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Er will einen Stadtinspektor: Alexander Tschäppät. (Bild: Manu Friederich)

Ein sandsteinfarbenes M

Stadtpräsident Tschäppät will bei einer Wiederwahl einen Stadtinspektor einsetzen. Die Hauptaufgabe dieses «Stilberaters»? Mehr Sandstein.

«Ich will einen Stadtinspektor einführen», sagte Stadpräsident Tschäppät dem «Bund». «Einen, der die Ladenbesitzer beim Wickel nimmt und sagt: ‹Komm jetzt mal schauen, was du da für eine fürchterliche Leuchtreklame vor deinem Geschäft hast. Und wir wollen ein Weltkulturerbe sein?›»

In der heutigen «SonntagsZeitung» führt Tschäppät seine Idee weiter aus. Und man darf annehmen, dass der Stadtinspektor in spe – neben der Eliminierung von «ausländischen Pflanzen» – vor allem eines bewahren soll: den Sandstein. Oder gar die eine Ausweitung der Sandsteinzone, die auch vor dem McDonald’s am Kornhausplatz nicht halt machen würde: «Ich hätte Freude, wenn dort ein sandsteinfarbenes M hängen würde», so Tschäppät.

Man ist gespannt auf den Entwurf des Fast-Food-Giganten, wobei ich mir für Bern eher weniger als noch mehr Sandstein wünschen würde.

Benedikt Sartorius

Benedikt Sartorius lebt seit dem Transfer aus dem Oberland in Bern und hat seit einiger Zeit Frieden mit der Stadt geschlossen. Eine gewisse Neigung zum Sandstein- und Laubenallergiker ist aber immer noch spürbar.


Publiziert am 21. Oktober 2012

8 Kommentare

  1. michael matter says:

    vielleicht wäre es dann auch an der zeit, dass der sandstein nicht mehr durch urin verätzt wird. bern ist wohl die einzige stadt, wo man ganz offiziell ans welkulturerbe pissen kann.

    • Beat Manser says:

      Ach was, schiffen kann man überall, as geht ganz einfach. Das zumindest können Sie dem Tschäppat nicht anhängen.

  2. Jean-Cédric Lajoie says:

    Der arme Herr Tschäppät ist ja ganz verzogen (vgl. Bild mit richtigen Proportionen: http://goo.gl/X40L8 ). Oder ist das etwa nur ein gut gemeinter Versuch, den Herren etwas schlanker aussehen zu lassen…?

    • Benedikt Sartorius says:

      Nun erscheint Herr Tschäppät wieder in den richtigen Proportionen, Herr Lajoie. Merci für den Hinweis.

  3. Oliver says:

    Mc Donald’s hat beim Zytglogge auf die rote Farbe im Mc-Donald’s-Schriftzug verzichtet (ob aus eigenem Willen oder als Auflage der Denkmalpflege sei dahingestellt). Wenig später kam der Swisscom-Shop, und dieser hat sich mit seinem aufdringlichen rot-blauen Logo keinen Deut um denkmalpflegerische Aspekte gekümmert.

  4. Peter Zürcher says:

    ich muss schon sagen, diesem Herrn ist nicht mehr zu helfen. Wer bestimmt denn, was guter Stil ist und was nicht? Mir gefallen die Leuchreklamen. Aber natürlich es gibt noch zuwenig Vorschriften die einzuhalten sind. Jetzt soll noch so ein Stadt-Clown kommen, der einem am Wickel nimmt. Das ich nicht lache. Als Gewerbetreibender kann ich nur sagen, ich werde solche Befehle oder anordnungen ignorieren! Zeit diesen unsäglichen Tschpäppet nicht mehr zu wählen! Berner, erwachet!

    • H.G.Nägeli says:

      Also bitte, etwas Verständnis sollten wir für diesen Tschäppät schon aufbringen. Wahrscheinlich muss er einem guten Bekannten einen Posten für Fr. 120’000.- (mindestens) zuhalten. ?

  5. Mischa Hirschi says:

    Wir haben in Bern wirklich keine Probleme die wir lösen müssen. Warum suchen wir nicht gleich einen Zebra-Streifen-Nachmesser (Fussgängerstreifen darf man ja auch nicht mehr sagen) welcher mit Farbe und Pinsel die Streifen nachbessert oder jemand, der den Fussgängerverkehr in den Lauben regelt.

    Wir haben immer noch ein Luxusproblem!

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  1. michael matter says:

    vielleicht wäre es dann auch an der zeit, dass der sandstein nicht mehr durch urin verätzt wird. bern ist wohl die einzige stadt, wo man ganz offiziell ans welkulturerbe pissen kann.

    • Beat Manser says:

      Ach was, schiffen kann man überall, as geht ganz einfach. Das zumindest können Sie dem Tschäppat nicht anhängen.

  2. Jean-Cédric Lajoie says:

    Der arme Herr Tschäppät ist ja ganz verzogen (vgl. Bild mit richtigen Proportionen: http://goo.gl/X40L8 ). Oder ist das etwa nur ein gut gemeinter Versuch, den Herren etwas schlanker aussehen zu lassen…?

    • Benedikt Sartorius says:

      Nun erscheint Herr Tschäppät wieder in den richtigen Proportionen, Herr Lajoie. Merci für den Hinweis.

  3. Oliver says:

    Mc Donald’s hat beim Zytglogge auf die rote Farbe im Mc-Donald’s-Schriftzug verzichtet (ob aus eigenem Willen oder als Auflage der Denkmalpflege sei dahingestellt). Wenig später kam der Swisscom-Shop, und dieser hat sich mit seinem aufdringlichen rot-blauen Logo keinen Deut um denkmalpflegerische Aspekte gekümmert.

  4. Peter Zürcher says:

    ich muss schon sagen, diesem Herrn ist nicht mehr zu helfen. Wer bestimmt denn, was guter Stil ist und was nicht? Mir gefallen die Leuchreklamen. Aber natürlich es gibt noch zuwenig Vorschriften die einzuhalten sind. Jetzt soll noch so ein Stadt-Clown kommen, der einem am Wickel nimmt. Das ich nicht lache. Als Gewerbetreibender kann ich nur sagen, ich werde solche Befehle oder anordnungen ignorieren! Zeit diesen unsäglichen Tschpäppet nicht mehr zu wählen! Berner, erwachet!

    • H.G.Nägeli says:

      Also bitte, etwas Verständnis sollten wir für diesen Tschäppät schon aufbringen. Wahrscheinlich muss er einem guten Bekannten einen Posten für Fr. 120’000.- (mindestens) zuhalten. ?

  5. Mischa Hirschi says:

    Wir haben in Bern wirklich keine Probleme die wir lösen müssen. Warum suchen wir nicht gleich einen Zebra-Streifen-Nachmesser (Fussgängerstreifen darf man ja auch nicht mehr sagen) welcher mit Farbe und Pinsel die Streifen nachbessert oder jemand, der den Fussgängerverkehr in den Lauben regelt.

    Wir haben immer noch ein Luxusproblem!

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