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Ostern, aber pädagogisch richtig

Kinder wollen gefördert werden - auch bei der Osternest-Suche. Zum Glück bietet Bern einige gute Verstecke.

Mit Ostern ist nicht zu spassen. Besonders wenn Sie Kinder haben, ist das eine schwere Zeit. Denn an jedem Osterfest drohen sich die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Eltern und Kind zu verändern. Sie wissen, wovon ich rede: die Ostereiersuche. Das lustige Suchritual ist in Wahrheit psychologischer Krieg.

Wenn Sie Ihren Kindern das Osternestchen direkt vor die Tür legen, werden sich Ihre Zöglinge kaum gefordert fühlen und zweifeln, ob sie Ihnen überhaupt wichtig sind. Im neu erlangten Wissen, dass ihre Eltern genauso schlecht Sachen verstecken wie Liebe schenken, werden Ihre Kinder wohl kein Problem damit haben, Ihr Portemonnaie und Ihren Autoschlüssel zu finden, um damit fernab von Ihnen einen neues Leben als Säufer zu beginnen. Und dabei wollten Sie doch am Abend noch zusammen Ben Hur schauen.

Sie sehen also: Wenn Sie Ihre Kinder nicht in die Gosse treiben wollen, dann bleibt ihnen nichts anderes übrig, als wirklich gute Ostereier-Verstecke zu finden. Wir helfen Ihnen dabei.

International School of Berne
Es ist vollkommen ausgeschlossen, dass Ihre Kinder auf dieses Versteck kommen. Hier lässt sich so manches ganz prima unterbringen, zum Beispiel Diktatorennachwuchs. Sollten sie aber dennoch auf die richtige Spur gelangen, wird Ihnen die Schulleitung Rückendeckung geben.

Bollwerk-Passerelle
Die Passerelle ist bestimmt nicht Fort Knox unter den Verstecken, aber mit dieser Wahl erteilen Sie Ihrem Kind zusätzlich eine Lektion in Hygiene. Denn nicht umsonst nennen die etwas vulgären Kollegen von «20 Minuten» das Bauwerk auch «Pisserelle». Wenn das Osternest Ihres Kindes etwas urindurchtränkt ist, wird es wohl nie zum Wildpinkler werden.

IT-Abteilung Kantonspolizei Bern
Dieser Ort ist derart intransparent, Ihr Kind wird verzweifeln.

Tierpark Dählhölzli
Diese Option sollten Sie nur in Erwägung ziehen, wenn Sie ihr Kind nicht wirklich mögen. Dafür gibt es die wichtigsten Grundlagen des Darwinismus zu lernen.

Und wenn die Suche Ihres Kindes dennoch erfolgreich verläuft, dann achten Sie beim Eiertütschen darauf, dass Ihr Kind ein Ei erwischt, das Sie bemalt haben, ohne es vorher zu kochen.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 18. April 2014