Grosse Weinflaschen und ihre Namensgebung

Balthazar und Melchior – ein Königsgeschenk?

 

Flickr_Enrique Lopez

Für die Namensgebung der grossen Weinflaschen mussten biblische Namen, u.a. auch zwei der drei heiligen Königen, herhalten. (Bild: Flickr/Enrique Lopez)

Grosse Weinflaschen sind prachtvolle Gaben. Die seltsamen Namen hingegen stehen noch im Raum, sie haben scheinbar wenig mit Wein zu tun. Woher sie wohl stammen mögen? So genau kennt eigentlich niemand die Beweggründe für die Verwendung der seltsamen Namen wie Methusalem, Salmanazar, Nebuchadnezzar oder Melchior. Was sie aber gemein haben: Alle sind sie Namen von biblischen Persönlichkeiten, die für die Namensgebung herhalten mussten. Und nein, es handelt sich dabei nicht um die Schutzheiligen der Sommeliers.

Eine mögliche Ableitung geht einher mit der Geschichte der heiligen drei Könige. Zum ausserordentlichen Anlass der Geburt Jesus waren sie weitgereist und brachten dem Kind prachtvolle Geschenke. Balthazar, einer der dreien, war ein Nachfahre der Könige von Babylon, und Melchior war ja auch mit von der Partie. Daraus ist, so munkelt man, die Tradition entstanden, den grossen Flaschengrössen den exotischen Namen eines persischen Königs zu verleihen. Eine grosse Flasche Wein galt als ein ausserordentliches Geschenk, früher vielleicht sogar ein Königsgeschenk. Zumindest hört es sich mit dieser Namensgebung hoheitsvoll an.

Hier finden Sie eine Aufstellung aller Flaschengrössen.