Logo

Die Fittesten im Lande

Von Marc Brupbacher, 7. April 2014 32 Kommentare »
Die Aushebung in die Schweizer Armee offenbart interessante Zahlen: Aus welchen Kantonen kommen die fittesten, aus welchen die grössten und die schwersten Stellungspflichtigen?
Stichworte:, ,

SCHWEIZER ARMEE, ARMEE, SCHWEIZER MILITAER, REKRUTIERUNGSZENTRUM, REKRUT, REKRUTEN, AUSHEBUNG, SOLDAT, TEST, TESTS, PRUEFUNG, PRUEFUNGEN, SPORTTEST, SPORTPRUEFUNG, TURNHALLE, STANDWEITSPRUNG, SPRUNG

Fitte Zuger, schlappe Basler: Standweitsprung an der Aushebung in Rüti ZH, 5. August 2013. (Bild: Keystone)

125 Punkte gibt es für die beste Leistung pro Disziplin zu gewinnen. 41’612 Stellungspflichtige massen sich bei der Aushebung 2013 in folgenden Bereichen: Standweitsprung, Medizinballstoss, Einbeinstand, Ausdauerlauf, Test Rumpfmuskulatur. Den Fitnesstest vollständig absolvierten 30’353 Dienstpflichtige. Hier die Resultate nach Kantonen:

Über alle Disziplinen hinweg waren die Zuger Dienstpflichtigen am besten. Sie erzielten im Mittel 74,9 Punkte. Dicht gefolgt von den Zürchern (73,6) und den Stellungspflichtigen aus AI (73,5), TG (73,4) und SH (72,8). Der Schweizer Durchschnitt liegt bei 71,1 Punkten.

Am wenigsten Punkte holten die Kantone BS (64,7), SO (67,4) und BL (68,4). Die Dienstpflichtigen aus BS gehören mit durchschnittlich 77,1 Kilogramm auch zu den schwersten. Der Body-Mass-Index ist mit 24,6 Punkten bei den Stadtbaslern gefährlich nahe an der Schwelle zum Übergewicht (BMI von 25).

Peter Howard, Leiter des Basler Sportamtes, erklärt den Befund gegenüber der «NZZ am Sonntag» so: Städtische Jugendliche würden punkto Fitness generell etwas schlechter abschneiden.

Tatsächlich? In der Stadt lebt es sich ungesünder? Das erklärt aber nicht das schlechte Abschneiden der Stellungspflichtigen aus dem Kanton Basel-Landschaft. Was denken Sie? Lassen Sie es uns in der Kommentarspalte wissen.

 

Hier die Top 5 in jeder Kategorie

 

Die Kantone mit den meisten Punkten

Bildschirmfoto 2014-04-07 um 13.28.35

 

Die Kantone mit den wenigsten Punkten

Bildschirmfoto 2014-04-07 um 12.11.07

 

Die grössten Stellungspflichtigen

Bildschirmfoto 2014-04-07 um 12.11.35

 

Die kleinsten Stellungspflichtigen

Bildschirmfoto 2014-04-07 um 12.11.44

 

Die schwersten Stellungspflichtigen

Bildschirmfoto 2014-04-07 um 12.12.05

 

Die leichtesten Stellungspflichtigen

Bildschirmfoto 2014-04-07 um 12.12.13

 

Hoher BMI

Bildschirmfoto 2014-04-07 um 12.12.35

 

Tiefer BMI

Bildschirmfoto 2014-04-07 um 12.12.44

 

Die Anzahl der Stellungspflichtigen der einzelnen Kantone unterscheidet sich stark. Dies muss bei der Interpretation der Daten beachtet werden. Während aus Appenzell Innerrhoden nur 86 Stellungspflichtige den Test Fitness bei der Rekrutierung (TFR) absolvierten, waren es aus dem Kanton Bern 4223. Die Daten wurden vom Bundesamt für Sport am 28. März 2014 veröffentlicht.

32 Kommentare zu “Die Fittesten im Lande”

  1. Jutta Maier sagt:

    Vermutlich liegt die bemerkenswerte Lage der Basler in dieser Liste ganz einfach darin, dass deren Schulen geistige Stärke eher fördern als Muckis. Gut so.
    Und keinem fällt auf, dass ein Viertel der jungen Männer nicht einmal den ganzen Parcours beenden konnten? Mich würde eher interessieren, aus welchen Kantonen diese unsportlichen Kerle stammen. Ist Zug da wohl auch obenaus?

    • Philipp M. sagt:

      Ich frage mich wieso Sie es für nötig erachten Zug dann auch im Negativkontext zu erwähnen. Ich behaupte nicht, dass Zuger die fittesten Schweizer sind, jedoch suggerieren die vorliegenden Daten, dass sie mindestens im Aushebungstest am besten abschneiden.

      Was ich damit sagen will, ist lediglich dass ich hier einen unangebrachten Kantönli-Stolz wittere. Woher nehmen Sie denn die Informationen darüber, dass Basel “geistige Stärke eher fördert als Muckis” und wieso müssen Sie dies derart emotionalisiert feststellen? Wieso suggerieren Sie, Zug würde bei den Nichtabsolventen des Parcours “auch obenaus” sein?

      Ganz abgesehen davon wage ich zu behaupten, dass Sie erstens den Parcour nicht absolviert haben und zweitens (und viel wichter) gar nicht wissen was dieser überhaupt umfasst. Würden Sie sich über die einzelnen Posten im Klaren sein, dann würde Ihnen auch auffallen, dass keiner der Parcourposten durch reine Unsportlichkeit nicht bestanden wird (sondern dadurch lediglich mit geringerer Punktzahl bestanden wird). Das Nichtabsolvieren des Tests hat mit akuten und chronischen Verletzungen und anderen Gebrechen zu tun, und nicht etwa mit den von Ihnen erwähnten “unsportlichen Kerlen”.

  2. Hans Meier sagt:

    1) viele bs jugendliche wollen schlicht nicht in die armee und geben sich wenig mühe!
    2) sagt der bmi fast nichts über einem aus! werte die wirklich interessant wären sind %-körperfett, stroke-volume und VO2max!

  3. KURT GIROD sagt:

    Basel??? No wonder. Linkdrall bis zum geht nicht mehr!! Kultur bis zum geht nicht mehr!!
    Ueberfremdung is zum ghet nicht mehr!!
    Wann seht ihr endlich ein, dass es so nicht weiter gehen kann?? Es gilt nun endlich wieder dad Denken auf eine Winnermentalitaet und nicht auf eine Kulturmentalitaet einzustimmen!!
    Hopp FCB!! Da solte man den Ansatz finden…

  4. Stefan Baumann sagt:

    Aus den Zahlen der Aushebung kann man ja nun wirklich nichts Seriöses herleiten.

    Ich musste damals nicht mal den Sporttest machen, weil die Entscheidung, ob man dienstuntauglich ist, bereits vorher gefallen wurde. Die, die den Test vor der Entscheidung machen mussten und UT werden wollten, haben absichtlich entsprechend schlecht abgeschnitten.

  5. Agnes Bernauer sagt:

    Der Body-Mass-Index ist mit 24,6 Punkten bei den Stadtbaslern gefährlich nahe an der Schwelle zum Übergewicht (BMI von 25) und deckungsgleich mit dem übergewichtigen Stimmenanteil der Linksparteien. Es gibt also eine Parallele von linksregierten Städten zu verfetteter Lebensweise (wohl auf Staatskosten?) und einer Unlust, seinen Staatspflichten nachzukommen. Was schon lange eine Vermutung war, erhält hier die empirische Bestätigung: Es lebt sich gut auf Kosten Dritter.

    • Philipp Ganz sagt:

      Eine Frau schreibt im Bezug auf den Militärdienst von Staatspflichten. Ironie vom feinsten!

    • Hans Meier sagt:

      das ist glaube ich der schlimmste kommentar, den ich je gesehen habe.. eine paralelle zwischen links regierten städten und übergewicht”auf staatskosten”… und wie bereits erwähnt sollten weibliche bürger, die sich nicht freiwillig zum dienst melden, sich mit aussagen über “unsere” pflichten eher zurückhalten!

  6. Suzanne sagt:

    der BMI hat überhaupt nichts zu sagen. Die BS und BL’er sind vielleicht einfach durchtrainierter als die anderen, somit schwerer und mit einem höheren BMI “gesegnet”. Dieser Referenzwert ist überhaupt nichts wert.

  7. hans hubwr sagt:

    Also ich denke auch, dass sich die Basler zu schade sind für die Ferien in grün und sich darum gar nicht anstrengen. Ich würde mich auch nicht, wer will überhaupt noch in die Armee, wenn er nicht müsste? In den innerschweizer Kantonen und auf dem Lande besteht sicher eher der Wunsch in der Armee ne gute Figur zu machen. Das spielt neben den höheren Anteil an Rekruten mit Migrationshintergrund in Basel sicher auch eine Rolle.

  8. Christian Mueller sagt:

    also als untauglicher musste ich nicht mal zum sporttest. roger federer xerdan shaquiri und viele weitere sportler sind übrigens auch untauglich un tauchen in keiner statistik auf…

  9. Peter Eugster sagt:

    Schon bei der Einführung des BMI durch die WHO war bekannt, dass Männer mit einem BMI von 28 die grösste Lebenserwartung haben. Dieser Wert wurde in der Zwischenzeit durch umfangreiche internationale Studien bestätigt. Der BMI von 25 wurde dazumal willkürlich festgelegt. Die Folge dieser Willkür ist, dass wir ein Volk von Übergewichtigen und somt ein erträgliches Geschäft für die ganze Schlankheitsindustrie sind. Die jungen Basler können also getrost noch 10 kg zunehmen und befinden sich dann im Range mit der grössten Lebenserwartung. Vielleicht entsprechen sie dann nicht mehr dem gängigen Schönheitsideal, aber Schönheit und Gesundheit müssen ja auch nicht korrrelieren.

    • Wie wird der BMI-Wert (Body Mass Index) berechenet und was beteutet dieser Wert.Mann und Frau ist zu unterscheiden auch das Alter ist zu berücksichtigen.Algemein gültige Formel: BMI=(Körpergewicht in Kg / ((Körpergrösse in m)2).Dieser Wert kann nicht schlüssig sein, Fettleibig oder Muskulär oder Beides.Das BMI sollte als Referenz abgeschafft werden.

  10. Vinzenz Bieri sagt:

    Die erzielten Punkte bei den Sportprüfungen scheinen mir von der Motivation der Stellungspflichtigen abzuhängen. Wer wirklich ausgehoben werden möchte, wird sich besonders anstrengen. Das Schlusslicht BS bestätigt meine Beurteilung. Allgemein bin ich nicht erstaunt, dass im Westen ein gutes Mittel zu erkennen ist, denn die Welschen sind Patrioten. Dagegen enttäuscht mich das Schweizerische Mittelland, welches im Wohlstand zu versinken droht. Die Ostschweiz und die Bergkantone aber schneiden gesamthaft sehr gut ab. Aus ZG und ZH kommen die meisten Aspiranten, denn dieser Weg braucht Motivation.

  11. Christoph Trachsel sagt:

    Die Stadt-Basler sind auch schon bei Kinderstudien mit maximalen BMI Werten aufgefallen. Es ist kein Geheimnis, dass ein Migrationshintergrund bei vielen Uebergewichtigen überdurchschnittlich vorhanden ist

    • T.M. sagt:

      stimmt, in zürich hat es keine mit migrationshintergrund. schön dass auch hier die ausländer das übel von allem sind. gute einstellung christoph 🙂

      • L.M. sagt:

        Ja Christoph sie haben vollkommen recht. Deshalb ist es ja auch so, dass die vielen guten Sportler, die die Schweiz hat, zum Glück ohne Migrationshintergrund auskommen mussten. ‘Achtung Ironie’

      • Marc sagt:

        Ich denke schon, dass auch in Zürich Übergewichtige gibt mit Migrationshintergrund. Aber sonst scheint Zürich doch eher ländlich zu sein, auch als Stadt, schon auch, weil es nicht wie Basel an der Grenze, sondern mitten in der Schweiz liegt

  12. T. Werner sagt:

    Kann es sein, dass die Unterschiede statistisch gesehen kaum relevant sind?

    • Philipp M. sagt:

      Die Unterschiede wären dank der Stichprobe von über 30’000 schon bei viel geringeren Abweichungen statistisch relevant, glauben Sie mir. Ich habe es nicht selbst nachgerechnet, aber das kann ich in etwa mit der gleichen Sicherheit sagen, wie dass Elefanten grösser sind als Mäuse. Die Validität ist also gegeben, nicht so sicher ist man sich dann aber bei der Reliabilität der Daten, wie schon von einigen Kommentaren festgestellt wurde (-> vermuteter Zusammenhang zwischen Leistung und Rekrutierungszentren).

      Im Endeffekt ganz spannend aber nicht so aussagekräftig. Viele Fragen bleiben offen.
      -Messen die Rekrutierungszentren nicht gleich?
      -Sagt der Aushebungstest überhaupt etwas über sportliche Leistungsfähigkeit aus, wenn alle motiviert mitmachen?
      -Machen überhaupt alle motiviert mit?
      -Ist der BMI als Masszahl für Übergewicht überhaupt noch haltbar?

  13. S. Gamper sagt:

    Bei der Analyse fällt auf, dass die Rekrutierungszentren offensichtlich einen starken Einfluss haben. Alle 4 Kantone die ins Rekrutierungszentrum Rüti gehen sind in den Top 5 (TG,ZH,ZG,SH). Von den 8 Kantonen die Windisch als Rekr Zentrum nutzen sind 6 auf den letzten 6 Plätzen.
    Dies scheint kein Zufall zu sein. Allerdings dürfte hier gar kein Einfluss vorhanden sein da die Kriterien für alle dieselben sind. Wird unterschiedlich gemessen? Werden die Stellungspflichtigen anders motiviert/demotiviert?!
    Die Stadt/Land – Hypothese hingegen scheint zwar naheliegend lässt sich aber aus den Daten überhaupt nicht erhärten. Oder weshalb sind Uri/SO/BL so weit hinten. Und Zug als Erster ist mittlerweile auch stark durch die Agglomeration geprägt also eher städtisch.

    • Andreas kaufmann sagt:

      …offenbar fällt es den Rekrutierungszentren schwer, mit einheitlicher Latte zu messen. Peinlich, aber im Militärdepartement nicht weiter verwunderlich.

  14. giachini sagt:

    vielleicht hängt das auch von der einstellung zur armee ab. bei mir im dienst waren die oben genannten “besten” kantonsvertreter auch die angefressendsten soldaten. diese gaben sich also am meisten mühe.

  15. T. S. sagt:

    Ist jemandem aufgefallen, dass BS, BL, SO, AG, LU und UR, also die Schlusslichter bzgl. Punkte, allesamt ins Rekrutierungszentrum Windisch müssen? OW und NW allerdings auch, die sind dann wohl Ausreisser. Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht alle Rekrutierungszentren gleich streng nehmen mit der Zuteilung der Punkte im Sporttest. Vielleicht also doch nicht nur Stadt-Land Gegensatz?

    • Peter Meier sagt:

      Wirklich erstaunlich… Und vier der ersten fünf Kantone (ZG, ZH, SH und TG) werden im Rekr Zentrum Rüti abgefertigt..! Da scheint es massive Unterschiede in der Bewertung zu geben!

  16. Dave Blumer sagt:

    Sehr interessant – da ich aus dem Kanton BS komme, wundert mich das überhaupt nicht.
    Wir sind damals den 12-minuten lauf nach extensiven Bier und Zigarettenknosums (könnte auch was anderes rauchbares gewesen sein, ich kann mich da nicht mehr so genau dran erinnern…) spaziert.
    Da ich sowieso Sanitätsfahrer werden wollte, haben wir gewusst, je schlechter wir im sport abschneiden, desto eher können wir zu den Sanis!
    Soviel zu dieser Statistik – ich bin mir sicher tausende andere Männer aus verschiedensten Kantonen haben ähnliche Geschichten….

  17. H. Kaiser sagt:

    Ganz klar, viele Basler wollen gar nicht in die Armee. Gerade erst war der Nachbarssohn, ein prima Leichtathlet, an der Rekrutierung in Windisch und brach jede Übung nach erreichen einer gewissen Punktzahl ab, nur um möglichst “unsichtbar” zu bleiben. Hier sehen die meisten Jungen den Sinn in der Armee nicht und geben dementsprechend auch keine 100% an der Rekrutierung.

    • Urban Zuercher sagt:

      Das geht dann soweit, dass die Basler Jugendlichen sich vor der Aushebung extra eine Mittelscheitel ziehen, um etwas kleiner gemessen zu werden oder vorher noch zum McD gehen, um den BMI raufzudrücken…. Ansonsten ist mir schleierhaft, wie man die Merkmale Grösse, Gewicht und BMI mit “nicht 100% geben” verändern kann…

      Was viel mehr überrascht ist, dass die Appenzeller (inner- und ausserrhoder) bei der Körpergrösse ganz vorne mitmischen…. 🙂

      • H. Müller sagt:

        In den beiden Kantonen Appenzell (vor allem im ausserhodischen Teil) wohnen viele Zuzüger wegen den tieferen Steuern.

    • Jack Balmer sagt:

      Da haben Sie wohl recht, und beim Gewicht machen sich die jungen Balsler auch extra schwer…