zahl des Zwölfersystems (das sich für das Teilen ja sehr gut eignet) zurückgegriffen wird:

    Und wisset: Was immer ihr erbeutet, so gehört Allah ein Fünftel davon und dem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Sohn des Weges, wenn ihr an Allah glaubt und an das, was Wir auf Unseren Diener am Tag der Unterscheidung (als Offenbarung) hinabgesandt haben, an dem Tag, da die beiden Heere aufeinandertrafen. Und Allah hat zu allem die Macht.

  30. hugo habicht sagt:

    Sehr geehrter Herr Stamm

    kann es sein, dass Sie den Begriff der Sehnsucht gründlich missverstanden oder fälschlicherweise auf unsere Zeit projiziert haben, in der nichts mehr unerreichbar ist? Die Sehnsucht ist eigentlich ein grundlegendes Charakterkriterium des romantischen Zeitalters. Man sehnte sich damals nach Dingen, die nicht erreichbar waren. Die Sehnsucht war fixiert auf andere Welten, welche zur Entgrenzung führen,Natur, fremden Ländern und Kulturen, also Ziele, die wir heute mit einem Klick auf dem Laptop kaufen können. Sehnsucht im eigentlichen Sinn gibt es deshalb nicht mehr.

    Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen. Sie haben aber gar nichts mit Sehnsucht zu tun, nur mit Konsum und der Enttäuschung der Sehnsucht.

  31. Alienus sagt:

    @Solange vom 11.08.2015 um 19.20

    Jesus, Maria und Mohammed!

    Durch Ihre Frage bezüglich des Verses 41 zeigen Sie eindeutig: Sie haben das Ding nicht nachvollzogen.

    Denn darin ging es um die auffällige Ähnlichkeit von religiös-mystischen Zahlen, welch im gewissen religiösen Umfeld vorhanden sind UND im Vergleich der möglichen Analogie der bei Händlern verwendeten Rechentechnik mit duodezimaler Rechenkunst. Das 12er-Sytem ward auch damals in Anwendung und hat m. E. durch Einwirkung die Ergebnisse im kollektiven Gedächtnis die besagten Zahlendarstellungen in ihrem besonderen Rhythmus und Zahlenwerten fixiert.

    Das der Mohammed und seine Nachfolger in solch einer Zahlenstrukturierung lebten, kann man wirklich realitätsnah annehmen, dass die Symbolik solcher Zahlenangaben dem Empfinden zuträglich waren. Weil genutzt, bewährt und erprobt und sowieso viele Partner es auch anwenden konnten.

    Daher kann man wirklich die Aussage machen, dass die von Ihnen dargestellte Sache mit V. 41 hier absolut nicht in diese Betrachtung fallen kann, da ja diese Zahl als fortlaufende Ordnungszahl in einem geschriebenem Werk daher kommt und somit KEINE religiöse Werthaltigkeit hatte, hat und haben wird. Warum den auch. Es muss eine numerische Besonderheit sein.

    Noch’e und für dieses Schreiben der letzte Hinweis darauf, dass in meinem Schreiben das Hauptargument darin liegt: Wichtig und bemerkenswert sind die Zahlen, die sich im 12-Systm OHNE Rest teilen lassen. Denn für die Kalkulation einer Händlerkarawane kann man so die jeweils optimale Anzahl von Tragetieren anrechnen um dadurch ( um Effizienz auch damals zu haben) und zugleich den jeweiligen Kostenanteil der Nutzung (durch die Händler) in dieser Karawane zu haben.

    Zusammenfassend: Es geht um augenscheinliche (und NICHT um tatsächliche) Übereinstimmungen in zwei verschiedenen Bereichen, aber innert einer identischen Volksgruppierung in der gleichen Zeit und in einer bestimmten Region.

    Volkskönnen, Volkswissen, Volksaberglaube, Volksweise und Volksanwendung. Damals und auch in heutiger Zeit. Die IS-Selbstmörder glauben offensichtlich noch immer an die Zahl 72!

  32. Häfliger sagt:

    Ich könnte mir vorstellen, dass Scientology die Menschen dort abholt, wo sie ihre Sehnsüchte haben.
    Die virtuelle Welt ersetzt die Wirklichkeit nicht. Der Mensch braucht Erlebnisse und den Kontakt mit seiner realen Umwelt.
    Jeder möchte erfolgreich sein und bei den Mitmenschen Anerkennung finden. Dies verspricht die Scientology – Religion:
    Erfolg und Selbsterkenntnis.
    Es ist wichtig, dass der Mensch lernt, auch mit seinen Schwächen und mit seinen Defiziten zu leben , er muss sich annehmen können wie er ist. Der Ehrgeiz, immer besser zu werden , kann zu einem ” burn out ” führen. Da kann eine Sehnsucht heilsam wirken ! Die – Sehnsuchtsmelodien – belegen oft die besten Ränge in den Hitparaden. Wer sich den teuren Kurs bei Scientology nicht leisten kann, der höre die Sehnsuchtsmelodie auf der Trompete! Oder noch besser – er lernt selber Trompete spielen –

  33. andersen sagt:

    @Alienus

    Sie schreiben, dass die IS glauben offensichtlich noch immer an die Zahl 72.
    Bestimmt nicht an das Dreieck-Symbolik:

    Heiliger Geist= Inspiration=Erdenken/Ersinnen
    Vater=Elternschaft=Erschaffen
    Sohn= Nachkommen=Erfahrung

    Ja, Sekten benützen immer die Gleichschaltungsmanipulation, mit dem Ziel, Gruppen kontrollieren zu können.
    Auch die geistige Manipulation (Manipulativer Eingriff in den Denkablauf), Ausschaltung bisheriger und Ersetzung durch gewünschte Denkgewohnheiten.(Suhr 2013). Und die Drei-Phase-Modell(Auftauen, Bewegen, Einfrieren).(Eckmann/2013/2).
    Nun-Da-Belohnung: Belohnungen, die erst angeboten wird, wenn eine Aufgabe erfüllt worden ist.(PINK 2010, S,31-32)
    Nach der 11.September (World Trade Center) gab es eine Reihe von Selbstmorden, sehr auffällig, wie sie wie in ein Trancezustand genau auf das Ziel zielen konnte, sowie ein Mensch nur zu Maschine geworden ist.

    Die Sekte hat offensichtlich alle 4 Komponenten benützt( Der Gebrauch von Bewusstseinskontrolle( Monica Pignotti 1998).
    Die Gleichschaltung (Seng, Sebastian), 2000.
    Wie in eine Computer/gamespiel, die zum grausamen Realität für die Menschen in Arabien geworden, die das jetzt erleben müssen.

    Aber der Kopf sitz auf Hals in Europa und nicht wird nicht unter den Arm getragen.

  34. Pasionaria sagt:

    Heute haben wir ja den 11.(!!) 8. – meine neueste Lieblingszahl, Kunststueck blueht der Blog an diesem Tage auf.

    hm
    Sie beweisen uebrigens Schneid – aber es gelingt Ihnen partiel gar nicht so uebel – unserem bewaehrten Kultur- und Geisterwissenschafts-Luinguist-Romantiker > A. etymologisch die Stirne zu bieten, resp. ihm diese hinzuhalten.

    Noch zu Ihrem 09.15h
    Cc H. Habicht

    hm: “Wonach sehnt sich Sucht? Nach Sehnsucht?”
    Sie schreiben “Also eine kleine Nachhilfe von Magister etymologicus könnte auch beim Titel dieses Impulstextes nicht fehlen Es geht ja darum, wie Sehnsucht zur Sucht wird…..”
    Darin sehe ich kaum das Problem zu Handen eines Etymologie-Magisters, m.E., handelt es sich bei dieser Frage, wenn es nicht eine medizinische ist, um ein rein psychologische..

    Jedem sollte ja klar sein, dass das Wort Sucht das krankhafte Verlangen nach etwas Nichtvorhandenem ist. Wahrscheinlich richtet sich diese Suche nach etwas Vergangenem, aber vorallem auf etwas Zukuenftiges. Zugrunde muss wohl eine Disharmonie des ‘Suchenden’ liegen.
    Was liegt dabei naeher, als das vermeintliche Paradies, das die Religionen aufzuzeigen versuchen (lies fantasieren)? Dort fuehlen sie sich dann eventuell zu Hause, wobei ihre Suche > Sucht teilweise keine Grenzen mehr kennt, siehe Anlassartikel.
    Ich glaube es war CG Jung, der zur Sucht meinte, dass diese auf einer niedrigen Stufe dem geistigen Durst des Menschen nach Ganzheit entspraeche, in mittelalterlicher Sprache: nach der Vereinigung mit Gott.

    Hm, dass Sie soviel Muehe mit den Blogtiteln bekunden – verstehe ich nicht ganz.
    Beim letzten Thema haben ‘wir’ doch versucht, Ihnen die Uebereinstimmung mit dem Wort Propagande zu erleutern. Ist scheinbar nicht gelungen. Beim aktuellen Thema nun koennte man den Aufhaenger auch problemlos umkehren: Sehnsucht die Sucht schafft.

    .

    Alienus

    “Volkskönnen, Volkswissen, Volksaberglaube, Volksweise und Volksanwendung”.
    Gluecklich das Volk, das nur in den (hoeheren) Mathematik- und nicht in den Geschichtsbuechern vorkommt!

  35. Solange sagt:

    @Alienus: Volkskönnen, Volkswissen, Volksaberglaube, Volksweise und Volksanwendung. Damals und auch in heutiger Zeit. Die IS-Selbstmörder glauben offensichtlich noch immer an die Zahl 72!

    Die glauben auch, dass sie für 70 Verwandte zum Fürsprecher werden. Sowohl die 70 wie auch die 72 hat aber in deren Vorstellung rein gar nichts mit Zahlenmystik zu tun, die Zahlen entstammen schlicht aus Hadithen. Wie gut der Isnad dieser Hadithe ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

  36. Pasionaria sagt:

    hm
    Uebrigens, ein zweiter Versuch, koennten Sie nicht ev. einen laengeren Nick verwenden, sonst kann man/frau kaum etwas nachschlagen, da ‘hm’ so oft vorkommt.
    Ein Vorschlag: ómnium!!
    Muss ja ein Riesenkompliment an Ihre Adresse sein, wenn man/frau ueberhaupt etwas nachzuschlagen in Erwaegung zieht. Das saehe bei ander( )en ganz anders aus.

  37. Solange sagt:

    @Alienus

    Zahlenmystik finden Sie nicht bei den Salafisten sondern bei den Sufis, z.B.

    Die Fünf:

    Unsere lauteren Brüder von Basra gingen davon aus, dass der gesamte Islam auf der Zahl Fünf beruhe. So basiert der islamische Glaube auf fünf Säulen (Glaubensbekenntnis, Gebet, Fasten im Ramadan, Almosensteuer und Pilgerfahrt nach Mekka). Fünfmal soll der Muslim am Tag beten, und früher teilte man erbeutete Ware in fünf Teile auf. Das islamische Recht operiert mit fünf religiös-ethischen Kategorien, nämlich: Pflicht, empfehlenswert, indifferent, verwerflich, verboten. Außerdem kennt der Islam fünf gesetzgeberische Propheten (Noah, Abraham, Moses, Jesus, Muhammad), und die rätselhaft isoliert stehenden Buchstaben am Beginn von 29 Suren, die Generationen von Mystikern inspirierten, sind nie mehr als fünf. (Sufi-Zentrum Braunschweig)

  38. andersen sagt:

    @Häfliger

    Ja, Trompete spielen auf dem Alm, mit der Melodie II Silenzio.

  39. at helle andersen sagt:

    können SIe mal sehen, wie informiert Sie sind! “Blaues Kreuz ist eine gute Organisation”….
    Ist selbige Schiene wie Baptisten-und Brüder-Gemeinden. Meist ein Konsens. “Eins”. Mal sind es Evangelikale, Fundamentalisten, “Sekte”, mal ist es “eine gute Organisation”. Man hat große Schnittflächen! Auch für SIE, Frau andersen, sind die Genannten aber sonst doch einhellig SEKTE!
    Ich sage: Hauptsache Gruppe! :- )
    Ob allerdings jene mit den Reformierten wesentliche Schnittstellen haben, glaube ich weniger.

  40. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Deutschland – “Zwei Mädchen sollen in einer katholischen Kita in Südhessen sexuell belästigt worden sein. Das Bistum Mainz zeigt sich bestürzt. Es ist bereits der zweite Vorfall in einer Kita, der das Bistum beschäftigt.” (11.8.15)

    http://www.fr-online.de/rhein-main/katholische-kindertagesstaette-in-pfungstadt-zwei-maedchen-in-kita-sexuell-belaestigt,1472796,31440654.html

  41. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Deutschland – “In katholischer Einrichtung: Pfleger vergewaltigt Behinderte – Wahrscheinlich wäre die Tat nie publik geworden, wenn die Frau nicht schwanger geworden wäre: In der katholischen Behinderten-Einrichtung Franziskuswerk Schönbrunn ist eine 28-jährige vergewaltigt worden. Doch sie konnte sich nicht verständlich machen – weil sie behindert ist.” (29.7.15)

    http://www.tz.de/muenchen/region/katholische-behinderten-einrichtung-franziskuswerk-pfleger-vergewaltigt-behinderte-tz-5302618.html

  42. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    USA – “A retired Roman Catholic priest who is already serving eight to 10 years in prison for the rape of a boy back in the early 1980s has received a second state prison term after admitting to molesting another child. Rev. Richard McCormick, 74, the former provincial of the Salesian Society of North America, pleaded guilty Tuesday in Salem Superior Court to a reduced charge of indecent assault and battery.” (11.8.15)

    http://www.eagletribune.com/news/north_of_boston/priest-admits-to-abuse-of-second-boy/article_e3795502-4029-11e5-9d3e-d3cc030876d0.html

  43. Michael Bamberger sagt:

    @ Klara Brunner – zum Zweiten

    “Es gibt auch eine Organisation die “sagt nein zu Drogen” propagiert die NICHT zu Scientology gehört. Da bin ich nämlich Mitglied.”

    Bei welcher Anti-Drogen Organisation sind Sie Mitglied? Wie heisst die Organisation?

  44. Pizpot sagt:

    @Michael Bamberger, 12. August 2015 um 08:23, 12. 12. August 2015 um 08:25, August 2015 um 08:29

    Keine Worte zu ebenso alltaeglichen Geschichten aus der britischen, indischen, pakistanischen oder ueberhaupt mondial vorhandenen Weltlichkeit ungezaehmter Triebe?

  45. Michael Bamberger sagt:

    @ Pizpot

    “Keine Worte zu ebenso alltaeglichen Geschichten aus der britischen, indischen, pakistanischen oder ueberhaupt mondial vorhandenen Weltlichkeit ungezaehmter Triebe?”

    Dieser Blog befasst sich bekanntlich mit Sekten / Religionen inkl. deren Abgründen, es steht Ihnen aber jederzeit frei, über allerlei anderes zu berichten, das Ihnen aus der aufklärerischen Perspektive erwähnenswert erscheint.

  46. Pizpot sagt:

    Alltägliches:

    Stagefright: Online-Ganoven tarnen Android-Trojaner als Sicherheitsupdate

    http://www.heise.de/security/meldung/Stagefright-Online-Ganoven-tarnen-Android-Trojaner-als-Sicherheitsupdate-2775388.html

  47. andersen sagt:

    Pizpot

    Sie können die Freidenker als ein Art Jesus sehen, die im Dienste der Aufklärungsarbeit unterwegs ist, Jesus hat auch Aufklärungsarbeit gemacht.(Die Wahrheit macht euch frei).

    Selbst der Guru (Richard Dawkins) schreibt auf 700 Seiten:
    Wie: Die Welt leidet unter eine Vogelgrippe und ich heile sie, er macht die Menschen somit zum Genies.

    Die Zwei Bestseller: Gotteswahn(Dawkins) und Ich bin Mal weg ( Hape Kerkeling) liegt oft auf beim viele Menschen auf dem Nachttisch, en Kunst alleine ist, für die viele Menschen die zwei Bucher im Einklang zu bringen.

  48. Pizpot sagt:

    72

    “Kabbalist and occultist legends state that the 72-fold name was used by Moses to cross the Red Sea, and that it can grant later holymen the power to control demons, heal the sick, prevent natural disasters, and even kill enemies.”

    h ttps://en.wikipedia.org/wiki/Shemhamphorasch#Angels_of_the_Shemhamphorash

  49. Pizpot sagt:

    @andersen, 12. August 2015 um 10:17

    Freies Denken ist ok – als ‘lieber Gott’ (eine Anmassung, die man sich ja bekanntermassen nicht aneignen sollte) haette ich es lieber, ein kritisch und ‘sehnsuechtig nach Wahrheit Suchender’ wuerde aus angeboren notwendiger Demut zum Schluss kommen, dass ein Leben in christlichen Werten einem Leben in Hochmut (und damit einhergehender Arroganz) nicht nur in intellektueller, sondern auch in emotionaler und somit also in ganzheitlicherer Sicht vorzuziehen ist, um diesen schliesslich mit 72 Jungfrauen begluecken zu koennen (um dieses Argument mal in seiner sexistischen Betrachtungsweise auf die Buehne zu werfen (wenn wir uns schon anmassen, uns in ‘Gottes’ Situation einfuehlen zu koennen)).

    Zu Ihrem ewigen Sientology- und Sektenbashing: die ganze Welt funktioniert nach solchen Regeln – weshalb ‘freies Denken’ ja so wichtig ist.

  50. Ueli sagt:

    Ich glaube kaum, dass die jungen Idioten, die beim IS mitmachen hauptsächlich aus religiösen Motiven dabei sind. Man darf nicht vergessen, dass viele wohl auch einfach nur Macht, Geld und Status anlockt. Der IS ist sozusagen Mafia-Nahoststyle, in der Religion als Unterdrückungs- und billiges Rechtfertigunsmittel eingesetzt wird.
    Ich denke, dass die Hauptursache von Verwirrung, Psychosen, Extremismus die Moderne selber ist. Dies ist freilich für viele Menschen ein geradezu ketzerischer Gedanke, da sie sich daran gewöhnt haben die Moderne vor allem als Aufklärungs- Friedens- und Freiheitsprojekt zu begreifen. Die Brüche, Widersprüche und Gefahren werden gerne verdrängt oder durch die tägliche Dosis Tagesschau anscheinend neutralisiert. Tatsächlich ist der Gottesglaube in der modernen Gesellschaft dramatisch geschwunden – an dessen Stelle ist die ewige Suche nach dem “Ich” und dessen Erlösung getreten – verzweifelt sich selbst sein wollen und nicht sich selbst sein wollen.