Gartengemüse im Baby-Test

Als wir im Frühjahr anpflanzten, hatte wir unsere Tochter essenstechnisch noch nicht in Rechnung. Ich war noch am Stillen und hatte mich kaum mit dem Thema Beikost auseinandergesetzt. Nun ist unsere Kleine bereits 9 Monate alt und ihre Verköstigung ein grosses Thema in unserem Familienalltag. Brei ist mittlerweile nur noch an manchen Tagen erwünscht. Sie bevorzugt gedämpfte Gemüsesticks und rohe Früchte. Hier unser Gartengemüse und unsere Gartenfrüchte im Baby-Test:

Cherrytomaten: Hatte ich ihr vor ein paar Monaten mal angeboten, aber der einzige Bissen, den sie ass, kam hinten ganz wieder raus. Beim erneuten Test mampfte sie ein Stück nach dem anderen, obwohl sie ihr sauer zu schmecken schienen: So verzog sie bei jedem erneuten Bissen zu Beginn das Gesicht wie beim Zitronentest, den wir natürlich auch schon mit ihr gemacht haben.

Peperoni violett: Peperonis sollte man Babys nicht zu früh geben, da sie zu Blähungen führen können. Darum empfiehlt es sich, das Gemüse Kindern unter einem Jahr gekocht anzubieten. Die violetten Peperonis werden beim Kochen grün und haben denselben bitteren Geschmack wie grüne. Das scheint unserer Tochter nichts auszumachen. Sie isst sie ohne mit der Wimper zu zucken.

Peperoni rot: Auch die süssere Variante der Peperoni schmeckt ihr.

Himbeeren: Da wir wegen der Umpflanzung des Strauches im Frühsommer nur einige wenige Himbeeren ernten konnten, musste ich den Test bei meiner Tochter leider mit gekauften machen. Wir können nur hoffen, dass die Ernte nächstes Jahr besser ausfällt. Sie liebt die Beeren über alles. Zudem haben sie für ihr Alter die perfekte Form und Oberfläche, sie selber von Hand zu essen.

Pflaumen: Mussten wir auch mit gekauften Früchten testen, da wir ihr den Zwergpflaumenbaum ja erst Anfang August zur Taufe geschenkt hatten. Möge das Bäumlein in einem Jahr reichlich Früchte tragen, denn es scheint eine ihrer Leibspeisen zu sein – roh und in Breiform.

Kürbis und Aubergine sind leider noch nicht ganz reif. Aber auch dabei bin ich guten Mutes, dass sie beides isst. Vor allem Kürbis ist bekannt dafür, von Babys gemocht zu werden.

Fazit: Obwohl wir den Gartenplan ohne Kind gemacht hatten, mag sie das Meiste, was bei uns wächst. Eltern mit Garten und einem Kind, das in der nächsten Saison zwischen sechs und zwölf Monate alt ist, würde ich empfehlen, Kartoffeln, Karotten und Zuchetti anzupflanzen. Das landete und landet am meisten bei unserem Töchterli auf dem Teller.

1 Kommentar zu «Gartengemüse im Baby-Test»

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Ein interessanter Beitrag. Bei dieser Begeisterung des Kleinindes für das Gemüse fragt man sich natürlich unweigerlich, warum immer wieder gesagt wird, dass Kinder Gemüse verabscheuen. Ist es, weil die meisten Säuglinge und Kleinkinder nur totkonservierte geschmacklose Pampe aus dem Glas gefüttert bekommen und so eine Abneigung gegen Gemüse entwickeln?

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