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Die andere Weihnachtsgeschichte

Hugo Stamm am Sonntag den 20. Dezember 2009

Was wäre, wenn Jesus zu seinem Geburtstagsfest für eine Stipvisite auf die Erde käme? Ein Besuch bei der Stätte seines Wirkens nach rund 2000 Jahren?
Wenn er beispielsweise inkognito an der Christmette im Petersdom teilnehmen würde? Und dann einen Weihnachtsgottesdienst im Zürcher Grossmünster besuchen? Was ginge ihm dabei wohl durch den Kopf?

Um Bilanz über sein Lebenswerk ziehen zu können, würde er zuerst eine Bestandesaufnahme machen. Alle Achtung, würde er den Christen zurufen. Ihr habt das Christentum zur grössten Religionsgemeinschaft getrimmt. Das lässt sich sehen.

Doch beim Studium der Kirchenstrukturen käme Jesus ins Grübeln. Was für ein chaotischer Flickenteppich! Da sind die Grosskirchen. Die Katholiken, die Protestanten, die Anglikaner, die Orthodoxen. Und dann noch Zehntausende kleiner und grosser Freikirchen.

Habe ich euch geheissen, Kirchen zu gründen und Hierarchien aufzubauen, würde Jesus ihnen in Gedanken zurufen. Habe ich euch geheissen, euch gegenseitig zu bekämpfen und einander Gläubige abzujagen? Überhaupt: Ihr glaubt alle an mich, ihr liebt mich gleichermassen. Ihr betet alle meinen Vater an und den heiligen Geist. Und stützt euch auf das gleiche Wort, mein Wort, festgehalten in den Evangelien.

Und was ist daraus geworden? Jede Kirche lehrt etwas anderes! Jede interpretiert mein Wort unterschiedlich. Ihr habt nicht einmal den gleichen Glauben, sprecht nicht die gleiche Sprache. Und ihr kämpft verbissen um den Anspruch, die wahren Christen zu sein. Irgend etwas muss da gründlich schief gegangen zu sein.

Beim Besuch im Vatikan würde der Prunk Jesus blenden. Mein Stellvertreter in Gold bestickten Gewändern in einem Palast? Hey, würde ihm Jesus gern zurufen, ich pilgerte mit meinen Aposteln umher, ausgerüstet mit wenigen Habseligkeiten.

Verwundert würde Jesus die Fahrt des Papstes beim Besuch seiner Gläubigen im Papamobil beobachten. Panzerglas? Hast du Angst vor deinen Gläubigen, lieber Benedikt? Muss ich dir in Erinnerung rufen, dass ich zu den Armen und Kranken gegangen bin, ihnen Trost und Heilung gebracht habe? Dass ich mich mit den Huren unterhielt und die Pharisäer aus dem Tempel warf? Und du willst mein Stellvertreter sein? Du, der du abgeschieden und fern der gesellschaftlichen Realität in einer Männerwelt lebst?

Nächste Station würde Jesus bei den Protestanten machen. „Bei euch gefällt mir, dass ihr keinen Machtapparat mit hohen Würdenträgern aufgebaut habt. Ausserdem gesteht ihr den Gläubigen zu, den Glauben individuell auszugestalten. Doch in eurer grenzenlosen Toleranz duldet ihr auch Fundis in euren Reihen, die meinen Glauben verdrehen. Ihr seid mutlos und habt kein Profil.“

Bei den Orthodoxen bliebe Jesus nicht lang. Ihr seid so verstaubt und konservativ, würde er ihnen sagen. Ihr klebt so ängstlich am Wort, dass ihr das Leben verpasst. Glauben heisst Leben. Die Bibel ist nur eine Richtschnur. Alles ist in Bewegung, im Fluss, wie könnt ihr euch da starr an den alten Buchstaben klammern?

Dann nähme Jesus die Hunderttausenden Pastoren und Prediger der Freikirchen an seine Brust. „Jeder von euch behauptet, in direktem Kontakt mit mir zu stehen und aktuelle Worte von mir zu empfangen. Ich kann mich nicht erinnern, je mit einem von euch gesprochen zu haben. Ihr seht Dinge, die es nicht gibt und hört Botschaften, die nur in eurer Fantasie bestehen.“

Zum Schluss würde Jesus alle Bischöfe, Pfarrer, Vikare und Geistlichen zusammen rufen. Ich habe in der Bibel nichts gesagt von prunkvollen Gotteshäusern. Ich habe euch nicht angewiesen, in vornehmen Pfarrhäusern zu wohnen, hohe Saläre von den Gläubigen einzufordern. Ich habe euch nicht gesagt, ihr sollt Reichtümer anhäufen und gesellschaftliche Macht anstreben. Ich habe euch nur aufgetragen, zu den Menschen zu gehen und ihnen vom Glauben zu erzählen.

Doch eher gehe ich durch ein Nadelöhr, als dass es mir gelingen würde, die immensen Kirchenstrukturen zu zerschlagen. Der Fehler meines Vaters war wohl, dass er euch Menschen den Machtdrang gegeben hat.

Jesus erhob sich und machte sich rasch davon.

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896 Kommentare zu “Die andere Weihnachtsgeschichte”

  1. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Irland – Priester kritisiert Bischof bezüglich seines Mitwissens: „Priest criticises Galway bishop – Fr Michael Mernagh said he believed the Bishop of Cloyne Dr John Magee should step down after it emerged weeks earlier that child-protection measures in the diocese were “inadequate, even dangerous.”“ (30.12.09)

    http://www.irishtimes.com/newspaper/ireland/2009/1230/1224261407734.html

  2. Michael Bamberger sagt:

    Alltägliches:

    Irland – Der letzte verbleibende Bischof steht vor massiven Rücktrittsforderungen: “The last remaining bishop mentioned in a damning official report on the systematic failure of the Catholic Church in Ireland to deal with child abuse in its institutions, is facing insistent and repeated calls to step down.” (30.12.09)

    http://www.ekklesia.co.uk/node/10927

  3. merry sagt:

    liebe Brüder und Schwestern der Bloggemeinde

    ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr!
    ich würde ja gerne noch unter auch weilen, aber leider schaff ich das zeitlich nicht – Beruf und Familie gehen vor und dann würde ich gerne auch noch Zeit für Hobbys finden
    und na ja, ihr gebt zu, dass man sich hier doch einigermassen im Kreis dreht

    ihnen auch ein gutes neues Jahr Herr Stamm und natürlich Gottes Segen – ihre gedankliche Vereinigung mit Jesus ist ganz gut gelungen, einen kleinen Fehler habe ich dennoch ausgemacht, Jesus kritisierte die Orthodoxen nicht für ihr festkleben am Wort, sondern für ihr festkleben an Traditionen und für ihr festkleben an ihren eigenen Auslegungen des Wortes. Das tat er dann nicht einfach nur pauschal sondern zeigte anhand des Wortes, dass eben ihre Traditionen und Auslegungen gegen das Wort stehen (bzw. dass man das Wort auch anders verstehen könnte).

  4. Dobra sagt:

    @Faker
    Dass Sie unter duzenden von Nicks schreiben ist ok, nicht so doll, aber ok. Dass Sie sich vereinzelt mit aggressiven und hetzerischen Beiträgen auf einzelne Blogger-Innen einschiessen, so an einem Cyberstalking haarscharf vorbeirammen ist sehr unangenehm. Dass sie den Blog mit Nonsens vollspamen ist mühsam. Ich werde den Verdacht nicht los, dass auch Sie der sind, der fakt. Es ist nicht nur Atalaia, dessen Nick hier gestern gefakt wurde, es finden sich auch noch andere Beiträge, die nicht echt scheinen. Ich bitte Sie das zu unterlassen. Natürlich lesen wir Ihre Beiträge auch unter dem Aspekt Ihrer persönlichen Not, natürlich haben Sie mein/unserers Mitgefühl. Aber Ihre Tendenz, andere Blogger und Bloggerinnen in Ihrer persönlichen Integrität zu verletzten mittels oben beschriebenen Verhalten halte ich für höchst problematisch und auch für verwerflich. Ziehen Sie bitte den Stecker raus und wenden sich der realen Welt zu.
    Gruss

  5. Dobra sagt:

    @zoe
    Meine wars nicht
    😉
    Die geht nur mir an die …

  6. Steinlaus sagt:

    @ Felix
    @ Moria
    @Dobra

    Herzlichen Dank!

  7. zoe sagt:

    dobra

    hihi. guets nöis!

  8. Morgenstern sagt:

    @ b1: “nur “alte” Menschen? Ich fühle mich nicht alt! Schauen Sie sich Petra Gerster und Nina Ruge an …fast meine Generation…

    lol. Stimmt, so alt sind die (und Sie) gar nicht. Aber es korrespondiert mit meiner Erfahrung. Der Wechsel in der Weltsicht (vorher Patriarchat, danach Gleichberechtigung) fand in den Jahren zwischen 1960 und ca. 1965 statt. Wer vor ca. 1960 geboren wurde, hat eher noch die patriarchalische Sicht der Dinge, jene, die danach kamen, sehen eher die Gleichberechtigung als richtig an (d.h. es passierte was in der Schule/Weltsicht wohl so um 1970 rum -> da kamen wohl die ersten Lehrer der 68-Bewegung ins Amt).

    b1: “Ungewöhnlich, Morgenstern, dass S i e das nachvollziehen können!

    Ich kam eben knapp danach auf die Welt. Da ist mir der Unterschied in gewissen Bereichen der Weltanschauung zwischen mir und den ein paar Jahren Älteren schon oft aufgefallen. Vor allem bei Vorstellungsgesprächen muss da einer in meinem Alter aufpassen. Denn die Antworten, die wir den um ein paar Jährchen älteren HR-Damen geben, können die so nicht verstehen. Sich z.B. auf eine weibliche Vorgesetzte zu freuen, wird von diesem Damen als sexistisch motivierte Haltung interpretiert. Dass es auch ganz andere Gründe dafür geben kann, ist diesen Damen meist nicht so präsent.

    Ungewöhnlich ist es daher keineswegs, dass S i e erstaunt sind, dass i c h das nachvollziehen kann. Das ist genau der Grund, warum i c h mir den Mund fusselig reden müsste bei ein paar Jährchen älteren HD-Damen.

    Wissen Sie, das ist ein Kampf Ihrer Generation. Mich interessiert das eigentlich wenig, weil es diesen Kampf in meiner Generation kaum mehr gibt. Wie gesagt muss einer aus meiner Generation nur leider ab und zu diesen Kampf berücksichtigen. Immer dann, wenn ich mit dieser Generation zu tun habe.

    .

    @ Zweifler: ““Dass es also Paare gibt, bei denen der Mann das Geld verdient und die Frau den Haushalt führt.” Was soll denn daran falsch sein?

    Nichts. Solange das Paar eben ein Paar ist und sich selber als Paar versteht, geht das gut. Es ist nur so, dass dieses Verständnis nicht alle Kämpfe der heutigen Gesellschaft so einfach überlebt. Es ist harte Arbeit.

    Meiner Meinung nach wäre aber die “ideale” Familie noch weiter zurück zu finden. Die Sippe. Das wäre der Verband, der am besten “solidarisch” funktioniert. Ein Ehepaar alleine ist nämlich – nicht nur damals, sondern auch heute – überfordert (wenn es Kinder hat). Früher gab es dann halt noch das Grosi im eigenen Haushalt – was tatsächlich z.B. bei der Kinderbetreuung viele Vorteile bringt.

    Heute sind wir aber sozial isoliert und auf den Staat angewiesen, z.B. bei Kinderhorten. Das macht es nicht einfacher, sondern schwieriger. Horte kosten IMMER mehr als das eigene Grosi.

    Sie sehen also, ich betrachte die gesellschaftliche Entwicklung diesebezüglich als wenig Vorteilhaft für den Menschen. Es wird zwar der Anschein erweckt, dass sich einer endlos selber verwirklichen kann, in Tat und Wahrheit hat diese Selbstverwirklichung aber einen Preis, der einer alleine kaum bezahlen kann.

    Die Ehe (vorher die Sippe) wurde uns madig gemacht, weil solche Verbände stärker sind als der Arbeitgeber. Einer in einer Sippe eingebundener ist nicht mehr so flexibel wie von der Wirtschaft erwünscht.

    Auch die Ehe war früher ein Vorteil, weil ein verheirateter Mann erpressbarer ist als einer, der ledig ist. Da heute aber kein Arbeitgeber mehr daran interessiert ist, Menschen lebenslang zu beschäftigen, ist diese Erpressbarkeit nicht mehr so wirtschaftlich wie das Einstellen eines gut ausgebildeten, frisch ab Uni erhältlichen Praktikanten. Zudem ist es besser, wenn der Arbeitnehmer seine Firma als einzige Familie hat. Bei der Frage “Stelle oder Frau” gewinnt so die Stelle, und nicht die Frau.

  9. Moria sagt:

    SWISSWULF
    Eigentlich verstehe ich – wie meistens – was Du meinst. Aber ich glaube, es ist zu unterscheiden zwischen Scham und Schamgefuehlt. Wobei ich ein gesundes Schamgefuehl sehr hoch halte, denn das Schoene und Anmutige ist ohne dieses fuer mich undenkbar. Selbstverstaendlich nicht zu verwechseln mit anerzogener, kuenstlich-religioes simulierter Scham…….

  10. b1 sagt:

    Herr Morgenstern,
    da muß ich mir doch einen Lacher verkneifen: Wechsel der Weltsicht! 60er Jahre Schwelle Patriarchat/Zeitalter Partnerschaft! Oho… die neuen Generationen werden sich noch wundern!

  11. b1 sagt:

    oedp.de/themen/familie-kinder/oedp-politik/elterngeld-klagen/die-unterschiedlichen-hoehen-des-elterngeldes-sind

    Klagen junger Leute mit Hilfe einer jungen Partei

    konservativ= patriarchal? Erziehungsgeld = reaktionär?
    70erJahre-Feminismus = gleichberechtigt? fortschrittlich?

  12. Morgenstern sagt:

    b1: “Oho… die neuen Generationen werden sich noch wundern!

    Worüber genau?

  13. realistisch sagt:

    Generation 50 minus und Generation Praktikum
    eine Generation ohne Rückgrat und Widerstand
    willige Leiharbeiter in Bereitschaft und befristeten Verschiebe”verträgen”, LEIBEIGNE, Steuersklaven
    naja…ein Herr Waigel (50plus) konnte auch die D-Mark abschaffen…Tanzen nach einer Pfeiffe
    mindestens zehn Stunden im Dienst, zusätzlich 1 1/2 Stunden Anfahrt
    nicht mal Microwelle am Arbeitsplaz, man ist gezwungen auswärts teuer essen zu gehen
    Geschäfte, die von zehnbis zehnöffnen
    usw.

    da propagiert eine EU unendliche Flexibilität.. und alle glauben, es müßte so sein!

    worüber wundern? über die anstehenden breit aufgestellten Verteilungskämpfe

  14. realistisch sagt:

    realistisch wundern: Herrn Morgenstern:

    bei wsws.org

    Marxismus, Sozialismus und der Klimwandel
    Von Nick Beams
    31. Dezember 2009
    aus dem Englischen (22. Dezember 2009)

  15. realistisch sagt:

    wer unsere Leben überplant und mit Trends überzieht

    mall googlen/foresteln

    Do., 06. Mai 2010: 15. Deutscher Trendtag
    in Hamburg zum Thema: “Flow Control”

    interessant, wen man da trifft!

  16. Wer auch immer Jesus von Nazareth war, er wäre wohl kaum davon gelaufen. Das hat er schon damals nicht getan und da ging es um sein Leben. Dieses “davon laufen” vor sich, vor den Problemen, von den Familien ist doch eigentlich eine der Grundursachen unseres aktuellen Chaos. Hedonismus und Narzismus stehen gesellschaftlich vor allen anderen Werten. Nur das sind destruktive Werte und werden dafür sorgen, dass einiges heute Geltende zerfallen wird – um Neuem Raum zu geben. Alles ist Entwicklung, nur was es auch immer ist, sei das die eigene Persönlichkeit, Beziehungen zu den Geliebten, zu der Gemeinde, dem Staat den anderen Staaten. Dieses grosse Bild über Äonen gelegt lässt uns klein und unbedeutend erscheinen. Vielleicht gefällt uns unsere Rolle und unserer Umstände nicht, die wir in dieser winzigsten Zeiteinheit mit unserer irdischen Präsenz füllen – passt ja auch nicht zu dem Verlangen, etwas besonderes zu sein. Der heutige Mensch ist frei – auch frei zu entscheiden, die Fülle zu sehen und das Potential zu erkennen. Die Probleme werden kaum kleiner 🙂 Die gute Nachricht ist, dass auch Biophysik, Neurologie und Astrologie bestätigt, dass sich das menschliche Gehirn verändert und eine neues Bewusstsein sich entfaltet – das heisst doch, wir werden Lösungen finden, die wir uns gestern noch gar nicht vorstellen konnten. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Rutsch und vor allem eine weiche Landung im neuen Jahr.

  17. Muttersklavin? @ Morgenstern sagt:

    zwei kleine Lektionen zur Patriarchatseinschätzung…ich denke Hannelore hat nichts gegen das Zitieren (ein Link würde nicht gelesen werden)

    unsere Gesellschaft auf dem Weg in die weitere Erwerbssklaverei…in der es aber keine bezahlte Arbeit für alle gibt (1Euro-Jobber in die Schulen usw., dafür noch bezahlen, dass man Ehrenämter ableisten darf…) politisch gesteuerte Verwahr-Losung
    wo bleibt der angeblich differenzierende Weit-Blick? z.B. nach Finnland?

    Lektion 1

    ##Das verlorene Paradies
    Das persische “Pairidaeza” (Paradies) war ein Zaubergarten, in dem der Lebensbaum mit der Frucht der Unsterblichkeit wuchs. Das hebräische Wort “pardes” bedeutet “Garten” und hat denselben Wortstamm. Pairidaeza war auch die göttliche Jungfrau, die das göttliche Kind zur Welt brachte – die persische Variante der ägyptischen Isis (Horuskind) oder unserer vertrauten Jungfrau Maria. Eine doppelte Vision vom Paradies als blühendem Garten und dem blühenden Garten als dem weiblichen Körper zieht sich durch die Symbolwelt aller Religionen.

    Psychologisches Vorbild des Paradieses war die erste Lebenserfahrung liebevoller Geborgenheit bei der Mutter, die das Kind unmittelbar nach der Geburt wärmt und nährt – das Land wo Milch und Honig fließt.

    Ein ältester Kikuyu-Häuptling erinnert sich an den mütterlichen Körper:

    Zuerst war sie immer da; ich erinnere mich an das angenehme Gefühl ihres Körpers, als sie mich auf dem Rücken trug, und an den Geruch ihrer Haut in der Sonnenhitze. Alles kam von ihr. Wenn ich hungrig oder durstig war, schwenkte sie mich nach vorne vor ihre vollen Brüste. Noch jetzt fühle ich, wenn ich heute die Augenschließe, dankbar das Behagen, das mich erfüllte, wenn ich meinen Kopf in ihrer weichen Fülle barg und die süße Milch trank. Nachts, wenn die Sonne nicht mehr wärmte, traten ihre Arme, ihr Körper an ihre Stelle, und als ich älter wurde und mich für andere Dinge zu interessieren begann, konnte ich diese ohne angst von ihrem Rücken aus betrachten. Wenn ich schläfrig wurde, brauchte ich nur die Augen zu schließen.

    Die westlich-patriarchale Kultur machte dieses Paradies – das Geburtsrecht eines jeden Kindes – zum verlorenen Paradies. Keine andere Kultur hat so viele Entschuldigungen erfunden, eine Mutter von ihrem Kind fernzuhalten.

    W. Wickler erklärte, ein menschliches Baby sei wie ein Affenbaby von Natur aus ein “Mutterhocker”, der in der ersten Lebenszeit ununterbrochen am Körper der Mutter getragen werden sollte, so wie noch heute bei den Naturvölkern. Darauf ist das ganze Verhalten des Neugeborenen abgestimmt. Dass wir die Säuglinge in Bettchen ablegen ist unbiologisch. Anzeichen dafür sind das abnorm häufige Schreien des Verlassenseins, das man von Kindern der Naturvölker kaum je hört.

    So stellen wir also fest, dass der Paradiesgarten, aus dem die Menschheit “fiel”, zu Anfang ein genitales Symbol war: Garten, Tor, Höhle, heiliger Berg. Das deutet schon das Wort Eden an, das im Hebräischen “Ort der Freude” heißt.

    Im Mittelalter war die gebräuchliche Metapher für das Paradies der Garten der Lüste, ein Begriff, der weniger charakteristisch ist für den christlichen Himmel als für jenes andere Paradies, das Feenland oder Avalon, in dem Sexualität erlaubt und beliebt ist.

    Was haben die christlichen Kirchenväter daraus gemacht?

    Die Christen übernahmen das Wort Paradies als Synonym für ihren eigenen Himmel und bestanden darauf, dass das heidnische Paradies eigentlich die Hölle sei, die mit ihrem trügerischen Schein der Schönheit Sünder verlocke.

    Aus Rebellion gegen diese Theorie brachten die Barden offen ihre Vorliebe für die Hölle zum Ausdruck. So sagt zum Beispiel Aucassin:

    Denn ins Paradies geht niemand ein als die, welche ich Euch nennen will: es kommen die alten Priester hinein und die alten Lahmen und Einäugigen, welche Tag und Nacht vor den Altären und Krypten hocken und mit alten Lappen bekleidet sind und alten zerrissenen Mönchskutten. Die gehen ins Paradies ein und mit denen will ich nichts zu schaffen haben. aber in die Hölle will ich gehen, dort hin kommen die schönen, höfischen Damen, welche zu ihren Eheherrn zwei oder auch drei Freunde haben. Und dort gibt es Gold und Silber und köstliche Stoffe, und Harfenspieler und Sänger und die Könige dieser Welt. Mit diesen will ich hausen, wenn ich Nicolette, meine herzliebe Freundin bei mir habe!

    Andere Balladen und Romanzen des frühen Mittelalters verwarfen das christliche Paradies wegen seines Mangels an weiblicher Gesellschaft.

    Die gute Nachricht: Es gibt überall auf der Welt Völker und ethnische Gruppen, die niemals das Paradies verlassen haben: Die auch als matriarchale Gesellschaften bezeichneten Gemeinschaften wurden vom Patriarchat nicht daraus vertrieben.

    Bei ihnen finden wir Informationen, um zu lernen, was man tun muss, um das Paradies neu zu erschaffen.

    ——-

    Lektion 2

    Nein – nicht die Wahl zwischen Kind oder Karriere macht der Frau das Leben schwer. Beruf und Haushalt bekommt sie leicht unter einen Hut, im Vergleich zu der Doppelrolle, die das Patriarchat ihr abverlangt!

    Wir müssen genau hinschauen, wenn wir das weltanschauliche Geflecht der patriarchalen Theorie entwirren wollen. Wir müssen exakt analysieren, um die unbewussten patriarchalen Wurzeln zu erfassen und wahrzunehmen.

    Die eine, allerdings nur vordergründige, Seite bei der Entstehung des Patriarchats ist die:
    Der Mann hat die Frau unterworfen und zu seiner Sklavin gemacht.

    Dass er aber das uralte Band zu den Müttern nie durchschnitt und seine emotionale Zuflucht stets bei den Frauen suchte, ist die andere Seite, die aber von seinem Stolz verdrängt werden muss.

    Auch die härtesten Patriarchen der Geschichte haben entweder eine tiefe Bindung an ihre leibliche Mutter aufrecht erhalten oder haben Verständnis und emotionale Geborgenheit bei der oft gering geachteten Ehefrau, der Hetäre oder sogar der Prostituierten gesucht.

    [Sprichwort: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau.]

    Nahezu alle Biografien berühmter Männer enthalten eine mütterliche Frauenfigur, die als Kraftquelle im Hintergrund sein Leben fördert oder eine Lebensgefährtin, die ihr ganzes Leben daran gibt, den “großen” Mann wie ein Kind zu umsorgen.

    Dabei wird es zu einer typischen Regel, dass diese Betreuerinnen-Rolle von der Gattin auf die Tochter übergeht –
    ein Gesellschaftsmuster das immer noch in Gebrauch ist! (Auch Freuds hochbegabte Tochter Anna hat ihren Vater bis zu dessen Tod gepflegt…)

    Die Doppelrolle der Frau im Patriarchat wird in der Fachliteratur “Muttersklavin” genannt (siehe: Carola Meier-Seethaler). Diese Rolle wird selten offen beim Namen genannt. Aber wenn du genau hinschaust, kannst du sie hier und da entdecken, meistens indirekt über das Verhalten von Männern.
    Jean Anouilh etwa legt sie in seinem Stück “La valse des toreros” der Figur des Arztes in den Mund: “Wir alle bleiben kleine Buben. Nur die Mädchen werden erwachsen.”

    Und über folgenden Witz können bereits 10Jährige lachen: “Was haben gewisse Männer mit Hunden gemeinsam?
    Mit 28 sind sie eigentlich erst 4”.

    Es steht auch die Redensart vom “Kind im Manne”, mit der sein infantiles bis verantwortungsloses Verhalten entschuldigt wird und das eine Muttersklavin voraussetzt.

    Sehr häufig wird diese weibliche Doppelrolle religiös oder romantisch verklärt. Beispielsweise in der Idealgestalt der Madonna, die zugleich Mutter und Magd des “Herrn” ist. Die Faszination, die von Jan Vermeers berühmtem Gemälde “De Keukenmeid” über Jahrhunderte hinweg ausging und -geht, ist vor diesem Hintergrund zu verstehen. Sie ist ganz die fügsame Muttergestalt.

    Diese Darstellungsweise der Frau erspart dem Mann das Eingeständnis seiner Abhängigkeit:

    Wenn es ihm gelingt, der irdischen Frau überirdische Muttertugenden abzuverlangen, weil das ihre ‘gottgewollte’ oder ‘naturgewollte’ Bestimmung sei, dann macht er sich zu Recht zum Empfangenden und weist der Frau Schuldgefühle zu, sobald sie dieser Rolle nicht entspricht.

    Diese Erwartung passte noch einigermaßen, so lange die Muttersklavin nicht gleichzeitig die Geliebte des Mannes war. Bis in die Fünfziger Jahre hinein verbannte die christlich-puritanische Moral die sinnliche Liebe aus dem heiligen Zweck der Ehe bzw. die doppelbödige patriarchale Moralvorstellung erlaubte dem Mann mehrgleisige Beziehungen.

    Erst der Anspruch der bürgerlich-romantischen Liebesidee an die Ehefrau, die in einer Person die

    hausfraulich-dienenden,

    mütterlich-schützenden und

    erotisch-sexuellen

    Tugenden zu verwirklichen habe, wird zur Seelenakrobatik für die Frau.

    Dies um so mehr in der Kleinfamilie der Gegenwart, in welcher die Erwartungen des Mannes an die emotionalen Ergänzungsleistungen der Frau größer sind als je zuvor, nachdem das eheliche Heim zur einzigen Oase einer stressbesetzten und immer härteren Welt der Technik und des Wettbewerbs geworden ist.

    Von diesem erhöhten Erwartungsdruck auf das Glück in der Ehe sagt Erich Fromm:
    “… es gibt kaum ein Unternehmen, das mit derart ungeheuren Erwartungen begonnen wird und mit derart großer Regelmäßigkeit fehlschlägt.”
    [in “Die Kunst des Liebens”, Darmstadt 1962]

    Dieser Erwartungsdruck ist nicht nur Ursache für die ständig steigenden Scheidungsraten, sondern auch für die Ausbildung bestimmter Formen ehelicher Gewalt.

    Dabei geht es noch nicht mal so sehr um die offensichtliche körperliche Gewalt – obwohl auch diese in der geschrumpften Kleinfamilie größere Chancen hat, ganz einfach weil es an erwachsenen ZeugInnen mangelt. Es geht vielmehr um die Möglichkeit der Aggression und Einschüchterung.

    Wieso?

    Unter der Voraussetzung gegenseitiger erstrebter Gefühlsnähe und der eben geschilderten männlichen Wunschprojektionen, wird der Mann die leiseste Störung der ehelichen Harmonie mit Gereiztheit beantworten. Die Frau wird ebenso sensibel auf die offenen oder versteckten Aggressionen reagieren:

    Ein kurzer, schneidender Ton in der Stimme des Ehemannes kann genügen, um die Frau auf ihren Platz zurückzuverweisen, sobald sie von der erwarteten Rolle abweicht.

    Und je mehr der Mann sie unbewusst zur Muttersklavin macht, desto schärfer wird der “Kindtyrann” in ihm reagieren, wenn die Frau seine Wünsche unberücksichtigt lässt oder sich eigenen Interessen zuwendet.
    Zeichnet sich aber eine seelische Entfremdung ab, so wird ihn das in Panik versetzen, worauf er unter Umständen mit Drohungen oder sogar mit Gewalt reagiert.

    In Wirklichkeit ziehen die Frauen die Fäden.
    Wie kann es zu dieser gängigen Behauptung kommen?
    Alle psychischen Umstände, wo Unbewusstheit mit im Spiel ist, haben ihre heimlichen Tücken. So auch das Modell der patriarchalen Muttersklavin. Bei entsprechender Charakterprägung der beteiligten Personen kann sich aus dem Tyrannen plötzlich ein Hampelmann und aus der Muttersklavin eine heimliche “Herrin” entwickeln.

    Die Beispiele von der klugen bis berechnenden Ehefrau sind zahlreich und wurden/werden jungen Frauen sogar empfohlen, damit sie ihren Ehemann mit sanftem Druck genau in die Richtung lenken, die für sie vorteilhaft sind.

    Esther Vilars “dressierter Mann” ist eine Variante dieses Grundmusters.

    Der umgarnte Mann fühlt sich dabei als souveräner Gönner und Ritter, während er in Wirklichkeit nur Marionette ist. “Hampelmann” und “Muttersklavin” sind einander ergänzende Gegenstücke.

    Wie weit verbreitet dieser Mechanismus auch in außereuropäischen patriarchalen Kulturen ist, beweist eine Schilderung, die zwei Autorinnen der arabisch-schweizerischen Frauenvereinigung (AFAS) über Frauen im Islam geben:
    “… ein arabischer Mann bleibt zeit seines Lebens quasi an der Nabelschnur der Mutter hängen. Er vergöttert sie und würde sich nur im äußersten Notfall gegen sie stellen. Das weiß auch die junge Ehefrau. Daher bemüht sie sich zuallererst um ein möglichst gutes Verhältnis zur Schwiegermutter. Bilden die beiden eine Union und werden zusätzlich von den übrigen weiblichen Verwandten unterstützt, hat der Mann kaum eine Chance, gegen die zahlenmäßige Ãœbermacht aufzukommen. Es ist manchmal geradezu mitleiderregend anzusehen, wie sich das Urbild eines Mannes in einen häuslichen Hanswurst verwandelt und von starken Frauen dominiert wird, die ihm ihre Entscheidungen mit großem Geschick unterschieben.” [Artikel “Frauen im Islam” in Emanzipation. Zeitung der OFRA, Basel 1985]

    Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass eine solche indirekte Machtausübung der Frau für beide PartnerInnen ebenso unwürdig ist, wie die Rolle der Muttersklavin.
    In beiden Fällen hat weder die Frau noch die Partnerschaft eine echte Chance. Aber das will das Patriarchat auch gar nicht.

    Zitat Ende (bei Hannelore Vonier, Kulturkritikerin)

  18. @ Morgenstern sagt:

    Ende des Patriarchats?

    hannelore.org/image/koerpersignale/ksp_angst2.htm

  19. Sehr geehrter Herr Stamm

    Vielen herzlichen Dank für Ihre genial andere Weihnachtsgeschichte. Ich stimme Ihnen 100%ig zu. Super Beitrag!!!

    Wenn wir uns auch noch darauf einigen könnten, das der Islam, das Judentum, der Buddhismus, der Hinduismus, die Bahai’s, und viele anderen Religionen, ein und denselben Gott haben, und somit weder besser noch schlechter als die anderen sind, dann wird es ein super geniales 2010, da wir alle Brüder und Schwestern desselben Vaters und Mutter sind.

    Vielen herzlichen Dank und ein liebevolles, weises und wahrhaftiges 2010

    Mit den besten Wünschen aus Zürich

    LWWB
    Roger Schreiber

  20. Die wahren Grundlagen der Religion

    Eine universelle Religion lehrt, wie man alle Aktivitäten vergeistigen kann.

    Jede Religion hat einen besonderen Tag, der für den Gottesdienst bestimmt ist und der nicht bei allen Religionen der gleiche ist: Für die Christen ist es der Sonntag, für die Juden der Samstag und für die Mohammedaner der Freitag. – Worin unterscheiden sich jetzt in Wirklichkeit diese Tage? In nichts. Alle Tage sind gesegnet, alle Tage sind göttlich. Es gibt den Freitag, um Gutes zu tun, den Samstag, um Gutes zu tun und den Sonntag, um Gutes zu tun. In der Universellen Weißen Bruderschaft müssen alle Tage heilig sein. Was wären denn sonst die Folgen? Sechs Tage hindurch übertritt man alle Gesetze und am siebten Tag geht man in die Kirche, um die Verbrechen, die man begangen hat, wieder gutzumachen. Nein, ein Tag reicht nicht aus, um sich zu reinigen, sondern man muss sich die ganze Woche lang reinigen: Nur einen Tag in der Woche an Gott zu denken, während man an allen anderen Tagen vor allem damit beschäftigt war, krumme Wege zu gehen, sich zu prügeln, mit allen möglichen Frauen oder Männer zu schlafen – , aber das ist doch grotesk! Das ist Lüge und Scheinheiligkeit. Das Wichtigste ist die Art und Weise, wie man die anderen Tage hindurch gelebt hat. In einer universellen Religion erscheinen einige Stunden, ein Tag, um zu beten, um in der Kirche zu sein als sehr wenig. Jeden Tag und den ganzen Tag und sogar wenn man arbeitet, sollte man rein sein, gute Gedanken haben, Gutes tun, beten, sich in der Kirche Gottes fühlen. Denn die Kirche Gottes ist die ganze Schöpfung.

    Eine universelle Religion erweitert auch den Begriff des heiligen Ortes, der dem Gebet geweiht ist.

    Warum wollen die Menschen einen abstrakten und unfassbaren Gott in dunklen und kalten Kirchen anbeten? Sie sollten doch zuerst zur Sonne gehen, sich erwärmen, sich erleuchten, sich beleben lassen, Gott danken. Und danach können sie sich immer noch an einen abstrakten Gott wenden.

    Sogar die Kirchen und Tempel werden eines Tages unnötig sein, denn die Menschen werden in einen anderen Tempel gehen, in den unermesslichen Tempel der lebendigen Natur, wo die Sonne der Priester ist, der den Gottesdienst hält und wo die Sterne die ewigen Lichter sind. Dies wird eines Tages so sein. Das prophezeie ich euch. Momentan sind die Menschen wegen ihrer Engherzigkeit und ihrer Begrenztheit noch nicht bereit dazu. Und übrigens ist es gar nicht schlecht, dass es Kirchen und Tempel gibt, das ist sogar großartig. Man braucht sie und ich habe niemals gesagt, man solle sie zerstören. Sogar ein Haus ist ein Tempel. Aber wenn man die Wahrheit gut verstanden hat, so wird man all diese Tempel verlassen und den einen und einzigen Tempel betreten, den Gott selbst errichtet hat: das Universum.

    Die Kirche ist die Form. Die Religion ist das Prinzip. Die Kirche ist die Form, d.h. das Gebäude, wo Menschen aller Klassen sich vereinigen, ehrliche oder unehrliche, intelligente oder dumme. – Die Religion, der Geist, das Prinzip ist das Bewusstsein von der Verbindung, die es zwischen dem Menschen und dem Herrn gibt. Ein Tempel, eine Kirche, eine Basilika, nennt sie wie ihr wollt, werden von Menschenhand gebaut. Für Menschen, die nur die Form sehen, gibt es keine besseren Orte, um darin zu beten. In Wirklichkeit ist die ganze Natur mit den Bergen, den Felsen, den Wäldern ein Tempel, wo man beten kann, ein Tempel, der aus der Hand Gottes hervorgebracht wurde. Aber die Natur ist noch nicht der Geist, sie ist eine neue, eine andere Form, ein besserer, weiterer Tempel und vor allem – lebendig. Wir haben uns dafür entschieden, in diesem Tempel zu beten. Ist das nun ein Verbrechen?

    Aber vor allem in sich selbst, in seinem eigenen Tempel, geht der Mensch zur Kommunion mit Gott.

    Und wir haben sogar noch einen Tempel, einen noch höheren als die Natur gefunden: den Menschen selbst. Diesen Tempel sollten wir reinigen, damit Gott kommt und darin Wohnung nimmt.

    Gott erhört den Menschen nicht, wenn er nicht seinen eigenen Tempel betritt, um Ihn dort anzubeten. Eine Kirche, eine Kathedrale ist noch immer ein fremder Tempel ohne die Resonanz, die euch fähig macht, bis zum Throne Gottes zu gelangen. Diese Kirche oder Kathedrale kann großartig sein und durchdrungen von guten Einflüssen, aber euer eigener Tempel ist wie ein Hindernis, weil er verschmutzt ist. Wenn euer Tempel gereinigt ist, so wird euer Gebet bis zu Gott gelangen, selbst wenn ihr nie in eine Kirche geht. Also lasst die anderen sich darum kümmern und kümmert ihr euch um euren eigenen Tempel. Stellt euch vor, ihr seid in euch wie in einem Heiligtum, wo ein lebendiges Wasser fließt.

    Durch die Gebete, durch die Meditationen reinigt sich der Schüler. Er reinigt seinen eigenen Tempel und bittet danach Gott, in ihm zu wohnen. Nichts kann mit einem menschlichen Körper verglichen werden, der gereinigt und geheiligt ist, der ein wahrer Tempel geworden ist.

    In der Natur wie im inneren Leben ist die Sonne der beste Vertreter der Gottes.

    Als die Eingeweihten ein Bild Gottes haben wollten, haben sie sich mit dem Licht beschäftigt. Auf Erden konnten sie dieses Bild nirgendwo anders als im Licht in der Sonne finden. Um euch mit Gott zu verbinden, stellt euch eine in den Raum hinausstrahlende Sonne vor, schickt ihr eure Gedanken, vereinigt euch mit ihr und ihr werdet sehen, dass diese Sonne, die Gott darstellt, die Schwingungen eures Wesens erhöht. Alles Stoffe in euch werden verherrlicht, ihr versetzt euch in eine höhere Region und nehmt nicht mehr auf, was von den niederen Regionen herkommt, die man Hölle nennt. Eure Antennen empfangen das, was in den erhabenen Regionen vor sich geht und ihr erhebt euch über die Leiden, das Elend und das Unglücks.

    Eine universelle Religion besitzt somit eine wissenschaftliche Grundlage.

    Eine universelle Religion ist gegründet auf dem großen Gesetz der universellen Übereinstimmung. Das ist ein Gesetz, das gleichzeitig physisch, chemisch, magisch und geistig ist und das sich so ausdrücken lässt: Indem man sich mit dem verbindet, was vollkommen ist (vollkommen an Intelligenz, vollkommen an Macht, vollkommen in der Form, vollkommen in der Farbe, vollkommen im Duft, vollkommen an Schönheit), so zieht man selbst den Vorteil aus dieser Vollkommenheit, weil man sie in sich selbst einführt. Dies ist ein unfehlbares Gesetz. Wenn ihr dieses Gesetz einmal kennt, so wollt ihr euch von dieser Idee der Vollkommenheit nicht mehr trennen, denn sonst fühlt ihr, dass ihr etwas in euch selbst kaputt macht. Eine universelle Religion ist gegründet auf der Kenntnis der vollkommenen, wirklichen und beweisbaren Gesetze, die man ja in allen Bereichen der Natur bis in die Tierkunde und Insektenkunde hinein überall angewendet findet. – Nehmen wir an, ihr hättet ein Vorbild, ein Wesen, das für euch eine Gottheit ist. Ihr betet es an, ihr bewundert es, ihr betrachtet es, ihr meditiert über es. – In dem Moment verbindet ihr euch mit der Vollkommenheit, mit der Herrlichkeit und eine großartige, harmonische Welt beginnt sich in euch niederzulassen und ihr wachst, ihr blüht auf, ihr werdet schön und mächtig bis ihr eines Tages ganz genau so seid wie dieses Wesen. Genauso arbeitet dieses Gesetz.

    Wenn eure Religion nur auf Einbildung, auf Aberglauben und Gewohnheiten gegründet ist, die von eurer Erziehung, von der Gesellschaft oder von der Familie stammen, so wird sie weder zuverlässig noch dauerhaft sein. Eine universelle Religion ist gegründet auf der Kenntnis des Gesetzes der Entsprechung. In dem Moment, an dem man dieses Gesetz erkannt hat, versteht man, dass man den Herrn weder deshalb lieben sollte, weil es die Kirche so angeordnet hat noch weil es irgendwo in der Bibel geschrieben steht, sondern weil es eine absolute Gesetzmäßigkeit, eine fabelhafte Gesetzmäßigkeit gibt, dank derer wir selbst es sind, die aus dieser Liebe den Vorteil ziehen und wegen uns auch die ganze Welt.

    Der Beweis, dass dieses Wissen noch nicht in den Köpfen der Menschen Einzug genommen hat, ist die Tatsache, dass zurzeit so viele Christen aus der Kirche austreten. Sie haben nichts verstanden und die Wissenschaft jubelt! Die Religion, so wie diese Menschen sie verstanden haben, hatte keine feste Grundlage. Man braucht jetzt das Wissen der Einweihungslehre. Dieses Wissen offenbarte man klar und deutlich in den verborgenen Einweihungsschulen der Vergangenheit: Der Schüler machte Erfahrungen, er berührte die Wahrheit mit eigenen Händen und dies war ein Wissen, das er anschließend nicht mehr verlieren konnte.

    Hier gehts weiter, einfach auf “weiter” klicken:
    http://www.aivanhov.de/theory/6_universelle_religion.htm

  21. heidi reiff sagt:

    My home is my castel

    Vor einiger Zeit hab ich im TV ein Film gesehen von einem Mann der im Wald lebt, auf eine Art ursprünglich, auch mit seiner Ernährung, er hat gesagt, sich von rohen Fischen zu ernähren, ist recht extrem, wie leider alles . “Glaube, Religion etc. sind kollektive Aussagen, ich schätze einfach Wiki, da können wir uns ja holen, was uns interessiert, da können wir uns z.B. noch den Gang in die Bibliothek sparen, in der Bilbliothek gibts ja auch Fristen für die Rückgabe, eine Mahnung und wenn wir diese verpasst haben ist es immer mit Mehrkosten verbunden , ich schätze nach wie vor die Natur, den ganzen Tag über das Wetter fluchen ist doch verpuffte Energie, ist so einseitig, die Natur hat immer überlebt wird auch ohne mich überleben, das sind für mich einfach normale Prozesse. Sind Menschen so abhängig, dass sie nur noch im Kollektiv überleben können. Vergleiche mit andern Ländern kann ich nicht machen. Timbuktu ist kein Phanasiename wie ich immer gemeint habe, es gibt da ein Wandervogel der hat ev. einfach sein Ziel in der Wüste gefunden, Menschen sind unterwegst, gehört zum Leben oder nicht. Ich habe recht lange gebraucht, bis ich diese geheuchelte Doppelmoral durchschaut habe. Meine heutige Entscheidung, nimm dir zeit und nicht das leben, lebe jeden Tag so wie wenn es dein Letzter wäre, ein weinendes und lachendes Auge, diese Aussagen sind nicht von mir, einfach inhaltlich gibt es für mich mehr Sinn. Naturkatastrophen gab es immer, Erdbeben Ueberschwemmungen, je nachdem wo wir uns befinden sind wir von diesen Ereignissen nicht gefeit, sind einfach Naturereignisse die kein Lebewesen im Griff hat, auch der idealisierte Gott oder Teufel nicht, einfach ein fieses Erpressungsmittel, um Menschen klein und gehorsam im Griff zu haben, “Am Anfang war Erziehung, eben KADAVERGEHORSAM” . Für diese destruktiven Muster gibt es keine Rechfertigung. Anscheinend hat es Guru Hellinger mit seinem verlogenen Familienstellen auch nicht geschafft. Tappen wir bewusst oder unbewusst immer wieder in diese Fallen rein ?

  22. @ Heidi sagt:

    sehen Sie, das wollte ich nicht: in einer anonymen Wohn/Miet-Maschine verschwinden. Über mir nachts um 3 Highheels und noch mehr… unter mir Getrappel…eine Armee? es war nur EIN (blödes!) Kind….Mama! Mama!….Aber Mama hörte nicht. , neben mir Gebell, Gehuste, einlaufendes Badewasser, Fernsehgeblök, Rapmusik, Waschmaschine, Streit…hundert Briefkastennamen und ansonsten keine Ahnung, wer die Mülltonnen zustopft! Über den 4.Stock hinaus sei nicht menschengemäß hieß es einst in meiner Ausbildung. Ich kenne es seit Kindertagen aus der Tür hinaus zu treten und Erde unter den Füßen zu haben. DAS IST und wäre die GRUND-Lage! Für JEDEN! Muß man deshalb in Dubai dem internationalen Publikum die Skihänge unter Dach bieten? Die Natur “überlebt” nicht in jedem Fall?? Lesen Sie mal “Walden” von Thoreau.
    Ich bin jeden Tag sechs Klimometer mit dem Rad gefahren, um mir ein Brötchen zu kaufen. Und wieder zurück. Habe meine Wäsche in der Wanne gewaschen…. Strom, Heizung, Wasser gespart, nicht gekocht…kein TV, kein Internet….und hatte dennoch 500Euro Mietkosten. Am “A.der Welt”. Im tiefen Süddeutschland.
    Ich ziehe es vor, VOR Wiki und virtuellen Alternativen, in eine Bibliothek zu fahren (Rad) und ein leibhaftiges Druckwerk in die Finger zu nehmen unter lebendigen Menschen. Das ist eine nachzuvollziehende Mühe. Sich selbst ein Haus mit eigenen Händen zu bauen, ist eine nachzuvollziehende Mühe (statt den Kataloglieferanten anzufordern) Selbst einen Hasen zu erlegen (oder ein Bison) wäre eine nachzuvollziehende Mühe. Ich bin der Meinung, dass man dahin wieder radikal etliche Schritte zurück gehen muß! Die Natur fordert es! Überspringen, Verkürzen sinnlos.
    Früher – mit weniger Technik – fühlte ich mich mehr angeschlossen. Habe ich keine Informationen vermißt. Und alles bekommen, was ich brauchte. Heute ist (fast) alles machbar, mit Gentechnik, Nano oder Chip im Hirn. Das Organ eines anderen? Ich wähle den mühsamen Weg. PC will und brauche ich nicht wirklich. Telefon…? Naja…Der ganze Technikschrott im Zimmer meines Sorgen- Kindes….alles nur Verlagerung wirklichen Miteinanders und kreativen Tuns…Wie kann ein Einhalten im Alltag aussehen? Ich geh dort hin und zerstöre alles? Entwende das, was andere dort hinein gestellt haben? Ohnmächtig werde ich Zeuge, wie eine Persönlichkeit sich verändert.

    “Menschliche Entwicklung” in einer bestimmten Richtung. Die Menschen haben die Wahl. Pro Leben?
    Ich bin immer überwältigt, wenn ich von Zeitzeugen des alten Königsberges höre, welches Miteinander, welche Kultur, welche Infrastruktur dort vor dem ersten Weltkrieg bereits vorhanden waren: Flughafen, Straßenbahnnetz, Opernhäuser, Bibliotheken, Warenhäuser, Parks…Errungenschaften für und mit Menschen oder gegen sie?
    und es ziehen geistig die Holzschnitte von Grieshaber und weiterer Unterrichtsmaterialien des Baseler Totentanzes vorüber …

    Ich bin auf den Spuren meiner eigenen “Songline”… hier und da eine Markierung, ein Wiedererkennen…ein Altar für Trauer,

    ok…das geht in Richtung Frauenkust, Starhawk 🙁 …allein oder im Team? in Worten oder in Bildern?
    immer wieder dem etablierten Patriarchat mit einverleibender Bürokratie Meldung machen
    wir hier in der BRD sind überschwemmt mit Schäubles…aber “wir gebe Laut”!

    mfg
    unzensiert, unredigiert

  23. @ Heidi sagt:

    nicht Hellinger, meine Familie, meine Ahnen
    sind hochmotiviert und potenziell wirksam! Da ist noch viel Veränderung drinnen! Da ist noch viel Unbewußtes ans Licht zu bringen. Familiengeheimnisse zu bergen. Leichen aus dem Keller zu holen. Ich habs für meinen Teil lange Zeit betrieben. Dennoch ist eine Familie ein größeres System. So FREI bin ich leider – nicht! 🙁 Aber Sie haben recht. Man kann vieles ablehnen. Und endlich loslassen.

    aber ob “Gott” einen dabei unterstützt???
    Grüß Gott, wenn du ihn siehst…

    mit mir wollte er stets Versteck spielen. Und dabei kann es nun gern bleiben!

  24. re: "Naturkatastrophen" sagt:

    Kulturwechsel
    was wir persönlich tun können ? Ich sage z.B. Nee, Freikirche, das was Du mir überbraten wolltest, bin ich nicht bereit, fortzuschreiben. Nicht diese Rollen… diese entsetzlichen Festlegungen. Nicht deine Feinbilder. Diese entsetzlich ungerechten Feindbilder.
    Nicht deine Ideologien und Indoktrinierungen ökologisches Handeln zu verurteilen und statt dessen zu prassen…Unbegrenztes Wachstum in einer begrenzten Welt.
    Proteskultur wahrnehmen.
    Wirtschaftsraum Zürich. Wirtschaftsraum Oslo. Wirtschaftsraum Inner-London. Wirtschaftsraum Hamburg, vierter Platz. DIe höchsten Haushaltseinkünfte in Europa…
    Es wird vieles zu bedenken geben….

    Von wo kommt denn heute das Umdenken?

    “Das Ende der Welt, wie wir sie kannten”….??? —>Harald Welzer

    ich sehe mich längst nicht mehr geborgen in meinen vier Wänden, nicht “unabhängig” wie noch in einer “linearen” Welt wie vor wenigen Jahren, die noch keine Erkenntnisse über Zusammenhänge hatte

  25. heidi reiff sagt:

    Geld regiert die Welt so aufgeklärt sind doch alle, ich habe eine etwas gestörte Beziehung zu Geld. Gutgemeint hat unser Vater Sparbüchlein für uns Kinder angelegt, als es um seine eigene Existenz ging hat er alle unsere Sparkonten aufgelöst um ein eigenes
    Geschäft zu gründen. Erpressung war seine Masche auf allen Ebenen, mich hat er immer benutzt als Vorbild hat mich als Vorbild hingestellt als kleines Kind, so quasi mich vorgeschoben als Objekt, sexuell wurde ich zum Glück nie missbraucht von meinem Vater, als hilflose Kinder idealisierten wir doch unsere Eltern, wir wollten einfach angenommen und geliebt werden, von Papa getragen werden auf den Schultern, meine Grosskinder sind meine Spiegel für dieses normale Verhalten, die Bilder von Sangi jetzt 10 Jahre alt sind im Kopf, ich konnte mich einfach identifizieren mit ihrer spontanen Art, so war ich als kleines Kind. Wenn sie ein kleines Marienkäferchen entdeckt hat, liess sie es einfach gewähren auf der Hand bis es freiwillig davonflog. Stechmücken und Wespen hab ich nie gemocht auch diese Bremsentiere nicht, ich war ständig verstochen von Schnagen, die Abwehrmittel gabs einfach früher nicht, auf dieser Ebene schätze ich diese Mückensprays, Sonnenschutzmittel etc. Ein normaler Schutz ist auf dieser Ebene gewährleistet, Sonnenbrand tut verdammt weh, ich setze mich der idealisierten Sonne nicht mehr aus, auch davor müssen wir uns schützen, ich bin doch keine Bratwurst, in künstlichen Solarien lassen sich Menschen bräunen etc. Ist für mich ein Armutszeugnis wenn ich nur landen kann bei meinem Gegenüber mit Markenjeans, das ist ein zentraler Punkt, ich liebe dich nur wenn…. Liebe ist bedingungslos, ist einfach meine innere Haltung, hat mit Religion nichts zu tun. Der Mensch ist nur mit dem Herzen gut, beginnen wir bei unseren Kindern………………..

  26. @ Heidi sagt:

    Liebe ist für mich ein zu großes Wort. Reden wir von Wohlwollen und Zuwendung Ich habe immer und überall meine Entscheidungen nur zu Gunsten meiner Kinder getroffen. Mein letztes Hemd gegeben…Habe mir oft , viel zu oft, einen Kinnhaken abgeholt. Nun lasse ich sie los; sie sind ja schon lange ausgezogen. 2 mit 18, mit 19, mit 20, mit 21….Ich meine auch insofern, dass ich Entscheidungen nun nicht mehr für deren Eventualitäten treffe (Männer machen das längst nicht, sondern sind abgenabelt, planen für sich selbst…), sondern – da fünf nach zwölf – für m i c h, sofern es noch geht. Die Kinder woillten ja schon lange, dass es ihrer Mutter gut geht. Sie können gern freiwillig wiederkommen..Erstmal ist für Platz vorgesorgt, was für ein Luxus!.
    ..Ich war mit 20 draussen, und wußte, im Elternhaus ist für mich die Tür offen, ist eine Wohnung. bereit..hatte mir von Stipendium und Job (nebenber. Lehrauftrag, Tutorium, Tippse bei Spiegel +manager+Reedereien etc.) 2 Studienabschlüsse und mehr finanziert, Whg, Auto…das ginge heute nicht mehr…
    Jeder kehre vor seiner Haustür. Und wie ich reduziert habe! Aber andere kehren nciht vor ihrer Haustür! Und verschwenden weiter. Das ist das Problem!

    Was die Liebe betrifft: sie stirbt bei zu viel Sorge und Fürsorge für andere, etwa zwischen Eltern bei zu viel Kinderverschorgungsscheiße ohne Delegierenkönnen .. sie verzieht sich wie die Seele aus seelenlosen Zusammenhängen…etwa Sex gegen Null Seele?… beim endlosen Gemüseschnibbeln, bei Disstress…beide verziehen sich, wenn Dritte die Macht übernehmen wollen…Liebe ein Politicum? Ein frommes Politicum.

  27. damen waesche…

    Habe bislang nur wenige gute Seiten zu dem Thema gefunden. Zu suchen kann sich aber scheinbar durchaus lohnen. Dann lassen sich sogar noch solch nette Seiten wie diese hier finden. Finde ich echt klasse beschrieben….

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