Festa della donna

Heute ist internationaler Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden. In der Schweiz wird er kaum begangen, in Italien ist das Fest für die Frauen eine grössere Geschichte.
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In Italien werden Frauen am 8. März mit der strahlenden Mimose beschenkt. (Bild: Flickr/Aurora Favero)

Am 8. März feiern Frauen auf der ganzen Welt la festa della donna. Sie müssen doch zugeben, das hört sich auf italienisch einfach prachtvoller an als der internationale Frauentag. Oder wie er früher auch genannt wurde: Der Frauenkampftag. Früher war er das ja auch, entstand der Tag doch Ende des neunzehnten Jahrhunderts aus den sozialistischen Parteien mit dem Ziel, für Gleichberechtigung und Wahlrecht der Frauen zu kämpfen. Die Vereinten Nationen erkoren ihn später als den Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden, seine Bedeutung ist aber von Land zu Land sehr unterschiedlich.

In der Schweiz wird er kaum noch wahrgenommen, obwohl wir 1911 zu den vier ersten Ländern gehörten, die ihn das erste Mal durchführten. Nun ja, der Erfolg betreffend des Wahlrechtes liess dann trotz Vorreiterrolle doch recht lange auf sich warten. In Italien ist der Frauentag zwar kein Feiertag, er wird aber doch bewusster wahrgenommen und gefeiert. Oder vielmehr feiern sich die Frauen da selbst. Überall finden sich abends Frauengrüppchen, die ausgelassen sich selber feiern, Freundinnen-Tag könnte er da auch heissen.

Und Italien hat sogar ein eigenes Frauentag-Symbol, eine Blume. Es ist keine Rose, nein, am 8. März werden Frauen in Italien mit der bescheidenen aber gelb-strahlenden Mimose beschenkt. Passend zu den ersten Frühlingstagen steht sie dann in Blüte. Bestimmt freuen sich auch Schweizer Damen über diese Aufmerksamkeit – sowie über ein Prosit zu ihren Ehren bei einem guten Glas Wein. Ein guter Tag für ein Dankeschön an die Damen dieser Welt.