Trotz hohem Rating keine Kapitalgarantie

Deutsche Bank: Emittentenrisiko bleibt immer. Foto: Getty

Gegenpartei Deutsche Bank: Emittentenrisiko bleibt immer. Foto: Getty

Ich habe von einem db x-trackers II iBoxx Global Inflation-Linked UCITS ETF (CHF), ISIN LU0641007421, gehört. Was halten Sie davon? W.M.

Bei diesem Finanzvehikel handelt es sich um einen Exchange Traded Fund (ETF), der an einen Index gekoppelt ist. In diesem Fall an den Iboxx Global Inflation-Linked TR Index. Dieser bildet die Wertentwicklung von inflationsgebundenen Regierungsanleihen oder Obligationen von staatsnahen Schuldnern ab. Die Anleihen können zum Beispiel von Staaten, lokalen Regierungen oder Staatsbanken stammen oder von diesen garantiert werden.

Voraussetzung, um in den Index aufgenommen werden zu können, ist für die Schuldner ein hohes Kreditrating. Rund 90 Prozent der enthaltenen Schuldner verfügen denn auch über ein sehr gutes AAA- oder zumindest AA-Rating der Kreditratingagenturen. Berücksichtigt sind hauptsächlich Anleihen von erstklassigen Schuldnern aus den USA und Grossbritannien, aber ebenso von Schuldnern aus Frankreich, Italien, Deutschland, Japan, Kanada und in geringerem Umfang aus weiteren Ländern.

Das Produkt verfügt über eine hohe Liquidität und eine gute Handelbarkeit. Sie sind also in der Lage, es auch wieder zu verkaufen, wenn Sie dies später möchten. Eine Garantie für Ihr Kapital haben Sie aber nicht. Trotz der hohen Schuldnerqualität der in dem abgebildeten Index enthaltenen Papiere müssen Sie auch bei diesem Anlagevehikel mit Kursschwankungen und möglichen Buchverlusten rechnen. Sollte es in Europa im Zuge einer erneuten Finanzkrise – etwa in Italien – wieder zu dramatischen Verwerfungen oder zu massiven Zinsveränderungen kommen, müssten Sie auch bei diesem ETF mit möglichen Kursrückschlägen rechnen.

Miteinbeziehen sollten Sie bei solchen Instrumenten zudem das Emittentenrisiko – also das Gegenparteienrisiko. In diesem Fall ist die Deutsche Bank die Gegenpartei. Sollte die Deutsche Bank in Schieflage geraten, müssten Sie im schlimmsten Fall mit einem Verlust rechnen.