Kalt erwischt

Vom ersten Schnee wurden wir und unser Garten kalt erwischt.

 

Alle hatten darüber geredet, die Arbeitskollegen, die Grossmutter und die Meteorologen. Ich habe es Schwarz auf Weiss in der Zeitung gelesen und auch meine Wetterapp hatte den Schnee vorausgesagt. Meine Gartenblog-Gspähnli erzählten, wie sie die Pflanzen in Estriche und Keller versorgt haben. Sogar meine Kollegin, die sich sonst kaum um ihre Pflanzen schert, hats geschafft.

Wir nicht. Stoisch war ich im goldenen Herbst stehengeblieben. Irgendwie wollte ich den Wetterumschwung wohl nicht wahrhaben.

Als es zu schneien anfing, waren wir nicht zu Hause. Darum räumten wir, also der Mann, wegen meines wachsenden Bauches, den Oleander, die Engelstrompete und die drei Geranien erst am Dienstag an die Wärme. Besser gesagt auf unseren Estrich, wo es zwar kalt ist, aber nicht gefriert. Ausser es bleibt wie letzten Winter zwei Wochen minus 20 Grad.

Der Schnee auf den hundertjährigen raren Hängegeranien ist inzwischen geschmolzen und sie sehen gar nicht so schlecht aus in ihrem Winterquartier. Jetzt freue ich mich trotzdem auf die kalte Jahreszeit. Hiermit verabschiede ich mich bis im frühen Frühling. Ich kann es kaum erwarten, sie wieder an meinen Garten- und sonstigen Abenteuern teilhaben zu lassen.

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