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Bald sind Wahlen

Wir verlassen für einmal die Lokalpolitik, um uns den Europäischen Erneuerungswahlen zu widmen – der Eurovision Song Contest steht vor der Tür. Wir haben die Berner Spitzenkandidaten unter die Lupe genommen.

John Hänni – Travelling On My Own


Lassen Sie sich vom Namen nicht täuschen. John Hänni hat nichts zu tun mit Berns gecastetem Strahlemann. Wer sich die Zeit nimmt, sich etwas tiefer mit John zu beschäftigen, wird merken, dass sein wahres Talent eigentlich nicht die Musik ist, sondern die Gestaltung von sehr flotten Plattencovern. Hier ein paar Beispiele:

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Aber hallo!

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Nicht von schlechten Eltern!

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Sieger der Herzen!

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Keck!

Zappelphilipp – Hardcore Marijuana

Leider ist das ausgefallene Video von Zappelphilipp nicht auf Youtube und kann deshalb nicht verlinkt werden. Sie können es sich jedoch hier anschauen. An dieser Stelle dafür ein Video seines letzten Gigs:


Es sind Beiträge wie dieser, die uns dazu verleiten, immer wieder über den ESC zu berichten. Ein Brett von einem Song mit klarer Message! Wenn Zappelphilipp entgegen allen Erwartungen den ESC nicht zu seinen Gunsten entscheiden wird, dann hat er mit «Hardcore Marijuana» zumindest eine Hymne geschaffen, die den Cannabiskonsum in Bern endlich aus der Illegalität hievt.

Männerchor Steili Kressä – The Beat of the Meat

Wir revidieren. Zappelphilipp ist doch nicht der heisseste Anwärter auf Platz eins. Der Männerchor Steili Kressä stellt mit Verfleischlichungen berühmter Namen aus dem Musikbusiness alles auf den Kopf. Hier alle lustigen Wortspiele an einem Stück: The Meatles, The Rolling Bones, Fleetwood Big Mac, Chris de Burger, Kebab Dylan, Salmon & Garlicfunkel, Fillet Collins, Pearl Ham, Stew 2, Snoop Hot Dog, Ice-T-Bone, Wu Tang Ham, Sheryl Cow, Steak That, Red Hot Chili Con Carne, Pig Floyd, Deep Fried Purple, Barbecue Streisand.

Fred Actone & Graziano Leonis – Il était une fois l’espoir

Jetzt wird es schmalzig. Fred Actone & Graziano Leonis, auch bekannt als Duo Nächstenliebe, starten mit einer seichte Ballade ins Rennen. Diese ist etwa gleichermassen zum Heulen wie ihre College-Jacken mit «Love»- und «Hope»-Aufschrift. Da vermisst man schon fast die musikalische Sektion der Heilsarmee.

Stellavox Sisters – Feels So Good To Fall in Love Again

Leider ist das rührende Video von den Stellavox Sisters nicht auf Youtube und kann deshalb nicht verlinkt werden. Sie können es sich jedoch hier anschauen. Weil das so ergreifend ist, zeigen wir Ihnen an dieser Stelle, wie Sie wenigstens Zwiebeln schneiden können, ohne dabei zu weinen:

Wenn Sie sich das Video der Stellavox Sisters aufmerksam anschauen, dann wird Ihnen auffallen, dass die Stellavox Sisters anscheinend aus einer Frau und einem Mann bestehen. Ist er also ihre Schwester? Oder will da etwa jemand etwas Conchita-Wurst-Trittbrettfahrerei betreiben? Wir sind skeptisch.

Piero Ipazio & feat Isma Ksrisma DJ – Lula Lula Ohp

Leider ist das flippige Video von Piero Ipazio & feat Isma Ksrisma DJ nicht auf Youtube und kann deshalb nicht verlinkt werden. Sie können es sich jedoch hier anschauen. Wir zeigen Ihnen an dieser Stelle dafür das beliebte Manifest der Völkerverständigung von Alexander Tschäppät:

Jetzt wird es heikel. Wenn Sie glauben, es sei reines Zuckerschlecken, über den ESC zu berichten, dann täuschen Sie sich gewaltig. Schon letztes Jahr haben wir über Piero Ipazio berichtet, worauf er sich in der Kommentarspalte empörte: «Sorry, aber sie tut ihren job sher sclhecht unprofessionel, bevor du uber leute die nicht wissen zu schreiben,!!» Wir hoffen, dem Beitrag von Piero Ipazio dieses Jahr gerecht zu werden, indem wir sagen, das dieser einfach nur brillant ist.

Martin Erdmann

Martin Erdmann


Publiziert am 7. November 2014