Mit dem Klimawandel in den Untergang

Erstürmung, Plünderung und Zerstörung der Stadt Rom: «Destruction» aus dem Gemäldezyklus «The Course of Empire» von Thomas Cole, 1836. Foto: Corbis via Getty Images

Zwei grosse Rätsel umranken das Imperium Romanum bis heute. Erstens: Wieso konnte es sich über tausend Jahre lang halten? Ausgedehnte Vielvölkerreiche überleben selten lange, das mussten die Mongolen genauso erfahren wie die Briten oder die Sowjets. Zweitens: Wieso ging Rom dann unter? Denn sein Ende war ein Zivilisationsbruch, wie ihn die Menschheit kaum je davor und danach erlebt hat. Ganze Städte verschwanden, riesige Strassennetze wurden wieder zu Matsch, Regionen entleerten sich. Es gibt Schätzungen, dass sich die Bevölkerung im Mittelmeerraum nach dem Ende des Grossstaates in einem längeren Abstiegsprozess halbierte.

Einen Deutungsstrang, der Antworten gleich für beide Rätsel abliefert, bietet nun Kyle Harper. Laut dem amerikanischen Historiker wurde Rom gross dank Mutter Natur, und am Ende scheiterte es – an Mutter Natur.

Was löste denn die Völkerwanderung aus?

Harper wertete die teils sehr jungen Techniken und Erkenntnisse der Klimatologie und der Umweltgeschichte aus, und da zeigte sich, dass in Europa zwischen 200 vor Christus und 150 nach Christus sehr günstige Verhältnisse herrschten. Dann folgte eine instabilere Phase, und nochmals etwa dreihundert Jahre später, ums Jahr 450, setzte eine regelrechte kleine Eiszeit ein, wo unwirtliche Wetterbedingungen häufiger zu katastrophalen Ernten führten. Die Quellen berichten von Dürren in Nordafrika und zugleich von Sintfluten im Gebiet der heutigen Türkei oder im Euphrat-und-Tigris-Gebiet.

Kyle Harper: The Fate of Rome. Climate, Disease, and the End of an Empire. Princeton University Press, Princeton 2017. 440 S., ca. 35 Fr.

Harper, ein Professor für Altertumskunde in Oklahoma, behauptet keineswegs, dass hier die allumfassende Erklärung für den Schicksalsweg von Rom liegt. Auch er anerkennt – beispielsweise –, dass ein jahrhundertelanger germanischer Immigrationsprozess das Reich untergrub. Aber diese Völkerwanderung wurde selber angeheizt durch Klimaverschiebungen. Tief in Zentralasien häuften sich die Trockenperioden, was die Hunnen zum Aufbruch gen Westen trieb, und die trieben dann ihrerseits germanische Stämme vor sich her.

Weg in den Teufelskreis

Die Natur wurde noch auf einer zweiten Ebene zur Zerstörungskraft: Wie die Quellen verraten, grassierten etwa ab dem Jahr 150 vermehrt Seuchen im Römischen Reich – die Pocken, vielleicht sogar Ebola, und im Jahr 541 raste erstmals die Pest durch Europa. In den nächsten zweihundert Jahren melden die Quellen mindestens 38 Pestausbrüche rund ums Mittelmeer.

Rom war in einen Teufelskreis hineingewachsen. Seine Ausdehnung, seine Verflechtung mit fernsten Völkern in Asien und Afrika, sein Handel, seine Strassen, seine immer grösseren Städte, seine immer dichteren Menschenmassen: All das machte das Imperium reif für den Siegeszug tödlicher Mikroorganismen.

Damit wurde das Stützwerk des Reiches brüchig. Die legendären Legionen waren schon immer teuer gewesen; nun wurden sie fast untragbar. Wegen der widrigen Klimabedingungen sanken die Steuereinnahmen, die Staatskassen leerten sich, und mit der angeschlagenen Bevölkerung wurde es stetig schwieriger – und teurer –, immer wieder neue Legionäre zu rekrutieren. Zugleich waren die späten Kaiser gezwungen, mit aufwendigen Monsterprojekten gegen die härteren Naturbedingungen anzukämpfen. Die Chronisten berichten, wie sie in Ost- und Westrom Aquädukte und Zisternen bauen liessen, ja Flüsse umleiteten und Sümpfe trockenlegen wollten. Nur half dies am Ende viel zu wenig.

Rom als Spiegel für uns

Und all dies geschah ausgerechnet in einer Zeit, «als das gesamte Gewicht der eurasischen Steppe auf das Gerüst der römischen Macht zu drücken begann», wie Kyle Harper es formuliert. Roms Macht und Roms Untergang: Es wurde von den Nachfahren schon immer gern als Spiegel benutzt, als Warnung und als Lektion. Je nach Zeitgeist stellte man andere Aspekte ins Schaufenster. Kein Wunder also, dass der Klimawandel heute, im 21. Jahrhundert, als weitere und prominentere Erklärung aufscheint.

Doch Harper liefert keinem billige Argumente, weder den Klimawarnern noch den Klimaleugnern. Seine Forschungen lehren uns höchstens, dass die Völker des Mittelmeers in einem feinen Zusammenspiel von Klima und Kultur, Mikroorganismen und Zivilisation verstrickt waren. Dass sich die Zyklen darin mal positiv, mal negativ verstärkten. Und dass ein menschliches Reich nur so stark wird, wie es die Natur erlaubt.

27 Kommentare zu «Mit dem Klimawandel in den Untergang»

  • Al Cavallo sagt:

    Drei Bereich: Gesundheit, Wasser und Landverlust. Diese halten sich in Grenzen, wenn wir, wie im Übereinkommen von Paris von 196 Mitgliedstaaten vereinbart, eine Begrenzung der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau, wenn möglich auf 1.5 °C erzielen. Das Übereinkommen von Paris hielt zudem fest, dass die Finanzmittelflüsse in Einklang mit einer emissionsarmen Entwicklung getätigt werden sollen – weg von kohlenstoffintensiven Investitionen.

  • Alf Cavallo sagt:

    Heute sind es jedoch 410 Einheiten, dies entspricht einem Anstieg von mehr als 35% zum Jahrtausend-Durchschnitt. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts erlebten wir eine globale Erwärmung um ein Grad Celsius. Diese Erwärmung lässt das Eis an den Polen schmelzen, wodurch der Meeresspiegel seit 1900 um 19 cm angestiegen ist. Jeden Tag schmilzt rund ein Kubikkilometer Eis, was etwa dem Volumen von 320‘000 50m-Schwimmbecken entspricht. Der Meeresspiegel steigt täglich um 0,8 Millimeter. Der CO2-Anstieg ist auf das Verbrennen von Fossilen Brennstoffen und der Rodung der Wälder zurückzuführen. Die Wissenschaft ist sich einig, dass der Mensch einen Einfluss auf den Klimawandel hat. Konsequenzen der zukünftigen Ressourcen-Knappheit, falls wir nichts unternehmen, sieht Stocker in drei Bereichen:

  • Al Cavallo sagt:

    Klimaveränderung findet immer statt. Thomas Stocker, Leiter der Abteilung für Klima- und Umweltphysik am physikalischen Institut der Universität Bern, wartet mit knallharten Fakten auf: Der CO2-Gehalt, das zweithäufigste Treibhausgas nach dem Wasserdampf in unserer Atmosphäre, ist seit 1958 kontinuierlich und in den letzten Jahrzehnten beängstigend stark angestiegen. Skeptikern der Erderwärmung nahm Stocker den Wind aus den Segeln, denn im Eis der Antarktis finden sich Lufteinschlüsse, welche auf ihren CO2-Gehalt analysiert wurden.Die Werte der letzten 800‘000 Jahre zeigen, dass es sich um eine noch nie vorher dagewesene Anomalie handelt. Die Kohlenstoffdioxid-Konzentration bewegte sich über die gesamte Zeit in einer Spannbreite von 180 bis 280 Einheiten.

  • Leo Klaus sagt:

    „Ausgedehnte Vielvölkerreiche überleben selten lange“ – ich liebe diese platte Formulierung welche in der Regel von nicht-Historikern kommt. Mal schauen: Rom, Oesterreich-Ungarn, Osmanisches Reich, Britisches Imperium, Moghuls, Mauryas (Liste beliebig erweitern) ueberlebten alle paar hundert Jahre oder mehr. Homogene Nationalstaaten gibt es erst mal gar nicht so lange, dass man sie ueberhaupt als das bessere Modell loben kann.

    Das waere als wenn man Dinosaurier als nicht-erfolgreich bezeichnen wuerde. Die gabs ja „nur“ circa 200-300 Mio Jahre auf der Erde, nicht wahr?

    • Claudio Hammer sagt:

      Klaus: Die platten Argumente von Hobbyhistorikern wie Ihnen sind allerdings sehr schwach.
      Osterreich-Ungarn existierte gerade mal von 1867-1918, das britische Empire mit seiner grösste Ausdehnung um 1922 existierte auch nur rund ein Jahrhundert. In den brit. Empires zuvor gab es immer wieder heftige Gebietsverluste wie z.B. die USA 1776. Kein Vergleich mit dem Imperium Romanum.
      Das mongolische Reich von 1206 bis 1368.
      .
      Sie sehen Ihre Argumente und Beispiele sind wirklich sehr sehr schwach!

  • Franz Müller sagt:

    Auch wir im gesättigten und mehrheitlich zufriedenen Europa befinden uns an Bord der TITANIC, der grosse Eisberg ist in Sicht, die Kollision ist wohl unvermeidlich. Es ist die Emigration nicht nur von halb Afrika, es reicht mittlerweile bis Afghanistan und drüber hinaus. Zig-Millionen sitzen auf gepackten Koffern und Taschen, wollen unter allen Umständen nach Europa. Die geschätzten drei (!) Millionen Unglücklichen, dies es bis nach Europa schafften, überfordert Europa auch finanziell immer mehr. 90% der Flüchtlinge verfügen über keine nennenswerte Schulbildung. Zudem hat es sehr viele Muslime darunter, manchmal schwer integrierbar. Genau deswegen bewegt sich Europa nach rechts, Abschottung pur ist heute angesagt. Es nützt nichts, Europa steht vor der Zerreissprobe.

  • Jürg Brechbühl, Diplombiologe UniBE sagt:

    Vor 5000 Jahren war das Mittelmeer von üppigen Wäldern umgeben. Gilgamesch zerstörte laut Epos im Mutwillen die Zedernwälder Libanons und provozierte schlimmste Überschwemmungen. Der Krieg zwischen Athen und Sparta verbrauchte die Wälder Attikas und Peloponnes für Kriegsschiffe. Die biblische Zerstörung Jerusalems war u. a. ein Umweltkatastrophe. Im römischen Reich lag der grösste Teil der italienischen Halbinsel brach bis zur Pensionierung der Legionäre. Als Rom in Nordafrika für den Ackerbau rodete, wurde dort Weizen und Wein produziert. Der Anbau von Olivenbäumen war unter Strafe verboten als Verschwendung von wertvollem Kulturland. Als die Römer fertig waren, wuchsen nur noch Olivenbäume und sonst nichts mehr. Sämtliche Hochkulturen um das Mittelmeer gingen mit ihren Wäldern zugrund

  • Bebbi Fässler sagt:

    Das „römische Bürgerrecht“ war ein begehrtes Ziel für viele eroberte „Nichtrömer“.
    .
    Und wenn der wanderlustige Barbar von seiner Hütte auf die Strasse trat, führte diese Strasse nach oft Rom.
    .
    Oder zu den römischen Legionen. Als Hilfstruppen Legionär bestand die Aussicht auf das römische Bürgerrecht.

  • Sacha Meier sagt:

    Geschichte wiederholt sich eben. Klimawandel, Krankheiten und Massenmigration mögen zwar sicher einen Beitrag geleistet haben, wobei das weströmische Reiches mit der Absetzung des weströmischen Kaisers Romulus Augustulus im Jahr 476 (bzw. mit dem Tod des letzten von Ostrom anerkannten Kaisers Julius Nepos im Jahr 480) unterging (ja es gibt noch andere Thesen). Der wohl wichtigste Grund war aber die Konsumverblödung der Römer, die sich genau darum nicht mehr zu helfen wussten. Ausgelöst hatte diese zivilisatorische Katastrophe das Geschäftsmodell, den Konsum von der (Billig-)Produktion zu trennen und diese zu den Barbaren (Kelten, Gallieren, Wikingern, Germanen, etc.) zu outsourcen. Dazwischen setzten sich die Händler, die sich dumm und dämlich verdienten; wie heute. Diesmal ist es global.

  • Daniel Stiefel sagt:

    Rom wurde durch Raubzüge, Eroberungen und Sklaverei zum Weltreich. Das waren allerdings keine ewigen Resourcen. Im Zeitraum, als nichts mehr zu holen war, und auch die gratis Arbeitskräfte, Sklaven, ausblieben, stellten sich Partikularinteressen vor nationales Interesse: Die reichen Römer, Privatleute, Beamte und Militärs verliessen Rom und blieben auf ihren riesigen Latifundien in Europa, Afrika und Asien, um deren Wirtschaftlichkeit und ihre Lokalmacht zu stützen. Die Welt wurde nach der Romanisierung wieder lokaler. Es brauchten daher nicht mehr alle Wege nach Rom zu führen. Mag sein, dass Klimaveränderungen und damit verbundene Völkerwanderungen diese Entwicklung verstärkten, die Ueberdehnung der Reichsgrenzen allerdings war der römischen Resourcengier zu verdanken.

  • Hans Jung sagt:

    Es gibt nichts schön zu reden. Die Ursache war hautsächlich der Klimawandel. Insofern gibt es tatsächlich viele Parallelen zu heute. Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung, zunehmende Dürren und Wüstenausbreitung in Afrika werden die Motivation zur Flucht von Millionen verstärken. Verursacht wird der Klimawandel durch die technisierte Welt, also uns. Wir müssen lernen, damit umzugehen, so oder so. Und dabei menschlich bleiben.

    • Niklas Meier sagt:

      Das ist ja genau die Krux.
      Wer oder was den Klimawandel hervorruft sei dahingestellt, aber Sie propagieren genau das was die Römer untergehen liess. Ins römische Reich durfte eigentlich jeder einwandern. Zuwanderer und Eroberte durften ihre Religion und ihre Kultur weitgehend behalten, aus den Volksgruppen wurden Anführer gefördert und eingesetzt usw…
      Genau das wird auch heute gemacht. Wie vermessen sind Sie zu glauben, dass das besser enden wird?

      • Maike sagt:

        Darf ich Sie an Hannibal erinnern ? Dem war es volkommen egal was für eine Einwanderungspolitik die Römer betrieben haben – der wollte da einfach hin. Es ist irrig zu denken, wenn man sich abschottet und die Grenzen dicht macht, das man dann auf ewig ruhig dahinter leben kann. Das Gegenteil würde vermutlich der Fall sein, weil alles was verboten ist, doppelt so interessant ist. Man würde viel mehr im Fokus derjenigen sein, die für ein besseres Leben alles geben würden.

      • Hans Jung sagt:

        Was hat das Vermessenheit zu tun? Ich weiss nicht wie die Römer die Einwanderer behandelt haben, ob sie diese wie wir vor der Haustüre ertrinken liessen (über 1’000 allein dieses Jahr). Wer bin ich denn, der eine Lösung anbieten könnte, nachdem Dutzende von Gremien darüber beraten, dass wäre vermessen. Nicht die Flüchtlinge sind schuld, dass sie zu uns kommen. Mit Augenmass und vernünftigen Ansätzen liesse sich dies unter Berücksichtigung der Menschenwürde bewerkstelligen, Europa ist nur mit einem Bruchteil davon konfrontiert, Länder wie Polen, Ungarn, Tschechien kümmern sich keinen Deut um die Verlierer der Globalisierung, aber profitieren ungeniert von den Segnungen der EU. Mit gutem Willen aller liessen sich die Ankömmlinge integrieren, das haben die Römer verpasst.

      • Niklas Meier sagt:

        Falsch Herr Jung.
        Die Römer haben die Ankömmlinge (und die Eroberten) aufgenommen und integriert. Wie gut das funktioniert hat kann Varus ein Lied von singen.

      • Andreas F. Eicher sagt:

        Niklas Meier

        Hm, auch nicht ganz richtig.

        Der Publius Quinctilius Varus verlohr seine Schlacht um 9 nach Chr. Seine römischen Legionen waren die tatsächlichen Eindringlinge im germanisch-keltischen Gebiet in Norddeutschland.

        Arminius war ein romanisiertes Kind germanischer Häuptlinge und hatte nach der Lektion im römischen Heer wieder zu seinen germanischen Wurzeln gefunden.

        Wer in diesem speziellen Fall der Eindringling oder Aggressor in Germanien war dürfte doch ohne Zweifel sein: der Römer!

      • Anton Paschke sagt:

        Deutlich mehr als die Hälfte der Einwanderer in Rom sind über den Sklavenmarkt eingewandert. Die römische Gesellschaft wies auch sonst noch Besonderheiten auf, die heute nicht mehr bedacht werden.

      • Niklas Meier sagt:

        Das widerspricht ja meiner Aussage nicht Herr Eicher.
        Selbst Arminius als Secondo (nennen wir es mal so) blieb seinem Herkunftsland treuer und verbundener. Er war auch kein trotziger oder hungriger Verlierer der Gesellschaft sondern hoher Offizier. Und dennoch verriet er Rom.

        Der Vergleich ist etwas krass, aber wie war das mit dem Doppeladler nach dem Tor? Natürlich wurde da die Schweiz nicht verraten, aber verbunden sind die Zugewanderten auch trotz Schweizerpass nicht vornehmlich mit der Schweiz. Oder die Deutsch die mit Erdogan posierten?

      • Andreas F. Eicher sagt:

        Niklas Meier

        Ob Arminius ein Secondo war ist sehr zu bezweifeln. Er war eine durch Römer zwangsweise verschleppte Geisel der 1. Generation, die als Geisel gegen Germanen gehalten wurde. Es muss wohl tausende Geiselopfer gegeben haben. Durch die (äussere) Romanisierung und besondere Fügungen konnte er im Militärapparat bis in die Nähe des Varus gelangen.

        Bei so einer Konstellation ist ein Vergleich mit zugewanderten Balkanesen in der CH nicht sinnvoll. Ironie der Geschichte: die Germanen selbst waren zugewanderte Eindringlinge im keltischen Siedlungsraum.

        Für zugewanderte Menschen ist es „normal“ an ihren „Stammesriten“ tiefenpsychologisch bewusst/unbewusst etwas festhalten, auch wenn sie Schweizer sind. Ab der 3./4. Generation dürfte dieses „Problem“ erfahrungsgemäß gelöst sein.

    • Bebbi Fässler sagt:

      Pardon Herr Niklas Meier!
      .
      Varus befand sich im Land der barbarischen Germanen! Die Römer wollten den Germanen ihr Schweizertum, pardon Germanentum, austreiben!
      .
      Die Germanen erinnerten sich an Morgarten und vernichteten drei Legionen samt Tross!
      .
      „Wehe den Besiegten“; traf nun auf die arroganten Römer zu. Damit war die Scharte von Bibracte ausgesetzt!

  • Rolf Herzog sagt:

    Zumindest für die Stadt Rom muss wohl das Gegenteil angenommen werden. Die Bedingungen dort waren schon immer so desolat, dass ein grosser Teil der Bevölkerung wegstarb. Ohne Migraten wäre die Stadt ziemlich schnell entvölkert gewesen.

  • Niklas Meier sagt:

    Also könnte man dann sagen, dass die Migration, in der Verbindung durch sie eingeschleppte Krankheiten, Rom zu Fall brachte?
    Das ist es doch was hier gesagt wird?

    • Hans Jung sagt:

      Nein das wird nicht gesagt. Hauptursache war der Klimawandel, zunehmende, erdrückende Kosten, um die Heere zu bezahlen, Krankheiten, die heute nicht mehr existieren oder zumindest bekämpft werden können usw. Man soll jetzt ja nicht, wie so oft, nach der scheinbar einfachsten Erklärung suchen. Es ist komplexer, viel komplexer als der Migration alles Übel der Welt unterzuschieben.

      • Niklas Meier sagt:

        Doch natürlich. Und Sie bestätigen das ja auch.
        Immigration von Getriebenen und Unterwanderung durch die Germanen setzten das viel zu teure System der Römer unter Druck. Es wurden Krankheiten eingeschleust die die lokale Bevölkerung nicht kannte.
        Gründe für Migration gibt und gab es immer. Die Folgen sind immer die selben.
        Die Parallelen stechen ins Auge.
        Es liegt an uns, die Konsequenzen zu ziehen. Oder alles schön zu reden.

      • Thomas Hartl sagt:

        Herr Meier, wenn sie sich vor eingeschleppten Krankheiten fürchten, dann müssen sie den Tourismus unterbinden, und nicht die Zuwanderung einschränken. Die Römer jetteten noch nicht mehrmals pro Jahr in ferne Länder.

      • Maike sagt:

        Welche Konsequenzen würden Sie denn vorschlagen Herr Meier ?

    • Andreas F. Eicher sagt:

      Niklas Meier
      Betrachtet man die Pestzüge im röm. Reich, so fällt auf: sie kamen offensichtlich auf den Handelswegen aus Byzanz, Orient und dem Osten. Ob solche Krankheiten aus dem germ. nordost-europ. Gebiet stammen, kann bezweifelt werden.

      Die Pestzüge (??) im 13 Jahrhundert z.B. hatten eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von ca. 500 bis 800 km/Jahr. Nachgewiesene Pestzüge in China des 19. JH hatten ein Geschw. von ca. 5 km/J. Die 500-800 passen gut zu menschl. Handelsaktivitäten. Die 5 passen gut zur Wanderbeweguzng. von Ratten, den Zuwanderern aus Indien.

      Die Handelsströme nach Rom: aus Norden Bernstein, Felle, Honig, Baumharz, Eisen, Weissmetalle uä. Aus Osten Seide, Gold, Kupfer, Edelsteine, Gewürze, Zucker, feine Genuss- und Lebensmittel, uä..

      Das ist ein plausibler Ansatz!

Kommentar

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