Januarsdiät

Januar ist für viele gleichbedeutend mit Diät. Heisst aber nicht gleichzeitig auch Verzicht auf Wein. Oder doch?

Muss man im Monat des Kalorienzählens auf Wein verzichten? (Bild: iStock)

Für viele sind Januartage Diättage: Das viele und reichhaltige Essen über die Festtage soll sich gar nicht erst so richtig festsetzen. Da das Jahr noch jung ist und die Motivation gross, werden Ernährungsprogramme studiert, Fitnessabos gelöst und Kalorien gezählt.

Da stellt sich dann auch oft die Frage, wie es dabei mit dem Alkohol aussieht. Fest steht: Nicht nur feste Nahrung sondern auch Getränke können auf die Hüfte schlagen. Entscheidend ist auch hier die Menge: Abnehmen funktioniert nur dann, wenn weniger Kalorien eingenommen als verbraucht werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was wie zu Buche schlägt. Für ein Glas Wein mit 2dl muss man circa 150 kcal rechnen, anders als oft vermutet, sind Rotwein und Weisswein hinsichtlich ihres Kaloriengehalts ungefähr gleich.

Was aber zudem interessant ist: Studien konnten zeigen, dass Wein-Kalorien auf den gesamten Stoffwechsel stark anregend wirken, wenn Wein zum Essen getrunken wirkt. Er sorgt für besseren Speichelfluss und für die vermehrte Bildung von Enzymen, was den Appetit anregt, wodurch Speisen rascher zerlegt und Nährstoffe schneller aufgenommen werden können. Diese Effekte beziehen sich aber vor allem auf eine leichte Ernährung. So gehört beispielsweise bei der Mittelmeer-Diät neben Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Knoblauch, wenig rotem Fleisch und der Verwendung von Olivenöl auch ein Glas Rotwein auf den Speiseplan.

Natürlich empfehlen wir nicht Wein als Diät, wir halten es vielmehr mit dem Naturarzt Johann Schroth: In seiner berühmten Schrothkur hat er Rotwein verordnet, damit dieser während der Kur psychische Spannungen lösen und Depressionszustände abbauen sollte. In diesem Sinne kann Wein auch als unterstützende Massnahme gesehen werden.