Berner Bitter und Momo-Menü

Moment mit neuem Menü

zvg

Viele fragten sich, warum Florian Stalder vom Restaurant Moment keine «GaultMillau»-Punkte bekam. Verdient hätte der Küchenchef sie auf alle Fälle. Vielleicht ist es besser, sonst müssten wir noch früher reservieren, denn das Momo ist beliebt. Jetzt gibt es ein neues Menü, eine neue «moment»-Aufnahme der Region, wie sie es nennen. Der obige Gang (Foto: Fabio Buttignol) wird lediglich mit den Wörtern Nüssler, Speck, Zimtkartoffel umschrieben. Gäste verweilen drei bis sieben Gänge lang bei Stalder und Sven Stauffer, der als Sommelier dazu die passenden Tropfen serviert.

Feliz Volver

Bild: Claudia Salzmann

Ein weiteres beliebtes Lokal hat auch News: Am Dienstag feierte das Volver am Rathausplatz das 8-jährige Bestehen. Wie die Zeit vergeht. Ich erinnere mich, als ich in der staubigen Baustelle stand, wie mir einer der Gründer ein Rattenskelett zeigte und wir uns gemeinsam grausten. Bevor das Volver aufmachte, war hier eine Bücherei, in dem ein älterer Herr seine Ware nur verkaufte, wenn ihm der Kunde passte. Und das war selten der Fall.

Whisky-Sour mit Berner Bitter

Foto: Claudia Salzmann

Was den Kunden passt, weiss man im stilvollen Kreissaal, wo man aus 50 Single Malts auswählen kann. Doch man kommt nicht nur deshalb hierhin: Seit längerem kreiert dort das Trio Jakob Hostettler, Thomas Häusler und Michael Hugi selber Getränke. Nach Tom’s Tonic folgt nun das Bitter Calamansi. Calamansi sieht aus wie eine Limette, ist aber milder und man kennt sie vor allem auf den Philippinen. Es ist eine Kreuzung zwischen Mandarinen und Kumquat. Vergleichbar sei das neue Getränk mit einem Bitter Lemon, nur weniger süss, so Michael Hugi. «Mir sind die normalen Bitter Lemons meist zu süss», sagt er. Auf einem Deziliter verwenden sie 67 anstelle der 110 Gramm Zucker, also fast die Hälfte. Das merkt man: Die Bitterkeit bleibt schön auf der Zunge, und auch nach der Hälfte der Flasche ist man immer noch nicht übersüsst. Und womit mische ich das? «Mit Bourbon bekommst du einen Whisky Sour in Longdringform», sagt er. Leider ist erst 14 Uhr, das nächste Mal bei Nacht bestelle ich das sofort.

Bärner Brocki Bagel

Bild: Claudia Salzmann

Seit Anfang Februar gibt es in der Bärner Brocki Bagels. Zubereitet werden sie vom 9-köpfigen Team, das am Hofweg in der Brockenstube das Café betreibt. «Wir wollten etwas Handliches anbieten, das es in der Lorraine noch nicht gibt und man auch mitnehmen kann», erklärt Beatrice Roth, Leiterin des Cafés. Die Bagelsbrote seien zu aufwendig, als dass ihr bereits ausgelastetes Team sie selber machen kann. Den Bagel mit selbstgemachten Füllungen gibt es in zwei Varianten: Als «Oberländer» im Laugenbagel ist mit Pastrami und Frischkäse (12 Franken) gefüllt oder als «Mediterraner» im Sonnenblumenbagel mit Antipasti und Fetakäse (11.50 Franken). Wer hier isst, bekommt sogar Salat dazu, wer den Bagel mitnimmt, kriegt kein Grünzeug, dafür zwei Franken Rabatt. Die Brocki zog vor anderthalb Jahren hierher um und immer, wenn ich reinschaue, sind Leute da. Kunden, die in der Brocki Dinge abgeben, bekommen einen Getränkegutschein. Und Roths Team versucht clever, uns zu was Süssem zu verführen. «Eigentlich sind wir ja auf Kuchen und Desserts spezialisiert», sagt Roth weiter. Ihr Tipp: Mittwochs backen sie Hefeschnecken.

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