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Die Einnahmen aus der Verrechnungssteuer werden abnehmen

claude chatelain am Donnerstag den 7. Juni 2012

Die Abgeltungssteuer ersetzt die Verrechnungssteuer. Und die Verrechnungssteuer ist für den Bund eine wichtige Einnahmequelle. Sie macht rund 7 Prozent der Bundeseinnahmen aus. Wenn nun die Eidgenössische Steuerverwaltung die Abgeltungssteuer für deutsche, englische und österreichische Bankkunden in die entsprechenden Länder überweist, entgehen dem Bund Millionen von Franken. Der Bundesrat rechnet mit 150 bis 210 Millionen Mindereinnahmen. Diese Schätzung dürfte jedoch allzu konservativ sein, denn die Finanzverwaltung hat stets beteuert, man könne nicht eruieren, ob es vorab In- oder Ausländer seien, welche die Verrechnungssteuer nicht zurückforderten. Man darf davon ausgehen, dass über die Hälfte der auf Schweizer Banken liegenden und nicht versteuerten Geldern Ausländern gehören.

Mit Sicherheit sagen kann man dagegen, dass mit der Abgeltungssteuer auch den Kantonen Millionenbeträge entgehen. Sie erhalten 10 Prozent der Einnahmen aus der Verrechnungssteuer. 2010 flossen daher 60 Millionen Franken in die Berner Staatskasse. In Zukunft werden es – sobald die Abgeltungssteuer eingeführt wird – weniger werden.

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