Einen Orsolino zu Domingos Chutney

dodo

Domingo S. Domingo in seiner Küche. Zum Aroniabeeren-Chutney, das hier entsteht, passt ein Orsolino. (Bild: Stefan Anderegg)

Wie Domingo S. Domingo aus dem Mille Sens in Bern zu seinen Aronia-Beeren für sein super Chutney kam, haben wir hier beschrieben. Aber: Welcher Wein passt, wenn man dann das Chutney zu Fleisch isst, zu Käse oder einfach aus dem Glas? Weinsensoriker Urs Messerli (Vinothek Mille Vins in Bern) ist Domingos Partner und empfiehlt uns einen

Orsolino DOCG,
Barbera d’Asti, 2014.

 „Je nachdem zu was das Aronia-Chutney gereicht wird, können sehr viele verschiedene Weine und Weintypen dazu gereicht werden. Grundsätzlich gilt als Faustregel: Je mehr Schärfe und Salz das Gericht hat, desto voluminöser und süsser kann der Wein sein. Ein gehaltvoller Weisswein mit oder ohne Barriqueeinsatz sowie mit oder ohne Restsüsse passt bestens. Das Gleiche gilt auch für den Rotwein. Ich habe mich für den Orsolino entschieden, einen Barbera d’Asti, der viel Trinkspass bereitet. Er ist nicht allzu schwer und doch mit genug Struktur und Aromatik versehen, um das Chutney begleiten zu können. Ein schöner Wein, der sehr gut, leicht kühl (16°C), genossen werden kann. Wer es kräftiger möchte, der kann auch den grossen Bruder des Orsolino, den Orso, auszwählen.

Der Orsolino besitzt ein kräftiges Rubingranat mit violetten Reflexen, ist fruchtig, mit floralen Noten von Zwetschgen, Heidelbeeren, reifen Weichseln, Holunder, roter und schwarzer Beerenmarmelade. Er hat eine feine Säurestruktur, schmeckt aromatisch, hat balsamische Noten und eine feine tabakige Würze.

Orsolino heisst kleiner Bär und erklärt selbstredend die Differenz zum Orso: zwei Weine wie Vater und Sohn oder Orsolino als kleiner Bruder vom Orso. Noch ein Wort zum Winzer: Die Azienda Agricola Roberto Ferraris
liegt in Agliano Terme, im Herzen der historischen Zone des Barbera d`Asti in der norditalienischen Provinz Piemont. Hier bewirtschaftet die Familie Ferraris einen neun Hektaren grossen Rebberge, der mit sehr alten Rebstöcken bepflanzt ist. Die ältesten sind um die 70 Jahre alt. Der Winzer hat sich voll und ganz der Rebsorte Barbera verschrieben.“

orsolinoSuper, oder? Beeren UND Bären, passt ja alles wunderbar! Hier u.a. zu beziehen: Vinothek Millevins (Mottastrasse 20, Bern). Der Orsolino kostet 18.80 Franken, der Orso 32 Franken.

P.S. Hier noch die Degustationsnotiz für die extrem Interessierten: kräftiges Rubingranat mit violetten Reflexen, fruchtig, florale Noten, Zwetschgen, Heidelbeeren, Vanille, saftige Tannine, feine Säurestruktur, aromatisch, balsamische Noten, feine tabakige Würze, reife Weichseln, Holunder, rote und schwarze Beerenmarmelade, kraftvoller Körper, langer Abgang (kopiert bei Millevins).

 

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