Mittelalterlich? Na und!

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Die Schauspielerin Julianne Moore ist ein Vorbild für viele reife Frauen. Doch so perfekt wie in dieser Anzeige sieht auch sie in der Realität nicht aus. Etwas weniger Retusche hätte sie noch glaubhafter gemacht. Foto: L’Oréal Paris

Neulich wurde auf Facebook eine «Zielgruppe» gesucht, um mit einem neuen Gerät eine mögliche Schwerhörigkeit zu testen. Es gab nur eine Voraussetzung: Die Testerinnen und Tester mussten 50 plus sein. Sie lesen richtig. Nicht 60 oder 70, nein, schon mit 50 gehört man neuerdings zum alten Eisen. Im ersten Moment dachte ich: Diesen Werbern gehört der Hintern versohlt, welcher Mensch um die 50 will schon mit einer kommenden Schwerhörigkeit konfrontiert werden? Dann aber musste ich zugeben, dass ich mich einfach nur betupft fühlte, weil ich auch zu diesem Club gehöre. Mittelalterlich nennt man uns, und mit dem «mittleren Alter» assoziiert zu werden, ist nicht eben sexy. Eben waren wir noch jung, und plötzlich gehört man zur Zielgruppe von Blasenschwäche, Hormonersatztherapien und eben Hörgeräten.

Allerdings, so scheint es mir jedenfalls, steht diese Kampagne ziemlich schief im Wind. Denn, ist 50 nicht das neue 40? Jedenfalls wird uns das doch von den Medien immer häufiger suggeriert. Die sogenannten «Silver Ager» gelten  als aktiver, attraktiver und gesünder als die Generationen vor ihnen – und natürlich auch als besonders kaufkräftig. Neue Role-Models gibt es genug, etwa schöne Schauspielerinnen wie Julianne Moore (54) und Co. Sie zeigen, dass man auch mit Mitte 50 toll aussehen kann. Und für mich könnte bei den Anzeigen für einen Kosmetikkonzern gerne auf Photoshop-Tricks verzichtet werden. Denn Moore ist auch in natura sehr attraktiv. Genauso wie viele andere Frauen und Männer in diesem Alter. Um das festzustellen, braucht man nicht nach Hollywood zu schauen.

In «Still Alice» (2014) spielt Julianne Moore eine 50-jährige Linguistikprofessorin, die an Alzheimer erkrankt. Quelle: Youtube

Doch selbst wenn die Werbung die neuen Alten entdeckt hat, die Gesellschaft hat vielfach Mühe mit ihnen. Zwar spriessen neue Magazine für die weibliche Zielgruppe wie Pilze aus dem Boden, Agenturen vermitteln reifere Models, und auch punkto Kleidungsstil lassen sich Menschen in diesem Alter nichts mehr vorschreiben. Solange die Skinny Jeans und der taillierte Veston sitzen!

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Oft ist die öffentliche Meinung nämlich eine andere: Du bist 40? Dann werde langsam erwachsen! Schon 50? Wie steht es um deine Vorsorge? Und du hast die 60 überschritten? Dann ab aufs Altenteil mit dir! Mögen die neuen Alten für die Werbung interessant sein, im Alltag sind sie es oft nicht. Frauen werden unsichtbar und unattraktiv für viele Männer, und wenn es um einen neuen Job geht, ist es ratsam, sich zehn Jahre jünger zu machen.

Ich habe keine Mühe damit, zu sagen, wie alt ich bin: nämlich 55. Aber ich habe keine Lust, in eine Schublade gesteckt zu werden. Die Wahrheit ist nämlich: Ich fühle mich oft alterslos. Nicht im Sinn, dass ich in einen Jugendbrunnen gefallen wäre und mit jüngeren Frauen konkurrenzieren möchte (was sowieso eine schlechte Idee wäre). Nein, im Sinne von: An guten Tagen kann ich Bäume ausreissen und bin für jeden Unfug zu haben, an anderen fühle ich mich alt, müde und möchte mich nur verkriechen.

Aber, und das macht den Unterschied: Genau die gleichen Gefühle hatte ich auch mit 30 oder 40. Auch damals war das Leben mal langweilig, mal grossartig, mal katastrophal. Genau wie heute. Und nein, ich schliesse meine Augen nicht vor der Realität: Natürlich geht das Älterwerden nicht spurlos an mir vorüber. Mein Körper ist in einer stetigen Veränderung, und vieles, das ich an mir sehe, gefällt mir nicht. Aber solange ich mich innerlich lebendig fühle, kann ich mit diesem Prozess umgehen. Ich will nach Lust und Laune leben und nicht nach jenen Verhaltensweisen, die von mir erwartet werden.

Es gibt sie nicht, die klassische 50-jährige Frau. Genauso wie es den klassischen 50-jährigen Mann nicht gibt, auch wenn, sind wir ehrlich, es den Männern doch etwas einfacher gemacht wird, älter zu werden. Also hören wir doch auf, uns und andere über eine Zahl zu definieren, denn damit machen wir uns und den anderen kleiner, als wir in Wirklichkeit sind.

38 Kommentare zu «Mittelalterlich? Na und!»

  • Karl-Heinz Failenschmid sagt:

    „Altersschwerhörigkeit“ ist manchmal auch das Vermögen, manche Dinge unbewusst auszublenden. Manches nicht mehr zu hören, ist oft auch ein Segen.

  • Henrik sagt:

    Was für ein Vergnügen: ich darf mit bald 64 noch arbeiten, nicht nur dürfen, ich kann noch – im 80 %-Pensum und alle Dienste. Ein kleines Regionalspital ermöglicht mir als Intensivpflegefachmann meine jahrzehntelangen Erfahrungen einzubringen. Was auch immer wieder begeistert, sind die Menschen von hier, von nebenan und von ganz weit weg (selten, aber immer wieder). Ein kleiner Kosmos.

  • edith sagt:

    genussvoll alle kommentare zu lesen und dann sich auf einen eigenen konzentrieren hat schon eine interessante seite! das heisst es ist immer wieder spannend wie menschen ganz verschieden auf den von kopf bis fuss artikel reagieren! genial! denn gerade in meinem alter (65) lebt man von der vielfalt der meinungen, kann tolerant und gelassen die anderen akzeptieren und ist doch noch fähig neue ideen aufzunehmen und drängt niemanden dazu gleicher meinung zu sein! da man nicht mehr so gut sieht und hört kommt vieles enorm entspannter an, ob im spiegel oder lärmmässig. älter sein ist cool! edith

  • diva sagt:

    so abwegig, wie das hier dargestellt wird, ist es nicht, dass schon 50jöhrige hörgeräte brauchen. wenn man denkt, dass seit der erfindung des ipod massen von leute sich das gehör ruinieren. wozu übrigens die party-gesellschaft mit den übermässigen lautstärken in den club ebenfalls das ihre beiträgt. ich denke, in 2o jahren, werden schon 40jährige mit hörgeräten rumlaufen.
    auch werden die menschen wohl früher dement (NICHT alzheimer!) und andere «alters-zipperlein» wieder viel früher haben. oder denkt hier jemand, dass der exessive alk-und dorgenkonsum der U30-jährigen spurlos vorübergeht????

    • Nordlicht71 sagt:

      ….diva, hat den Nagel auf den Kopf getroffen, viele ab 40+ haben tatsächlich schon Hörgeräte, sei es durch die Umwelt oder eben durch Hörstürze Stress bedingt.
      Ich als Optikerin kann nur zur jetzigen Smartphone Generation sagen: You are very welcome….denn sie werden alle viel schneller kurzsichtig und brauchen viel eher Brillen…durch die kurz distanzigen Arbeitsplätze und dem Freizeitverhalten geschuldet. Da werden die Augenmuskeln sehr faul;))
      SALÜ

  • Renee Iseli sagt:

    Leider ist es nun mal so, dass ab ca. 50 man vermehrt „Altersschwierigkeiten“ bekommen kann, so wie eine anfängende Altersschwerhörigkeit. Das heisst natürlich nicht, dass man sich auch Alt fühlen soll! Meiner Meinung nach, ist man so jung, oder alt, wie man sich fühlt.

  • Jacques sagt:

    Grundsätzliche Frage. Warum fühlt sich jemand berufen, sich nach sog. Vorbildern auszurichten? Egal Frau oder Mann. Moi – c’est moi!

    • Jacques sagt:

      Oder auch: Viele sog. Vorbilder, wie James Dean, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Janis Joplin oder auch Marilyn Monroe sind schon relativ jung gestorben. Ich mag sie alle sehr, aber ich möchte noch möglichst lange leben …
      Vorbilder – vergesst das! Ich lebe möglichst – selbstbestimmt!

  • Suha sagt:

    der Hörgerätemarkt wie auch die ganze Medizinindustrie ist ein riesiger Markt – die Alten sind abgedeckt, somit werden immer Jüngere beworben – die die Hörgeräte teils auch nötig haben, da sie ihr Gehör mit den In-Ear-Plugs etc. derselben Firmen, die Hörgeräte vertreiben kaputt gemacht haben…. auch hier gilt: MONEY, MONEY, MONEY

    Selbstverantwortung in Sachen Gesundheit ist gefragt und dass man sich nicht alles aufschwätzen lässt von den „Werbevertretern“ und „Verkäufern“ der Medizinindustrie (= Ärtze), das beginnt bei der Vorsorge und endet bei der Suche nach (vorhandenen) Alternativen!

    • uhu sagt:

      So ein Unsinn. Es ist ein natürlicher (Alterungs)-Prozess, dass sich die Hörfähigkeit verschlechtert. Ich sehe kaum 50-jährige (oder älter), die mit In-Ohr-Kopfhörern herumlaufen. Es ist deshalb auch kaum anzunehmen, dass sie ihre Ohren damit geschädigt haben könnten. Und dass Hörgerätehersteller auch solche In-Ohr-Kopfhörer anbieten habe ich auch noch nicht bemerkt.

  • Tschan Marco sagt:

    Ich bin froh ein Mittfünfziger zu sein … das beste Lebensalter …ich kann muss aber nicht mehr alles mitmachen..ich geniesse heute das Leben bewusster als früher obwohl ich das schon früher tat aber heute hab ich nicht mehr den Drang das Leben voll auszukosten sondern weniger ist vielfach mehr !

  • Hannes Müller sagt:

    Als Mann ist man auch ab 50 nicht mehr vorhanden. Bis 50 wird man immer wieder als Möglichkeit betrachtet von den Frauen, danach ist Ruhe. Hat auch Vorteile, diese Ruhe: Man muss sein eigenes Desinteresse nicht mehr kund tun.

    Das dürfte eine biologische Konstante sein.

    Die jungen Alten oder die rüstigen Alten sind eben nun mal die Alten.

    • Georg sagt:

      So lange Sie für sich sprechen, Herr Hannes Müller, ist mir Ihre Aussage wurscht. Auf mich und viele meiner Freunde trifft sie nicht zu. Wird also mit Ihnen persönlich zu tun haben…

    • Meret Leenders sagt:

      „Man muss sein eigenes Desinteresse nicht mehr kund tun „.. schon mal daran gedacht, dass frau dein Desinteresse laut und deutlich wahrnimmt ? Da frau mit dem Alter qualitäts- und zeitbewusster wird, ist es kein Wunder, dass du nicht mehr beachtet wirst – du bist reine Zeitverschwendung. Verlieb dich erst mal wieder in dich selbst und guck zu, wie die Warteschlange der Damen länger wird.

      • Hannes Müller sagt:

        Lustig, was da in meine Aussage hineininterpretiert wird. Ich bin völlig zufrieden mit dem Zustand, und übrigens seit Jahrzehnten glücklich in festen Händen. Mir fiel bloss auf, dass man vor 50 als potentieller Partner abgescannt wird, und nach 50 Bappeli ist. Und nein, ich bin nicht beleibt, sondern sportlich (zumindest sehe ich so aus – ich bin eher Genussmensch, pflege eine gute Küche, einen guten Keller, schöne Autos, gute Lektüre, Reisen, und geniesse jede Sekunde mit meiner Frau)

        Wie gesagt, ich halte das für eine biologische Konstante, und sie gefällt mir.

    • Dieter Neth sagt:

      Nicht vorhanden ist vielleicht ein wenig schroff.Aber man fragt sich schon,ob man jetzt von dieser Frau als Möglichkeit betrachtet wird, oder ob sie sich einen Scherz erlaubt,und sich totlacht, wenn man darauf eingeht.Oder ob man die ganze Sache überinterpretiert.Gerade wenn das Gegenüber um einiges jünger sein sollte.Aber die besten Jahre noch vor mir? Nein, in meinem Fall stimmt das sicher nicht. Ich habe nicht die geringste Lust, richtig alt zu werden.Jetzt mit Mitte 50 gehts ja noch, kein Arztbesuch, keine Pillen, kein Auto. Aber mitte 70 sollte Schluss sein, bevor man zum Pflegefall wird.

  • Mody Bühler sagt:

    Öffenbar war die Retusche nötig.. Wie heisst der Spruch? Eine Frau ist so alt wie sie aussieht, ein Mann, so alt wie er sich fühlt..

    • tina sagt:

      zur bildunterschrift: auch das foto der blo g a u t orin sieht nicht nach 55 aus. auch nicht nach 50. warum denn? wäre doch auch nicht nötig. bei j moore weiss man wenigstens aus filmen, dass sie nicht so perfekt aussieht, sie hat ja auch dünne lippen und eine hakennase und augenringe, aber sie hat charakter und sieht mit ihren unperfektheiten umwerfend aus.

  • Bruno Bänninger sagt:

    Je länger je mehr gilt für Frauen und Männer:
    Lieber zum alten Eisen gehören als zum neuen Blech.

  • marusca sagt:

    Nur schon, dass man sich mit „Problemen“ dieser Art befasst (und offenbar auch belastet), während gerade jetzt Tausende und Abertausende von Menschen so viel Schreckliches durchmachen und ums Überleben kämpfen müssen, ist absolut unanständig.

    • André Schöni sagt:

      Aber trotz dieser humanitären Katastrophe Zeit haben den Artikel zu lesen, ist dann anständig?!

    • Michu sagt:

      @M: Mit was darf man sich denn noch befassen?
      Könnten Sie mir bitte eine Liste zukommen lassen?

    • Widerspenstige sagt:

      Ich fühle mich auch betroffen, wenn solche Tragödien im Weltgeschehen die Nachrichten belegen. Mit zunehmendem Alter sehe ich aber ein, dass ich in meinem Umfeld besser mein Bestes geben kann/sollte. Ich kann nicht zuständig sein für all das Leiden, aber ich kann beim Einkaufen darauf schauen, woher das Kaufgut stammt. Das ist mein Beitrag im Kleinen. Dann ergibt sich daraus eine Kettenreaktion im Grossen, wenn das immer mehr Käufer verantwortungsbewusst auch machen, marusca.

      Es gibt schon Themen, die noch zu Beackern wären hier wie Herbstblues, Glücksuche, Wohnform ü60 ….

  • Silvia Müller sagt:

    Über 45 ist man im Stellenmarkt aussortiert. Und kommt nicht mehr rein. Oder nur noch in Ausnahmefällen mit sehr viel Glück. Nach Vermögensaufbrauch landet man auf dem Sozialamt. Das ist die Realität. Aber niemand redet darüber. Und die, welche es betrifft, die haben sich vom sozialen Leben verabschiedet. Einzig die Politiker erhöhen noch das AHV Alter, wo man heute mit 50 bezugsberechtigt wäre.

    • Widerspenstige sagt:

      Aber wer wird denn resignieren, wo wir doch nächsten Monat abstimmen können, wer für uns im Nationalrat sitzt und über Sein und Werden bestimmt? Noch können mehr weibliche Stimmen dafür gewonnen werden, dass sich genau diesem Problem annimmt: den ü45 oder ü50 soll unter die Arme gegriffen werden mit mehr Solidaritätsgesten wie ein Rückpfiff der Erhöhung des AHV-Alters für Frauen. Bis hierher und nicht mehr weiter! Dann nächstes Jahr das gesicherte Grundeinkommen mit JA annehmen und sehen, was passiert. Für Frauen bestimmt bessere Zeiten auch ü50. Das gibt weniger Falten, mehr Lebenslust 😉

      • Fréderic Scherwey sagt:

        Wie sollen denn die Wahlen dies veränadern? – Der Bund ist ja an erster Stelle, wenn es darum geht, die Ü45er auszusortieren. – So jedenfalls erfahre ich es, wenn ich mit KollegInnen aus der Bundesverwaltung (nicht die gutbezahlten, notabene) spreche. – Krass, was da v.a. im EFD abgeht!

      • Widerspenstige sagt:

        Fréderic, ich wollte Silvia M. etwas Mut machen und nicht zu politisch werden. Aber ich finde doch, dass bei solchen Wahlen wie in den Nationalrat und Ständerat Weichen gestellt werden können. Da bin ich zuversichtlich, möchte es aber dabei in diesem Blog belassen. Darüber kann u.a. im Politblog oder auch im Mamablog eingehender diskutiert werden. Hier ist ein Wohlfühlblog von Silvia Aeschbach, den ich sehr schätze, aber leider zuwenig zum Kommentieren komme (aus Zeitgründen).

      • Silvia Aeschbach sagt:

        Vielen Dank, liebe Widerspenstige!

  • Alter Mann sagt:

    Nein, ein alter Mann bin ich noch nicht. Aber mein heutiges Alter – 46 – nochmals zu verdoppeln ist nur vielleicht möglich. Wir sollen/müssen lernen zu akzeptieren, dass wir nicht mehr 20 sind. Ist es schlimm? Nein, und es spart Unmengen an Geld, wenn man das akzeptiert. Etwas mehr Selbstvertrauen wünsche ich der Autorin und uns allen. Denn älter werden wir alle, auch die heutigen 20-jährigen. Schlagen wir doch den Hochglanzmagazinen, den Zeitungsbeilagen, den Plakatwänden und TV-Spots ein Schnäppchen im Sinne von «Ihr könnt uns alle mal! Ja, wir werden älter, na und?»

    • Ralf Schrader sagt:

      Das Verständnis für die aktuelle Welt beträgt 100% – Alter. So ab 55 Jahren kommt man die vortreffliche Situation, sich für den Alltag immer weniger zu interessieren. Voraussetzung ist ein Mindestmass an finanzieller Unabhängigkeit und dass die Kinder, so man die hatte, aus dem Haus sind und ihr Leben selbst gestalten.

      Allerdings hat das Konsequenzen, z.B. in der Berufstauglichkeit, wenn der einst erfüllende Job zur Nebensache wird, weil er in einen der Bereiche stattfindet, den man nicht mehr ernst nehmen kann. Deswegen halte ich die Erhöhung des Pensionsalter für kontraproduktiv.

  • Shoshanna sagt:

    Danke Frau Aeschbach! Sie sprechen mir aus der Seele! Man ist so alt, wie man sich fühlt – und das Alter nur eine Zahl. 🙂

  • Cybot sagt:

    Das Beispiel mit Julianne Moore ist nicht sehr treffend. Die ist doch nicht erfolgreich, weil die Werbebranche ältere Frauen plötzlich attraktiv findet, sondern nur, weil man die Falten heute leichter wegretuschieren kann. Das Bild, das sie vermittelt, ist doch immer noch das oberflächliche ewig junge Aussehen, das nach wie vor als höchstes Ideal dargestellt wird.

  • Hotel Papa sagt:

    Wegen der Werbung für eine Hörhilfe eine Sinnkrise? Also bitte! Ich merke Anzeichen von Altershörigkeit, seit ich ca. 40 war. Und bin damit wohl keine Ausnahme. Ist jetzt wirklich nichts Neues, das das Gehör relativ schnell altert. Deswegen sich als Teil der gefürchteten Gruppe „Altes Eisen“ zu fühlen: Wer sich den Schuh anziehen will…

    • Doria Gray sagt:

      Genau. Die einen brauchen mit 40 eine Hörhilfe, während andere, wie ich, ihre erste Varilux-Brille kaufen müssen. Na und? Ich möchte meine zusätzliche Lebenserfahrung nicht missen. Und warum sollte es mich stören, dass gewisse Männer Frauen über 40 nicht mehr anschauen? Dieser Typ Mann hat mich eh nie interessiert. Die Leute, die ich schätze, werden sich auch noch gerne mit mir abgeben, wenn ich alt und runzlig geworden bin.

      • Luise sagt:

        Das kann ich alles unterschreiben. Ab 40 kommen Dinge wie das 1. Implantat, die Varilux-Brille und bei einigen erste Hörschwierigkeiten. Es folgen Altersflecken, graue Haare und straffer werden wir alle nicht. Wenn Frauen ab 50 einen Raum betreten, drehen sich nicht mehr alle Männer um. Und? Hauptsache, wir sind zufrieden und die Männer, die uns wichtig sind, finden uns immer noch schön. Und ja, schauen wir die Gesichter einiger Flüchtlingsfrauen an: Vor der Zeit gealtert, leidend, tieftraurig…

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