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Braune Esoterik

Hugo Stamm am Samstag den 18. April 2015
GURU, OSHO, CHANDRA MOHAN JAIN, BHAGWAN, BHAGVAN, SANNYAS BEWEGUNG,

Sektenführer Bhagwan grüsst seine Anhänger (1984). Foto: Keystone

Letzte Woche schrieb ein Kommentator in diesem Blog zum Thema «Religiöse Fanatiker destabilisieren die Welt», Kriege und das Töten seien «gerechtfertigt, wenn damit die göttliche Ordnung (Ethik) wieder hergestellt wird». Ein Satz, der aufhorchen lässt. Ein Satz, der unverkennbar von einem Esoteriker stammt. Ein Satz auch, der die Geisteshaltung vieler spiritueller Sucher ausdrückt. Eine Aussage, die zeigt, was gern kaschiert wird oder vergessen geht: Manche Ideen der modernen Esoterik haben eine braune Schlagseite, und radikale Anhänger pflegen ein faschistoides Gedankengut.

Verhängnisvoll dabei ist, dass Esoterik in der breiten Bevölkerung ganz anders wahrgenommen wird. Die moderne Spiritualität gilt als sanfte Diszplin und Gegenkonzept zu unserer techniklastigen Umwelt und dem unmenschlichen Wirtschaftssystem. Esoterik als sanfte Alternative zur Welt der gnadenlosen Verdinglichung. Dass sich unter dem Mäntelchen einer modernen Spiritualität eine radikale Ideologie versteckt, erfährt nur, wer sich nicht blenden lässt.

Kompromisslose Esoterik vertritt ein klares Herrschaftssystem. Propagiert werden eine höhere Ordnung und kosmische Gesetze, denen sich spirituelle Sucher bedingungslos unterordnen müssen. Der Weltenlauf ist vorbestimmt, wir Menschen dürfen uns nicht gegen die göttliche Fügung stellen.

Führungsanspruch darf nur erheben, wer das «höhere Bewusstsein» und das «geheime Wissen» erlangt hat. Es gibt die eingeweihte Elite, die geistig und spirituell hoch entwickelt und aufgerufen ist, die Menschheit ins «Licht» zu führen. Von ihr hängen angeblich das Heil und die Zukunft der Menschheit ab. Sie sind vermeintlich von den Avataren und den höheren geistigen Hierarchien bestimmt, die dekadente Fehlentwicklung auf der geistigen Ebene zu korrigieren.

Esoterische Ideologie ist deshalb totalitär. Ihre Ethik: Das Höhere und Stärkere setzt sich durch. Es muss sich durchsetzen, um die Menschen aus der Dunkelheit zu befreien. Die deterministische und fatalistische Grundidee: Alles ist gut, wie es ist. Auch das Böse ist «gut», weil es Teil des harmonischen Systems ist. Wer sich dagegenstemmt, also auch gegen das Böse, verstösst gegen die höhere Ordnung des All-Eins, der göttlichen Instanzen. Diesen muss sich das Individuum unterordnen, will es sich spirituell weiterentwickeln und die Erleuchtung erlangen.

Der Esoterik-Star Thorwald Dethlefsen schreibt in seinem Buch «Das Leben nach dem Leben», jeder müsse den ihm zugeteilten Dienst in dieser Ordnung erfüllen, damit er nicht zum Krebsgeschwür dieser Welt werde. «Verlässt er dennoch die Ordnung mutwillig, um missverstandene Freiheit auszukosten, so sollte er sich nicht wundern, wenn er eliminiert wird.» Ein Vokabular, das wir aus dem Dritten Reich kennen. Fomuliert in einem Buch, das riesige Auflagen erreichte. Formuliert von einem Autor, der als Weltenlehrer verehrt wird.

Erinnert sei auch daran, dass Bhagwan, der sich später Osho nannte, Hitler die Reverenz erwies und ein faschistoides Gedankengut verbreitete. Im Buch «Die goldene Zukunft» schreibt er, behinderte Menschen müssten von ihrem Leiden erlöst werden, indem sie «in den ewigen Schlaf» geschickt würden. Das sei kein Problem, denn die Seele suche sich nach dem Tod einen neuen Mutterschoss. Wer studieren wolle, müsse zuerst «ein Zeugnis vom Institut für Deprogrammierung» vorlegen. Darin soll festgehalten sein, «dass man dich jetzt als Christ, als Hindu, als Moslem, als Jude deprogrammiert hat». Studenten müssten auch ein Meditationsprogramm absolvieren. Der Titel: «Die Alternative: Meditation oder Tod.»

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500 Kommentare zu “Braune Esoterik”

  1. Rolf Müller sagt:

    @ Karl Martell junior
    Marx hatte einen sehr klugen Kopf und mit diesem vieles richtig analysiert, was im Kapitalismus falsch läuft,
    zum Beispiel, dass das Kapital Geld verdienen kann, ohne zu arbeiten und dass, wer Kapital hat, extrem reich werden kann,
    wärend andere auch mit harter Arbeit und mit Zweitjob auf keinen grünen Zweig kommen.
    Er hat auch festgestellt, dass die Politik in der Bürgerlichen Demokratie von den “Bourgeois” dominiert wird, was dazu führt,
    dass die “Volksvertreter” in erster Linie die Interessen der Reichen vertreten.
    Die “Arbeiter” haben gar keine Zeit für Politik!
    Ein normaler “Nettosteuerzahler” muss in seiner Steuererklärung alles genauestens deklarieren, wärend den Reichen mit ihren Firmen und Geheimkonten
    viele Steuerschlupflöcher und Steuer-Optomierungsmöglichkeiten offen stehen.
    Da sich Marx aber auf die negativen Auswüchse des Kapitalistischen Systems konzentrierte, entging ihm, dass die
    Kapitalistische Produktionsweise auch ihre Vorzüge hat und dass sie -mit Demokratie und staatlicher Lenkung gezähmt-
    zu einem System beitragen kann, das einigermassen funktionieren kann.
    Der radikale Versuch, alles anders zu machen, geht nur in der Theorie, weil er einen “Neuen Menschen” voraussetzt.
    Da wir aber vom “Alten Menschen” ausgehen müssen, dürfen wir diesenn nicht mit einem System überfordern, das ihm nicht entspricht.
    Die Russischen Bauern waren denkbar ungeeignet für eine Kommunistische Gesellschaft…
    In der Kommunistischen Partei setzten sich nach der gelungenen Revolution Machtmenschen durch, die die Revolution verrieten.
    Die “Trotzkisten” wurden von den “Stalinisten” eliminiert.
    Dazu kam der Gross-Angriff der Nazis, der erst vor Moskau zum erliegen kam, mit Hilfe der Natur.
    Im Regen blieben die Deutschen Panzer stecken und dann kam der eisig kalte Winter!
    In diesem “Vaterländischen Krieg” haben die Sowiets Millionen ihrer Leute verloren!
    Die “Kriegswirtschaft” spielte den Stalinisten in die Hände…
    Der Kommunismus kann nicht funktionieren.
    Aber theoretisch wäre es denkbar, dass wir, wenn wir eine Welt-Gemeinschaft wären, die Mittel, die wir heute in Kriegen zwischen Völkern
    und im gnadenlosen Konkuerenzkampf zwischen den Menschen verschwenden, einsetzen könnten, damit jeder Mensch seine Grundbedürfnisse decken könnte,
    dass niemand mehr hungern müsste und dass sich unsere Wirtschaft nachhaltig entwickeln würde, mit Qualität, statt mit Quantität.
    Manchmal sollten wir träumen, anstatt immer allzu realistisch zu sein!
    “I have a dream!” sagte Martin Luther King.
    Er träumte von der Gleichberechtigung der Afroamerikaner, vom Ende der Appartheit in den USA und auf der Welt.
    Heute sind die Schwarzen immer noch benachteiligt, aber sie haben vieses erreicht von ihren Träumen!
    Wären sie “realistisch” gewesen, hätten sie sich geduckt vor den weissen “Masters”.
    In Zimbabwe haben sie die weissen “Masters” verjagd, was verständlich ist, was aber nichts nützt, wenn ein schwarzer “Master” die Führung übernimmt.
    Es braucht beides, bodenständigen Realismus, aber auch Träume, die uns beflügeln!
    Das eine ist vielleicht mehr rechts, konservativ, das andere vielleicht mehr links, progressiv.
    Als Rechtshänder versuche ich, viele Bewegungen und Handgrigge auch mit links auszuführen.
    Das ist eine interessante Erfahrung!
    Mit Links komme ich mir anfangs vor, wie ein ungeschicktes Kind.
    Aber mit der Zeit werde ich ziemlich geschickt!
    Dann ist meine linke Körperhälfte gleich stark, wie die rechte.
    Das gibt ein sehr gutes Körpergefühl!

  2. Rolf Müller sagt:

    @ mymei
    Was unterscheidet einen Machtmenschen von einer besonderen Persönlichkeit?
    Eine besondere Persönlichkeit hat Autorität, ohne autoritär sein zu müssen.
    Ein Machtmensch ist autoritär, hat aber keine Autorität.
    DirigentInnen haben in Orchestern eine wichtige Aufgabe.
    Ohne hervorragende MusikerInnen und KomponistInnen können sie aber nichts ausrichten!
    Und die MusikerInnen brauchen gute Instrumente und müssen sich gesund ernähren können.
    Und so weiter…
    Wer will mächtig sein? Nur die Unfähigen!
    Die Andern folgen ihrer Leidenschaft…

  3. Mymei sagt:

    @rolf müller
    …leidenschaft lebt von sinnlichkeit, und sinnlichkeit vom gegenüber. Als menschliche vollendung vielleicht in zwei menschen, die einander instrument und musiker/in sind, je beides, jeder hört den andern und sich und die melodien, merkwürdig berührende syrenenklänge im Universum, während ihre kinder schlafen und sich in ihren träumen in ferne unbekannte gegenden wagen.

  4. Pasionaria sagt:

    Rolf Mueller
    um 21.27h – ganz schoen analysiert, wird aber beim Adressaten auf Malachit stossen…..

    “Was unterscheidet einen Machtmenschen von einer besonderen Persönlichkeit?” – Eigentlich einfach: ein Machtmensch kann niemals eine besondere Persoenlichkeit sein; und eine besondere Persoenlichkeit wird nie zum Machtmenschen.

    Zudem wird ein Machtmensch meist an seiner Macht zugrunde gehn – auch heisst es nicht vergebens, gib einem Menschen Macht, dann wirst Du seinen Charakter (Persoenlichkeit) erkennen.

    .
    Mymei
    Sie bringen etwas Sinnlichkeit (die ich je nach Ort, Zeit und Gegenueber sehr schaetze!) in den Blog – ob dies jedoch der richtige Ort dazu ist?
    Nun, eigentlich doch, passen meiner Ansicht nach Sinnlichkeit und reiner Glauben nicht zu einander.

  5. Rolf Müller sagt:

    @ Pasionaria
    Mir geht es ja beim Schreiben in diesem Blog nicht darum, jemanden gezielt zu manipulieren.
    Beim Austausch und dem Formulieren von Gedanken werde ich mir selber über gewisse Dinge klarer.
    In einer Gruppen-Dynamik wird das Denken einfach viel mehr stimuliert, als wenn ich im stillen Kämmerlein
    vor mich hin brüte und nach der “Formel des Seins” suche.
    Einer wie Karl Martell junior wird mit meinem Text anfangen, was er will.
    Er hat ja eine besondere Persönlichkeit, so wie Sie!
    Es gibt Menschen im öffentlichen Leben, die haben etwas eigenes, sind aber deswegen noch nicht wirklich lustig.
    Satyriker, wie Viktor und Mike verstehen es meisterhaft, aus diesen Charakteren lustige Karikaturen zu schauspielern, indem sie die lustigen Eigenheiten solcher speziellen Persönlichkeiten übertreiben.
    So ist die Viktor’s Karikatur von Ueli Maurer wesentlich lustiger, als das Original.
    Das führt dazu, dass man, wenn Ueli Maurer wieder mal einen Auftritt hat, automatisch an seine Karikatur denkt und
    sich gegenüber dem mächtigen Bundesrat -innerlich lachend- entspannt.
    Dann gibt es aber auch Menschen, die sind bereits als Original urkomisch und lustig!
    Die sind sozusagen bereits ihre eigene Karikatur!
    Und solche schrägen Typen bereichern unser Alltags-Cabaret in unvergleichlicher Weise und dazu erst noch gratis!
    Auch darum will ich daran eigentlich nichts ändern…

  6. Mymei sagt:

    @ pasionaria
    “Mymei
    Sie bringen etwas Sinnlichkeit (die ich je nach Ort, Zeit und Gegenueber sehr schaetze!) in den Blog – ob dies jedoch der richtige Ort dazu ist?
    Nun, eigentlich doch, passen meiner Ansicht nach Sinnlichkeit und reiner Glauben nicht zu einander.”
    Etwas verlässliches an diesem blog ist, dass er selber weiss, was hineingehört…
    Dem glaube/aberglaube haben wir v.a. ein klares instrument entgegenzusetzen: das wissen. Hiezu gibts ein geflügeltes wort “ich weiss, dass ich nichts weiss”, welches sich ja auch auf dinge bezieht, die es gibt, aber die man nicht beweisen kann. Es gibt mehrere klippen der erkenntnis, wir sollen sie umschiffen. Ihre betrachtung zu sinnlichkeit und glaube finde ich neu, schön, kurz und stimmig. Mit sinnlichkeit haben wir nicht nur einen glaubensfreien wert, sie ist eine kraft, welche hilft, nebst unserem verstand, wissen und gewissen allein oder doch besser gemeinsam den kampf gegen glaube und aberglaube zu gewinnen… Und erst noch etwas davon gehabt zu haben. nochmals herzlichen dank, dass sie mich ergänzt haben, denn auch im blog gibt es ein erkennen.

  7. phil barbier sagt:

    @mymei, 27. April 2015 um 19:07/mymei, 27. April 2015 um 20:03

    @ phil barbier
    ist es nicht so, dass bei all den esoterikern, egal ob braun, grün, schwarz, rot oder sogar die von der hello kitty fraktion, den chörnlipickern, den jesuiten, den handgestrickten usw. die IT immer eine wichtigere rolle einnimmt? Dies sowohl als IT graben, wenn da von allerlei akteuren die menschenmassen munter gespalten werden, oder mit heiligenschein als IT brücken, dann allerdings eher brücken ähnlich wie beim zahnarzt, wenn die zähne wirklich schon sehr wackeln. in solchen fällen hilft ja auch kein übersetzungsprogramm, der wackelzahm muss raus.

    Ja, dem ist so.

    Das schema “wer hat das sagen” läuft ja überall in diesen grüppli ähnlich ab. Bei der konferenz der tiere, auch so ein esoterischer haufen, steht zum beispiel die sau auf dem harass vor der versammelten runde, welche ihre Kopfhörer mit welchen sie Vorträge tierischer Esoteriker gelauscht haben, abgenommen haben, und der esel frägt: wir wissen dass du die sau bist. Aber wieso bist du dann automatisch der chef? Das lässt sich natürlich beliebig ausbauen, herr phil barbier, die tiere liegen ja nicht nur gekocht im teller, dann ja ohne jede chance einmal über den tellerrand hinausgucken zu können.

    Das mit dem Chef ist eine Projektion Ihrerseits. Spieglein, Spieglein…..aber die Wahrheit offenbart sich uns – schauen wir uns um – so, als ob sie voll und ganz recht haetten. Wie gesagt, man kann immer alles derartig bis zum Nonsense hinterfragen, dass selbst in projektierten animalischen Farmen dieselben Muster auftauchen und ein jeder den Ostereiern seine ihm genehme Farbe geben kann.

    …taugen übersetzungsprogramme mit chinesisch nichts, diese Sprache denkt ganz anders als wir.

    Ja, wenn die Welt anders wahrgenommen wird, weil von Kind auf mit anderen Werten, anderen Maerchen, anderen Schriftzeichen mit anderer Bedeutung das Weltbild bestimmt wird, kann man das ‘Gehirnwaesche’ nennen oder aber Respekt demgegenueber zollen und sich dafuer interessieren und zu verstehen versuchen…

    Ich werde dabei die gelegenheit dankbar wahrnehmen, auch dort nach dem rechten zu schauen, dass braune tendenzen auch in dem ländlichen teil der grossstadt rechtzeitig erkannt, lokalisiert usw. werden.

    Bitte lassen Sie Vorsicht walten – ‘im Keim zu ersticken’ von Bewegungen jedwelcher Art ist eine in den Augen der saemtlicher ‘Krebsgeschwuere’ oder ‘locker sitzenden Zaehnen’ oder ‘Unkraeutern’ eine faschistische Haltung einer einheitsliebenden Ordnungshut.

    Hier hilft mir die sogenannte spiegel theorie, die sie ja schon mal im blog in der vergangenheit angedacht haben, wirklich weiter,

    Spiegelbilder und Resonanzen sprechen in der Tat Baende…

  8. Ueli sagt:

    @Rolf Müller
    1. Die Marxsche Affirmation der Arbeiterbewegung als “Arbeiter”- Bewegung und “Arbeiterstandpunkt”, “Klassenstandpunkt” u.s.w., die sich durch sein ganzes Werk zieht, ist in Wahrheit unvereinbar mit seiner eigenen Kritik der Politischen Ökonomie, die gerade jene Arbeiterklasse als nicht ontologische, sondern vielmehr selber vom Kapital konstituierte soziale Kategorie enttarnt. Wie sich Arbeitsontologie und Kritik der abstrakten Arbeit gegenseitig ausschliessen, so “Arbeiterstandpunkt” und Kritik der Arbeiterdaseins.
    Marx hatte es in Wirklichkeit mit zwei ganz verschiedenen, bei ihm noch nicht klar unterscheidbaren, amalgamierten historischen Logiken zu tun: einerseits der Selbstbewusstwerdung der Ware Arbeitskraft im Rahmen des warenproduzierenden Systems, die durch die Arbeiterbewegung zur KAPITALISTISCHEN Emanzipation der Lohnarbeiter von allen feudalen und patriarchalischen Schlacken, d.h. zu ihrem heutigen Dasein als demokratische Geld- und Staatsbürgermonaden führte; andererseits aber der tautologischen und subjektlosen Selbstbewegung des Geldes und deren eigener, immanenter Schranke.
    Vom Standpunkt der bloss binnengeschichtlichen Entwicklungslogik des warenproduzierenden Systems aus konnte die “Arbeiterklasse” gar nicht im Sinne ihrer tatsächlichen Aufhebung gedacht werden. Der Begriff sozialer Emanzipation musste im Bann des Systems abstrakter Arbeit verharren und konnte nur in dessen eigenen Kategorien gefasst werden, unübersehbar in den moralischen Phrasen von sozialer Gerechtigkeit u.s.w., wie sie noch heute eine seelenlos gewordene Gewerkschaftssprache kennzeichnen. Das rationelle, heute aber historisch erschöpfte Moment dieser Konstellation war tatsächlich nicht als die Emanzipation der Massen ZUR modernen Lohnarbeit, nicht aber VON dieser.
    Gerade deshalb aber konnte dieser Standpunkt nicht als konkrete Kritik des warenproduzierenden Systems erscheinen, sondern musste im Ungefähren mit Neigung zur ethischen Quacksalberei verbleiben. Die bloss emprirische, nicht logische Kritik des Arbeiterdaseins implizierte eine ebenso immanente, bloss an den negativen empirischen Erscheinungen klebende Kritik der Konkurrenz: beide Elemente der Kritik daher logisch auseinanderfallend, nicht konkret theoretisch und praktisch zu vermitteln, und also stets der moralischen Krücke bedürftig.
    Damit aber musste die Kritik der Konkurrenz in ein fatales Zwielicht getauscht werden. Denn grundsätzlich führte die Ausschaltung der Konkurrenz (in der Sowjetunion z.B.) keineswegs zur sozialen Emanzipation. Die Arbeiter blieben Arbeiter, unter dem Diktat der östlichen Kasernen-Marktwirtschaft noch mehr als in der Konkurrenzökonomie des Westens.
    2. Marx konzentrierte sich nicht nur für, wie Sie das sagen, die “negativen Auswüchse des Kapitalismus” – sondern überprüfte die Hypothesen der Klassiker (Ricardo, Smith, Say u.s.w.) und musste feststellen, dass die Behauptunugen der Herren Nationalökonomen von ihrer eigenen Theorie nicht bestätigt wurden.
    3. In Wirklichkeit trägt die Marxsche Kritik der Politischen Ökonomie der Doppeldeutigkeit der kapitalistischen Dynamik Rechnung. Trotz ihrer Zerstörungskraft gegenüber Mensch und Natur ist die Konkurrenzmaschine gleichzeitig NEGATIVE EMANZIPATION, indem sie durch ihre ununterbrochene Produktivkraftentwicklung unvermeidlich bis an die Schwelle einer “Abschaffung der Arbeit” gelangt, d.h. der abstrakten, repetitiven, allein “wertproduktiven” Produktionsarbeit: damit hebt sie freilich auch ihren eigenen inneren Grund auf und macht sich selbst obsolet. Die inhaltliche Vernetzung der Reproduktion zu einem Gesamtsystem direkter Vergesellschaftung steht im Gegensatz zu den Warenkategorien, aber das zum Selbstzweck ausgeformte warenproduzierende System selbst is ja, das die Verwissenschaftlichung und Vernetzung erst schafft und somit, bewusstlos seinem beschränkten, “sinnlosen” Zweck folgend, sein eigenes Gegenteil hervorbringt. Die Konkurrenz arbeitet, ohne es zu wissen und zu wollen, an der Zerstörung ihrer eigenen Grundlagen.
    4. Die russische Revolution wurde von niemandem “verraten”, sondern war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Tatsächlich wurden nur einzelne bürgerliche Realkategorien gegen ihren jeweiligen Pol ausgespielt: die “Arbeit” gegen das “Kapital”, das etatistische Moment gegen das monetäre des Konkurrenzprinzips. Aber diese Ideologie hatte ihren harten materiellen Grund in den Verhältnissen selbst, und auch ihre reale Durchsetzung in relativ unentwickelten Regionen der heraufdämmernden kapitalistischen Weltvergesellschaftung war kein “Fehler”, sondern in diesen Verhältnissen selbst angelegt.
    Die logische Paradoxie eines warenproduzierenden Systems ohne Konkurrenz hatte ihren Grund in der historischen Paradoxie, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine neue, selbständige Nationalökonomie nur noch dadurch entwickelt werden konnte, dass das etatistische Moment verabsolutiert wurde.
    5. Die Nazis wurden nicht von der Natur besiegt, sondern von der industriellen Überlegenheit der Alliierten.

  9. Ueli sagt:

    @Rolf Müller
    1. Die Marxsche Affirmation der Arbeiterbewegung als “Arbeiter”- Bewegung und “Arbeiterstandpunkt”, “Klassenstandpunkt” u.s.w., die sich durch sein ganzes Werk zieht, ist in Wahrheit unvereinbar mit seiner eigenen Kritik der Politischen Ökonomie, die gerade jene Arbeiterklasse als nicht ontologische, sondern vielmehr selber vom Kapital konstituierte soziale Kategorie enttarnt. Wie sich Arbeitsontologie und Kritik der abstrakten Arbeit gegenseitig ausschliessen, so “Arbeiterstandpunkt” und Kritik der Arbeiterdaseins.
    Marx hatte es in Wirklichkeit mit zwei ganz verschiedenen, bei ihm noch nicht klar unterscheidbaren, amalgamierten historischen Logiken zu tun: einerseits der Selbstbewusstwerdung der Ware Arbeitskraft im Rahmen des warenproduzierenden Systems, die durch die Arbeiterbewegung zur KAPITALISTISCHEN Emanzipation der Lohnarbeiter von allen feudalen und patriarchalischen Schlacken, d.h. zu ihrem heutigen Dasein als demokratische Geld- und Staatsbürgermonaden führte; andererseits aber der tautologischen und subjektlosen Selbstbewegung des Geldes und deren eigener, immanenter Schranke.
    Vom Standpunkt der bloss binnengeschichtlichen Entwicklungslogik des warenproduzierenden Systems aus konnte die “Arbeiterklasse” gar nicht im Sinne ihrer tatsächlichen Aufhebung gedacht werden. Der Begriff sozialer Emanzipation musste im Bann des Systems abstrakter Arbeit verharren und konnte nur in dessen eigenen Kategorien gefasst werden, unübersehbar in den moralischen Phrasen von sozialer Gerechtigkeit u.s.w., wie sie noch heute eine seelenlos gewordene Gewerkschaftssprache kennzeichnen. Das rationelle, heute aber historisch erschöpfte Moment dieser Konstellation war tatsächlich nicht als die Emanzipation der Massen ZUR modernen Lohnarbeit, nicht aber VON dieser.
    Gerade deshalb aber konnte dieser Standpunkt nicht als konkrete Kritik des warenproduzierenden Systems erscheinen, sondern musste im Ungefähren mit Neigung zur ethischen Quacksalberei verbleiben. Die bloss emprirische, nicht logische Kritik des Arbeiterdaseins implizierte eine ebenso immanente, bloss an den negativen empirischen Erscheinungen klebende Kritik der Konkurrenz: beide Elemente der Kritik daher logisch auseinanderfallend, nicht konkret theoretisch und praktisch zu vermitteln, und also stets der moralischen Krücke bedürftig.
    Damit aber musste die Kritik der Konkurrenz in ein fatales Zwielicht getauscht werden. Denn grundsätzlich führte die Ausschaltung der Konkurrenz (in der Sowjetunion z.B.) keineswegs zur sozialen Emanzipation. Die Arbeiter blieben Arbeiter, unter dem Diktat der östlichen Kasernen-Marktwirtschaft noch mehr als in der Konkurrenzökonomie des Westens.
    2. Marx konzentrierte sich nicht nur für, wie Sie das sagen, die “negativen Auswüchse des Kapitalismus” – sondern überprüfte die Hypothesen der Klassiker (Ricardo, Smith, Say u.s.w.) und musste feststellen, dass die Behauptunugen der Herren Nationalökonomen von ihrer eigenen Theorie nicht bestätigt wurden.
    3. In Wirklichkeit trägt die Marxsche Kritik der Politischen Ökonomie der Doppeldeutigkeit der kapitalistischen Dynamik Rechnung. Trotz ihrer Zerstörungskraft gegenüber Mensch und Natur ist die Konkurrenzmaschine gleichzeitig NEGATIVE EMANZIPATION, indem sie durch ihre ununterbrochene Produktivkraftentwicklung unvermeidlich bis an die Schwelle einer “Abschaffung der Arbeit” gelangt, d.h. der abstrakten, repetitiven, allein “wertproduktiven” Produktionsarbeit: damit hebt sie freilich auch ihren eigenen inneren Grund auf und macht sich selbst obsolet. Die inhaltliche Vernetzung der Reproduktion zu einem Gesamtsystem direkter Vergesellschaftung steht im Gegensatz zu den Warenkategorien, aber das zum Selbstzweck ausgeformte warenproduzierende System selbst is ja, das die Verwissenschaftlichung und Vernetzung erst schafft und somit, bewusstlos seinem beschränkten, “sinnlosen” Zweck folgend, sein eigenes Gegenteil hervorbringt. Die Konkurrenz arbeitet, ohne es zu wissen und zu wollen, an der Zerstörung ihrer eigenen Grundlagen.
    4. Die russische Revolution wurde von niemandem “verraten”, sondern war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Tatsächlich wurden nur einzelne bürgerliche Realkategorien gegen ihren jeweiligen Pol ausgespielt: die “Arbeit” gegen das “Kapital”, das etatistische Moment gegen das monetäre des Konkurrenzprinzips. Aber diese Ideologie hatte ihren harten materiellen Grund in den Verhältnissen selbst, und auch ihre reale Durchsetzung in relativ unentwickelten Regionen der heraufdämmernden kapitalistischen Weltvergesellschaftung war kein “Fehler”, sondern in diesen Verhältnissen selbst angelegt.
    Die logische Paradoxie eines warenproduzierenden Systems ohne Konkurrenz hatte ihren Grund in der historischen Paradoxie, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine neue, selbständige Nationalökonomie nur noch dadurch entwickelt werden konnte, dass das etatistische Moment verabsolutiert wurde.
    5. Die Nazis wurden nicht von der Natur besiegt, sondern von der industriellen Überlegenheit der Alliierten.

  10. Ueli sagt:

    @Rolf Müller
    1. Die Marxsche Affirmation der Arbeiterbewegung als “Arbeiter”- Bewegung und “Arbeiterstandpunkt”, “Klassenstandpunkt” u.s.w., die sich durch sein ganzes Werk zieht, ist in Wahrheit unvereinbar mit seiner eigenen Kritik der Politischen Ökonomie, die gerade jene Arbeiterklasse als nicht ontologische, sondern vielmehr selber vom Kapital konstituierte soziale Kategorie enttarnt. Wie sich Arbeitsontologie und Kritik der abstrakten Arbeit gegenseitig ausschliessen, so “Arbeiterstandpunkt” und Kritik der Arbeiterdaseins.
    Marx hatte es in Wirklichkeit mit zwei ganz verschiedenen, bei ihm noch nicht klar unterscheidbaren, amalgamierten historischen Logiken zu tun: einerseits der Selbstbewusstwerdung der Ware Arbeitskraft im Rahmen des warenproduzierenden Systems, die durch die Arbeiterbewegung zur KAPITALISTISCHEN Emanzipation der Lohnarbeiter von allen feudalen und patriarchalischen Schlacken, d.h. zu ihrem heutigen Dasein als demokratische Geld- und Staatsbürgermonaden führte; andererseits aber der tautologischen und subjektlosen Selbstbewegung des Geldes und deren eigener, immanenter Schranke.
    Vom Standpunkt der bloss binnengeschichtlichen Entwicklungslogik des warenproduzierenden Systems aus konnte die “Arbeiterklasse” gar nicht im Sinne ihrer tatsächlichen Aufhebung gedacht werden. Der Begriff sozialer Emanzipation musste im Bann des Systems abstrakter Arbeit verharren und konnte nur in dessen eigenen Kategorien gefasst werden, unübersehbar in den moralischen Phrasen von sozialer Gerechtigkeit u.s.w., wie sie noch heute eine seelenlos gewordene Gewerkschaftssprache kennzeichnen. Das rationelle, heute aber historisch erschöpfte Moment dieser Konstellation war tatsächlich nicht als die Emanzipation der Massen ZUR modernen Lohnarbeit, nicht aber VON dieser.
    Gerade deshalb aber konnte dieser Standpunkt nicht als konkrete Kritik des warenproduzierenden Systems erscheinen, sondern musste im Ungefähren mit Neigung zur ethischen Quacksalberei verbleiben. Die bloss emprirische, nicht logische Kritik des Arbeiterdaseins implizierte eine ebenso immanente, bloss an den negativen empirischen Erscheinungen klebende Kritik der Konkurrenz: beide Elemente der Kritik daher logisch auseinanderfallend, nicht konkret theoretisch und praktisch zu vermitteln, und also stets der moralischen Krücke bedürftig.
    Damit aber musste die Kritik der Konkurrenz in ein fatales Zwielicht getauscht werden. Denn grundsätzlich führte die Ausschaltung der Konkurrenz (in der Sowjetunion z.B.) keineswegs zur sozialen Emanzipation. Die Arbeiter blieben Arbeiter, unter dem Diktat der östlichen Kasernen-Marktwirtschaft noch mehr als in der Konkurrenzökonomie des Westens.
    2. Marx konzentrierte sich nicht nur für, wie Sie das sagen, die “negativen Auswüchse des Kapitalismus” – sondern überprüfte die Hypothesen der Klassiker (Ricardo, Smith, Say u.s.w.) und musste feststellen, dass die Behauptunugen der Herren Nationalökonomen von ihrer eigenen Theorie nicht bestätigt wurden.
    3. In Wirklichkeit trägt die Marxsche Kritik der Politischen Ökonomie der Doppeldeutigkeit der kapitalistischen Dynamik Rechnung. Trotz ihrer Zerstörungskraft gegenüber Mensch und Natur ist die Konkurrenzmaschine gleichzeitig NEGATIVE EMANZIPATION, indem sie durch ihre ununterbrochene Produktivkraftentwicklung unvermeidlich bis an die Schwelle einer “Abschaffung der Arbeit” gelangt, d.h. der abstrakten, repetitiven, allein “wertproduktiven” Produktionsarbeit: damit hebt sie freilich auch ihren eigenen inneren Grund auf und macht sich selbst obsolet. Die inhaltliche Vernetzung der Reproduktion zu einem Gesamtsystem direkter Vergesellschaftung steht im Gegensatz zu den Warenkategorien, aber das zum Selbstzweck ausgeformte warenproduzierende System selbst is ja, das die Verwissenschaftlichung und Vernetzung erst schafft und somit, bewusstlos seinem beschränkten, “sinnlosen” Zweck folgend, sein eigenes Gegenteil hervorbringt. Die Konkurrenz arbeitet, ohne es zu wissen und zu wollen, an der Zerstörung ihrer eigenen Grundlagen.
    4. Die russische Revolution wurde von niemandem “verraten”, sondern war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Tatsächlich wurden nur einzelne bürgerliche Realkategorien gegen ihren jeweiligen Pol ausgespielt: die “Arbeit” gegen das “Kapital”, das etatistische Moment gegen das monetäre des Konkurrenzprinzips. Aber diese Ideologie hatte ihren harten materiellen Grund in den Verhältnissen selbst, und auch ihre reale Durchsetzung in relativ unentwickelten Regionen der heraufdämmernden kapitalistischen Weltvergesellschaftung war kein “Fehler”, sondern in diesen Verhältnissen selbst angelegt.
    Die logische Paradoxie eines warenproduzierenden Systems ohne Konkurrenz hatte ihren Grund in der historischen Paradoxie, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine neue, selbständige Nationalökonomie nur noch dadurch entwickelt werden konnte, dass das etatistische Moment verabsolutiert wurde.
    5. Die Nazis wurden nicht von der Natur besiegt, sondern von der industriellen Überlegenheit der Alliierten.

  11. Ueli sagt:

    @Rolf Müller
    1. Die Marxsche Affirmation der Arbeiterbewegung als “Arbeiter”- Bewegung und “Arbeiterstandpunkt”, “Klassenstandpunkt” u.s.w., die sich durch sein ganzes Werk zieht, ist in Wahrheit unvereinbar mit seiner eigenen Kritik der Politischen Ökonomie, die gerade jene Arbeiterklasse als nicht ontologische, sondern vielmehr selber vom Kapital konstituierte soziale Kategorie enttarnt. Wie sich Arbeitsontologie und Kritik der abstrakten Arbeit gegenseitig ausschliessen, so “Arbeiterstandpunkt” und Kritik der Arbeiterdaseins.
    Marx hatte es in Wirklichkeit mit zwei ganz verschiedenen, bei ihm noch nicht klar unterscheidbaren, amalgamierten historischen Logiken zu tun: einerseits der Selbstbewusstwerdung der Ware Arbeitskraft im Rahmen des warenproduzierenden Systems, die durch die Arbeiterbewegung zur KAPITALISTISCHEN Emanzipation der Lohnarbeiter von allen feudalen und patriarchalischen Schlacken, d.h. zu ihrem heutigen Dasein als demokratische Geld- und Staatsbürgermonaden führte; andererseits aber der tautologischen und subjektlosen Selbstbewegung des Geldes und deren eigener, immanenter Schranke.
    Vom Standpunkt der bloss binnengeschichtlichen Entwicklungslogik des warenproduzierenden Systems aus konnte die “Arbeiterklasse” gar nicht im Sinne ihrer tatsächlichen Aufhebung gedacht werden. Der Begriff sozialer Emanzipation musste im Bann des Systems abstrakter Arbeit verharren und konnte nur in dessen eigenen Kategorien gefasst werden, unübersehbar in den moralischen Phrasen von sozialer Gerechtigkeit u.s.w., wie sie noch heute eine seelenlos gewordene Gewerkschaftssprache kennzeichnen. Das rationelle, heute aber historisch erschöpfte Moment dieser Konstellation war tatsächlich nicht als die Emanzipation der Massen ZUR modernen Lohnarbeit, nicht aber VON dieser.
    Gerade deshalb aber konnte dieser Standpunkt nicht als konkrete Kritik des warenproduzierenden Systems erscheinen, sondern musste im Ungefähren mit Neigung zur ethischen Quacksalberei verbleiben. Die bloss emprirische, nicht logische Kritik des Arbeiterdaseins implizierte eine ebenso immanente, bloss an den negativen empirischen Erscheinungen klebende Kritik der Konkurrenz: beide Elemente der Kritik daher logisch auseinanderfallend, nicht konkret theoretisch und praktisch zu vermitteln, und also stets der moralischen Krücke bedürftig.
    Damit aber musste die Kritik der Konkurrenz in ein fatales Zwielicht getauscht werden. Denn grundsätzlich führte die Ausschaltung der Konkurrenz (in der Sowjetunion z.B.) keineswegs zur sozialen Emanzipation. Die Arbeiter blieben Arbeiter, unter dem Diktat der östlichen Kasernen-Marktwirtschaft noch mehr als in der Konkurrenzökonomie des Westens.
    2. Marx konzentrierte sich nicht nur für, wie Sie das sagen, die “negativen Auswüchse des Kapitalismus” – sondern überprüfte die Hypothesen der Klassiker (Ricardo, Smith, Say u.s.w.) und musste feststellen, dass die Behauptunugen der Herren Nationalökonomen von ihrer eigenen Theorie nicht bestätigt wurden.
    3. In Wirklichkeit trägt die Marxsche Kritik der Politischen Ökonomie der Doppeldeutigkeit der kapitalistischen Dynamik Rechnung. Trotz ihrer Zerstörungskraft gegenüber Mensch und Natur ist die Konkurrenzmaschine gleichzeitig NEGATIVE EMANZIPATION, indem sie durch ihre ununterbrochene Produktivkraftentwicklung unvermeidlich bis an die Schwelle einer “Abschaffung der Arbeit” gelangt, d.h. der abstrakten, repetitiven, allein “wertproduktiven” Produktionsarbeit: damit hebt sie freilich auch ihren eigenen inneren Grund auf und macht sich selbst obsolet. Die inhaltliche Vernetzung der Reproduktion zu einem Gesamtsystem direkter Vergesellschaftung steht im Gegensatz zu den Warenkategorien, aber das zum Selbstzweck ausgeformte warenproduzierende System selbst is ja, das die Verwissenschaftlichung und Vernetzung erst schafft und somit, bewusstlos seinem beschränkten, “sinnlosen” Zweck folgend, sein eigenes Gegenteil hervorbringt. Die Konkurrenz arbeitet, ohne es zu wissen und zu wollen, an der Zerstörung ihrer eigenen Grundlagen.
    4. Die russische Revolution wurde von niemandem “verraten”, sondern war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Tatsächlich wurden nur einzelne bürgerliche Realkategorien gegen ihren jeweiligen Pol ausgespielt: die “Arbeit” gegen das “Kapital”, das etatistische Moment gegen das monetäre des Konkurrenzprinzips. Aber diese Ideologie hatte ihren harten materiellen Grund in den Verhältnissen selbst, und auch ihre reale Durchsetzung in relativ unentwickelten Regionen der heraufdämmernden kapitalistischen Weltvergesellschaftung war kein “Fehler”, sondern in diesen Verhältnissen selbst angelegt.
    Die logische Paradoxie eines warenproduzierenden Systems ohne Konkurrenz hatte ihren Grund in der historischen Paradoxie, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine neue, selbständige Nationalökonomie nur noch dadurch entwickelt werden konnte, dass das etatistische Moment verabsolutiert wurde.
    5. Die Nazis wurden nicht von der Natur besiegt, sondern von der industriellen Überlegenheit der Alliierten.

  12. Klara Brunner sagt:

    @ rolf müller

    Das ist ja die Krux. Man kann Menschen unten halten und sie sich zu Diensten manchen durch Machtausübung. Leute die immer ein wenig an der Grenze des zum Leben Nötigen balancieren haben kaum Chancen das zu ändern. Man kann bescheiden glücklich sein aber wenns am Lebensnötigen fehlt wie Essen, Schlafen, ein Dach überm Kopf, dann funktioniert das nicht.

  13. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Dann lesen Sie aber doch mal ein bisschen in den etwas anderen Geschichtsbüchern so um die Mc Carthy-Aera. Russland resp. die UdSSR konnte Kommunismus nicht umsetzen weil kein anderes Land mitgezogen hat. Allein was man über die Schweiz zu diesem Thema lesen kann veranschaulicht durchaus, was ich meine. Der Arbeiteraufstand der hier stattfand wurde mit Militär niedergeschlagen!

    Zudem erinnere ich Sie gerne daran, dass die Revolution damals die Leibeigenschaft abgelöst hat. Den Leibeigenen hat man u.U. Lernfähigkeit ganz einfach abgesprochen und Leute die sie abschaffen wollten entweder zum Tod verurteilt oder in Arbeitslager gesteckt. Nachzulesen bei Dostojewski und diversen anderen Schriftstellern. Wer das Russland um die Aera Gorbatschow “gekannt” hat, der weiss, dass der Kommunismus durchaus gute Seiten gehabt hat, wie gute Bildungsmöglichkeiten für alle, Förderung für Begabte – besser als das war wir jetzt hier haben -,Zugang zu Kulturveranstaltungen auch für Kinder! Man ging in die fantastischen Zirkusvorstellungen die alles, was ich hier je sah übertroffen haben, man ging ins Theater, ins Konzert weil alle das konnten. Aber eine solche Veränderung kann man nicht in nur einer oder zwei Generationen schaffen, das ist unmöglich. Von 0 sozusagen auf 100 in 50 Jahren funktioniert leider nicht. Der Gedanke in Varianten ist aber immer noch in den Köpfen im Zusammenhang mit der sozialen Verantwortung der Unternehmen. Insofern als man Leute die man nicht mehr beschäftigen kann nicht einfach entlassen würde sondern ihnen ein Auskommen weiterbezahlen. Ein Modell das von kleineren Gemeinschaften gelebt wurde und funktioniert hat. Allerdings verlangt das dem Einzelnen auch einiges ab. Er teilt eben mit seinen Mitmenschen sozusagen. Und gibt man Wohlstand zugunsten von einer gewissen bescheideneren Lebensart gerne ab?

    Und wollte die russische Aristokratie sich so schnell geschlagen geben? Wir haben Leute kennengelernt die sich bitterst beklagt haben, dass aus ihren Reihen Menschen in Arbeitslager verbracht wurden, was sie für Reformatoren aber durchaus in Ordnung gefunden haben. Die hätten sich eben verschuldet und der oberen Klasse geschadet. Wenn man den Reichtum “gesehen” hat um den es da ging bringt man ein gewisses Verständnis auf und aber doch nicht wirklich.

    Ich weiss, dass die Realität im Alltag immer ein wenig anders aussieht als dass man sie als Besucher und Reisender erlebt aber eindrücklich wars schon von ehemals hochgestellten Russen zu hören die Russen seien faul die müsse man mit der Peitsche antreiben.

    Und wir hier in der Schweiz haben noch nicht einmal das Beamtentum wirklich abschaffen können, die Vetterli-Wirtschaft treibt nach wie vor ihre Blüten und das manchmal nicht zu unseren Gunsten. So gesehen können wir froh sein, dass die Schweiz ein kleines Binnenland ist.

  14. Rolf Müller sagt:

    @ Ueli und Klara Brunner
    Danke für Ihre interessanten Beiträge!
    Ich habe in Polen zur Zeit des “Ostblocks” staatliche Agrarbetriebe besucht, mit tausenden von Hektaren Land, mit Monokulturen, die bis an den
    Horizont reichten!
    Als Schweizer, der sich an einen kleinräumigen agrikulturellen “Flickenteppich” gewohnt war, machte ich da natürlich ganz grosse Augen…
    Mich beeindruckte das Ganze aber nicht wirklich.
    Ein solcher industrieller Umgang mit der Natur ist einfach völlig daneben und führt geradewegs in die Katastrophe, weil Seuchen und Schädlings-Explosionen
    und -Invasionen vorprogrammiert sind.
    Hätten die Russen doch ihre Bauern damals weiter machen lassen!
    Die “Russische Seele” war einmal sehr Naturverbunden.
    Aber nein! Die waren ja so unterentwickelt! Also musste man sie industrialisieren…So eine Scheisse!
    In Polen gab es allerdings die riesigen Grossgrundbesitze schon.
    Sie wurden geführt von feudalen Grossgrundbesitzern, die gute Beziehungen pflegten mit dem königlichen Hof und mit
    der mächtigen Katholischen Kirche.
    Die Arbeit erledigten quasi leibeigene LandarbeiterInnen.
    Die Kommunistischen Funktionäre empfingen uns Besucher in den ehemaligen Villen solcher Grossgrundbesitzer.
    Sie sahen aus, wie Polizisten, mit “Poker face”-Ausdruck im Gesicht und mit Lederjacke, austauschbare “Manöggel”, ohne Charakter.
    Einige waren ausgesprochen fett und schwafelten unbekümmert drauflos, als hätten sie schon früh morgens Wodka gesoffen.
    Ein solches “Schwein” (ich entschuldige mich an dieser Stelle bei den Schweinen, möchte diese Tiergruppe eigentlich nicht mit solchen Vergleichen beleidigen!)
    hielt es nicht einmal für nötig, uns ein “Sozialistisches Theater” von wegen Lohngleichheit, Mitbestimmung und so vorzugaukeln…
    So plauderte er beispielsweise frisch und fröhlich drauflos:
    “Ich bin auch für Umweltschutz! Darum ich mache Kontrolle immer mit Pferd! Mit Pferd ich auch kommen iiberall durch!”
    Zur Erläuterung der Organisationsstruktur zeigte er auf eine Tafel.
    Da waren vier Kästchen zu einem Organigramm verbunden:
    Ein oberstes Kästchen mit dem “Chef”, das war für ihn bestimmt. Auf der darunter liegenden Position waren drei weitere Kästchen für die “Unter-Chefs” platziert,
    die mit dem darüber liegenden “Chef-Kästchen” verbunden waren, aber nicht untereinander.
    Das “Schweinderl” sagte dazu:
    “Ist gaanz einfach! Ich sagen: Du machst das, du machst das und Du machst das!
    So wir verdienen viele scheene Geld!”
    Was sagt man dazu?
    Aber so war die Realität, damals vor vielen Jahren im sogenannten “Kommunismus”.
    Heute gehören die Polen ja wieder zu Europa und unserer Landwirtschaft ginge es noch schlechter, ohne die Polen.
    Was die krampfen! Und was die sich alles gefallen lassen müssen von unseren gestressten, sirachenden Bauern!
    Ich habe es selber miterlebt

  15. Klara Brunner sagt:

    @ rolf müller

    Was Sie schreiben trifft mit Sicherheit so zu. Diese riesigen Monokulturen trifft man wohl weltweit an – Monsanto lässt grüssen -, mir ist bewusst, dass eigentlich herkömmliche Landwirtschaft für die Erhaltung eines fruchtbaren Bodens besser wäre. Die Frage die sich mir dazu stellt ist ob man die zunehmende Bevölkerung dann noch ernähren könnte. Darüber liest man mannigfach in Variationen z.B. eben auch, wieviele Zentner Getreide und Mais als Tierfutter gebraucht werden.

    Darüber weiss ich einfach zuwenig und Sie selber scheinen einiges davon zu verstehen.

    Betreffend den Kommunismus müchte ich aber noch einmal darauf hinweisen, dass Menschen – Leibeigene die zuweilen schlechter als Tiere behandelt worden sind – dieses riesigen Russlands hätten so schnell umlernen sollen. Wahrscheinlich trifft für Polen dasselbe zu. Es war wohl ebenso eine “Glücksfrage” einigermassen menschlich leben zu können. Roth schildert in einem seiner Bücher wie Arbeiter die wegen krankmachender Arbeit (Bürstenfabrik; tödlich verlaufenKrankheit wegen der Arbeitsbedingungen) mit berittenem Militär der nähesten Garnison zur Arbeit angetrieben wurden. Unter Bedrohung an Leib und Leben.

    Um umdenken zu können muss man zunächst mal leben können wie ein Mensch und Bildungsmöglichkeiten haben; wenigstens lesen, schreiben und rechnen. Und daneben in der Schule und in der Schule des Lebens die Möglichkeit haben denken lernen zu können. Und das war unter solchen Systemen halt für die vom Leben weniger Bevorzugten gar nicht möglich. Ob das Beamtentum in Russland und in Polen besser oder wesentlich anders war als bei uns liegt nicht in meinem Ermessen. Unter Vetterliwirtschaft versteht man schliesslich auch Macht auf seinem eigenen Haupt zu vereinen indem man möglichst viele Verwandten und Bekannten die von Interesse sind ( nicht immer wirklich geeignet, was noch mehr Möglichkeiten eröffnet) ins eigene Amt anstellen lässt oder ihnen die Möglichkeit erschliesst da in eine freiwerdende Anstellung angestellt zu werden. Verwandte usw. die einem dann zu Dank verpflichtet sind und irgendwie von einem auch abhängig. Wer Stellen beschaffen kann, hat denn auch die Möglichkeit einem wieder rauszumobben. Was man bei den russischen Autoren liest mutet in etwa ähnlich an, einfach auf russisch.

  16. Klara Brunner sagt:

    @ rolf müller

    So gesehen haben sich eben Feudalismus und Bürokratismus auf anderem Niveau einfach weitererhalten. Veränderungen brauchen Zeit. Die Menschen müssten begreifen können warum sie für sie von Vorteil wären. Ein Lernprozess.
    Und die katholische resp. die orthodoxe Kirche sind nicht wirklich bildungsoffen. Man kann gläubige ungebildete Massen viel besser manipulieren.

  17. Klara Brunner sagt:

    @ rolf müller

    Ja, und wenn man mal so ein riesiges Gut dieser feudalen Grossgrundbesitzer gesehen hat denen ganze Dörfer gehörten und gelesen resp. gehört wie die Leibeigenen eingeschätzt wurden und manchmal schlecht behandelt versteht man, dass Lenin Erfolg hatte, die Revolution diesmal stattfand und die Zarenfamilie eliminiert. Sie haben Recht. Die russische Volksseele war der Natur verbunden und die Seele der Grossgrundbesitzer dem schnöden Mammon…es war beschränkt anders als anderswo, russisch eben. Ich glaube Polen war etwas besser, weiss aber darüber zu wenig.

  18. Ueli sagt:

    @Rolf Müller
    Diese tragische Logik der Vergeblichkeit war historisch nicht sofort durchschaubar, und zwar vor allem aus zwei Gründen. Zum einen konnten in der ersten Phase extensiver Expansion des sowjetischen warenproduzierenden Systems tatsächlich Erfolge erzielt werden, d.h. hohe Wachstumsraten. Kunststück, wurden doch die bäuerlichen Massen in die abstrakte Verausgabung ihrer Arbeitskraft erst “hineingepeitscht, gebrandmarkt, -gefoltert”, um den Marxschen Ausdruck zu gebrauchen. Riesige Massen teils subsistenzwirtschaftlicher Produktion auf niedrigstem Bedürfnisniveau, die in einer modernen Volkswirtschaftsstatistik gar nicht auftauchen könnten, wurden der gesellschaftlichen Arbeitsmaschine überhaupt erst einverleibt und industriell umgeformt.
    Damit einer gingen gigantische Investitionen in die Schwer- und Basisindustrie bzw. Infrastruktur, bei denen man trotz aller schon früh erkennbaren Defizite der Kommandowirtschaft fast nichts verkehrt machen konnte und die per se schon Zuwachs in grossen Schritten garantierten. Da diese Prozesse zumindest partiell auch das Bedürfnisniveau erhöhten und Momente jener “zivilisatorischen Mission” des Kapitals in der sozialistischen Maske der etatistischen Kriegswirtschaft hervorbrachten, breitete sich zeitweilig in der Sowjetunion tatsächlich so etwas wie ein Schimmer von Aufbaueuphorie aus, der sich später in einigen Ländern der Dritten Welt noch rascher verwehend wiederholen sollte und einen ganzen Überbau von sozialistischer Erbauungsliteratur kreierte.
    Zum zweiten aber konnte es in dieser Phase nicht nur der eigenen hohen Zuwachsraten wegen so erscheinen, als sei die entstehende Sowjetökonomie imstande, in historisch absehbarer Zeit mit dem Westen gleichzuziehen. Der Westen befand sich ja in der gesamten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts selbst in einer Phase des aufsteigenden Etatismus. Die kriegswirtschaftlichen Strukturen der beiden Weltkriege liessen den Konkurrenzmechanismus des gegenläufigen monetaristischen Prinzips zurücktreten, auch wenn der Etatismus nicht in demselben Masse systemisch erstarrte wie in der Sowjetunion.

  19. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Lesen Sie bitte mal nach wie die Bezeihungen Deutschland / Russland zwischen den Kriegen gewesen ist. Lenin war überzeugt, dass die Deutsche Arbetierbewegung ihm nachfolgen würde die dann aber eben niedergeschlagen wurde – m. Wissens von “der nationalsozialistischen Partei”! Hitler verbündete sich weil er Polen als Korridor zu Russland brauchte. Die Hintergründe dazu zu kennen erachte ich als noch viel wichtiger um die Entwicklung zu kennen. Sie scheinen in europäischer Geschichte bewandert zu sein. Aber immer wieder wundere ich mich wie grade gebildete Leute die Komplexität des Geschehes ausblenden und alles auf einen “einfachen” Nenner zu bringen suchen.

  20. Rolf Müller sagt:

    @ Klara Brunner und Ueli
    Das ist natürlich auch wahr, dass es auch in unserer Bürokratie solche sowietischen bzw. feudalen Verhaltensweisen gibt.
    Ist ja auch gut so!
    So können wir Verständnis entwickeln, indem wir ähnliches erleben, und in Russland geschriebenes weckt in uns
    überraschende Assoziationen, aus unseren eigenen Erinnerungen.
    So hatte ich wärend meinen Einsätzen beim “Zivischutz” unweigerlich Assoziationen zum “Kommunistischen Kommando-System”.
    Auch im Zivilschutz wird einem ein blaues, unmodisches “Mao-Gwändli” übergestülpt und ist von da an
    -überspitzt gesagt- eigenständiges Denken verboten.
    Der unwahrscheinliche Katastophenfall soll bewältigt werden, indem alle Szenarien bis ins Detail geplant und eingeübt werden sollen.
    Aber eine Katastrophe hält sich nicht an die Planungsvorgaben des Schweizer Zivilschutz’!
    Und mit unmotiviertem Personal, das mit der Ueberstülpung eines “blauen Gwändlis” “blau macht”, ohne das wenigstens zu geniessen,
    lässt sich eine solche Katastrophe erst recht nicht bewältigen!
    Da können die freiwilligen Funktionäre noch so zur Hochform auflaufen mit ihrem “Organisieren und Instruieren”, so dass bewundernswerterweise
    bei den “realistischen Uebungen” jeder Teilnehmer seinen ihm zugeteilten Nussgipfel erhält,
    am Ende hilft dann doch nur noch beten:
    “Oh Du mein grundgütiger Gott, lass diesen Zivilschutz an mir vorüber ziehen!”
    Gerechterweise muss ich anfügen, dass ich am Ende meiner Zivilschutz-Karrière eine grosse Veränderung miterlebte:
    In einem dreitägigen WK waren wir dazu aufgerufen, uns das Wissen eines Sanitäts-Zivilschützers in Erster Hilfe und im Transport von Schwerverletzten
    selbstständig zu erarbeiten und zu testen.
    Und siehe da: Es funktionierte!
    Geht doch! Man muss die Leute eben für voll nehmen. Sonst streiken sie…

  21. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Lenin war noch von vielen anderen Illusionen beseelt – ist ja auch in einer frühen Phase der Sowjetunion gestorben. Im Westen konnte eine solche Revolution überhaupt nicht stattfinden, da der Sozialstaat auch ohne “gefährliche Experimente” durchgeführt werden konnte. Die Nazis fürchteten sich wohl mehr vor den Sozialdemokraten, als vor den “Kommunisten”. Weder in Deutschland, noch in Frankreich oder England war zu diesem Zeitpunkt eine “kommunistische” Revolution möglich. Stalin hat sich in dieser Hinsicht nie grosse Illusionen gemacht…zu Recht.

  22. Klara Brunner sagt:

    @ ueli

    Item, ich habe eine Biographie von Stalin gelesen und bin der Ansicht, dass Lenin und Stalin nicht vergleichbar sind. Lenin hatte nicht nur eine völlig andere Persönlichkeit, seine Situation war ungleich schwieriger.

    Zudem gab es die Arbeiterbewegungen schon aus der die SP und die KP später entstanden sind. Hier bei uns in der Schweiz war das aber sowas wie “der Staatsfeind”. “Kauft nicht beim XX, Kommunist” war üblich. Veränderungen fordern eben Opfer und die, die später von dieser Bereitschaft profitieren wissen noch nicht einmal, dass es sie gegeben hat.

  23. Ueli sagt:

    @Klara Brunner
    Schon bei Lenin wurde die zum “Marxismus” einseitig vulgarisierte Marxsche Theorie ihrer entscheidenden Formkritik des modernen bürgerlichen Reproduktionssystems beraubt, die im Marxschen Fetischismusbegriff zugespitzte Kritik der Warenform eliminiert und in ein theoretisches und historisches Jenseits verbannt, als dunkel verschrien oder zum bloss subjektiven Bewusstseinsphänomen degradiert.
    An die Stelle eines Begriffs der Form des warenproduzierenden Systems und seiner historischen Bedingungsgeschichte trat so ein verkürzter Begriff der “kämpfenden Klasse” als vermeintlich letzter Grund von Gesellschaftlichkeit; das abgeleitete Phänomen der sozialen Klassen wurde zum nicht weiter hinterfragbaren Wesen gemacht. Nicht eigentlich das Kapital wurde so kritisiert, sondern vielmehr “die Kapitalisten”, die als persönliche Subjekte des in Wirklichkeit subjektlosen Gesellschaftsverhältnisses der Ware erscheinen mussten.

  24. phil barbier sagt:

    @hm

    Haben Sie ZARDOZ wieder sehen koennen? Falls ja, bringen Sie diese Parodie dann irendwie in Zusammenhang mit Googles CALICO…
    ( http://www.de.wikipedia.org/wiki/Calico_(Unternehmen) ).

    Das passiert ja alles im Hier und Jetzt – von ‘uns’ gut geheissen, z.T. heiss erwartet, oder zumindest finanziell unterstuetzt.

    Apple u.v.a.m. wickeln auch die halbe Welt um den Finger… nur die Wenigsten hinterfragen kritisch….

    Da scheint mir die Diskussion darueber, ob TD denn ‘braune Esoterik’ betreibe, schon etwas verwegen…

  25. Karl Martell junior sagt:

    Zwischen 14 und 18 Uhr gibt’s eine Lücke, ich bitte um Entschuldigung.

  26. Ueli sagt:

    @Karl Martell junior
    Charlie Martell junior – unser Stachanow der helvetischen Republik!

  27. Pasionaria sagt:

    Rolf Mueller
    danke fuer Ihr Posting um 07.37h

    “Er….. hat ja eine besondere Persönlichkeit, so wie Sie!” – Fuer einmal uebertreiben Sie masslos, Sie sollten Persoenlichkeit eher durch > Art und Weise…. ersetzen!

    Sie erkennen richtig, dass Humor ein sehr wichtiges Element ist, um die Welt und deren Gestalten (Erdenbuergern) besser zu ertragen. Viktor und Mike bringen dies meist gekonnt herueber; so ganz unter dem Motto – Humor ist eine witzige Art, im Grunde sehr ernst zu sein.

    .

    Mymei

    ” Mit sinnlichkeit haben wir nicht nur einen glaubensfreien wert, sie ist eine kraft, welche hilft, nebst unserem verstand, wissen und gewissen allein oder doch besser gemeinsam den kampf gegen glaube und aberglaube zu gewinnen…..”

    Wie wahr – denn wer nichts empfindet, selbst wahrnimmt, der muss nicht nur alles glauben, sondern sich Ideen (wie Gottesglauben) fremdgesteuert hingeben.

    Mit Sinnlichkeit einen Schritt weiter koennen Kuenstler noch gehen, sie schaffen es, die sinnliche Wahrnehmbarkeit in ihre Kunst zu uebertragen.

    .

    Karl MarTell Sohn

    Sie schaffen es wirklich, einen zu reizen; immerhin das!

    “Zwischen 14 und 18 Uhr gibt’s eine Lücke…” – nicht nur da, auch in Ihren Denkvorgaengen…..

    “Wer auch immer uns Gast- und Passgeber verhohnepiepelt, möge zur Kenntnis nehmen, dass die Schweiz ökologisch um mindestens 3 Millionen Einwohner überbevölkert ist.”

    Wenn wir zuerst einmal die auf Kosten von Billigstarbeitern sich bereicherten Auslandschweizer in das Land deren Arbeitgeber zurueckschicken wuerden, gaebe es auch wieder etwas mehr Platz in dem Roten-Pass-Geber-Land. Nicht nur die Oekologie waere dafuer dankbar, vorallem aber der humanistische Ruf der Schweiz!

    P.S. aus welchem Duden zitieren Sie das Unwort > verhohnepiepeln?

    Hat die Auns uebrigens keinen Blog, wo Sie unter Gleichgesinnten vielleicht doch noch Applaus ernten koennten?

  28. Rolf Müller sagt:

    @ Karl Martell junior
    Lassen Sie mich raten! Sie waren doch nicht etwa…arbeiten?
    Sie sind ja ein Lustiger Sie!

    @ passionara
    stimmt, ich habe übertrieben. Habe wieder mal drauf los geplappert.
    Habe eigentlich sagen wollen: Er hat eine spezielle Art, sich auszudrücken.

  29. mymei sagt:

    @ pasionaria. spätestens wenn wir das licht der welt erblicken, als winzige Menschlein, wachsen mit unserem Körper parallel ja auch die sinne und eben die Sinnlichkeit. die sinne und die Sinnlichkeit sind ja immer mit dabei… der buchtitel von jane austen “sense und sensibility” zum Beispiel wird auf deutsch als “Verstand und Gefühl” übersetzt. wenn beim gefühl auch verstand mit dabei ist, haben wir gewiss nichts dagegen einzuwenden…. in Sinnlichkeit schwingt soviel positive Energie mit, dass wir uns damit sowie dem vis a vis jedenfalls nicht schaden. beim verstand allein ist das nicht immer der fall, der kann, falls er entsprechend heraus gekitzelt wird, an den kanten eine gefährliche schärfe aufweisen.
    in solchen Momenten sollten wir uns irgendwo ans Wasser setzen, und versuchen, die Bewegung des Wassers fest zu halten. das gelingt tatsächlich nur dem Künstler, der das Wesen des Wassers erfasst.
    nun aber habe ich meine Tasche gepackt und schon bald gehts ab in das faszinierende land der Mitte, das ich dann zum Ausgleich mehr mit meinen sinnen betrachte, da es mich ebenso erfasst, mein verstand hat eine coole Sonnenbrille an, wenns blendet, so wie es in den Ferien üblich ist.

  30. Pasionaria sagt:

    mymei
    Recht schoene Reise und merken Sie sich – jede noch so grosse Reise beginnt mit gepackter Tasche und einem kleinen Schritt.
    Auch im Land der Mitte muss man, um an die Quelle zu kommen, gegen den Strom schwimmen.

    Viel Glueck und tolle Erlebnisse.

  31. Karl Martell junior sagt:

    @Ueli
    noch vor Arbeitsbeginn ein neudeutscher Ratschlag: love it or leave it.
    Ihr Eidgenosse.

  32. Mymei sagt:

    @ pasionaria. Ich verstehe. Ich denke daran. Ich habe vor, dem fisch, welcher gegen den strom schwimmt, zu folgen. Vielleicht dem ufer entlang. Mir selbst ist das wasser oft zu nass. Fische, die mit dem strom treiben… Sie wissen ja schon. An der quelle singt oft ein wunderbarer vogel, von menschen gefangen und in einen kleinen hölzernen käfig gesperrt. So einen möcht ich befreien. Danke!

  33. Rolf Müller sagt:

    @ Mymei
    Das mit dem Verstand und dem Gefühl haben Sie schön gesagt!
    Auch das mit dem Wasser gefällt mir. Mein Denken bewegt sich auch in diese Richtung.
    Aber jetzt werden Sie ja erst mal fliegen, bevor Sie gegen den Strom schwimmen!
    Ich wünsche ihnen viele interessante Begegnungen in Ihren Ferien!
    Sie können uns dann -nach Ihrer Rückkehr- das Eine, oder Andere davon berichten
    und so auch unseren Horizont erweitern.

  34. Alienus sagt:

    @Pasionaria

    Kleine Anmerkung zu unserem Karlchen.

    Habe mit einer deutsch-indischen Frau, die interkulturelle Kommunikation lehrt, über den Germanismus „Deutsche Angst“ diskutiert. Ihre Frage lautete, ob sich dieser selstame Begriff nur auf Deutschland begrenzen lässt.

    Meine Antwort lautete: nein! Denn es gibt auch die „Austro Angst“ und ….. die „Swiss Angst“! Sie war begeistert, dass diese spezielle Angst nicht nur auf Deutschland begrenzt ist. Da sie dt. Bürgerin geworden war, hatte sie etwas befürchtet, sie würde ab nun auch dieser Angst unterliegen müssen.

    Für die offensichtliche „Swiss Angst“ habe ich den exemplarischen Fall „Karlchen“ aufgerufen. Denn da kann man wunderbar die unterstellten Ängste herrlich ableiten!

    Da ist sie nun, die Angst vor dem Islamismus, die Angst vor der islamische Überflutung, die Angst vor den Berbern, die Angst vor den Mauren, die Angst vor den Arabern, die Angst vor den Negern, die Angst vor den Immigranten, die Angst vor den Ausländern, die Angst vor den Fremden (undeutsch: Xenophobie), die Angst vor dem Fremden , die Angst vor den linken Unmenschen, die Angst vor dem Verlust der eidgenössischen Reinheit, die Angst vor der Ver- und Durchmischung, die Angst vor eidgenössischem Landverlust, die Angst vor dem Kommunismus und als gigantische Steigerung die Angst vor der Angst. usw. …. usf. Auffällig aber, eine Angst vor den und dem Rechten scheint nicht vorhanden zu sein.

    Nun, ist doch für unseres Karlchen herrlich, denn dadurch ist er zum Thema eines Proseminars geworden – wir jedoch nicht!

  35. phil barbier sagt:

    @hm, 29. April 2015 um 11:33

    Hallo, schoen von Ihnen zu lesen.

    Hinter dem AntiAging-Konzept von Calico steht ja das Konzept vom Ueberwinden des Todes (“…how Calico plans to beat death…” (au.ibtimes.com)).
    Oder auch auf ‘www.express.co.uk’:
    “THE QUEST for eternal life has been chased by many over the centuries and now the brains behind Google believe they could soon crack the code … His faith in technological advances is mirrored by Google co-founder Sergey Brin who believes one day death will be “cured”.”

    Dies nur so als Hintergrundgedanke zu ZARDOZ, wo ja de ‘Ewigen’ mittels Ihrem ‘Gott’ alle anderen an der Nase rumfuehren…

    Bezueglich

    Noch zu diesem ominösen TD: Liess’ der sich etwa einfrieren?

    verbleibt zu sagen, dass man sich allgemein durchaus lockerer geben darf. TD schwamm wohl auch alles andere wie auf dieser Welle.

    Wünsche es schöns Tägli

  36. hm sagt:

    Ich selbst kann mir eigentlich keinen beseren Goldesel vorstellen als ein Unternehmen, das altersbedingte Krankheiten bekämpfen und die Lebensdauer von Menschen erhöhen will.
    Am besten man kauft sich gleich stapelweise Aktien davon.

  37. hm sagt:

    Wissen Sie, ich finde das Thema schon interessant: Ich erinnere mich an einen WK im Zivilschutz (wir mussten Fallholz im voralpinen Gebiet räumen – Sturmschäden von Vivian) und in einem Hochmoor habe ich mit meinem Gummistiefel einem Feuersalamander ein Beinchen abgezwackt. Ich war zuerst heillos froh, dass er noch lebte, aber dann bemerkte ich, dass da ein Gliedchen fehlte …
    Ich erzähle Ihnen besser nicht, wie die Geschichte weiter ging, aber ein Befürworter von Exit für Feuersalamander bin ich nicht geworden.

  38. hm sagt:

    Schöns Tägli ebenfalls

  39. phil barbier sagt:

    A propos Goldesel: eierlegende Wollmilchsaeue werden an den Boersen auch gerne gehandelt…

    Schade, dass Sie einem Feuersalamander so uebel nachstehen mussten – bei einem Axolotl waeren die Glieder einfach wieder nachgewachsen ( http://www.de.wikipedia.org/wiki/Axolotl ).

    A propos Axolotl: dies waere ja auch noch ein Themenbeitrag fuer unter Medizin, Ethik, etc.

    Jungbrunnen, Frischzellenkur etc. wären ein Thema für Marcel Merz (er schreibt manchmal hier)>/blockquote>.

    ciao

  40. hm sagt:

    Jaja, ich weiss, auch beim einheimischen Feuersalamander. Also ich hab’ ihn einfach liegen lassen – vieleicht, weil ich das mit dem Nachwachsen unbewusst doch noch “wusste”, also eine Tötungshemmung irgendwie doch aufgrund einer vorliegenden Information aktiviert war, oder aber der “Gnadenschuss” erfolgte einfach aus Bequemlichkeit nicht – bei mir auch eine Möglichkeit.
    Jedenfalls gehe ich davon aus, dass wenn der Feuersalamander nicht gestorben ist, so … hm – jedenfalls ein paar von seinen Nachkommen.
    🙂

  41. hm sagt:

    Zur Blockquote werde ich mich zu gegebener Zeit vieleicht äussern. Jedenfalls scheint mir klar, dass schon nur ein Titel wie: “Beim Tod bleiben Geistliche sprachlos” nur quasi einheimisches, d.h. im Sinne von pro oder contra vor-eingenommenes Publikum hinter dem Ofen hervorzulocken vermöchte. Dass gerade beim Thema Tod Geistliche nicht etwa sprachlos sind -aber schweigen – jedenfalls bis zur Abdankung (auch ein Helvetismus) – um dann schon die richtigen Worte zu finden, dünkt mich als Laie mehr als selbstverständlich.
    Und wos nichts zu sagen gibt – gibts nichts zu sagen.

  42. Klara Brunner sagt:

    @ hm

    Wenn es den Tod nicht gäbe, müsste man ihn erfinden!….denke ich im Gegensatz zu Ihnen.

  43. Klara Brunner sagt:

    @ hm

    Nach einem gelebten Leben loslassen können ist für mcih eher Segen als Schrecken. Irgendwann abtreten können weil soviel Flickwerk nicht der wahre Jakob ist.

  44. hm sagt:

    @Klara Brunner
    Ich weiss nicht, was Sie im “Gegensatz zu mir” zu denken haben …
    und 2. Es ist selbstverständlich auch meine Ansicht bzw. meine Vermutung, dass es Ende Leben um die Frage des Loslassenkönnens gehen wird (meiner Meinung nach auch ohne sich dazu auch noch einen grossen Überblick über dieses Leben verschaffen zu müssen, denken Sie nur schon an all die Demenzpatienten).
    Nur sind dies höchst persönliche Fragen, die m.E. schon gar nicht in die Öffentlichkeit gehören weil sie bei jedem einzelnen das persönliche Pietätsgefühl tangieren. Und diesbezüglich (am Sterbebett) halte ich jetzt einen Pfarrer oder Diakon alleweil für erfahrener und kompetenter als ein – Sektenspezialist in Ehren – aber als ein Sektenspezialist.

  45. hm sagt:

    “Irgendwann abtreten können weil soviel Flickwerk nicht der wahre Jakob ist.”
    ?
    Fehlt noch der Bilanzsuizid … wo kommen Sie denn da hin, Frau Brunner? Überlegen Sie sich das doch bitte noch einmal.
    Wenn sich jemand im Alter als z.B. nichtsnütziger Parasit fühlt, dann habe ich dafür Verständnis.
    Wenn andere das an seiner Stelle tun – RAUCHTS!

  46. hm sagt:

    Wissen sie, wenn ich schon am Plauedern bin, dann kann ich das auch vollständig. Ich finds nicht in Ordnung, wenn man meine Beiträge nicht goutiert, z.B. weil sie ironisch gemeint sind, dies aber nicht – von alleine – erkenntlich ist. Deshalb markiere ich Sie mit:
    🙂
    Wenn aber – wie mir das auch schon implizit passiert ist hier, gemêint wird, in disem Sinne gings ja dann offensichtlich um Drogen und Drogenkonsum, dann spar’ ich mir doch solche Kotze für einen Pulle Whiskey auf.

  47. hm sagt:

    Werd’ mich morgen auch entschuldigen
    😉

  48. hm sagt:

    Wissen Sie, es ist schon eine Kunst, etwas so zu erzählen, dass es den Gemeinten nur so um die Ohren fliegt – und dass es die Nicht-Gemeinten (meiner Ironie) gar nicht, d.h. auch nicht fälschlicherweise, trifft.
    Im Moment hats hier in diesem Blog für mich eigentlich fast nur Nicht-Gemeinte.
    Seien Sie insofern also beruhigt.

  49. phil barbier sagt:

    @hm, 29. April 2015 um 15:55

    Wissen Sie, es ist schon eine Kunst, etwas so zu erzählen, dass es den Gemeinten nur so um die Ohren fliegt – und dass es die Nicht-Gemeinten (meiner Ironie) gar nicht, d.h. auch nicht fälschlicherweise, trifft.
    Im Moment hats hier in diesem Blog für mich eigentlich fast nur Nicht-Gemeinte.
    Seien Sie insofern also beruhigt.

    Nunja, sehr geehrter hm, ich besinne mich eines Ihrer geschaetzten Posts, wo Sie mein “das begann vor ca. 10’000 Jahren” so hirnrissig umgedeutet haben, dass Sie mir implizit zu verstehen gaben, ich wuerde das Menschheitsalter auf 10’000 Jahre schaetzen. Naja, so kommt’s eben in diesem Blog…

  50. hm sagt:

    @phil barber
    Okay, okay, ich mach’ jetzt mal Platz dem gnädigen Herrn.
    (Aber eigentlich gings bei meiner angeblich hirnrissigen Monierung nicht um die 10’000 Jahre, seit welchen sich Menschen selbst eine Ordnung geben, sondern darum, dass sie dies “bestimmt durch eine darueberliegende Dimension” tun. Ich hoffe Sie erinnern sich.)