Weniger Chichi, mehr Känguru

Am Wochenende findet das Fernwehfestival im Kursaal statt. Am Streetfoodmarket können sie sich auch kulinarisch auf Weltreise begeben.

Am Fernwehfestival soll auch die Kulinarik aus der Kursaal-Küche für Feriengefühle sorgen. «Letztes Jahr haben die Gäste schon am ersten Tag alle Vorräte des ganzen Wochenendes verspeist», räumt André Gammeter ein, Chefkoch im Kursaal. Beispielsweise habe er 800 Fajitas eingeplant, aber volle 2500 seien gegessen worden.

Vermutlich habe kein Besucher gemerkt, dass vieles ausgegangen war, aber hinter den Kulissen musste Gammeter wirbeln und weibeln, um wieder zu Vorräten zu kommen. «Den Metzger musste ich schon am Freitag stressen, und wir alle arbeiteten praktisch 24 Stunden», erinnert er sich. Das Ziel sei erreicht worden, ist er sich sicher: Alle hatten ein gutes Erlebnis.

Heuer ist André Gammeter besser vorbereitet, denn er rechnet damit, dass viele der letztjährigen Besucher auch dieses Jahr wieder den Weg in den Kursaal finden werden. Ihnen und auch den neuen Gästen will er etwas Besonderes bieten: einen authentischen Markt, wie man ihn sonst in fernen Ländern findet. «Wir bauen eine Strasse mit  Wellblechständen, damit alles noch echter wirkt», sagt er. Eine Herausforderung sei dabei, dass nach den Vorträgen gegen 600 Leute hungrig
ins Forum strömten.

Gastländer sind dieses Jahr Australien, Argentinien und Madagaskar. «Wir bieten Spezialitäten an, unter denen sich der Gast etwas vorstellen kann», sagt Gammeter. Bei Argentinien denkt er dabei an Empanadas und Choripan. Bei Madagaskar werde die Kokosnuss eine zentrale Rolle spielen. Bei Australien geht er etwas weiter und will auch ein Känguru-Sandwich anbieten.

Im September hat sich Gammeter an der Food Zürich überzeugt, dass dies nicht zu Exotisch sei. «Die Schlange vor dem Stand mit diesen Sandwichs war lang», sagt er. Auf der Terrasse wird zudem gegrillt. Und in den neu eröffneten Kongressräumen des Kursaals namens Sopra hängen nicht nur Bilder über Japan; hier werden auch Spezialitäten aus dem Land der aufgehenden Sonne gereicht. Bis zu 24 Mitarbeiter werden am Streetfood Market für André Gammeters
Credo im Einsatz stehen, das da lautet: «Weniger Chichi, mehr Authentizität.»

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.