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Tödlicher esoterischer Wahn

Hugo Stamm am Samstag den 11. Oktober 2014

Vor 20 Jahren geriet die Schweiz weltweit in die Schlagzeilen wie noch nie zuvor. Guru Jo Di Mambro inszenierte mit seinem esoterischen Sonnentemplerorden ein beispielloses apokalyptisches Sektendrama. Es musste spektakulärer werden als frühere Ereignisse, wie er schrieb. Er sollte Recht bekommen. Die Bilanz seiner irren Aktion: 74 Tote. Ein Teil seiner Anhänger liess der Sektenchef ermorden, die restlichen Sonnentempler vollzogen mit ihm den «Transit zum Stern Sirius», also den kollektiven Suizid. Im Glauben, auf dem paradiesischen Gestirn den spirituellen Frieden zu finden.

Was geht in einem Menschen vor, der ein solches Massacker zu seinen Ehren inszeniert? Wie kamen seine Anhänger dazu, ihrem Guru in den Tod zu folgen?

Der Uhrmacher Di Mambro war schon in jungen Jahren von spirituellen Phänomenen fasziniert, wie das heute Millionen Esoteriker sind. Er glaubte, mit höheren Wesen aus der göttlichen Hierarchie kommunizieren zu können. Aus seiner angeblichen übersinnlichen Begabung leitete er den Missionsauftrag ab, die Welt in ein neues spirituelles Zeitalter zu führen. Er begründete eine Ersatzreligion und floh geistig in eine Parallelwelt.

Der Übertritt in diese virtuelle Sphäre führte zu einer Entfremdung, die auch geistige und psychische Spuren hinterliess. Da die beiden Welten nicht kompatibel sind, baute er eine zweite Identität auf. In der spirituellen Identität fühlte sich Di Mambro mit göttlichen Attributen ausgestattet. Diese Spaltung, aufgeladen mit wahnhaften esoterischen Ideen, führte zu psychischen Auffälligkeiten. Er entwickelte eine narzisstische Persönlichkeitsstörung und Verfolgungsängste.

Als seine Vision vom neuen spirituellen Zeitalter am mangelnden Interesse der breiten Öffentlichkeit scheiterte, vollzog er den barbarischen Fanal: Er opferte 73 Anhänger, um in die Schlagzeilen zu kommen und in die Geschichte einzugehen.

Doch was war mit den Templern passiert, dass sie dem Guru glaubten und Suizid begingen? Sie hatten sich von spektakulären Ritualen und fantastischen Heilsideen in virtuelle esoterische Sphären entführen lassen, in denen angeblich alle menschlichen Grenzen überwunden werden konnten. Der Aberglaube wurde zur tödlichen Falle. Sie glaubten in ihrer Sehnsucht nach Erlösung an die göttlichen Fähigkeiten ihres Gurus, sein Wort war für sie die unumstössliche Wahrheit. Die suggestiven religiösen Kräfte und gruppendynamischen Prozesse trübten endgültig ihre Sinne.

Der religiöse Wahn weckte zwar ihre übersinnlichen Emotionen, machte sie aber zu spirituellen Robotern und tötete ihre menschlichen Gefühle ab. Deshalb betrachteten sie den Tod als Erlösung.

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362 Kommentare zu “Tödlicher esoterischer Wahn”

  1. Häfliger sagt:

    Religion macht dumm – Weltartikel 2008…….so so! Wer hat diesen Weltartikel geschrieben? Diese Aussage wurde oft gemacht.
    Es kann auch geschrieben werden: Religion macht frei und gescheit – Weltartikel 2014 !
    Der Mensch ist ein Geschöpf , jedes Geschöpf ist sterblich! Sterblichkeit macht Angst! Angst tut weh! Deshalb sucht der Mensch Geborgenheit! Eltern geben dem Kind Geborgenheit! Das Kind wird gross, es löst sich von den Eltern , die Selbsfindung treibt es in die Welt hinaus……die Geschichte vom verlorenen Kind beginnt, : es begegnet Ungeheuern, es wird vom Walfisch verschlungen, es muss mit Drachen kämpfen, die Hexe sperrt es ein, es muss sich befreien oder wird befreit……Märchen- Sagen- Balladen sowie Geschichten aus dem alten Testament, Geschichten aus dem Koran ……
    sie alle erzählen, wie ein Mensch zu sich selbst finden muss! Der Kampf ist hart – doch welche Überraschung: eine höhere Macht hilft diesem Menschenkind und beschützt es! Das Kind kann reifen, es kann ein selbstbewusster, erwachsener Mensch werden , Einer, der weiss um Gut und um Böse und der fähig wird, andern Menschen die Hand und damit Geborgenheit zu geben. Wenn es Gott nicht geben würde, dann könnte kein Mensch zu sich selber finden. Er müsste umherirren sein Leben lang und verzweifeln!

  2. Hypatia sagt:

    aysha am 17. Oktober 2014 um 19:22@ hypatia
    olive am 17. Oktober 2014 um 19:33@Hypatia

    Vielen Dank für die Hinweise. Es geht ja auch darum, aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen welcher Auswahl von Schriftstücken Bedeutung zukommt und warum. Wird das Bild vom Islam zu einseitig gezeichnet, zu extrem, so wird die gesamte Arbeit fragwürdig.

  3. Brunhild Steiner sagt:

    @Michael Bamberger, 17. Oktober 2014 um 17:58 @ Brunhild Steiner

    “Ihr Kneifen und Ihr Überdruss gegenüber jeglicher Mühe zur Begründung Ihrer Thesen spricht Bände.”
    Dürfen Sie gern so sehen.
    Ich hab zur Zeit einfach keine Motivation auf Endloskarussell mit Ihnen, vielleicht ein ander mal dann wieder.

  4. aysha sagt:

    @ olive

    woran erkennst du die “wissenschaftlichen grundlagen” der unten aufgeführten personen? ist pax-europa, pi-news jenseits des (neu) rechten spektrums?

    du hast sicher recht und herr gopal hat sich tatsächlich mit dem islam beschäftigt. und jetzt? wie kommt es dazu, dass sein buch als standardwerk bezeichnet wird? wer, was legitimiert das? du beschäftigst dich auch seit ca 7 jahren damit, bist du jetzt expertin? ist rabbi jussuf experte?! gopal greift auf sekundärquellen, die er nach seinem gutdünken verwendet und ignoriert andere. das ist wissenschaftlich?

    achh…und wie lieb von ihm, dass er die muslime nicht hasst! wie grosszügig, wie erhaben!

    <>

    aysha

  5. aysha sagt:

    @olive

    sorry, ich bezog mich auf deinen beitrag von heute, um 15.08 uhr. irgendwie konnte ich den text nicht kopieren.

    aysha

  6. Nada sagt:

    @Aysha: du hast sicher recht und herr gopal hat sich tatsächlich mit dem islam beschäftigt. und jetzt? wie kommt es dazu, dass sein buch als standardwerk bezeichnet wird?

    Das wüsste ich auch gern. Der Typ ist ein Phantom. Rabbi Jussuf vergleicht ihn mit Deschner. Nur, wenn ich Deschner google, erhalte ich unzählige Links auf seriöse Websites, Deschners Bücher wurden in namhaften Medien ausführlich besprochen. Über Gopals angebliches Standardwerk findet man keine Kritiken bekannter Medien. Die Suche im Internet führt nur zu online buchshops, einer amateurhaft gemachten Website und dubiosen links.

  7. Hypatia sagt:

    aysha am 17. Oktober 2014 um 19:22@ hypatia
    olive am 17. Oktober 2014 um 19:33@Hypatia

    Vielen Dank für die Hinweise. Es geht ja auch darum, aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen welcher Auswahl von Schriftstücken Bedeutung zukommt und warum. Wird das Bild vom Islam zu einseitig gezeichnet, zu extrem, so wird die gesamte Arbeit fragwürdig. Man fragt sich, warum tut Gopal das. Kann es sein, dass er den Islam aus einem etwas schiefen Winkel betrachtet, so als ob er den Bruch darin nicht bemerken könnte? Ist es überhaupt zulässig mit der aufgeklärten Brille Adornos das Phänomen Islam zu betrachten? – Ich denke nicht, dass es zulässig ist, zwei historische Phänomene, unabhängig von ihrer geschichtlichen Bedeutung herauszudestilieren, und sie dann auf ihre Gemeinsamkeiten hin zu befragen, denn jedes geschichtliche Phänomen hat erst durch die Geschichte, in der es sich ereignete, eine Bedeutung oder die Bedeutung, die ihr zukommt.

    Wenn wir aber diesen beiden Phänomenen ihren geschichtlichen Ort zurückgeben, so bedeutet das nicht, dass beide Phänomene nichts miteinander zu tun hätten. Also wenn wir von Faschismus sprechen, so sprechen wir von einem ganz bestimmten geschichtlichen Phänomen, das nur in der Geschichte, in der es steht, Bedeutung hat. Das schliesst nicht aus, dass beide Phänomene einander in der selben Zeit begegneten und aufeinander Einfluss nahmen. Dieser geschichtliche Einfluss, der das Aufkommen des faschistischen Denkens auf den Islam nahm, führte zu einer Gruppierung innerhalb des Islam, die durch die faschistischen Gedanken der Totalität und Fundamentalität zum Islamismus radikalisiert wurde. Das ist natürlich sehr grob gezeichnet und für manche bedeutet Islamismus dasselbe wie Islam, nur dass der -ismus das deutlich macht, worum es geht im Islam, es geht um eine Glaubenslehre, die das gesamte Leben umfasst. Was aber genau diese “Gesamtheit des Lebens” bedeutet, kommt nun zu einer politischen Kategorie, der Totalität. Der Islam ist als solcher immer schon totalitär. Es gibt also keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus.

    Der Totalitarismus aber verlangt die Gleichschaltung. Der Islam aber entzieht sich jeder Gleichschaltung. Wer vom Islam redet, redet von einer Mannigfaltigkeit von möglichen Lebensformen. Dem Islam ist jegliche Hierarchie fremd. Seine Struktur ist gewachsen und nicht straff organisiert. Dem Islam ist jede Uniformität fremd. Dagegen sucht die politische Gesinnung gerade mit der Tradition zu brechen. Wer diesen Traditionsbruch nicht wahrnehmen will, der wird auch keinen Unterschied zwischen dem religiösen Glauben und der politischen Gesinnung feststellen können. In der geschichtlichen Begegnung des Islam mit dem Faschismus ist es zur Entwicklung eines uniformen, fundamentalen, totalitären und hierarchischen Islam gekommen. Der Islamismus konnte sich nur aufgrund dieser Begegnung entwickeln. Schon aufgrund dieser Entwicklung sollte man einen Unterschied machen zwischen der Religion und Tradition des Islam und der Ideologie und Erneuerungsbewegung des Islamismus.

    Zudem muss klar sein, dass der Faschismus nur als eine Folgeerscheiung des Nationalismus angesehen werden kann, was wiederum ohne den Gedanken und die Tatsache der Revolution sich nicht dorthin hätte entwickeln müssen. Der Islam, als ein grosses, unabhängiges und geschlossenes, kulturelles und relilgiöses Gebiet von über einer Milliarde Gläubigen ist mit dem Islamismus überhaupt nicht zu vergleichen.

    Die Frage ist, ob der Islamismus als Teil des Islam zum Islam gehört, oder ob er nicht zum Islam gehört. – So gesehen gehört der Islamismus als Teil zum Islam. Auch wenn er fremde Gedanken enthält, die aber das Verständnis des eigenen Glaubens vertiefen sollen. So gesehen ist der Islamismus ein Phänomen, in dem das Neue mit dem Alten zusammenfällt.

    Aus diesem Grund wird es auch islamisch Gläubigen schwer fallen, sich vom Islamismus zu distanzieren, denn das hiesse, sich von den eigenen Glaubensbrüdern zu distanzieren.

    Der Ausdruck „Islamismus“ ist nicht arabischer Herkunft. Der Ausdruck kommt aus unserer Sprache. Wir sind es, denen es hier um eine Zäsur gehen muss, insofern wir jenen Gläubigen die Freiheit gewähren, dass sie ihrem Glauben nachgehen können. Damit aber erlauben wir ihnen nicht, dass sie sich politisch im Illegalen bewegen dürfen. Also wir sind es, die hier eine Differenz markieren, und das müssen wir aus gesetzlichen Gründen tun, weil uns das Gesetz hier Grenzen vorzeigt, die darüber wachen, was legal ist und was nicht. Islamismus beginnt dort, wo auf illegale Weise einem religiösen Glauben nachgegangen wird. Islamismus beginnt also dort, wo einer eine Ziege aus islamischen Gründen mit dem Messer tötet, obwohl eine derartige Tötungsweise gesetzlich verboten ist. Diese Missachtung nenne ich Islamismus.

    Insofern also macht diese Differenzierung zwischen Islam und Islamismus nur für uns einen Sinn, wogegen die Differenz für Muslime nicht derart tiefgreifend gezogen wird, für sie wird es eher ein oberflächliches Phänomen sein.

    Wir brauchen diese Grenze, die darüber entscheidet, ab wann wir einer Religion die Freiheit gewähren und ab wann wir einer politischen Gesinnung die Freiheit nicht gewähren wollen, sich bei uns aufzuhalten. Diese Grenze ziehen wir, wenn wir den Islam vom Islamismus unterscheiden. Wir trennen damit das Legale vom Illegalen. Wobei es natürlich ein Unterschied macht, ob aus persönlichen Gründen eine Tat begangen wurde oder aus Gründen der Zugehörigkeit.

  8. olive sagt:

    @Hypatia

    Sie haben mir ja das Buch von Tilmann Seidensticker empfohlen
    Dr. Tilman Seidensticker. Professur für Islamwissenschaft Lehrstuhl für Semitische Philologie und Islamwissenschaft

    der beschreibt auf den ersten paar Seiten, was er und andere unter Islamismus verstehen.

    @Aysha

    ich bin ganz sicher keine Sachvertändige für Religion
    aber vielleicht bisschen für Menschen.

    Das hiesse ja, dass nur Leute, die bekannt sind und ein Studium haben wie Abu Bakr al.Baghdadi mitdiskutieren dürften. (Sein Studium der Islamwissenschaften an der Universität für Islamstudien im Stadtteil Adhamiya schloss er zu Beginn der 2000er Jahre mit einer Promotion in Islamischem Recht und dem Erwerb des Doktorgrads ab.)

    Und mehr als mitdiskutieren und beobachten tue ich nicht.

    Was Gopal anbelangt, so hoffe ich, dass Rabbi noch mehr weiss, was ihm die nötige Legitimation verpasst, ein Islam-kritisches Buch zu verfassen.

  9. Albert Baer sagt:

    Ich kenne eine ziemlich unverdächtige Quelle um sich über “den” Islam zu informieren:

    http://www.de.wikipedia.org/wiki/Islam

  10. olive sagt:

    @Hypatia

    aus Seidenstickers Buch

    Beim Islamismus
    handelt es sich um Bestrebungen zur Umgestaltung von Gesellschaft, Kultur, Staat oder Politik anhand von werten und Normen, die als islamisch angesehen werden.
    Der Begriff „Bestrebungen“ wurde gewählt, weil unter ihn verschiedenste Aktivitäten gefasst werden können, angefangen bei missionarischer oder erzieherischer Tätigkeit über das Engagement in politischen Parteien bis hin zu revolutionären Plänen.
    In den verschiedenen islamistischen Strömungen gibt es zwar eine Tendenz, in allen vier genannten Bereichen Gesellschaft, Kultur , Staat und Politik Veränderungen anzustreben, aber doch mit ganz unterschiedlichen Präferenzen; diese bestimmen natürlich auch die Wahl der Mittel zur Erreichung der Ziele.

    Weiter unten:

    Eine Verabsolutierung des Islams für die Gestaltung des individuellen, gesellschaftlichen und staatlichen Lebens, kombiniert mit dem Ziel einer weitgehenden Durchdringung der Gesellschaft.
    Dahinter mag der Wunsch stehen nach flächendeckender Sicherung der Herrschaft stehen.
    Die Forderung, statt der westlichen Volkssouveränität die „die Souveränität Gottes“ ins Werk zu setzen. Das führt zu starker Ablehnung von menschengemachten Gesetzen als die alle von Parlamenten beschlossenen Gesetzte angesehen werden. Schon das Wort „Gesetz“ scheint aus religiösen Gründen anstössig zu sein.

    Dann macht er einen Ausflug in die französische Sprache und den Zusammenhang dort mit dem wort “Islamiste”.

    Wie Sie ja als Leser des Buches wissen, zieht er hier keine persönlichen Schlüsse, sondern benennt die Fakten. Noch einmal der Satz:

    Die durch Muhammads Rolle als Staatsmann bedingte lebenspraktisch-politische Seite ist eine weitere Besonderheit.

  11. olive sagt:

    @Albert Baer

    auch bei der Lektüre von Wiki kommt es mir vor, als ginge es gar nicht anders, als dass der Islam dort , wo sich Muslime befinden , sobald sie eine bestimmte Anzahl erreicht haben, versuchen muss, sich auszubreiten und alles zu durchdringen, ist er doch massgebend für das ganze Leben.

  12. Albert Baer sagt:

    “Dieser gemeinsame Bezug auf Abraham ist am Anfang seiner Prophetie von Mohammed betont worden. Im Verlauf seines Lebens änderte der Prophet aufgrund seiner Erfahrungen mit den jüdischen und christlichen Religionsgemeinschaften seine Haltung ihnen gegenüber. Die sich ändernde Einstellung Mohammeds zu den Schriftbesitzern ist in der Islamwissenschaft mehrmals behandelt worden.[50] Ursprünglich erwartete er, dass die Schriftbesitzer seine Prophetie anerkennen und seiner Religion beitreten würden; als dies nicht geschah, begann sich Mohammeds Haltung zu den Anhängern der Buchreligionen nach und nach ins Negative zu ändern. Diese Gesinnungsänderung hat auch ihre Spuren im Koran hinterlassen, wo ursprünglich ihre religiösen und moralischen Tugenden hochgeachtet wurden und Mohammed dazu aufgefordert wurde, mit ihnen gute Beziehungen zu pflegen. Nachdem Mohammed mit diesen Religionsgemeinschaften gebrochen hatte, erhob er ihnen gegenüber den Vorwurf der Heuchelei und betonte ihre Weigerung, den Islam anzunehmen; daher seien sie nicht als Verbündete anzusehen, sondern zu bekämpfen.[51] In den Augen Mohammeds waren das Judentum und das Christentum fehlerhafte Weiterentwicklungen der gemeinsamen Urreligion.[52]”

    http://www.de.wikipedia.org/wiki/Islam#Abrahamitische_Religionen

    Schmöcksch wies mänschelet?

  13. olive sagt:

    Die moderne Geschichtswissenschaft hat die einzelnen Etappen des imperialen Erfolges der islamischen Expansion, die politische Fragmentierung schon ab dem 8.Jh sowie die Misserfolge auf ökonomischem und politischem und militärtechnichschen Gebiet recht gut nachzeichnen können.

    Erklärungsbedürftig scheinen weniger der Sieg der Muslime gegen das byzantinische und sassanidische Imperium und die weiteren Landgewinn zu sein als die Frage, warum Europa etwa ab dem 15.Jahrhundert durch seefahrerischen Wagemut, die Entwicklung von Feuerwaffen und andere technische Neuerungen den Rest der Welt ins Hintertreffen bringen konnte.
    Aber selbst wenn diese Frage zu beantworten wäre:Von einer grossen Zahl heutiger Muslime wird der Befund des Niedergangs als schwere Kränkung empfunden.

    Ein Weg zur Bewältigung des Traumas besteht in der Überzeugung, auf den Islam der frühen Zeit zurückgreifen zu müssen, um an dessen politische und kulturelle Erfolge anknüpfen zu können.

    Tilman Seidensticker

  14. - sagt:

    Es ist naiv zum Glauben, dass man überhaupt in der Türkei oder in die arabische Länder der Demokratie einführen kann.

    Bevor ein Pater in Irak von der IS erschossen wurde, wurde ihm befohlen, die Türe zur der Kirche zu schliessen, er wollte das nicht, dass wurde Ihm zur Verhängnis.
    99.999 % von die Muslime, die zur Zeit in Europa lebt leben friedlich, es gibt ein Aufruf in Europa von viele junge Muslime, die sich ganz klar von der IS distanzieren.
    Die Seite heisst: Nicht in meinem Namen.
    Wichtig, finde ich, dass man auch mit die junge Muslime spricht und sich nicht von sie abwendet und eben auch zuhört.

  15. Albert Baer sagt:

    @olive

    “Von einer grossen Zahl heutiger Muslime wird der Befund des Niedergangs als schwere Kränkung empfunden.

    Ein Weg zur Bewältigung des Traumas besteht in der Überzeugung, auf den Islam der frühen Zeit zurückgreifen zu müssen, um an dessen politische und kulturelle Erfolge anknüpfen zu können.”

    Aha.
    Und kann dieser “Wissenschaftler” auch sagen aufgrund von welchen empirischen Daten er zu diesem Schluss kommt.

  16. - sagt:

    Die SVP ist auf dem Hund gekommen, vorher war es ein Ziege,es ist interessant, dass ein Tier, der Tugend und Eigenschaften von die Schweizer darstellen soll.
    Warum ist der Mensch nicht im Vordergrund?

  17. olive sagt:

    @Albert Baer

    reicht ein

    “Lehrstuhl für Semitische Philologie und Islamwissenschaft” auch nicht mehr aus, um so eine Aussage machen zu können. Da ist die Welt voll von Islamwissenschaftlern und Islam-Gelehrten, und doch wissen wir so wenig über den Islam
    🙁

  18. Albert Baer sagt:

    @olive

    Nein.

    Wissenschaft ist eine Methode und kein Lehrstuhl. Und ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Methode ist die Empirie. Wenn also ein Wissenschaftler solche Schlüsse zieht, dann möchte ich wissen aufgrund welcher Daten er das tut.

    -Wie kommt er auf “grosse Anzahl”?
    -Wie wurde ” empfundene Kränkung” gemessen?
    -usw.

  19. Hypatia sagt:

    olive am 18. Oktober 2014 um 08:45@Hypatia

    Der Seidensticker versucht zu zeigen, was geschichtlich unter Islamismus verstanden werden soll. Es ist ein sehr informatives, sachliches Buch. Ihre Frage weiter oben hat mich dazu angeregt, zu zeigen, weshalb diese Differenz für uns eine notwendige Differenz sein muss, sodass es uns möglich ist, zwischen religiösem Glauben, dem wir die Freiheit gewähren, und militanter Gesinnung, der diese Freiheit missbraucht, zu unterscheiden.

    Wenn Muslime in unserer aufgeschlossenen Gesellschaft ihrem Glauben nachgehen, so muss ihnen nicht nur klar sein, dass ihnen diese Freiheit gewährt wird, sondern auch, dass ihnen diese Freiheit nur gewährt werden kann, insofern sie diese Differenz zur Kenntnis nehmen und ihr gemäss ihren Glauben ausüben.

    Diese “Kenntnisnahme” der Differenz von seiten der Muslime mag ein mühsamer Prozess sein, der Muslime nur allmähllich wirklich begreifen lässt, dass diese Differenz, um in unserer Gesellschaft zu leben, notwendig ist.

  20. Rabbi Jussuf sagt:

    Albert Baer
    Um zu so einer Aussage zu kommen braucht es willsgott keinen Wissenschafler. Da reicht auch das, was Salafisten und sonstige Islamisten, aber auch sonstige Muslime selber sagen.

    Olive
    Leider weiss ich über Gopal auch nichts genaues.
    Ich hab das Buch vor Jahren gelesen. Er bezieht sich immer wieder auf andere Literatur, die vielleicht auch mal zu überprüfen wäre.
    Jedenfalls macht das Buch den Eindruck, dass sich dieser Mann schon sehr intensiv mit dem Islam beschäftigt hat – halt aus einer atheistischen Position heraus.
    Das ist aber auch bitter nötig, dass Literatur über den Islam von ausserhalb geschrieben wird. Wie deutlich z.B. an Khorchide, aber auch anderen Muslimen zu sehen ist, neigen sie dazu das grosse Ganze und die Hintergründe nicht zu sehen. Wie auch? Wenn man schon in einem Weltanschauungskokon drin steckt. Das sehen wir auch bei anderen Religiösen, die über ihre Religion schreiben oder reden. Das gilt aber ganz besonders für den Islam. Wir sehen es ja immer wieder, dass der eine dem anderen nachsagt, er lebe nicht den richtigen Islam.

  21. olive sagt:

    @Hypatia

    “Diese “Kenntnisnahme” der Differenz von seiten der Muslime mag ein mühsamer Prozess sein, der Muslime nur allmähllich wirklich begreifen lässt, dass diese Differenz, um in unserer Gesellschaft zu leben, notwendig ist.”

    Das ist alles richtig. Jemand hat auch gesagt, wir haben unsere Gesetze und die gilt es durchzusetzen und damit basta.

    Aber ich denke, so einfach ist es nicht. Deshalb habe ich den Satz noch einmal wiederholt:

    “Die durch Muhammads Rolle als Staatsmann bedingte lebenspraktisch-politische Seite ist eine weitere Besonderheit.”

    Das impliziert ja die gewaltige umfassende Rolle, die der Islam spielt für den wahren Gläubigen. Dass nicht ich definiere, wer dieser wahre Gläubige ist und wie er glaubt, sage ich noch kurz vorsichtshalber, sondern das sagt und denkt der Gläubige selbst, der dem Koran und den Hadithen folgt. Sind das nur die Orthodoxen? Ich denke nicht.

    Ich bin überzeugt, dass entweder der Glaube und die Wichtigkeit der Religion/Kultur verblassen wird und muss, oder es wird Kollisionen geben.

    Wer jetzt schon nicht so viel Gewicht auf die Befolgung der Religion legt, wird es viel leichter haben oder längst integriert sein.
    Aber ich denke, es gibt eine schweigende Menge, die nicht unglücklich wäre, wenn die Agitationen aus dem Ausland Erfolg hätten ( Türkei ) und der Islam bei uns eine grössere Rolle spielen würde.

    Es geht eben nicht nur um Gesetze und basta, sondern es gibt laufende Prozesse und kleine und grössere Anpassungen wie Urteile nach Scharia und ä.m.

  22. olive sagt:

    @ Albert Baer
    18. Oktober 2014 um 12:11

    Ich hab das Buch noch nicht durch, vielleicht finde ich die Antwort noch. sonst empfehel ich Ihnen eine Kontaktaufnahme mit dem Mann.
    Ich weiss nur, dass ich solche Aussagen schon oft gelesen habe von den verschiedensten Autoren.

  23. Rabbi Jussuf sagt:

    Hypatia
    zu 12:28

    Ja. Und wir hier und die Muslime müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht , indem wir das eine verteufeln (Islamismus), dem anderen den Persilschein ausstellen.
    Das scheint mir die noch viel grössere Gefahr zu sein. Darum bin ich dafür den Islamismus (damit sind hier die Salafisten und IS, usw gemeint) nicht vom Islam zu trennen, sondern ihn als folgerichtige extreme Form des Islam zu sehen.
    Es ist nicht damit getan, sich nur davon zu distanzieren, sondern vielmehr zu sehen, dass all das, was an Schrecklichem oder Unvereinbaren mit Demokratie und Menschenrechten, in der Religion und ganz besonders im Islam verankert ist.

  24. Nada sagt:

    @Rabbi Jussuf: Das ist aber auch bitter nötig, dass Literatur über den Islam von ausserhalb geschrieben wird. Wie deutlich z.B. an Khorchide, aber auch anderen Muslimen zu sehen ist, neigen sie dazu das grosse Ganze und die Hintergründe nicht zu sehen. Wie auch? Wenn man schon in einem Weltanschauungskokon drin steckt.

    Sicher ist es nötig, dass Literatur von außerhalb geschrieben wird und dass Insider sich damit auseinandersetzen. Ich denke nicht, dass sich Muslime wie Khorchide dieser Auseinandersetzung verweigern. Nur genügt dir das offensichtlich nicht, du scheinst eine Übernahme deines Weltbildes zu verlangen, anders kann ich mir nicht erklären, weshalb du dich an Muslimen wie Khorchide so störst. Dass die ein deiner Meinung nach logisch nicht konsistentes Weltbild haben, kann kaum der Grund sein, dieses fehlt m.E. auch Christen wie mir und sogar manchen glaubensfreien Bloggern.

  25. aysha sagt:

    @ rabbi jussuf

    unser thema war, sich lächerlich machen. nicht wahr, rabbi jussuf!

    der fundierte kenner des islam wirkt weiter…
    wen meinst du mit ” dem anderen den persilschein ausstellen” ?

    aysha

  26. Hypatia sagt:

    Rabbi Jussuf am 18. Oktober 2014 um 13:39 @Hypatia zu 12:28

    Die Differenz vollzieht nicht der Islam aus sich heraus. An dieser Differenz muss er sich messen lassen. Wir sind es, die hier einen Unterschied machen, denn wir gewähren die Freiheit.

    Sollen wir jemanden schon deshalb verdächtigen, weil er Muslim ist? – Zunächst einmal ist jeder Muslim so unverdächtig wie irgend ein anderer in unserer Gesellschaft. Was immer er in seinem Kopf herumträgt an Gedanken und Überzeugungen, der Punkt ist, dass erst mit einer tatsächlich begangenden Tat entschieden werden kann, aus welchen Gründen sie begangen wurde. Unsere Freiheitsrechte nehmen dieses Risiko.

    Dein Argument lautet, dass wir dieses Risiko nicht eingehen dürfen, weil wir sowieso verlieren würden. Also müssen wir ihnen ihre Freiheitsrechte entziehen, sodass überhaupt kein Risiko mehr entstehen kann.

    Mein Argument lautet, dass wir dieses Risiko eingehen sollten, weil wir nur so gewinnen können. Auch um den Preis, dass sich unsere Welt verändert. Jeder Mensch soll frei leben können.

  27. Rabbi Jussuf sagt:

    Nada
    ” Ich denke nicht, dass sich Muslime wie Khorchide dieser Auseinandersetzung verweigern.”
    Immerhin ist Khorchide Professor. Da sollte man schon ein einigemassen konsistentes Weltbild, das nicht eklatant Fakten widerspricht voraussetzen können. Dass Die meisten Gläubigen und Ungläubigen so etwas nicht haben sei dahingestellt. (Mich eingeschlossen). Wünsche und Ideale alleine machen noch kein Weltbild aus.
    Ich denke schon, dass sich Khorchide dieser Auseinandersetzung verweigert. Anders ist nicht zu erklären, wie er den Koran auf diese Weise sehen kann, wie er das tut. Nicht, dass er das bewusst macht, nein, aber seine Ideen, Ideale und Wünsche nehmen doch in seinem Weltbild einen Wirklichkeitscharakter an, der ihm eine einigermassen realistische Sicht verstellt.
    Trotzdem ist er so ehrlich, dass er die Ergebnisse seiner Untersuchungen nicht verheimlicht (das ist ihm extrem hoch anzurechnen!). Aber er zieht nicht die zwingenden Schlüsse daraus.
    Dadurch verebbt seine Intention auch zu einem relativ belanglosem akademischen Gesäusel. Insofern war ich von ihm in der Sternstunde (mit Samad) ziemlich enttäuscht, wenn ich das so hinterher sagen kann.

    aysha
    “unser thema war, sich lächerlich machen. nicht wahr, rabbi jussuf! “
    Nein, das war deine Sache. Mich interessiert das eigentlich nicht.

    “wen meinst du mit ” dem anderen den persilschein ausstellen” ?”
    Wem wohl? DEM Islam natürlich und deren Vertretern. Ist doch wohl aus meinem Satz klar ersichtlich.

    Oder meintest du “Wen”? Dann uns alle: Die Muslime um sich schön im Schutz der bösen Taliban auszuruhen und uns Westlern, die mit dem Islam nicht klar kommen, weil sie nicht wissen, um was es da wirklich geht, weil das uns so fremd ist, wie nur was. Zu sagen der Islam sei eine Religion wie das Christentum zeigt schon mal die Unkenntnis (Siehe den grottenschlechten Artikel von Hochstrasser im Tagi),

    Hypatia
    “Dein Argument lautet, dass wir dieses Risiko nicht eingehen dürfen, weil wir sowieso verlieren würden. Also müssen wir ihnen ihre Freiheitsrechte entziehen, sodass überhaupt kein Risiko mehr entstehen kann. “
    Das unterstellst du mir nur. Nie und nirgends habe ich Ähnliches gesagt.

    Das Risiko wir kleiner, wenn man weiss, womit man es zu tun hat, Dann wird auch weniger falsche Toleranz geübt im Stil der Multikulti-Veranstaltungen, weil dann auch klar wird, dass es beim Islam nicht um Kebab als Alternative zu Zürigschnetzletes geht, sondern um eine fundamental andere Weltsicht, als sie im ‘Westen’ üblich ist und worauf unser Gemeinwesen aufgebaut ist.

  28. Nada sagt:

    @Rabbi Jussuf

    uns Westlern, die mit dem Islam nicht klar kommen, weil sie nicht wissen, um was es da wirklich geht, weil das uns so fremd ist, wie nur was.

    Aber du weißt selbstverständlich, worum es geht, weil du Experten wie Gopal gelesen hast (komisch nur, dass der im Gegensatz zu Deschner weitgehend unbekannt ist und mit ziemlich dubiosen Übersetzern&Verlagen zusammenarbeitet). Dass deine starre Sicht schwarz/weiss ist, merkst du wahrscheinlich nicht mal mehr.

    siehe den grottenschlechten Artikel von Hochstrasser im Tagi

    Bezüglich dieses Artikels gehe ich mit dir einig.

    Das Risiko wir kleiner, wenn man weiss, womit man es zu tun hat, Dann wird auch weniger falsche Toleranz geübt im Stil der Multikulti-Veranstaltungen, weil dann auch klar wird, dass es beim Islam nicht um Kebab als Alternative zu Zürigschnetzletes geht, sondern um eine fundamental andere Weltsicht, als sie im ‘Westen’ üblich ist und worauf unser Gemeinwesen aufgebaut ist.

    Und Wissen tun natürlich ausschließlich diejenigen, die dein Weltbild teilen und die Menschheit klar zweiteilen in Muslime und Nichtmuslime (was im übrigen auch die Islamisten tun). Wenn es um falsche Toleranz geht, nähme mich wunder, was denn richtige Toleranz wäre.

  29. Rabbi Jussuf sagt:

    Nada
    “Aber du weißt selbstverständlich, worum es geht, weil du Experten wie Gopal gelesen hast “
    Du solltest eigentlich wissen, dass ich nicht nur dieses Buch gelesen habe.
    Genauso habe ich Khorchide gelesen, Flores, Bauer, Warraq, Samad, etc pp.
    Sie alle haben es mir ermöglicht den Koran, meiner Meinung nach, etwas besser zu verstehen, aber vor allem, welche Intentionen der Koran hat. Und ja, den Koran habe ich auch gelesen, naja einiges habe ich wegen Unerträglichkeit ausgelassen.

    “Und Wissen tun natürlich ausschließlich diejenigen, die dein Weltbild teilen und die Menschheit klar zweiteilen in Muslime und Nichtmuslime (was im übrigen auch die Islamisten tun).”
    Tue ich das?

  30. Nada sagt:

    @Rabbi Jussuf: Tue ich das?

    Bewusst wahrscheinlich nicht, aber es ist etwas, was man aus deinen Texten raushören kann, z.B. hier

    Das Risiko wir kleiner, wenn man weiss, womit man es zu tun hat, Dann wird auch weniger falsche Toleranz geübt im Stil der Multikulti-Veranstaltungen, weil dann auch klar wird, dass es beim Islam nicht um Kebab als Alternative zu Zürigschnetzletes geht, sondern um eine fundamental andere Weltsicht, als sie im ‘Westen’ üblich ist und worauf unser Gemeinwesen aufgebaut ist.

    Wenn der Islam eine fundamental andere Weltsicht ist, bedeutet dies doch, dass diejenigen, die sich zu dieser Religion bekennen, eine fundamental andere Weltsicht haben als im Westen üblich. Du gehst von der Annahme aus, dass einerseits wir im Westen eine mehr oder weniger einheitliche Weltsicht hätten und anderseits die Muslime eine fundamental andere.

  31. olive sagt:

    @ Hypatia
    17. Oktober 2014 um 16:34

    “Gut, dass du beharrlich geblieben bist, sodass Jussuf seine islamkritische Quelle offen legen musste”

    Man könnte meinen Rabbi Jussuf hätte ein dunkles Geheimnis und hätte die Schmutzige Quelle ( da nicht eindeutig den bekannten anerkannten Islamwissenschaftlern zuzuordnen ) nicht preis geben wollen, (und Sie Aysha zuliebe dem schwarzen Geheimnis auf der Spur) dabei hat er von Anfang an gesagt: Gopal unter anderen wie:

    “Du solltest eigentlich wissen, dass ich nicht nur dieses Buch gelesen habe.
    Genauso habe ich Khorchide gelesen, Flores, Bauer, Warraq, Samad, etc pp.”

    Darum habe ich den unsäglichen Al Baghdadi ins Spiel gebracht. Islamwissenschaftler zu sein bedeutet einerseits nicht so viel, weil es die wie Sand am Meer gibt miit ebenso vielen unterschiedlichen Ansichten
    andererseits schützt es auch nicht davor, ja was nun, den Koran falsch auszulegen?

  32. Nada sagt:

    @Olive: Darum habe ich den unsäglichen Al Baghdadi ins Spiel gebracht. Islamwissenschaftler zu sein bedeutet einerseits nicht so viel, weil es die wie Sand am Meer gibt miit ebenso vielen unterschiedlichen Ansichten
    andererseits schützt es auch nicht davor, ja was nun, den Koran falsch auszulegen?

    Wieso falsch? Gemäss Rabbi Jussuf legt Baghdadi den Koran doch richtig aus. Das Problem an Rabbis Sichtweise ist nicht, dass er zu wenig gelesen hat, sondern dass er aufgrund dieser Lektüre annimmt DIE richtige Auslegung zu kennen, auch Baghdadi ist sich aufgrund seiner Studien vollkommen sicher, DIE richtige Auslegung zu kennen. Dass Millionen von Muslimen den Koran anders auslegen, lassen beide nicht gelten. Für Rabbi Jussuf sind das alles entweder ungebildete Deppen oder blinde Naivlinge. Wer sich wie Aysha oder U.M. gegen diese einseitige Sichtweise wehrt, wird abgekanzelt. Zweifel an seiner Auslegung scheint Rabbi Jussuf keine zu haben, da kann man nur von Glück sagen, dass er nicht gläubig ist.

  33. Nada sagt:

    @Rabbi Jussuf: Genauso habe ich Khorchide gelesen, Flores, Bauer, Warraq, Samad, etc pp.

    Ich habe nirgends geschrieben, dass du nur Gopal gelesen hast, aber es ist doch offensichtlich, dass du dich in deinem Urteil auf Autoren wie Gopal, Samad und Warraq abstützt.

  34. - sagt:

    Aisha ist in der Islam, die göttliche Mutter, die alles Schmutz unter der Tisch wischen soll.
    Aisha war die letzte Frau von Muhammed und es war die einzige Jungfrau, die er geheiratet haben.

    Das Schöne und das Biest -Geschichte wiederholt sich.

    Hier ein Ausschnitt von der Buch:

    Die Frau aus Tausendundeiner Nacht
    Denise Zintgraff

    “Wenn du dem Rajul, dem Mann, bedecke dich immer, sonst kommt kein Gold”.
    “Die Männer lieben und verwöhnen uns nur, so lange wir es schaffen, sie zu erregen.
    Deshalb müssen wir Frauen an allererste Stelle schön sein und mit unseren Reizen umzugehen wissen.
    Drei Dinge muss du im Leben können-erstens zu Allah beten, zweitens deinen Mann beglücken und drittes Söhne gebären.”
    Aber hinter dieser Schleier verbarg eine erfahrende Schauspielerin, die jungfräuliche Scham und Schüchternheit mimt.

  35. Albert Baer sagt:

    Wie der Name “politischer Islam” schon sagt handelt es sich bei dem um Politik nicht um Religion. Gemäss Wikipedia war der politische Islam eine Gegenbewegung zum westlichen Imperialismus.

    http://www.de.wikipedia.org/wiki/Panislamismus

  36. Albert Baer sagt:

    Wenn man befürchtet, dass 1,5 Mia Muslime mit einem religiösen Kommunismus wie dem Panislamismus liebäugeln, dann muss man sich auch fragen, ob der westliche Kapitalismus als Universal-Ideologie versagt hat.

  37. - sagt:

    Nein Baer

    Die westliche Welt hat nicht versagt, es geht nicht, wenn jemand was unfreies predigt.
    Die Gedanken sind frei.

  38. aysha sagt:

    @ olive

    gopal ist weder eindeutig noch schwammig irgendwo einzuordnen. wie kommst du darauf, dass er islamwissenschaftler sei (ob anerkannt oder nicht)?

    es stimmt nicht, dass r.j seine quellen von anfang an genannt hätte. er hat deftige aussagen gemacht, die er nicht belegen konnte und ich habe mehrere tage darauf gewartet, dass er mir die quellen nennt.

    aysha

  39. aysha sagt:

    @ nada

    das ist eine spezialität des herrn rabbi jussuf! er allein sieht klar, versteht, weiss und alle anderen ( besonders muslime (ich)) haben blinde flecken, verstehen nicht, können nicht lesen, nicht reflektieren usw…

    weisst du, ich habe mir lange gedanken darüber gemacht, was, z.b. ein herr samad ( kelek, hirsi, gopal…) bezweckt, an wen er sich warum wendet. er richtet sich doch an die nicht-muslime. diese personen warnen die westliche welt vor den muslimen und sie machen das mit einem fanatismus und beharrlichkeit. was erreichen sie damit? was wollen sie damit erreichen? mit sicherheit kann ich sagen, dass sie weder die integration fördern, noch die radikalität muslimischer menschen in europa verhindern! ganz im gegenteil!!!

    ich finde den satz, den man hamad zuschreibt ( habe ihn selbst nicht gehört ), muslime seien trotz dem islam friedlich, eine frechheit ohne gleichen! eine anmassung! eine arroganz…ich finde keine passenden ausdrücke!!! dammi nomal.
    genau solche statements radikalisieren! mich eingeschlossen.

    h ttp://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Das-Bombengeschaeft-der-Ruestungsfirmen/story/17828249

    wenn schon ich, überintegriert, fast 50 jahre hier in der schweiz, immer noch nicht zur hiesigen einheimischen gesellschaft gehöre, mich ständig distanzieren muss, mein muslimin sein nicht als “richtig” angesehen wird, wenn ich schon von vornherein fremdkörper war/bin, alle anderen in diesem land die deutungshoheit über den islam haben, wenn ich mich wehre und über mein empfinden rede/schreibe, sofort zu hören bekomme, ich sei in der opferrolle….wo sind die täter?

    wieso reflektieren sich die islam-warner nicht? wo ist die empathie? wo ist die mitverantwortung? die mitmenschlichkeit?

    achh, nada! wieso schreibe ich das alles dir? manchmal ist der umweg viel direkter als der direkte weg! ich habe den umweg über dich gemacht, im vertrauen und freundschaft. danke

    aysha

  40. Klara Brunner sagt:

    @ ODER

    Nur ja keine alten Jungfern in der Familie durchfüttern müssen, wenn Frau, dann verheiratete und ergo ehrbare Frau und nach Möglickeit gut verheiratete Frau. Das hiess man suchte zu verhindern, dass Töchter unter dem eigenen materiellen Niveau geheiratet haben. Man ihnen nicht grade Männer gesucht aber halt einfach unpassenden Umgang verboten.
    So erlebt, mein Vater hat die Eltern meiner ersten Liebe kontaktiert und ihnen zu Wissen gegeben, dass er ihrern Sohn, der immer noch nichts Richtiges – also kein Mann wie er ihm vorgeschwebt ist – war keine Option für unsere Familie sei.
    Diese Beziehung hatte durch ein Verbot der Eltern von uns beiden ein abruptes Ende. Können Sie sich das vorstellen?

  41. olive sagt:

    @aysha

    ich bin jetzt zurück bis zu Rabbis erster Erwähnung von gopal

    Rabbi Jussuf
    17. Oktober 2014 um 01:47
    Aysha
    Hier eine der vielen Quellen:
    Jaya Gopal, Gabriels Einflüsterungen

    Gopal ist so etwas wie der Deschner des Islam.

    Wer Lust hat 450 Seiten durchzuackern? Dann los.

    und finde nicht, wo ich ihn als Islamwissenschaftler bezeichnet hätte.
    Hab nämlich auch nichts in der Richtugn gefunden über ihn, warum also sollte ich. Sonst kannst du mir bitte die Stelle zeigen?

  42. Nada sagt:

    @Olive: Gopal ist so etwas wie der Deschner des Islam

    Deschner war promovierter Literaturwissenschaftler, der über irgendwelche Atheistenzirkel hinaus breite Anerkennung fand und dessen Bücher in seriösen Medien ausführlich besprochen wurden. Füttert man Google mit seinem Namen erscheinen unzählige ernst zu nehmende Links zu ihm und seinem Werk. Rabbi Jussuf stellt den Gopal mit Deschner auf eine Stufe. Als ich diesen Namen googelte, erwartete ich ebenfalls unzählige Medienberichte in englischer Sprache. Erstaunlicherweise findet sich nichts dergleichen, man erfährt nichts über Ausbildung und Werdegang, sondern landet bei links, die das Virenschutzprogramm nicht als sicher auszeichnet. Finde ich ein bisschen komisch, gerade weil Islamkritiker heute durchaus Aufmerksamkeit in westlichen Medien finden. Weiter erstaunt mich, dass Rabbi Jussuf nichts genaueres zur Qualifikation von Gopal sagen kann, normalerweise stehen solche Informationen zum Autor auf den Umschlagseiten eines Buchs. Wenn ich allerdings berücksichtige in was für einem Verlag dieses Buch erschienen ist, wundert mich das fehlen von diesbezüglichen Informationen nicht mehr.

  43. Nada sagt:

    @Aysha

    Ich kann den letzten Sonnenstrahlen nicht widerstehen und verschiebe meine Antwort an dich auf den Abend.

  44. Hypatia sagt:

    Rabbi Jussuf am 18. Oktober 2014 um 22:37

    Ich archiviere die Beiträge nicht. Worum es hier geht, dauert schon über ein Jahr. Vielleicht gibt es ja einmal ein Programm, das uns diese Arbeit abnähme. Aber dass dieses Argument Deine Haltung wiederspiegelt, daran zweifle ich keinen Moment. Aber schauen wir jetzt einmal genauer, was Du dazu schreibst:

    „Das Risiko wird kleiner, wenn man weiss, womit man es zu tun hat, Dann wird auch weniger falsche Toleranz geübt im Stil der Multikulti-Veranstaltungen, weil dann auch klar wird, dass es beim Islam nicht um Kebab als Alternative zu Zürigschnetzletes geht, sondern um eine fundamental andere Weltsicht, als sie im ‘Westen’ üblich ist und worauf unser Gemeinwesen aufgebaut ist.“

    Das Risiko wird also kleiner, wenn man weiss, dass man es mit einer fundamental anderen Weltsicht zu tun hat…

    Wird das Risiko nicht grösser, wenn man weiss, was diese fundamental andere Weltsicht für unsere Gesellschaft bedeutet? – Was bedeutet dieses „Fundamental Andere“ für unsere Gesellschaft? – Was bedeutet es, wenn wir es wissen, was denn genau dieses „Fundamental Andere“ ausmacht? – Was bedeutet es, wenn wir sagen, dass das Fundamental Andere jedes irgendwie mögliche Zusammensein mit uns ausschliesst? – Was heisst das denn „fundamental anders“? – Wie soll sich das dann auswirken in unserer Gesellschaft, wenn jeder dieses Fundamental Andere genau kennen soll? – Müsste man dieses Fundamental Andere nicht irgendwie kennzeichnen, damit jeder wüsste, wer unter uns so fundamental anders wäre? – Wäre dieses fundamental Anders so sehr anders, dass wir davor Angst haben müssten? –

    Deine Bemerkung sagt überhaupt gar nichts darüber aus. Es sagt eigentlich mehr oder weniger nichts aus. Das Risiko wird kleiner, wenn wir den Gegner kennen. Darauf schrumpft das in etwa zusammen. Darin liegt doch schon die Voraussetzung, dass es sich hierbei schon um eine Gegnerschaft handeln muss. Das fundamental Andere ist gegen uns. In diesem Sinne aber sagt Deine Bemerkung alles aus. Anstatt diesem Glauben Raum zu geben, schottest Du ihn als Gegensatz von uns ab. Eine Mauer der Verständnislosigkeit und Furcht umgibt sie. Sie sind nicht so wie wir. Das sind wir uns hier nicht gewöhnt.
    Die Frage, ob den dieses Andere nicht mit uns sein könnte, stellt sich überhaupt nicht. Überhaupt steht schon fest, was denn unsere Weltsicht sei. Denn wie könnten wir eine Weltsicht als so fundamental anders charakterisieren, wenn nicht zuvor klar wäre, wogegen sich diese Weltsicht unterscheidet. Unsere Weltsicht ist demnach ebenso „fundamental anders“. Woher nimmt man dieses Wissen? – Welches „uns“ und „wir“ legitimiert denn derartige Ansichten? – Was ist denn unsere fundamental andere Weltsicht? –

    Der Frage aber, ob denn jene fundamentale Andersheit wohl unsere Gesetze respektiert, wird überhaupt nicht nachgegangen, aber es wird zumindest suggeriert, dass diese fundamentale Andersheit derart fundamental anders sei, dass sie sich auch nicht an unsere Gesetze halten würde.

    Noch tiefer gräbt man, wenn einem klar wird, dass man das fundamental ganz andere hier nicht haben will. Dass wir uns immer schon vor diesem „total anderen“ schützen mussten. Das fundamental Andere wollen wir hier nicht. Wir wollen, dass alle so sind wie wir und sich nicht fundamental anders verhält, „das sim mir üs do nöd gwöönt!“. Das Risiko, dass wir dieses fundamental Andere unter uns leben lassen, können wir nicht nehmen. Das fundamental Andere lässt sich nicht integrieren, weil es derart fundamental anderes ist. Und so wird munter weiter argumentiert – und gespalten.

    Anstatt das Gemeinsame im Andern zu sehen, lehrt uns dieses Wissen nur, das Andere im Anderen zu sehen. Das „fundamental andere“ ist eine Erfindung der Fundamentalisten. Denn sofern wir Menschen sind, gibt es dieses „fundamental andere“ nicht. Die Sicht auf das Fundamental Andere verschliesst uns die Sicht auf das Gemeinsame. Im andern überhaupt schon einen fundamental anderen zu sehen, bedeutet, einen fundamentalistischen Standpunkt einzunehmen.

    Vielleicht mag man denken, das fundamental Andere drängt uns diesen fundamentalistischen Standpunkt auf, denn es lehnt uns ebenso fundamental ab. Da mag man doch einmal schauen, ob es denn wirklich so ist, und ob es denn wirklich so gefährlich ist, wenn es so sein sollte.

    Zuletzt müsste man sich fragen, ob denn all diese Anderen, all diese Gläubigen, die in unserer Gesellschaft leben, wirklich so fundamental anders sind. Da könnte man dann sehen, dass das ganz und gar nicht der Fall ist.

  45. Albert Baer sagt:

    “DER IS, DIE MUSLIME UND DER WESTLICHE VERSUCH DAS FEUER MIT BENZIN ZU LÖSCHEN”

    http://www.izrs.ch/der-is-die-muslime-und-der-westliche-versuch-das-feuer-mit-benzin-zu-loschen.html

  46. olive sagt:

    @Nada

    “Gopal ist so etwas wie der Deschner des Islam”

    Jetzt wird es leicht mühsam. Ich bin zu dieser Stelle von Rabbi zurück, um zu suchen,, wo ich Gopal als Wissenschaftler bezeichner hätte, wie Aysha mit vorwirft.

    Und al Baghdadi brachte ich ins Spiel, weil er ja ein promovierter Islam Wissenschaftler ist.Ihr legt ja Wert auf so einen Titel, einer ohne soll kein kritisches Buch schreiben.
    Dann sagst du
    :” Gemäss Rabbi Jussuf legt Baghdadi den Koran doch richtig aus.”

    Sagt er das?
    Ich habe nicht von ihm gelesen, dass er die richtige Auslegung kennt, aber viele verschieden Muslime kennen viele verschiedene richtige Auslegungen.

  47. Nada sagt:

    @Olive: Sagt er das?

    Nachdem du dich schon als excellente Gopalversteherin erwiesen hast, kannst du mir sicher erklären, was folgende Aussagen von Rabbi Jussuf bedeuten:

    Darum bin ich dafür den Islamismus (damit sind hier die Salafisten und IS, usw gemeint) nicht vom Islam zu trennen, sondern ihn als folgerichtige extreme Form des Islam zu sehen.
    Sie alle haben es mir ermöglicht den Koran, meiner Meinung nach, etwas besser zu verstehen, aber vor allem, welche Intentionen der Koran hat.

    Heisst folgerichtig in diesem Zusammenhang nicht, dass die IS und Salafisten, die Intentionen des Korans (die Rabbi Jussuf ja etwas besser versteht als MIllionen von Muslimen. richtig wahrnehmen und umsetzen?

  48. Nada sagt:

    @Olive: Ihr legt ja Wert auf so einen Titel, einer ohne soll kein kritisches Buch schreiben.

    Das habe ich nirgends gesagt, aber bei einem Buch, das nur in einem dubiosen Kleinverlag veröffentlicht und in den grossen Medien NICHT rezensiert wird, stellt sich bei mir schon die Frage, ob der Autor tatsächlich in Fachkreisen anerkannt ist und welche Voraussetzungen er mitbringt. Deschner war ja auch nicht Religionswissenschaftler, trotzdem wird seine Arbeit allgemein anerkannt.

  49. olive sagt:

    @Nada
    “Nachdem du dich schon als excellente Gopalversteherin erwiesen hast, kannst du mir sicher erklären, was folgende Aussagen von Rabbi Jussuf bedeuten:”

    Das wird ja immer besser.
    Ich habe nicht svon Gopal gelesen, ich kenne ihn nicht, das einzige, was ich getan habe, war, Infos über ihn zu suchen und etwas zu zitieren aus “Misery of Islam “, dem kurzen Auszug.

    “Heisst folgerichtig in diesem Zusammenhang nicht, dass die IS und Salafisten, die Intentionen des Korans (die Rabbi Jussuf ja etwas besser versteht als MIllionen von Muslimen. richtig wahrnehmen und umsetzen?

    Nein, ich verstehe das so: der Islam und seine extremen Formen sind nicht voneinander zu trennen, sondern diese sind die extremistische Fortführung, wenn man so will, die folgerichtige Fortführung der Taten und Worte mohammends.

    Das hat natürlich nichts mit “richtig ” oder “einverstanden sein damit” zu tun.

  50. Nada sagt:

    @Aysha: z.b. ein herr samad ( kelek, hirsi, gopal…) bezweckt, an wen er sich warum wendet. er richtet sich doch an die nicht-muslime. diese personen warnen die westliche welt vor den muslimen und sie machen das mit einem fanatismus und beharrlichkeit. was erreichen sie damit? was wollen sie damit erreichen? mit sicherheit kann ich sagen, dass sie weder die integration fördern, noch die radikalität muslimischer menschen in europa verhindern! ganz im gegenteil!!!

    Zu Gopal kann ich mich nicht äussern, der ist für mich ein “Phantom”. Von den anderen habe ich Bücher gelesen und sie mit Ausnahme von Hirsi auch schon am Fernsehen gesehen. Da ich nicht so ausserordentlich talentiert bin in andere hineinzusehen wie z.B. Olive, bin ich lieber vorsichtig mit Annahmen zu den Intentionen. Dass Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, weil sie dort nicht frei leben konnten (was m.E. auf Hirsi und Samad zutrifft), am neuen Ort nicht von den alten Gespenstern eingeholt werden möchten, finde ich verständlich. Dass sie die ihrer Meinung nach ahnunglose westliche Welt warnen möchten, finde ebenfalls nachvollziehbar, gewisse Strömungen des Islams sind brandgefährlich und ich bin überzeugt, dass man die Integration von Salafisten nicht fördern kann, da sich diese hier nicht integriert werden möchten, sondern die Macht übernehmen wollen. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist Art und Umfang der Kritik, die letztlich auch den Muslimen schaden könnte, die sich hier gut integriert haben. Wer die Wirkungsgeschichte eines Buches so beharrlich kritisiert, sollte sich m.E. auch Gedanken zur Wirkung der eigenen Schriften machen. Gehen sie bei der Veröffentlichung ihrer Schriften davon aus, dass die westliche Gesellschaft so reif ist, dass sie die durch die Lektüre ausgelösten Ängste nicht generell auf alle Muslime projiziert? Oder halten sie ihre Bücher für eine unerlässliche “Medizin”, die auch starke Nebenwirkungen rechtfertigt? Ich weiss es nicht.