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Vom Mythos, wir seien die Krone der Schöpfung

Hugo Stamm am Donnerstag den 13. März 2014
Die Wissenschaft machts möglich: Hubble-Bild einer Sternenformation in der Nähe der Milchstrasse. (Reuters/NASA)

Perspektiven der Wissenschaft: Bild des Sternenbilds Orion vom Satellit Hubble. (Reuters/NASA)

Wir Menschen sind schwach und gebrechlich. Unsere Präsenz auf der Erde ist ein vergleichsweise kurzer Besuch auf diesem Planeten. Schon eine schwere Krankheit kann uns aus der Bahn werfen und uns existentiell erschüttern.

Werfen wir aber einen Blick in den Kosmos, wächst unser Ego. Denn wir sind überzeugt, das Zentrum der Unendlichkeit um uns herum zu sein. Zumindest beseelte uns diese Überzeugung bis zur Neuzeit. Bis uns die Wissenschaften die Dimensionen des Alls aufzeigten. “Nachdem mittlerweile mehr als 500 Planeten in fremden Sonnensystemen entdeckt worden sind, gehört die Existenz anderer Welten und vielleicht sogar anderer Erden längst nicht mehr in den Bereich der Science Fiction”, sagt Jennifer Wiseman, Astrophysikerin bei der US-Weltraumbehörde Nasa.

Die bekennende Christin weiss, was dies bedeuten kann. Sollten sich die Merkmale verdichten, dass es Leben auf fernen Planeten gibt, wird es unser Bewusstsein prägen. Vor allem traditionelle Religionen würden in ihrem Selbstverständnis erschüttert.

Die Verfasser der religiösen Schriften, die glaubten, die Erde sei eine Scheibe, konnten vor 1500 und mehr Jahren nicht ahnen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ihr Weltbild dereinst auf den Kopf stellen werden. Die Wissenschaften stürzten die Religionen in ein Dilemma.

Doch Strenggläubige sind selten verlegen, Widersprüche aus der Welt zu schaffen. Sie berufen sich darauf, die Schriften seien von Gott inspiriert. Dieser Gott habe eine Absicht verfolgt, die wir Menschen nicht erkennen könnten. Und so schauen sie weiterhin voll stolz ins Weltall und sind überzeugt, von Gott exklusiv geschaffen worden zu sein, was aus wissenschaftlicher Sicht nicht sehr wahrscheinlich ist.

Gläubige können immerhin darauf bauen, dass es noch sehr lang dauern wird, bis wir fremdes Leben nachweisen können. Denn die Planeten, in denen andere Existenzen möglich sein könnten, sind unerreichbar weit entfernt. So können sie weiterhin am Glauben festhalten, wir Menschen seien die Krone der Schöpfung. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz.

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470 Kommentare zu “Vom Mythos, wir seien die Krone der Schöpfung”

  1. Rabbi Jussuf sagt:

    um musad
    “Nach deiner Logik ist also eine Prognose sinnlos . Sinnlos scheint es nur für dich,weil du nicht an ein weiterleben nach den Tod glaubst.( Aber wie bereits schon erwähnt, nach Bibel und Koranlaussagen geht das Leben nach dem Tod weiter. ) “

    Nein, nein!
    Eine Prognose ist sinnlos, wenn man sie nicht verstehen kann, bevor das Vorausgesagte passiert – egal ob ich an ein Leben nach dem Tod glaube, oder nicht.

    Es sei denn, es ist keine Prognose sondern eine Prophezeiung. Dann bleibt zwar das in die Zukunft gerichtete immer noch sinnlos, aber eine Prophezeiung enthält nicht selten eine Drohung: Wenn du das und das nicht machst, dann aber…!
    Das kann immer noch sinnlos sein für den Bedrohten, nicht aber für den Droher.
    Nur solange es um eine reine Vorhersage geht, deren Sinn sich nicht erschliesst, bevor das Ereignis eingetreten ist, ist das prinzipiell sinnlos.

  2. um musad sagt:

    @ Jussuf

    Auch nein ,nein

    Eine Prognose ist sinnlos, wenn man sie nicht verstehen kann, bevor das Vorausgesagte passiert

    Ist eine Prognose  immer noch sinnlos,wenn sie aussagt, dass ungefähr in einer Stunden ein grosser Sturm ausbrechen wird. Zurzeit man sich aber an einem blauen Himmel und Sonnenschein erfreut, und man diese Prognose nicht verstehen kann. Nach einer  Stunden aber trotzdem der Sturm ausbricht?

    Es sei denn, es ist keine Prognose sondern eine Prophezeiung. Dann bleibt zwar das in die Zukunft gerichtete immer noch sinnlos, aber eine Prophezeiung enthält nicht selten eine Drohung: Wenn du das und das nicht machst, dann aber…!
    Das kann immer noch sinnlos sein für den Bedrohten, nicht aber für den Droher.

    Gut,wenn du lieber bei der Prophezeiung bleiben willst. 
    Wenn andere Prophezeiungen die der ” Droher” vorausgesagt hat bereits eingetroffen sind, sind das Warnzeichen ,Zeichen  oder Hinweis,dass man diesem ” Droher” oder “guten Ratgeber” evtl. besser Gehör schenkt,als dass man ihn ignoriert.

    U.M.

  3. Rabbi Jussuf sagt:

    um musad
    “Ist eine Prognose immer noch sinnlos, wenn sie aussagt, dass ungefähr in einer Stunden ein grosser Sturm ausbrechen wird.”
    Das kann ich doch verstehen. Ich weiss genau, was die Prognose aussagt. Die Prognose ist eindeutig, sie sagt ein ganz bestimmtes Resultat voraus.
    Das ist mit den meisten “Prophezeiungen” ganz anders. Die lassen sich meist erst hinterher verstehen: Aha, DAS war gemeint!
    Das ist sinnlos, denn man erwartet von einer Prophezeiung doch, dass man schon vorher weiss, was geschehen wird.
    Die meisten Prophezeiungen der Bibel und des Koran sind von diesem sinnlosen Typ (ausser dass sie mit Drohungen unterlegt sind).
    Die wenigen anderen benutzen einen anderen Trick, jedenfalls in der Bibel: Man hat eine ganze Auswahl von Prophezeiungen für einen bestimmten Zeitpunkt und nimmt nachher nur die, welche am besten gepasst haben in sein heiliges Buch auf. Das aber nur so nebenbei, darum geht es hier ja nicht.

    Diese Mechanismen sind da, ob man glaubt oder ungläubig ist, egal.
    Nur, wenn man ungläubig ist, sieht man die Mechanismen überhaupt.

  4. um musad sagt:

    @ Jussuf

    Das ist sinnlos, denn man erwartet von einer Prophezeiung doch, dass man schon vorher weiss, was geschehen wird.

    Was man von einer Prophezeiung erwartet und welchen Sinn eine Prophezeiung hat, sind zweierlei . Du sprachst aber vorher von ‘sinnlos’ also einen Sinn haben oder keinen Sinn haben. Eine Prophezeiung kann m.E. ebenso den Sinn haben,dass wir uns immer wieder bewusst werden das wir Menschen nicht alles wissen, vorallem wenn da dann dieser Gottesbote von der Zukunft spricht . 

    U.M.

  5. Rabbi Jussuf sagt:

    um musad
    “Eine Prophezeiung kann m.E. ebenso den Sinn haben,dass wir uns immer wieder bewusst werden das wir Menschen nicht alles wissen, vorallem wenn da dann dieser Gottesbote von der Zukunft spricht . “
    Stimmt, dann hat aber der Inhalt der Prophezeiung immer noch keinerlei Bedeutung, sie ist sinnlos.

  6. Eleni sagt:

    @Rabbi Jussuf: Das kann man über Texte, die erst nach dem Tod zu verstehen sein werden, nicht sagen. Darum machen solche Texte prinzipiell keinen Sinn.

    Zumindest theoretisch würde ich das nicht so kategorisch behaupten. Angenommen es würde ein Rätsel aufgegeben, das mit dem im Diesseits vorhanden WIssen zwar nicht zu knacken ist, aber die Beschäftigung mit demselben würde sonstige wertvolle neue Erkenntnisse/Einsichten für das Diesseits generieren. In diesem Fall würde ich nicht von prinzipiell sinnfrei sprechen. Allerdings ist die genannte Prophezeiung keineswegs ein Rätsel dieser Art. Ich habe dazu weder je eine auch nur halbwegs überzeugende Erklärung gelesen, noch Erklärungen, die wenigstens als Nebeneffekt sonstige Erkenntnisse brachten. Das Rätselhafte an diesem Vers ist vor allem, weshalb er überhaupt so niedergeschrieben wurde. Schliesslich war die Prophezeiung zur Zeit der Niederschrift bereits überholt. Aus Unachtsamkeit (halte ich für wenig wahrscheinlich), aus Respekt vor der mündlichen Überlieferung oder weil die Evangelisten hofften, dass ihre Zeitgenossen den Text anders auffassten, nämlich dass Jesus damit direkt die aktuellen Zuhörer anspricht und nicht seine damaligen Weggefährten?

  7. um musad sagt:

    @ Jussuf 

    Stimmt, dann hat aber der Inhalt der Prophezeiung immer noch keinerlei Bedeutung, sie ist sinnlos.

    Der Inhalt hat dann Bedeutung,wenn die Prophezeiung eintrifft. Welchen Sinn eine Prophezeiung hat habe ich ja grad vorher gesagt.

    U.M.

  8. um musad sagt:

    … Ich wollte sagen : welchen Sinn eine Prophezeiung haben kann…

  9. Eleni sagt:

    @Rabbi Jussuf

    Kann man Prophezeiungen nicht auch noch anders einsetzen? Etwa mit der Absicht, damit die Zukunft zu ändern, also darauf setzt, dass sie zu einer selbsterfüllenden Prophezeiungen wird?

  10. Alienus sagt:

    @Pasionaria 22./23. 03.2014

    Pasionaria, welch eine Fragestellung! Schleier zu beseitigen versuchen ist doch etwas meine Passion. Folgend eine schnelles, kleines und nicht zu sehr tiefenfundiertes Gedankennmodell.

    Nun, m. E. kann / muss man die sprachliche Quelle / Verbindung / Verwandtschaft der Begriffe Geschmack – „sapor“ und der Weisheit – „sapientia“ viel weiter vorne in der sprachlichen und verhaltensbedingten Entwicklung suchen. Was auffällig ist, dass in dem lateinischen Begriff der Voranstellung / Präfix „sap“ überwiegend für kräftig riechende und duftende Sachen oder Vorgänge steht, wie für Seife – sapor, eingekochter Fruchtsaft _ sapa, schmecken – sapere usw.

    Sucht man den Grund dieser sprachlichen Verbindung, kann man m. E. diesen über den Geruch, also über die alte Bezeichnung „schmecken“ auf diesen kommen. Ab der mittelalterlichen Zeit hat sich „schmecken“ in die Begriffe „Geruch – sapere“ und den „Geschmack – gustare“ getrennt. Eigentlich eine logische Sache. Denn mit dem Geruch – also „sapere“, hatte das Lebewesen, welches dann später zum Menschen führte, also genießbare Dinge oder Lebensmittel als solches erkennen und dann über sein Geruchsgedächnis beurteilen können, diese Sachen als essbare Materialien zu taxieren. Das Essen nach dieser Aufwitterung, Beschnüffelung oder Geruchsorgie, also nach der Erkenntnis des essbaren Zeugs, ist dann folgend im neuhochdeutschen Sinne der Geschmack der Speise.

    Fazit aus dieser Entwicklung: Es entsteht also eine Erkenntnis, ein Wissen, eine Einsicht, ein Verständnis oder eine Klugheit darüber, dieses Zeugs essen oder nicht essen respektive auch trinken zu können. Danach ist immer das selbe Übertragungsverhalten solcher kognitiven Erfahrungen auf andere sprachlichen und geistigen Gebiete erkennbar. Also entstammt z. B. auch die Philosophie aus solch einem Umfeld oder vom Fressnapf. Da liegen sind wir mit unserer „Küchenphilosophie“ auch nicht so sehr falsch und sind somit nicht auf dem Holzweg. Ist doch super: Der philosophische Impetus liegt in der Küche. Herrlich, Prost und Mahlzeit.

    Man kann also zum erkenntnisreichen Schluss gelangen, dass der der riechende Mensch zur Einsicht kommt, erst nach dem Riechen zum Fressen überzugehen. In der lateinischen Bezeichnung z. B. für den Vorkoster, also den „praegustator“ kann man die sinnreiche Bezeichnung und lebenswichtige Geschmacks- und nicht der Geruchskontrolle erkennen: Am Gestank ist noch kein Mensch gestorben, aber am falschen / vergifteten Lebensmitteln sicherlich schon etliche „praegustatores“ oder es gilt auch hier „Zuerst kommt das Fressen und dann die Moral“!

    Da bricht doch hoffentlich bei einigen Menschen ihr Selbstbildnis nicht zusammen, wenn es dann lauten könnte: Nicht der wissende, weiser, einsichtsfähiger Mensch, der Homo sapiens, sondern der „riechende Mensch“ ist unser Urahn.

    😉

  11. Rabbi Jussuf sagt:

    Eleni
    “aus Respekt vor der mündlichen Überlieferung oder weil die Evangelisten hofften, dass ihre Zeitgenossen den Text anders auffassten, nämlich dass Jesus damit direkt die aktuellen Zuhörer anspricht und nicht seine damaligen Weggefährten?”

    Respekt wäre eine Möglichkeit, die ich mir in Bezug auf diesen Vers nicht vorstellen kann.
    Ich weiss nicht, wann genau dieser Vers aufgeschrieben wurde, aber es gab ja regelmässig Weltuntergangserwartungen und so kann es sein, dass vielleicht beides etwas zutrifft: Der Evangelist, oder wer auch immer, war der Meinung, dass Jesus das wirklich gesagt hatte, aber die Erwartung des Schreibers meinte.
    Jedenfalls dumm gelaufen.

  12. um musad sagt:

    @ Jussuf

    Das was du nur so nebenbei erwähnst ist m.E. ein Kriterium welches irgendwelches Wahrsagen von wirklicher Prophezeiung unterscheidet, Prophezeiung (= prophezeien im  Auftrag Gottes).

    Diese Mechanismen sind da, ob man glaubt oder ungläubig ist, egal.
    Nur, wenn man ungläubig ist, sieht man die Mechanismen überhaupt.

    Diese Mechanismen, wie: Man hat eine ganze Auswahl von Prophezeiungen für einen bestimmten Zeitpunkt und nimmt nachher nur die, welche am besten gepasst haben..

    Dafür muss man nicht ungläubigen sein, damit man das sieht. Ich sehe diese Mechanismen auch als Gläubige. Aber dies ist m.E. eher ein typisches Merkmal für Wahrsagerei .  
    Natürlich würde auch gewisse Bibeltexte” mit Vorsicht geniessen ” dazu können auch  nicht korrekt überlieferte Prophezeiungstexte gehören . 
    Das Selbe gilt m.E. für  Hadithe die Zweifel wecken und ziemlich Gegenteiliges aussagen von Koranaussagen. 

    U.M.

  13. Rabbi Jussuf sagt:

    um musad
    “Das was du nur so nebenbei erwähnst ist m.E. ein Kriterium welches irgendwelches Wahrsagen von wirklicher Prophezeiung unterscheidet, Prophezeiung (= prophezeien im Auftrag Gottes).”
    Das ist doch egal. Diese Mechanismen gelten für alle, ob Wahrsagerei, oder Prophezeiung im Auftrag Gottes.
    Was bringt diese Unterscheidung? Das kann ja jeder sagen, kontrollieren kannst Du nicht, ob das wahr ist oder nicht. Und dann wäre noch die Frage von welchem Gott.
    Den einen Mechanismus wird man im Koran schwerlich finden, dass nur eingetroffene Prophezeiungen aufgenommen wurden. Sein könnte es schon, dass einige Texte unter den Tisch gefallen sind als der Koran später abgefasst wurde, dürfte aber schwierig bis gar nicht nachweisbar sein.
    Das ist mit der Bibel etwas anders, da die Texte zu sehr verschiedenen Zeiten abgefasst und redigiert wurden.

    “Natürlich würde auch gewisse Bibeltexte” mit Vorsicht geniessen ” dazu können auch nicht korrekt überlieferte Prophezeiungstexte gehören . “ Darum geht es nicht. Sondern darum, dass die Verfasser, oder Redakteure die Texte schon angepasst hatten. Nicht irgendwelche Übersetzungsfehler, die es natürlich auch gibt.
    Wir reden ja von einem ganz bestimmten Vers, der meines Wissens nicht nachträglich eingefügt wurde. Das ergäbe auch keinen Sinn.

  14. um musad sagt:

    @ Jussuf

    Das ist doch egal. Diese Mechanismen gelten für alle, ob Wahrsagerei, oder Prophezeiung im Auftrag Gottes.

    Nochmal dein aufgeführter Mechanismus:  Man hat eine ganze Auswahl von Prophezeiungen für einen bestimmten Zeitpunkt und nimmt nachher nur die, welche am besten gepasst haben..

    Dies ist m.E. ein typisches Beispiel, der Horoskope z.B. da werden eine Anzahl von Sachen vorausgesagt für einen bestimmten Zeitpunkt ( wie du sagst)  zutreffen tut dann aber meistens nur ein Teil davon.

    Was bringt diese Unterscheidung? Das kann ja jeder sagen, kontrollieren kannst Du nicht, ob das wahr ist oder nicht. Und dann wäre noch die Frage von welchem Gott.

    Man wird es erkennen ( unterscheiden) können oder kann es erkennen am präzisen Eintreffen  der Prophezeiung. Und das jede einzelne Prophezeiung die man gehöret oder überliefert bekommen hat von diesem Gottesbote präzise so eintrifft in alle Details. Nicht eine Anzahl Prophezeiungen stimmen und eine Anzahl nicht .

    Den einen Mechanismus wird man im Koran schwerlich finden, dass nur eingetroffene Prophezeiungen aufgenommen wurden.

    Ich verstehe nicht ganz was dieser Satz soll. Ich habe dein Beispiel aufgenommen : Man hat eine ganze Auswahl von Prophezeiungen für einen bestimmten Zeitpunkt und nimmt nachher nur die, welche am besten gepasst haben..  Prophezeiungen gelten doch für das noch nicht Eingetroffene, nicht für das bereits Eigetroffene. – Wenn das falsch ist, kläre mich bitte auf ! 

    Wir reden ja von einem ganz bestimmten Vers, der meines Wissens nicht nachträglich eingefügt wurde.

    Was ich zu jenem ganz bestimmten Vers meinte, habe ich ziemlich ausführlich Michael Bamerger mitgeteilt. Und das waren mehrer Möglichkeiten nicht nur eine. Wenn du deines Wissens genau Beischeid weisst über diesen Vers, verate mir dies bitte.

    U.M.

  15. Rabbi Jussuf sagt:

    um musad
    “Den einen Mechanismus wird man im Koran schwerlich finden, dass nur eingetroffene Prophezeiungen aufgenommen wurden.

    Ich verstehe nicht ganz was dieser Satz soll.

    Ist ein bisschen schwierig zu diskutieren, wenn dir der Zusammenhang nicht präsent ist.

    <i"Man hat eine ganze Auswahl von Prophezeiungen für einen bestimmten Zeitpunkt und nimmt nachher nur die, welche am besten gepasst haben.. Prophezeiungen gelten doch für das noch nicht Eingetroffene, nicht für das bereits Eigetroffene. – Wenn das falsch ist, kläre mich bitte auf !"
    Da liegst Du richtig.
    Dennoch kann man das anders anstellen: Man tut so, als ob die Prophezeiung alt ist, dabei wurde sie erst nach dem prophezeiten Ereignis aufgeschrieben, oder aus einer Auswahl bereits bestehender Prophezeiungen passend ausgesucht. Genau das ist in der Bibel oft praktiziert worden.

    Oder man macht aus irgend einem Satz eine Prophezeiung, obwohl da gar keine war. Auch das gibt es.

  16. um musad sagt:

    @ Jussuf

    Danke für die Aufklärung ! Ok. Das klasse ich aber mehr als nicht korrekte Arbeit der Überlieferer  ( Bibelzextschreiber) ein. Was ich übrigens bereits schon geschrieben habe und du hast es auch nicht richtig  aufgefasst.
    ( was natürlich auch einwenig zu Diskussionsschwirigkeiten  führt). 

     Ich schrieb : “Natürlich würde auch gewisse Bibeltexte” mit Vorsicht geniessen ” dazu können auch nicht korrekt überlieferte Prophezeiungstexte gehören . “ darauf antwortest du :Darum geht es nicht. Sondern darum, dass die Verfasser, oder Redakteure die Texte schon angepasst hatten. Nicht irgendwelche Übersetzungsfehler, die es natürlich auch gibt.

    ‘Nicht korrekt’ muss sich noch lange nicht n u r auf Übersetzungsfehler  allein beziehen. 

    Aber kommen wir auf den Punkt. Nämlich  auf das Ausgangsposting von M.Bamberger an mich  mit jener Prophezeiung. Du sagst:

    Wir reden ja von einem ganz bestimmten Vers, der meines Wissens nicht nachträglich eingefügt wurde.

    Du hast mir immer noch nicht dein Wissen, über diesen Vers mitgeteilt. 

    Für mich gibt es da nicht einfach nur eine Möglichkeit, sondern eine ganze Palette. Darum sehe ich diesen Vers nicht als Beweis , Jesus selbst Irrmeinung zuzuschreiben zu dürfen .

    U.M.

     

  17. um musad sagt:

    Nochmals wegen Formatierung 

    @ Jussuf

    Danke für die Aufklärung ! Ok. Das klasse ich aber mehr als nicht korrekte Arbeit der Überlieferer  ( Bibelzextschreiber) ein. Was ich übrigens bereits schon geschrieben habe und du hast es auch nicht richtig  aufgefasst.
    ( was natürlich auch einwenig zu Diskussionsschwirigkeiten  führt). 

     Ich schrieb : “Natürlich würde auch gewisse Bibeltexte” mit Vorsicht geniessen ” dazu können auch nicht korrekt überlieferte Prophezeiungstexte gehören . “ darauf antwortest du :Darum geht es nicht. Sondern darum, dass die Verfasser, oder Redakteure die Texte schon angepasst hatten. Nicht irgendwelche Übersetzungsfehler, die es natürlich auch gibt.

    ‘Nicht korrekt’ muss sich noch lange nicht n u r auf Übersetzungsfehler  allein beziehen. 

    Aber kommen wir auf den Punkt. Nämlich  auf das Ausgangsposting von M.Bamberger an mich  mit jener Prophezeiung. Du sagst:

    Wir reden ja von einem ganz bestimmten Vers, der meines Wissens nicht nachträglich eingefügt wurde.

    Du hast mir immer noch nicht dein Wissen, über diesen Vers mitgeteilt. 

    Für mich gibt es da nicht einfach nur eine Möglichkeit, sondern eine ganze Palette. Darum sehe ich diesen Vers nicht als Beweis oder Grund,Jesus selbst Irrmeinung zuzuschreiben zu dürfen .

    U.M.

     

  18. Rabbi Jussuf sagt:

    um musad
    Nur kurz:
    “Du hast mir immer noch nicht dein Wissen, über diesen Vers mitgeteilt. “
    Welches Wissen? Ich weiss davon auch nicht mehr als andere.

    Auf Weiteres gehe ich später ein, wenn ich ein wenig Ruhe habe.

  19. um musad sagt:

    @ Jussuf

    OK.

    Welches Wissen?

    Ich frage so,weil du oben geschrieben hast: Wir reden ja von einem ganz bestimmten Vers, der meines Wissens nicht nachträglich eingefügt wurde.
    😉

    U.M.

  20. bruno sagt:

    ja,
    genau deshalb ist für mich sonnenklar das der mensch nicht die krone der schöpfung ist…
    eigentlich wollte ich in diesen kommentaren zusätzliche anstösse zum thema finden. Als ich die neusten davon lese, erkenne ich nach dem durchsehen der dritten anwort, wie man sisch hier über die definition von begriffen wie “prognose” und “prophezeiung” streitet. (was ansich nichts schlechtes ist.. jedoch nichts mit dem thema zu tun hat???)
    ich lerne daraus: der menschliche verstand sorgt nicht nur für grössenwahn, gleichzeitig stiftet er auch bunte verwirrung.
    und:
    wir sind die krone der schöpfung, es muss so sein, alles andere wäre reine spekulation!