Warum die Hypozinsen im Keller bleiben werden

Die Nationalbank könnte ihre Negativzinsen im September sogar ausweiten. Wohneigentum bleibt also sehr günstig.

Keine Zinswende in Sicht: Hausbesitzer können darauf vertrauen, dass die Hypozinsen noch mindestens bis Ende des nächsten Jahres tief bleiben werden. Foto: iStock

Wir haben gesehen, dass die Rendite der zehnjährigen Schweizer Bundesobligationen unter minus 1 Prozent gefallen ist. Was heisst das für unsere Hypothek? Dürfen wir darauf vertrauen, dass unsere Hypothek noch lange nicht teurer wird? W.J.

Die Tatsache, dass die Rendite auf Bundesobligationen mit einer Laufzeit von zehn Jahren unter die Marke von minus 1 Prozent gefallen ist, zeigt, dass die Anleger angesichts der vielen Unsicherheiten an den Finanzmärkten Sicherheit suchen.

Sie suchen den sicheren Hafen des Schweizer Frankens, weshalb der Euro zur Schweizer Währung auf unter 1.09 getaucht ist. Sie suchen aber auch Sicherheit in sicheren Anleihen weltweit, zu denen die Eidgenossen – also die Schweizer Bundesobligationen – zählen.

Die Zinsen werden auch in der Schweiz noch länger tief bleiben, zumal die Teuerung weiter gering ist. Ich sehe für die Schweizerische Nationalbank keinen Spielraum, dass sie nur schon daran denken könnte, die Zinsen anzuheben. Würde sie dies tun, würde der Schweizer Franken noch deutlich mehr an Stärke gewinnen. Im Gegenteil: Sie versucht, durch die Negativzinsen die Flucht in den Schweizer Franken unattraktiv zu machen.

Entscheidend für die künftige Zinsentwicklung ist allerdings primär die Europäische Zentralbank. Diese könnte im September ihre Geldpolitik weiter lockern. Neuste Zahlen haben gezeigt, dass eine Gefahr besteht, dass das grösste EU-Land, Deutschland, in eine Rezession rutschen könnte.

Auch die übrigen EU-Länder leiden mehrheitlich unter einer Wirtschaftsabschwächung. Der Handelsstreit zwischen den USA und China verstärkt diese negative Tendenz noch. Die Europäische Zentralbank will Gegensteuer geben und mit einer weiteren Geldflut dafür sorgen, dass die europäische Wirtschaft nicht noch mehr zurückfällt oder sogar in eine Rezession rutscht.

Wenn aber die EZB die Geldpolitik im September weiter lockert, gerät auch die Schweizerische Nationalbank unter Zugzwang, sonst würde der Franken noch stärker. Darum halte ich es durchaus für möglich, dass die Nationalbank die bestehenden Negativzinsen von aktuell 0,75 Prozent auf minus 1 Prozent ausweitet. Für die Hypozinsen bedeutet das, dass die Sätze selbst für langjährige Festhypotheken auf dem rekordtiefen Niveau verharren.

Vor einer Zinswende müssen Sie sich definitiv nicht fürchten, sondern können in der Tat darauf vertrauen, dass die Hypozinsen noch mindestens bis Ende des nächsten Jahres tief bleiben. Ich gehe sogar davon aus, dass die Tiefzinsphase noch länger dauert, da die zahlreichen Unsicherheitsfaktoren wie der Handelsstreit, die Schuldenberge, die Krise in Italien, der bevorstehende Brexit und geopolitische Risiken die globale Konjunktur bremsen und die Notenbanken alles daransetzen, die Wirtschaft mittels billigen Geldes in Schwung zu behalten.

Die rekordtiefen Zinsen, wie sie bei der Minus-Rendite der Schweizer Bundesobligationen zum Ausdruck kommen, sind zwar ein Problem für die Anlegerinnen und Anleger und generell für die Sparer, für die Kreditnehmer wie Sie sind sie indes ein Segen: Sie können Ihr Wohneigentum noch lang sehr günstig fremdfinanzieren.

58 Kommentare zu «Warum die Hypozinsen im Keller bleiben werden»

  • Anton Schneider sagt:

    Nein – Bauen ist nicht günstig und Wohneigentum ist sehr sehr teuer geworden. Nur die Finanzierung von Fremdkapital ist günstig. Das alles nützt aber nichts, wenn die Kaufpreise für Wohneigentum ins unermessliche gestiegen sind bzw. eine Rückzahlung auf eine tragbare Verschuldung erfolgen kann. Preistreiber ist renditensuchendes Kapital von zB Versicherern, Pensionskassen. Falls überhaupt Geld je wieder mal etwas kosten wird, wäre das der perfekte Sturm für die Immobilien, Private und Banken.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Bauen ist überhaupt nicht teuer geworden. Die Baukosten für EFH sind nahezu gleich, wie vor dreissig Jahren. Das Bauland ist teurer geworden, und zwar heftig!

      • Dominik Basler sagt:

        Nein dem ist ganz sicher nicht so. Die Baukosten sind massiv gestiegen nicht nur das Bauland. Ich habe vor ein Paar Jahren gebaut. Meine Eltern in den 90er Jahre. Da sind Welten dazwischen

      • Anda Berisha sagt:

        Ballmer: Klar, auch die Löhne sind heute zu Tage gleich hoch wie vor 30-Jahren.

  • Mona Laubi sagt:

    Wenn die Hypozinsen im Keller sind, müssten endlich auch die MIeten sinken. Mein MIetzins basiert auf 3,25% Hypo.

    • urs brand sagt:

      Dann wirds Zeit dass Sie eine Mietzinsreduktion beim Vermieter verlangen – ohne Fleiss kein Preis. Von alleine wird der Vermieter die Miete nicht senken. 🙂

      • Tom Sivers sagt:

        Seit 2017 ist der Hypothekarischer Referenzzinssatz bei Mietverhältnissen bei 1,50%, Sie hätten also schon längst eine Mietzinsreduktion verlangen können, haben so ihrem Vermieter einige hundert wenn nicht tausende von Franken verschenkt.

      • Pan Flöte sagt:

        Bedauerlich, dass gewisse Vermieter nicht automatisch die Miete nach unten korrigieren, wenn sich die Bedingungen entsprechend verändert haben. Bei Mietzinserhöhungen sind sie ja in der Regel schnell dabei. — Dieses Verhalten sollte illegal (und somit strafbar) werden.

  • Marc Andreesen sagt:

    Hallo Frau Laubi, fordern sie bei ihrem Vermieter eine Senkung ein. Leider sind diese nicht verpflichtet, von sich aus aktiv zu werden. Auf der Seite vom Mieterverband sind Musterschreiben. Denken sie aber daran, dass die Teuerung ebenfalls mit eingerechnet wird.

  • robert gloor sagt:

    „Wohneigentum bleibt also sehr günstig“ – Schwachsinn, die Preise waren noch nie so hoch. Überlegt sich Herr Spieler überhaupt was, bevor er was in den PC tippt?

    • Marcus Ballmer sagt:

      Das gilt eben nicht generell. Je nach Region (ich spreche von der Deutschschweiz) kriegt man ein frei stehendes EFH in gutem Zustand an einer guten Lage für 500’000 bis 600’000, während ähnliche Angebote an anderen Orten 1,2 bis 1,5 Millionen kosten.

      • L.T. sagt:

        Bei einem freistehendes Einfamilienhaus für 600‘000 ist die Lage eben nicht gut. Warum sonst sollte es ein Drittel eines freistehenden Hauses in Basel, Genf oder Zürich kosten?

    • Lucas Wyrsch sagt:

      Wenn nun Robert Gloor glaubt, ein Schweizer Franken für ein Haus im Tessin wäre noch nie so hoch gewesen, dann frage ich mich schon, für wieviele Rappen er vorher Häuser gekauft hat?

      Schnäppchen im Tessin vom 16. Juli 2019 in 20 Minuten: „Dieses Haus kostet nur einen Franken“
      .
      Die Gemeinde Gambarogno verkauft neun Häuser für jeweils einen Franken.
      .
      Ein rustikales Steinhaus im Tessin für nur einen Franken zu haben – was wie ein Traum klingt, ist in der Gemeinde Gambarogno im Dörfchen Monti Scìaga Wirklichkeit.
      .
      Zugegeben sind nicht alle Häuser so günstig wie in der Gemeinde Gambarogno im Dörfchen Monti Scìaga, aber trotzdem dürfte eine heftige Rezession auch bei Zinsen mit -1.00% Immobilien senken lassen!
      .
      Geduld bringt Rosen!

      • L.T. sagt:

        Klar, aus einer Marketingaktion eines Tessinner Dorfes generelle Rückschlüsse auf den Häusermarkt in der gesamten CH ziehen…… kommt sicher gut.

  • Martin sagt:

    Also erst will man eine Inflation von 2% und hält deswegen die Zinsen tief. Jetzt hat man Angst vor einer Rezession und will deshalb die Zinsen noch weiter senken. Wieso habe ich den Eindruck, dass hier einfach irgendwas geschrieben wird? Jeder jongliert mit tollen Fachbegriffen, aber werden diese auch verstanden? Wie soll eine Inflation entstehen, wenn der Leitzins 0% ist und der Geldbedarf sofort durch gratis Geld wieder gedeckt werden kann? Wieso soll eine Rezession bevorstehen, nachdem die EZB in den letzten Jahren 15 Billionen Euros in den Markt gepumpt hat? Irgendwie merkwürdig, oder nicht? Das einzige, wo ich einverstanden bin: Die SNB ist abhängig davon, was die EZB macht, um die Flucht in den CHF zu verhindern.

    • Leon Stoeckli sagt:

      Gerade die 15 Billionen Euros sind doch der Beweis, dass es zu einer Rezession kommen könnte. So viel Geld hätte doch nach den so klugen Ökonomen zu einem Wirtschaftsaufschwung riesigen Ausmasses führen sollen. Das ist aber nicht passiert. Vielleicht auch, weil jene das Geld besitzen, die ohnehin schon zuviel davon haben. Was passiert denn nun, wenn jene die genug Geld haben langsam gesättigt sind, weil sie schon alles haben, d.h. keine Neuanschaffungen mehr tätigen und auf Reisen verzichten? Was passiert, wenn das neue iPhone nicht mehr gekauft wird, weil es fast keinen Zusatznutzen mehr bringt?

  • Patricia Seidler sagt:

    Die Zinsen werden noch Jahre tief bleiben, wir haben soeben unsere Libor Hypothek um weitere 3-Jahre mit einer Marge von 0.55% bei einem Online Anbieter erneuert. 10-Jährige Fussfesseln legen wir uns definitiv keine freiwillig an.

    • Glasmost sagt:

      Unsere Festhypothek ist nicht so viel höher. Für das bisschen mehr an Sicherheit zahlen wir halt au h ein bisschen mehr.

      Alles in Ordnung so.

      • Isa Cramer sagt:

        @ Glasmost: Welche Sicherheiten, der Libor ist seit einem Jahrzehnt günstiger als eine teuer erkaufte Festhypothek. Übrigens, nirgends gibt es eine langjährige Festhypothek für 0.55% – 0.65%.

      • L.T. sagt:

        @ Cramer. Aber für knapp 1%. Eine Festhypothek ist nicht teuer erkauft, sondern sehr günstig im Moment.
        Für das Mehr an Sicherheit zahlt man halt einwenig – wie richtig erwähnt wurde. Es ist eigentlich so simpel, dass man nicht wirklich darüber diskutieren müsste.

        Es ist wie mit der KK: wenn Sie davon ausgehen, dass Sie nie krank werden, wählen Sie eine Billig-Kasse, Allgemein und die höchste Franchise. Wenn Sie vorsichtiger sind versichern Sie sich eher besser.
        Ich war auch nie krank in den letzten Jahren, habe trotzdem eine eine Zusatzversicherung.

      • Svetlana Pedrova sagt:

        @ L.T. Wer die grundlegendsten und einfachsten Mechanismen einer Hypothek nicht kennt, sollte liebe Schweigen und die Füße stillhalten.
        Dass Sie mit Ihrem IQ eine Hypo haben, bezweifle ich.

      • Marcus Ballmer sagt:

        @ L. T.: Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

      • Fritz Kunz sagt:

        Mit dem Allwissenden Besserwisser L.T. wurde hier bereits ein dummer gefunden.

      • Maria Dolores sagt:

        @ L.T.; Die neidischen Menschen sind doppelt schlimm daran: Sie ärgern sich nicht nur über das eigene Unglück, sondern auch über das Glück der andern.

    • Flasche leer sagt:

      @ Glasmost: Welche Sicherheit, der Libor ist seit 10-Jahren günstiger als eine überteuerte Festhypothek.

      • L.T. sagt:

        Die Sicherheit, während 10 Jahren mit an 100% grenzender Wahrscheinlichkeit immer denselben Zins zu zahlen.
        Zinsen von knapp über 1% nennen Sie überteuert? Ernsthaft?

      • Paula.Maler@hotmail.com sagt:

        @ L.T.: Fakt ist doch, dass die Mehrheit der Hyponehmer auf seinen teuren 10-jährigen Festhypotheken von 2-2,5% hockt, welche erst in ein paar Jahren auslaufen und fällig werden. Nur ein paar wenige wenige profitieren vom heutigen Tiefzinsumfeld. Welche „Sicherheit“ muss ich mir heut zu Tage den erkaufen, die Zinsen sind seit Jahren negativ. Wer auf den Libor setzt ist seit einem Jahrzehnt deutlich günstiger gefahren als mit einem teuren Langläufer.

      • Tamara Fischer sagt:

        @ L.T.: Was brauche ich den für Sicherheiten?
        Die Zinsen sind sind seit nunmehr 5-Jahren negativ, nur ein Laie erkauft sich „Sicherheit“ mit überteuerten langjährigen Festhypotheken.
        Übrigens die EZB wird die Zinsen senken und auch die SNB muss nachziehen, bald gibt es Hypotheken zum Nulltarif. Übrigens, kaum einer profitiert vom heutigen Tiefzinsumfeld, weil er oder sie sich freiwillig 10-jährige Fussfesseln angelegt haben.

      • L.T. sagt:

        0.6% für eine 10-jährige Festhypothek nennen Sie überteuert? Wirklich

      • L.T. sagt:

        @ Paula: die Vergangenheit interessiert nicht im Hypothekengeschäft, nur die Zukunft. Und die kennt niemand.
        Deswegen „kauft“ man sich ja Sicherheit für die Zukunft oder halt auch nicht – je nach dem wie Risikobewusst man ist.
        Und wie unten geschrieben. Die Banken finden immer ein paar Dumme, die ihr Risiko am Kapitalmarkt tragen – ein etwas günstiger Zins genügt dazu. Bei den Festhypotheken trägt das Risiko die Bank. Bei den Liborhypothek hingegen: Null Risiko für die Bank, alles Risiko für den Hypothekennehmer.
        Sind Sie sicher, dass Sie das Liborgeschäft verstanden haben?

      • Carla Jusuf sagt:

        @ L. T. der verbissene Festhypo-Jünger; ist es so schwer zu begreifen , dass die Mehrheit zurzeit nicht von historisch tiefen Zinsen profitieren kann, da bereits in überteuerten Festhypotheken, welche erst in paar Jahren fällig werden. Das Sie über eine Festhypothek verfügen, ist zu bezweifeln, kennen nicht einmal die grundlegendsten Dinge einer Hypothek, übrigens der Libor die das letzte Jahrzehnt immer günstiger.

      • Maja Villiger sagt:

        @ L.T.: Je höher die Rechthaberei in einem Menschen steigt, desto seltener hat er recht, das heißt desto seltener stimmen seine Aussagen und Behauptungen mit der Wahrheit überein.

      • Armin Myrer sagt:

        @ L.T. Frage mich gerade wer hier dumm ist, der Libor war im letzten Jahrzehnt immer günstiger, aber die Banken leben ja vorwiegend von den Dummen, welche freiwillig über Zehn Jahre ein paar Zehntausend Franken mehr bezahlen, dann bin ich gerne Libor-Jünger:-))

      • L.T. sagt:

        Ich bin kein verbissener Festhypo-Jünger: Ich kenne einfach die Vor-und Nachteile beider Hypothekenformen.
        Ja, ich habe eine Festhypothek, und bezahle knapp etwas mehr als 1%. Langjährige Festhypotheken sind seit 5 Jahren deutlich unter 2%.
        Ich habe mich bewusst für die Festhypothek entschieden. Dafür bezahle ich etwas mehr, das stimmt. Kann ich mir problemlos leisten, wie ich mir auch eine Zusatzversicherung bei der KK leiste, obwohl ich diese in den vergangenen Jahren nie benutzt habe. Mir ist einfach wichtig, den Zinsaufwand für eine längere Zeit zu kennen.
        Mich irritiert, wie es tatsächlich Leute gibt, die glauben günstigere Hypotheken als Festhypotheken gäbe es ohne irgendwelche Nachteile.
        Mir hingegen sind die Nachteile einer Festhypothek bekannt (und auch die Vorteile).

    • Kurt Kobler sagt:

      @Patricia Seidler: Vorteil einer langjährigen Festhypothek: man hat seine Ruhe. Alle zwei Jahre vor der Bank die Hosen runterlassen zu müssen (und im dümmsten Moment dann wohl arbeitslos – in der heutigen Zeit schnell möglich), nein danke.

      • Patricia Seidler sagt:

        @ Kurt Kobler: 3-Monats Libor Hypotheken gibt es auch mit Laufzeiten von 5-Jahren.
        Bei einigen Zehntausend Franken Ersparnis gegenüber einer überteuerten Festhypothek lasse ich gerne meine Minirock runter.
        Interessant, dass ein Hyponehmer mit einer 10-Jährigen Festhypothek nicht arbeitslos werden kann. Das größte und teuerste Risiko haben Sie aber vergessen, eine Scheidung.

      • Anna Schulze sagt:

        @ Kobler: Auch mit einer Festhypothek müssen Sie die Hosen runterlassen, falls sich Ihre finanziellen Verhältnisse durch Arbeitslosigkeit oder Scheidung ändern, dann ist es auch mit Ihrer Ruhe in der heilen Welt zu Ende, aber netter Versuch.

      • L.T. sagt:

        K. Kobler hat recht: Solange wir den Zins unserer 10-jährigen Festhypothek bezahlen und die Amortisation haben wir Ruhe. Wir haben sogar ein Jahr unbezahlten Urlaub genommen ohne Einkommen – hat die Bank nicht mal interessiert.
        Sieht etwas anders aus mit einem 3-Monatslibor, der mittlerweile kaum mehr viel billiger ist als eine dieser günstigen Festhypotheken.

      • L.T. sagt:

        Festhypotheken mit langer Laufzeit gibt es heute zudem übrigens für deutlich weniger als 1%. Der tiefste Zinssatz den ich eben nach 5 min Suche gefunden habe war 0.6% für 10 Jahre.

        Eigentlich ist man ziemlich blöd, wenn man da noch eine risikobehaftete Liborhypothek abschliesst, um nochmals 0.05 bis 0.1 Prozent Zins zu sparen…..(50 bis 100 Franken im Jahr bei einer Hypothek von 1 Million).
        Wenn man daran denkt, dass (wenn auch unwahrscheinlich aber doch möglich), mit einer Liborhypothek ohne Absicherung in kürzester Zeit die ganze Familie ruiniert werden kann.

      • L.T. sagt:

        Korrektur: 500 bis 1000 Franken im Jahr, was nicht wirklich viel ist. Jedenfalls nicht „zehntausende von Franken“, wie hier kolportiert wurde.

      • Frank Schulze sagt:

        @ L.T. Mit einer Festhypothek wettet man gegen den Markt. Diese Wette gewinnt man nur, wenn die Zinsen stärker steigen, als es der Markt erwartet. In den letzten Jahrzehnten war das nie der Fall. Geldmarkt-Hypotheken waren immer günstiger, da muss ich Frau Cramer recht geben, auch wenn das gewisse Hypo-Laien nicht wahrhaben wollen. Übrigens sind die Ersparnisse einige zehntausend auch wenn es gewissen Neidern weh tut.

      • Tom Sivers sagt:

        Der Nachteil der Festhypothek ist der starre Charakter. Während der Vertragslaufzeit können keine Änderungen vorgenommen werden. Problematisch kann es bei einer Scheidung, einem Liegenschaftsverkauf oder im Todesfall werden. Bei unerwartetem Geldzufluss, zum Beispiel durch eine Erbschaft, kann die Festhypothek nicht ohne weiteres amortisiert werden. Wenn beispielsweise eine Scheidung den Verkauf einer Liegenschaft zur Folge hat, würden bei der Auflösung der Festhypothek empfindliche Auflösungskosten entstehen. Je nach Bank oder Versicherungsgesellschaft gibt es jedoch die Möglichkeit, eine bestehende Festhypothek auf ein neues Objekt zu übertragen. Bei allfälligem Verkauf der Liegenschaft kann die bestehende Festhypothek in solchen Fällen der Käuferschaft übertragen werden.sollte.

      • Isa Petkovic sagt:

        @ L.T. alias Kobler: Sehr wohl sind es einige Zehntausend Franken Ersparnis mit dem Libor über 10-Jahre Laufzeit, rechnen scheint nicht Ihre Stärke zu sein:-)
        Aber jedem das seine, wie es scheint, finden die Banken immer einige dumme welche freiwillig mehr zahlen und auf ihre Versprechen reinfallen, davon leben sie ja sehr gut.

      • L.T. sagt:

        @ Sivers: mit der geringeren Flexibilität haben Sie sicher recht, alles hat Vor- und Nachteile. Allerdings haben wir unser Haus nicht in der Absicht gekauft, es innerhalb der Laufzeit zu veräussern, was für Umstände auch immer eintreten.
        Im Falle einer Scheidung wäre klar, dass das Haus behalten wird, damit die Kinder darin aufwachsen können. Für Todesfälle sind wir abgesichert, so dass auch einer von uns Hypothek und Amortisation problemlos bezahlen könnte.
        Wer diese beiden Situation nicht vor dem Hauskauf geklärt hat, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen – ob mit Libor oder Festhypothek.

      • L.T. sagt:

        @ Schulze: wenn schon, dann wettet man auch mit Liborhypotheken.

      • L.T. sagt:

        @ Petkovic:
        Wenn ich eine Festhypothek für 0.7% abschliesse oder eine Liborhypothek für 0.5%, dann spare ich bei einer Hypothek von einer Million 2000 Franken im Jahr. Das sind ca. 6 Franken pro Tag. Dafür habe ich nicht das (zugegeben geringe) Risiko, eines plötzlichen Zinsanstiegs während der Laufzeit und ich muss nicht alle drei Jahre meine Verhältnisse bei der Bank offen legen. Das sind mir 6 Franken pro Tag wert. Wenn Sie diese 6 Franken reuen, ok. Mir ist es das Wert.

      • L.T. sagt:

        An alle Liborjünger:

        Wie schon geschrieben (und mit einfacher Recherche nachprüfbar) unterscheiden sich die günstigsten Festhypotheken kaum mehr von Liborhypotheken. Die Liborhypotheken sind deshalb etwas billiger, weil das Risiko für den Hypothekennehmer höher sind. Warum sonst bieten wohl die Banken Libor günstiger an? Aus Altruismus? Nein, weil die Banken ihr eigenes Risiko an den Hypothekennehmer abwälzen können. Zudem, denken Sie eigentlich, die Banken verdienen nichts an Liborhypotheken?
        Zudem interessiert die Vergangenheit doch nicht. Nur die Zukunft und die potentiellen Risiken interessieren. Nur weil ich die letzten zehn Jahre gesund war, heisst das doch nicht, dass ich die nächsten 10 Jahre gesund bleibe. Whs ist das Ganze wirklich zu einfach, damit Sie es verstehen.

      • L.T. sagt:

        Mit den Liborhypothekennehmer finden die Banken immer ein paar Dumme, die für die Banken das Risiko am Geldmarkt tragen….. Ein etwas billiger Zins macht wohl einige blind. Nein Danke, das mache ich nicht.

      • Glasmost sagt:

        @ L.T. Sie haben vollkommen recht und wie schon gesagt, ist das Ganze recht einfach:

        – bei der Liborhypothek trägt der Hypothekennehmer das Risiko für steigende Zinsen, weswegen die Banken diese Hypotheken etwas billiger verkaufen können.

        – bei den Festgeldhypotheken trägt die Bank das Risiko steigender Zinsen, weswegen sie diese Hypotheken etwas teurer verkaufen.

        Man müsste eigentlich kein „rocket scientist“ sein, um diesen Zusammenhang zu erkennen, trotzdem tun es die meisten hier offensichtlich nicht.

        Wie Sie auch richtig erkannten, unterscheiden sich Libor- und Festhypothek-Zinssätze kaum (noch). Und zu Recht schreiben Sie, dass die Zinsentwicklung in der Vergangenheit völlig irrelevant ist – nur die (nicht bekannte) Zukunft zählt.

      • Glasmost sagt:

        Nun muss man sich nur noch fragen, ob man gewillt ist, dieses Risiko für die Bank zu tragen oder ob es die Bank selber tragen soll. Wenn das geklärt ist, kann man sich für eine Festgeld- oder Liborhypothek entscheiden. Verdienen tut die Bank in beiden Fällen, und in der Summe ähnlich gut, sonst würden sie es ja nicht anbieten.
        Immer wieder witzig, wie Laien denken sie seien klüger als Bankprofis.

      • Vanessa Klug sagt:

        @ L.T. alias Glasmost: Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.

      • Augustus Rich sagt:

        @ L.T.: Es zeugt schlichtweg von Dummheit und wenig Intelligenz sich in diesem Tiefzinsumfeld freiwillig überteuerte 10-jährige Fussfesseln anzulegen. Kommt es zur Trennung vom Partner oder zu Einbussen beim Einkommen, kann die lange Vertragslaufzeit die Flexibilität spürbar einschränken. Aber jedem das seine, wir sind seit Jahrzehnten im Libor und können es uns eben leisten, dadurch haben wir über 120000.- eingespart im Vergleich zu teuren Festhypos, wir sind doch nicht doof wie L.T. alias Glasmost.
        Die Zinsen werden tief bleiben, die EZB wird diese wieder senden müssen und die SNB muss nachziehen.

      • Renato Marcucci sagt:

        @ Glasmost: Ihr Pseudonym passt perfekt zu Ihren äusserst „intelligenten“ Aussagen.

        Glasmost und L.T. scheinen sich hier bestens zu ergänzen:-)

      • L.T. sagt:

        @ Anna Schulze alias Frank Schulze alias Vanessa Unklug alias Augustus Rich alias Renato Marcucci und Ihre anderen Pseudonyme:

        – ich freue mich natürlich für Sie, dass Sie so eine günstige Liborhypothek abgeschlossen haben
        – ich darf Ihnen versichern, dass meine Festhypothek nicht viel teuerer ist.
        – ich bin irritiert, dass Sie hier etwas missionarisch behaupten, Liborhypotheken hätten keine Risiken und keine Nachteile. Erklären Sie mir doch, warum Banken diese dann billiger als Festhypotheken anbieten.
        – Wenn Sie Scheidung/Todesfälle/ Einkommensverluste nicht vor dem Hauskauf berücksichtig haben und bei fehlender Tragbarkeit in einem dieser Fälle nicht auf den Hauskauf verzichtet haben, dann fehlt Ihnen etwas nüchterne Rationalität.
        Eine Liborhypothek rettet Sie dann auch nicht.

      • Glasmost sagt:

        @ Marcucci:

        Was ist falsch an meinen Aussagen? Erklären Sie es mir doch:

        Was ist der rationelle Grund, warum Liborhypotheken billiger sind als Festhypotheken.

  • Anna Mayer sagt:

    Langlaufende Festhypothek das Märchen mit den steigenden Zinsen.
    Sie werden praktisch nie einen Berater einer Bank finden, der Ihnen sinkende Zinsen prognostiziert. Meistens sagten die Banken in der Vergangenheit steigende Zinsen voraus und lagen damit auch meistens falsch.
    Überlegen Sie sich folgendes: Würde Ihnen Ihre Bank heute eine 10jährige Festhypothek zu einem sehr tiefen Zins geben, wenn sie stark steigende Zinsen erwarten würde? Nein. Die Bank muss sich ja refinanzieren. Das bedeutet, dass wenn Sie Ihnen einen Kredit gibt, es einen Sparer geben muss, der seinerseits Geld bei der Bank anlegt. Die Bank verdient Geld, indem Sie Geld teurer ausleiht als sie es selbst verzinst.

    • Fabian Brunner sagt:

      Man muss ja schon lange nicht mehr alles glauben was sog. Banker einem raten. Gesunder Menschenverstand reicht völlig aus um die Absichten der Banken zu durchschauen. Im Uebrigen gibt es ja noch Finanzdienstleister die auch Hypotheken anbieten. Schauen Sie die marode finanzielle und strukturelle Situation der EU an und sie können sich in etwa ausrechnen wohin die Zinsen führen werden. Mit der EU im Gleichschritt nach unten. Zum Glück gibt es noch andere Sparmöglichkeiten als den Banken Geld zu leihen.

      • Karin Lutz sagt:

        @ Fabian Brunner: Apropos glauben was sogenannte Banker raten, die Mehrheit schliesst nach wie vor überteuerte 10-jährige Festhypotheken ab, obwohl im letzten Jahrzehnt der Libor immer günstiger war.
        Die EZB wird die Zinsen senken und die SNB muss nachziehen. Bald gibt es Hypotheken zum Nulltarif.

Kommentar

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