Lust auf eigenen Safran

 

Es gibt Leute mit guten Ideen. Wie beispielsweise Shahverdi Ahadov, ein Agronom aus Aserbeidschan, der in die Schweiz geflüchtet ist. Für sein Projekt, in der Schweiz den Anbau von Nussbäumen zu fördern, konnte der Mann nicht nur Landwirte gewinnen, sondern auch Fachleute und Sponsoren. Dasselbe versucht er jetzt mit seinem Safranförderprojekt. Irgendwo konnte Ahadov über tausend Zwiebeln von Crocus sativus auftreiben, die er nun günstig verkauft. Für diese spezielle Kultur konnte er auch schon ein paar Landwirte gewinnen.

Das gelb-orange Pulver, das wir verpackt in Papierchen oder Döschen im Supermarkt kaufen, färbt bei uns meist Risotto, würzt aber schwach. Safran in Form von Staubblättern entwickelt eine viel stärkere Würzkraft. Die Idee, in der Küche eigenen Safran zu verwenden, gefällt mir. Die Zwiebeln können vier Jahre am gleichen Platz im Garten verbleiben, dann müssen sie umziehen. Im Idealfall sind es dann doppelt so viele. Wenn sie fleissig blühen, können sicher ein paar Gramm Safran geerntet werden. Allerdings brauchen die kostbaren Krokusse viel Sonne, wasserdurchlässigen Boden und in Winter Temperaturen, die nicht unter minus 18 fallen.

Pflanzen kann man Safranzwiebln bis Mitte-Ende August. Bestellungen am 10 Stück bei Shahverdi Ahadov 079 859 34 59. Die Staubfäden werden am ersten Blütentag von der Blume gezupft, im warmen Backofen (40-45 Grad) etwa 12 Minuten getrocknet und luftdicht verschlossen aufbewahrt. Ich versuchs! Wer noch?

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