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Im Kokain ist das Wurmmittel drin

Von DB, 11. August 2016 24 Kommentare »
Eine Untersuchung in Zürich zeigt: Der effektive Kokaingehalt steigt zwar seit Jahren. Doch die Qualität wird dadurch nicht besser. Was steckt im Kokain wirklich drin?
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Dominik Osswald, Michael Rüegg (Grafik, Quelle: D ONE, Christian Erni)

Wer Strassenkokain konsumiert, weiss vielfach nicht, was tatsächlich drin ist. Die Partydroge ist praktisch immer gestreckt. Das Drogeninformationszentrum (DIZ) testet jährlich Hunderte Proben auf ihre Zusammensetzung. Im Jahr 2015 waren es 620, so viele wie noch nie. An die Proben gelangt die Institution dank dem angebotenen Drug-Checking: Hier können Konsumenten ihre Drogen vor der Einnahme anonym abgeben und auf die Inhaltsstoffe prüfen lassen – unter der Bedingung, dass sie sich mit einem Beratungsgespräch einverstanden erklären.

Umstritten ist das Programm, weil man es als Unbedenklichkeitserklärung von Drogenkonsum missverstehen könnte. Doch für Christian Kobel, den Betriebsleiter der vom DIZ betriebenen Jugendberatung Streetwork, überwiegen die Vorteile der Präventionsarbeit: «Das Drug-Checking vermittelt uns einen Kontakt zu den Konsumenten, den wir anders nicht hätten. Wir können mit ihnen Probleme ansprechen und sie vor der Einnahme gefährlicher Substanzen warnen.» Auch an der Street-Parade ist das DIZ mit einem mobilen Labor vor Ort. Es werden rund 80 Analysen erwartet. «Mehr ist technisch in diesem Zeitraum nicht möglich», sagt Kobel.

Die Analysen des Drug-Checking geben einen unverfälschten Blick in die Konsumtrends und den Substanzmarkt in der Stadt Zürich. In den letzten sieben Jahren stellte man einen kontinuierlichen Anstieg des effektiven Kokaingehalts fest: von rund 40 Prozent auf 70 Prozent. Ein Trend, den man europaweit beobachtet und der wohl der marktwirtschaftliche Gesetzmässigkeit folgt, wonach nur «gute» Qualität den nachhaltigen Absatz garantiert. Doch: Die Droge ist gefährlicher geworden. «In den letzten Jahren hat der Einsatz von psychoaktiven Streckmitteln massiv zugenommen», sagt Christian Kobel. In welchen Dosen diese bereits gefährlich sind, darüber könne man nur mutmassen. Studien gibt es kaum.

Der Mythos vom Rattengift

Kobel veranschaulicht am Beispiel: «Eine Droge, die aus 40 Prozent Kokain und 60 Prozent eines harmlosen Streckmittels wie Zucker besteht, ist das kleinere Übel als eine, die aus 80 Prozent Kokain und 20 Prozent eines psychoaktiven Streckmittels besteht.» Allerdings sei auch reines Kokain keinesfalls unbedenklich. «Jeglicher Drogenkonsum ist mit Risiken und Gefahren verbunden.»

Doch genau jene gefährlichen Streckmittel fand man in der grossen Mehrheit der Proben: 78,5 Prozent enthielten Substanzen, die eine eigene psychoaktive Wirkung entfalten und Nebenwirkungen haben können – auch langfristige. Die Zusammensetzung streute stark: So reichte der Kokaingehalt von 0,3 Prozent bis zu 98,1 Prozent – also von maximal gestreckt bis fast rein. Immerhin räumt Kobel mit dem Mythos auf, wonach mitunter auch mit Strychnin oder Rattengift gestreckt wird.

Besorgniserregend ist laut Kobel das Streckmittel Levamisol. In den USA wurde es 2005 erstmals im Kokain entdeckt. In Europa taucht es seit ungefähr 2006 in der Partydroge auf. In 75 Prozent der aktuell in Zürich gesammelten Proben war Levamisol beigemischt. Dabei handelt es sich um einen vor allem in der Tiermedizin gegen Wurmbefall eingesetzten Arzneistoff. Die Substanz verstärkt vermutlich den Rausch und verlängert ihn. Es wurde auch schon die abenteuerliche These laut, dass Levamisol die Nase von Spürhunden irritiere, Beweise gibt es allerdings keine.

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Bei Strassenkokain handelt es sich meistens um ein Gemisch aus Kokain und einem oder mehreren Streckmitteln. Häufig werden die Streckmittel so gewählt, dass ein höherer Kokaingehalt vorgetäuscht und/oder eine Wirkungsverstärkung hervorgerufen wird. Es gibt aber auch nicht psychoaktive Streckmittel (z. B. Laktose, Stärke, Zellulose). Diese haben keine zusätzlichen psychischen und/oder physischen Auswirkungen bei der Konsumation.

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Levamisol wird in der Tiermedizin gegen Wurmbefall eingesetzt. Es wurde eigentlich als Mittel gegen Fadenwürmer genutzt, wird aber seit 2004 wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen nicht mehr in der Humanmedizin eingesetzt. Levamisol wird als Streckmittel verwendet, da es vermutlich die Wirkung von Kokain sowohl verstärkt als auch verlängert.

Eigenschaften wie Kokain

Die chemischen Eigenschaften sind jenen von Kokain ähnlich: Levamisol hat fast denselben Schmelzpunkt und lässt sich auch durch Auswaschen oder Kochen nur schlecht aus dem Kokain herauslösen. «Für den Konsumenten ist rein optisch nicht ersichtlich, was er einnimmt», sagt Kobel. Und selbst Kokainkenner könnten ohne Laboranalysen den Levamisolgehalt nicht ausmachen.

Bis 2004 wurde das ursprünglich gegen Fadenwürmer entwickelte Mittel auch in der Humanmedizin eingesetzt. Danach wurde vom Einsatz bei Menschen abgesehen – wegen unerwünschter Nebenwirkungen. Diese reichen von Erbrechen über allergische Reaktionen wie Atemnot und Hautausschläge bis hin zu Störungen des Immun- und Nervensystems. Levamisol kann das Blutbild empfindlich stören und dadurch Auslöser einer ganzen Reihe von Erkrankungen sein. Bei der Vaskulitis zum Beispiel sterben ganze Hautareale ab, weil die feinen Blutgefässe sich verschliessen.

Eine weitere Gefahr geht von Levamisol aus, weil es sich im Körper zu Aminorex, einer amphetaminähnlichen Substanz, umwandelt. Und diese wiederum kann lebensgefährlichen Bluthochdruck in der Lunge zur Folge haben, besonders bei wiederholter Einnahme.

Wenig erforschtes Wurmmittel

Doch wie hoch ist das Risiko von Folgeschäden durch Levamisol? Bisher manifestierten sich die Konsequenzen des Wurmmittels noch kaum in den Gesundheitsstatistiken. Das mag daran liegen, dass der Kokain konsumierende Bevölkerungsanteil klein ist. Das Phänomen ist wenig erforscht. In einer US-amerikanischen Fallstudie aus dem Jahr 2008 wurden zum ersten Mal Immundefekte (Agranulocytose) im Zusammenhang mit Levamisol beschrieben. 2013 erschien eine Fallstudie, in der das Absterben von Hautarealen festgestellt wurde. Die Autoren halten fest, dass dies eine Konsequenz von chronischem Kokainkonsum sein dürfte und durch «kumulativen Kontakt mit Levamisol entstand». Also nur eine Gefahr bei dauerhaftem Kokainkonsum? Entwarnung gibt es keine, zu wenig ist bekannt.

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Phenacetin wurde als Arzneimittel zur Schmerzbehandlung und Fiebersenkung verwendet. Bei häufigem hochdosiertem Konsum ist Phenacetin nierenschädigend (Phenacetin-Niere), zudem erhöht sich das Risiko von Harnleiter- und Blasenkrebs. Die Substanz wurde 1986 in Europa aus dem Verkehr gezogen. Phenacetin kann in hohen Dosen auch Erregung und Euphorie auslösen und wird wohl deshalb als Kokainstreckmittel eingesetzt.

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Lokalanästhetika sind lokal betäubende Arzneimittel, welche in der Human- und Veterinärmedizin für ärztliche Behandlungen verwendet werden. Lokalanästhetika werden aufgrund ihrer betäubenden Wirkung (Zungen-, Zahnfleischtest zur Qualitätsprüfung von Kokain) als Streckmittel eingesetzt.

Eine noch nicht publizierte Zürcher Studie zeigt, dass Levamisol auch mentale Nebenwirkungen haben könnte: Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin seit 2010 Haarproben von Menschen genommen, die einen unterschiedlich starken Kokainkonsum pflegen. Bei über 90 Prozent der Konsumenten konnte Levamisol in den Haaren festgestellt werden. «Es ist noch zu früh, um sagen zu können, was das bedeutet», so der Projektleiter Boris Quednow. Es sei schwierig, vor einer Gefahr zu warnen, die man noch nicht genauer kenne. «Man muss das aber auf jeden Fall weiter beobachten und untersuchen.» Ein vorläufiges Resultat kann Quednow bereits preisgeben: «Konsumenten mit hoher Levamisol-Konzentration in den Haaren wiesen schwächere Denkleistungen auf als Konsumenten mit nur geringer Levamisol-Belastung.»

Abgestorbene Hautareale

Christian Kobel spricht von Dermatologen, die zusehends abgestorbene Hautareale sehen und dabei Kokainkonsum im Verdacht haben. Den Zusammenhang mit Levamisol nachzuweisen, sei jedoch schwierig, «viele Menschen verheimlichen ihren Kokainkonsum gegenüber dem Arzt».

Auch Stephan Krähenbühl, Pharmakologe am Universitätsspital Basel, vermutet eine hohe Dunkelziffer. «Aber man weiss ja um die toxischen Wirkungen von Levamisol, die angesichts des häufigen Einsatzes als Streckmittel nicht spurlos bleiben können.»

Bei den 620 untersuchten Proben war das Wurmmittel in 74,7 Prozent enthalten, durchschnittlich mit einem Gehalt von 13,2 Prozent. «Kokain ohne Levamisol zu erwerben, ist praktisch unmöglich. Die Substanz ist selbst in Proben mit hohem Kokaingehalt», sagt Christian Kobel.

24 Kommentare zu “Im Kokain ist das Wurmmittel drin”

  1. Vera Karin Rechsteiner sagt:

    Es existiert eine einfache Grund-Ordnung im Bereich der Medizin:
    “Dosis sola facit venenum”
    Die Menge (allein) macht das Gift.
    Wir können alles konsumieren, es kommt immer auf die Menge an.

    Es existieren schlimmere Substanzen um ehrlich zu sein. Was ist mit Cloude Nine, Crystal Meth und Krokodil (Krok)? Krok ist sehr gefährlich und wird im Heute in Form weisses Pulver hergestellt und ins Heroin beigemischt. Hier sollte reagiert werden.

    Entweder legalisieren wir alle Rauschsubstanzen oder wir halten alle Rauschsubstanzen auf der illegalen Liste. Dazu gehört auch der Alkohol. Doch anscheinend ist das Motto unserer Gesellschaft:
    Eine gerade Kurve / Eine krumme Gerade

  2. Nepo sagt:

    Bei legalem und kontrollierten Verkauf der heute noch illegalen Drogen könnte man durch Steuern Einnahmen generieren, Kosten im Gesundheitswesen minimieren (zum Beispiel durch sauberes Kokain), horrende Kosten im Justiz- und Strafvollzug sparen und viel soziales und psychisches Leid und Elend vermeiden. Zudem würde die indirekte Subventionierung von kriminellen Organisationen aufhören. Wenn schon was “bekämpft” werden sollte, dann ist es allenfalls der Missbrauch sowie übermässiger Konsum und vor allem die übermässige Verschreibung von Drogen, auch der heute schon legalen und auf Rezept erhältlichen wie Psychopharmaka, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Aufputschmittel (Ritalin für Kinder)…

  3. Nepo sagt:

    Endlich scheint sich bei dem Thema langsam der Ratio gegenüber der Ignoranz durchzusetzen!

    Der Krieg gegen die Drogen ist insofern idiotisch, da eine klare Mehrheit der Menschheit diese will oder zum Teil auch braucht um “normal” zu funktionieren. Insofern ist dieser Krieg nicht zu gewinnen, was von Anfang an klar war. Die Bilanz des Krieges gegen einige dieser Substanzen sind hunderttausende Tote und wahrscheinlich Millionen von Menschen die Verletzungen oder gesundheitliche Schäden (Beispiel Levamisol) davongetragen haben. Noch mehr Menschen sind durch diesen Krieg in ihrer Lebensqualität geschädigt und/oder beeinträchtigt. Zudem hat er Milliarden an Steuergeldern verschlungen.

  4. Patrick Bieri sagt:

    Interessant ist die Reaktion. Nicht etwa: “Hände weg von Drogen!”…sondern “Legalisierung” dieser, um den Missbrauch durch Streckung zu verhindern. Die Streckmittel haben wohl schon zu einigen “Denkschwächungen” geführt!

    • Andy Jaggi sagt:

      Genau wegen Aussagen wie dieser verlängern sich die elenden Zustände… Und Sie werfen anderen Denkschwäche vor? Hallo?

  5. Karl Hagen sagt:

    Wahrscheinlich währen Warnungs-Aufkleber angebracht.
    Einige der Kommentatoren vergleichen ja Drogen Konsum mit Alkohol und Tabak. Da hat der Staat ja Steuer Einnahmen und pocht auf Prävention mittels Warnungen. “Achtung Streckmittel kann zu Abwurmung Ihres Körpers führen!!!”
    “Grössere Komplikationen wegen Streckmittel sind zu befürchten” Vermutlich durch den Einsatz von Streckmittel dürfen Drogen nur noch gegen Giftschein verkauft werden.
    Hallo aufwachen, jeder der Drogen inklusive Alkohol, Tabak, Tabletten missbraucht weiss auf was er sich einlässt und was er ungefähr seinem Körper antut.

  6. STRK sagt:

    «Konsumenten mit hoher Levamisol-Konzentration in den Haaren wiesen schwächere Denkleistungen auf als Konsumenten mit nur geringer Levamisol-Belastung.»

    Der erste Schluss wäre wohl, dass der Kokainkonsum der Probanden mit höherer Levamisol-Konzentration wohl höher ist.

    Zudem wäre bei der Analyse der Proben zu bedenken, dass es schlicht mehr Zwischenhändler/Endhändler geben könnte, die “Drugchecking” statt eigener Analyse nutzen. Daher steigt auch der Kokaingehalt über die Jahre.

  7. Ike Conix sagt:

    28,3% Streckmittel finde ich jetzt aber gar nicht so schlimm. Im Schnaps hat es bis zu 85% davon. In Form von Leitungswasser.

  8. P.Meier sagt:

    Die Volksgesundheit leidet unter den Streckmitteln und nicht unter den Drogen. Die Drogenkonsumenten, welche einen problematischen Konsum haben, würden ohne Drogen einfach Alkoholiker werden; das problematische Konsummuster liegt also nicht an der Substanz an sich, sondern an dem Konsumverhalten bez. der Suchtpersönlichkeit. Viele Drogenkonsumenten führen ein ganz normales Leben und leiden unter den Steckmittel und deren Nebenwirkungen. Darum ist eine vollständige Legalisierung der richtige Weg. Bei einem legalen Drogenmarkt gibt es kaum Streckmittel, was der Volksgesundheit zu gute kommt. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung sind Bürgerliche Werte, welche auch für Drogen gelten.

  9. Keller K. sagt:

    ja, das ist ein grosses Thema für Konsumenten: die Qualität von Kokain, fehlt nur noch ein Warentest der verschiedenen Anbieter.

    • Alex sagt:

      Warum nicht? Werden ja auch immer und immer wieder Weine getestet und die Ergebnisse hier “vollmundig” präsentiert. Im gleichen Zeitraum. in dem man den Test studiert, sterben x-tausende an Alkoholismus. Ganz legal und mit freundlicher Unterstützung des Staats.

      • Bernd Weiss sagt:

        …alk ist bewiesener massen die mit Abstand (!) gefährlichste und für die Gesellschaft, wie auch persönlich, die kostenspieligste und schlimmste Droge, die es gibt. Lesen sie David Nutts Sachbuch “Drugs without the hot air” wenn sie einigermassen englisch verstehen.. Der Professor war einst Berater der britischen Regierung bezüglich der Drogenpolitik, bis er von sich aus den Job schmiess, da kein Politiker auf seine ehrlichen, aber unkonventionellen Lösungsvorschläge ansatzweise Verständniss entgegenbrachte. Big mistake. Die aktuelle Drogenpolitik weltweit gilt als gescheiterrt. Die Drogenkartelle werdern von Tag zu Tag reicher und somit einflussreicher…es ist Zeit zum Umdenken…

        • K.Keller sagt:

          Alkohol ist schlimm. Und Kokain so ähnlich, ist gerade interessant, weil es eine Designer Droge ist: Wieso wird denn nicht die Qualität von Heroin untersucht und öffentlich diskutiert?
          Immer wenn ich im Fernsehen oder in der Presse so ein Gesicht sehe, glänzend von Kokaingenuss, denke ich: Da ist doch der Wurm drin.

  10. Thomas Bachmann sagt:

    Immerhin dürfte es dann wenig Kokainkonsumenten mit Wurmbefall geben.
    Scherz beiseite. Ein weiterer Grund für die Liberalisierung der Genussmittel.

  11. Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    Vergleichen wir die allermeisten im Handel angebotenen verarbeiteten Nahrungsmittel, einschliesslich Brot und Wurst, kommen wir auf ähnliche Verhältnisse. Maltodextrin im Kaffee, Guarkernmehl in Mehl und Brot, gefärbte Oliven usw.

  12. ernst staub sagt:

    Kokain und andere Rauschgifte werden nur dort angeboten, wo es sich lohnt.
    Und das organisierte Verbrechen hat nur dort eine Chance wo es korrupte Behörden gibt.
    Alles andere ist Augenwischerei.

  13. Martin Muheim sagt:

    Das ist für Kokain-Konsumenten natürlich äusserst wichtig – man will ja schliesslich gesund bleiben beim Drogenkonsum!

    • Theodor Sommer sagt:

      Primitiver geht es wohl kaum. Solche Herrliberg-Sprüche können sie am Stammtisch machen. Jeder Mensch hat ein Recht auf Gesundheit und Unversehrtheit. Unglaublich, welches Anti-Menschlichkeit in gewissen Leuten steckt.

    • Hermann Flansch sagt:

      Ja genau, man möge sich nur an den Glykol-Weinskandal erinnern.

    • Michael Mai sagt:

      Genau, auch Drogenkonsumenten haben ein Recht auf Gesundheit.. Haben Sie denn ein Problem damit, dass Die Konsumenten darüber aufgeklärt werden was für schädliche Beimengungen in der Droge ihrer Wahl stecken? Mich würde das abschrecken und ich hoffe das geht manchem Anderen auch so. Man sollte alle Drogen in der Apotheke rein erhalten können, der Krieg gegen Drogen ist eh verloren, wer will kommt ran. Und es kann ja wohl nicht sein, dass die Streckmittel gefährlicher sind als die Droge selbst. Der Mafia die Drogenpoliitik zu überlassen ist sicher der falsche Weg.

    • peter sagt:

      so einen despektierlichen kommentar kann wohl nur jemand von sich geben, der keine ahnung hat von sucht und deren folgen.

    • Martin Muheim sagt:

      Scheint einigen in den falschen Hals geraten zu sein.
      Ich bin ein Verfechter der Freiheit auch bei den Drogen. Dazu muss man politisch aktiv werden und sich NICHT den verlogenen Rechten anschliessen (die übrigens auch dafür wären, wenn sie das grosse Geschäft machen können).
      Solange Drogen aber nur illegal beschafft werden können, ist und bleibt der Konsum ein Gesundheitsrisiko.
      Oder ruft ihr vielleicht insgeheim nach staatliche Kontrollen für den illegalen Stoff? Wer soll es sonst kontrollieren? Private Labels der Illegalen Händler? Eigenes Labor?
      Es wird nie ein «Recht auf Gesundheit» oder Reinheit bei einem illegalen Stoff geben, darum setzt euch für die Legalisierung ein.

      • Alberto La Rocca sagt:

        Aha, wenn Drogen kommerzialisiert würden wie Alkohol, würde es keinen Alkoholismus mehr geben? Den Alkoholismus gibt’s nicht, der wurde von der SVP erfunden, weil die sonst nicht alle deren Sozialpädagogen, -psychologen, -animatoren, -juristen, etc., etc., ein Auskommen beim Staat finden würden wie die Bauern?

        In Tat und Wahrheit wollen die meisten Schreibenden hier freien Drogenkonsum aber eine Aufrechterhaltung der ganzen Plüschdecken-Industrie, inkl. je nach Toxikomanie spezialisierten Altersheimen. Eine echte Drogenliberalisierung sieht anders aus: Konsumiere was du willst, komm’ aber auch mit den Konsumfolgen selber zurecht.

        • Peter sagt:

          Genau der letzte Satz von Ihnen trifft die Sache auf den Punkt. In einer freien und Liberalen Welt kann jeder konsumieren was er will, er muss aber auch die Konsequenzen selber tragen und finanzieren. Und interessanterweise sind wir eben genau in diesem, dem wichtigsten Punkt in einer freien Gesellschaft, leider nicht konsequent genug.