Katertipps für die Fasnacht

Fünf Tipps für die eine oder andere Katerstimmung nach der Fasnacht.
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Mit diesen Katertipps sind Sie für die Nachwehen der Fasnacht gewappnet. (Bild: iStock)

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: die Fasnacht. Gefeiert wird ausgelassen bis zur letzten Nacht vor der Fastenzeit, diese startet heute mit dem Aschermittwoch und gilt als die Vorbereitung auf das Osterfest. Daher kommt auch der Name Fas(t)nacht. Fasnachtsbräuche sind so vielseitig wie die Gebiete aus denen sie stammen und gefeiert wird Fasnacht oder Fasching oder Karneval fast überall auf der Welt. Wer kennt nicht die feurige Variante in Rio mit den Hunderttausenden von Besuchern an der aufwändigen Parade. Oder wie viele träumen vom Carnevale in Venedig, wenn geheimnisvolle, prächtig gewandte Masken durch die mythische Lagunenstadt gondeln und die ganze Stadt in lang vergangene Dogenzeiten versetzt wird.

Wohl kaum ein anderes Getränk passt so gut zu dieser berauschenden Stimmung wie klirrender und prickelnder Prosecco.

Und sollten es mal zu viele gewesen sein: Hier die besten Katertipps:

  • Wasser. Der beste Tipp: viel trinken! Und zwar Wasser, nicht Alkohol, am besten ohne Kohlensäure. Wenn man die Nacht über schon viel Wasser trinkt, hat man es am nächsten Morgen leichter.
  • Espresso mit Zitronensaft: zugegeben, das gewinnt keine Stilnote, hilft aber gegen Kopfschmerzen. Sonst eher nicht zu viel Kaffee trinken, lieber Saftschorlen, um die verlorenen Mineralien wieder aufzufüllen. Nicht zu empfehlen ist der berüchtigte Aufwärmer, Alkohol entzieht dem Körper Wasser und führt zu Kopfschmerzen.
  • Nachschub an Salz: Versuchen Sie es mit einer Bouillon. Oder mit Hühnerfleisch, Lachs, Ölsardinen, Frischkäse. Auch Papaya hilft durch die Enzyme. Eher keine hart gekochten Eier, die sind schwer verdaulich. Und keinen Zucker, der fordert die ohnehin schon angegriffene Leber. Gut zum Süssen ist Honig, der Fruchtzucker darin beschleunigt den Alkoholabbau.
  • Sauerstoff. Falls möglich schon bei offenem Fenster schlafen oder sonst einen Morgenspaziergang an der frischen Luft machen.
  • Das beste Mittel ist aber nach wie vor: Massvoll geniessen und vorher gut und nährhaft essen, im Volksmund auch «Bödelen» genannt.

 

5 Kommentare zu «Katertipps für die Fasnacht»

  • Christina Roth sagt:

    Als Suchtfachperson staune ich immer wieder, welche Mythen zum Alkohol auch in Medien verbreitet werden…

    „Gut zum Süssen ist Honig, der Fruchtzucker darin beschleunigt den Alkoholabbau.“
    Falsch; es gibt kein Mittel, welches den Abbau von Alkohol beschleunigt!

    „Das beste Mittel ist aber nach wie vor: Massvoll geniessen und vorher gut und nährhaft essen, im Volksmund auch «Bödelen» genannt.“
    Ein voller Magen, vor allem fettreiches Essen, verzögert die Aufnahme von Alkohol – die aufgenommene Alkoholmenge bleibt jedoch gleich.

    • Leo Schmidli sagt:

      1. Fructose fördert die Bildung von ADH und AIDH, welche den Abbau von Ethanol bzw. Ethanal beschleunigen. Es ist richtig, der Abbau von Alkohol wird beschleunigt!
      2. Wenn die Alkoholaufnahme verzögert wird, befindet er sich länger im Magen, wo er bereits teilweise abgebaut werden kann, bevor er resorbiert wird.

  • Leo Schmidli sagt:

    Das beste Mittel: Elektrolylösungen! Kochsalz kann vom Körper nicht so gut aufgenommen werden. In Apotheken gibt es in Wasser aufzulösende Elektrolytlösungen, die bei Wasserverlust (z.B. Durchfall) einzunehmen sind. Eine vor dem Schlafen gehen, eine am nächsten Morgen und der Körper sollte wieder einigermassen versorgt sein.

  • Anh Toàn sagt:

    Das beste Mittel gegen Kater wäre reinen („unvergällten“) geschmacks- und geruchlosen Alkohol zu trinken. Damit lassen sich zwar nicht die Nebenwirkungen des Alkohols, vermeiden, auch nicht jeder Kater, es kann durchaus lebensgefährlich sein, da gerade wegen der „gefühlten“ Harmlosigkeit trotz hoher Konzentration viel zu viel Alkohol getrunken würde. Aber wenn ohnehin eine gewisse Menge Alkohol konsumiert wird, sollten dabei die anderen unser Wohlbefinden störenden Substanzen reduziert werden: Gerade Prosecco (von dem, was an der Fasnacht als gewöhnlicher Weisswein erkauft wird, will ich gar nicht reden) ist auf Grund der Säure (oder des Frostschutzes zum Süssen) ziemlich belastend für den Magen.

    • Anh Toàn sagt:

      Ich störe mich immer daran, wenn der Wunsch nach Alkohol, Betäubung, Rausch negiert wird und so getan wird, als ginge es um Genuss:

      „Wohl kaum ein anderes Getränk passt so gut zu dieser berauschenden Stimmung wie klirrender und prickelnder Prosecco.“

      Warum passt Strohrum oder reiner Alkohol nicht besser zu berauschender Stimmung als Prosecco? Und klirrt eigentlich Prosecco besser als Wodka. Und Wodka / Gin prickeln mit Tonic doch auch?

      Am Karneval wollen wir uns besaufen, seien wir ehrlich, das ist schlecht für unsere Gesundheit, aber macht uns lustig und froh.

      (Das ist eine etwas einseitige Sichtweise auf Karneval, der hat auch mystische, transzendente Aspekte, Wurzeln im Totentanz, und nicht nur besoffene Pappnasen)

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