Grün statt Braun

Die Phacelia wächst.

So. Zucchini abgeerntet und ausgerissen, Bohnenstangen aus dem Boden geschraubt und die Schlingpflanzen in den Kompost gehäkselt. Andere graben jetzt um. Ich nicht. Ich schwöre auf Gründüngung. Weil ich es mit der Fraktion halte, die der Meinung ist, dass auf ungedeckter Erde die Nährstoffe ausgeschwemmt werden, der Boden austrocknet und sich Unkraut breitmacht. Zudem kriegen die Mikroorganismen im Boden zu wenig Arbeit. Ich sag ja: Gründüngung. Und am Ende der Gründüngungsphase, wenn die Pflanzen oder Pflanzenreste in den Boden eingearbeitet werden, bekommt der Boden viele Nährstoffe zurück.

Als Gründüngung im Herbst säe ich: Phacelia (diese Blumen, auch bei Bienen beliebt, sind eigentlich nicht winterhart. Allerdings säe ich sie jeweils trotzdem im Herbst aus und meistens blühen sie dann im Frühling), Gelbsenf (bedeckt den Boden sehr rasch), auch Spinat und Nüssler sind als Bodendecker geeignet.

Es gibt noch unzählige andere Gründüngungen, so auch Getreidearten wie Winterroggen, die habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Was sind Ihre Erfahrungen? Graben Sie im Herbst um oder säen Sie Gründünger?

1 Kommentar zu «Grün statt Braun»

  • Laura Fehlmann sagt:

    Am Anfang meiner Gärtnerinnenkarriere hab ichs auch mit Gründüngung versucht, die allerdings nie überzeugend gewachsen ist. Ein weiterer Versuch war, die leeren Beete über den Winter mit Mist abzudecken. Dafür war ich in den letzten Jahren zu faul… So hab ich angefangen, im Herbst umzustechen. Gemäss bio-dynamischen Regeln soll man, wenn überhaupt, das im Herbst tun, damit die kosmischen Kräfte wirken können. Ende August habe ich jetzt auch Gründüngung gesät in der Hoffnung, dass weniger Unkraut wächst. Bin gespannt, ob sich das bewährt.

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