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Artikel-Schlagworte: „Stilfragen“

10 Dinge, die ihr Gast nicht sehen will

Marianne Kohler am Samstag den 9. Mai 2015

Ehrlich – ich motze nicht so viel – und auf Sweet Home praktisch nie! Aber manchmal tut ein bisschen motzen gut, verändert die Sicht der Dinge und inspiriert zu Neuem. Heute geht es um Dinge, die auch der schönsten Wohnung oder dem tollsten Haus den Charme nehmen, vor allem wenn man es für andere öffnet. 

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Beruflich komme ich viel in Häuser und Wohnungen von anderen. Der Besuch von fremden Wohnungen ist immer eine sehr persönliche Angelegenheit. Man betritt das Territorium von andern und ist Gast, auch wenn der Besuch beruflich ist. Und das bedeutet viel Rücksicht, Respekt und Zurückhaltung, gegenüber den Bewohnern und gegenüber dem Haus. In gewissen Häusern fühlt man sich sofort wohl, in andern weniger – das gilt übrigens auch für unbewohnte. In diesem Blogbeitrag geht es um kleine Dinge, die einem Zuhause die Freundlichkeit nehmen und es weniger attraktiv machen für Besucher.

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1 EIN KÜHLSCHRANK, DER BEIM AUFMACHEN STINKT
Kennen Sie den seltsamen Geschmack, der vielen Kühlschränken beim Öffnen entströmt. Man nimmt an, es sei Käse – oder hofft es zumindest. Auf jeden Fall erfüllt er für eine ganze Weile den Raum und man möchte eigentlich nichts aus diesem Kühlschrank angeboten bekommen! Käse lässt sich gut in Folie verpacken oder in luftdichte Boxen verstauen. Damit Kühlschränke appetitlich wirken und Lust machen, die dort gelagerten Lebensmittel auch zu essen, putzt man sie am besten regelmässig und entsorgt Lebensmittel, die das Datum überschritten haben. Es gibt auch Duftneutralisierer, die meistens Kohle beinhalten und die man in den Kühlschrank hängen kann. (Bild über: A beautiful mess)

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2 ABWASCHLAPPEN, DIE AM WASSERHAHN BAUMELN
Unattraktiv und ziemlich eklig finde ich persönlich Abwaschlappen, die tropfend am Wasserhahn hängen. Grundsätzlich sind die meisten Abwaschlappen keine Schönheiten und man will sie nicht sehen. Dieser hier, handgehäkelt und für das Foto inszeniert, macht da eine Ausnahme. Aber der Wasserhahn ist definitiv kein Ort für Lappen. Man will an einem lappenbesetzten Hahn weder die Hände waschen noch Wasser daraus angeboten bekommen. Abgesehen davon sind nasse Lumpen und Schwämmchen eine Sammelstelle für Bakterien – und ja, auch sie riechen meist nicht besonders gut. Schaffen Sie einen attraktiveren Ort für den Lappen, einen Haken etwa, eine Schale oder eine Putzbox, in der auch gleich das Abwaschmittel mit Platz hat. Und wechseln Sie den Lappen am besten täglich! (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

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3 SCHUHE VOR DER TÜR
Es gibt da Treppenhäuser, die voll sind mit alten ausgetragenen Sneakers, Schlappen und Schuhen. Nicht besonders chic! Schuhe gehören ins Haus, und am besten in den Schuhschrank. Wohnungen, bei denen man die Schuhe ausziehen muss und in den Socken an den Tisch gebeten wird, werden auch nicht gerade zu Lieblingsorten. Als privater, eingeladener Gast finde ich, dass die Schuhe ein Teil des Outfits sind und empfinde es als Zumutung, wenn Gastgeber erwarten, dass man sie auszieht. Beruflich ist das ein wenig anders – wobei es mir persönlich nie in den Sinn kommen würde, einen Handwerker die Schuhe ausziehen zu lassen. (Bild über: 1924.us)

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4 EIN BILLIGES RAUMPARFÜM
Der Duft ist ein wichtiger Faktor und bleibt oft länger in Erinnerung als Gesehenes oder Gehörtes. Und genauso wie zu starke oder falsche Parfüms bei Menschen wirken, verhält es sich mit Raumdüften. Hier kann sehr schnell was danebengehen. Billige Raumparfüms sind nicht nur penetrant, sondern vermitteln auch das Gefühl, dass man irgendwie am falschen Ort ist. Entscheiden Sie sich für eine wirklich feine und luxuriöse Duftkerze, da sind zum Beispiel die von Diptique empfehlenswert. Auch natürliche Öle können angenehme und natürliche Duftnoten verströmen. Öffnen Sie vor dem Besuch alle Fenster und stellen Sie  frische Blumen auf. (Bild über: Fashion squad)

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5 BÜGELBRETTER, DIE HERUMSTEHEN
Da mein Mann Engländer ist, kennen wir natürlich die Dauerserie «Eastenders», die das Leben, die Lieben und die Dramen der  Menschen im Eastend zeigt. Und weil die Engländer auch immer perfekte Stylisten sind, haben sie das Dekor auch in dieser eher depressiven Fernsehserie perfektioniert. Was nie fehlt, ist ein Bügelbrett in irgendeiner Ecke! Ein sichtbares Bügelbrett ist sozusagen Symbol für einen leicht heruntergekommenen oder nicht besonders stilvollen Haushalt. Also bitte Bügelbretter aus dem Blickfeld verbannen. Wer keinen Extraraum für Wäsche und Haushaltsarbeiten hat, sucht nach einem geeigneten Ort für das ungemütliche Brett. Am besten in einem Schrank! Übrigens, die meisten Bügelbretter könnten eh eine kleine Aufwertung vertragen. Suchen Sie nach einem hübscheren Bezug dafür oder machen Sie einen selbst. Dieser attraktive Brettbezug ist von Westelm.

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6 UNGEMACHTE BETTEN
Ich habe dies hier schon öfter erwähnt: Ungemachte Betten sind unattraktiv. Ich finde, dass Betten eine Art Überwurf brauchen und Fixleintücher, besonders solche aus farbigem Jersey, ein No-go sind – sorry – es ist heute Motztag! Aber es gibt so viele schöne Textilien für das Bett, dass es eine wahre Freude ist, ihm ab und zu ein neues Outfit zu verpassen. Und betten Sie, besonders wenn Sie Besuch erwarten. Ein ungemachtes Bett, wenn möglich noch mit nicht allzu frischer Bettwäsche, ist so ähnlich wie herumliegende Unterwäsche. (Leinenbettwäsche und Samtüberwurf von Pfister)

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7 SCHMUTZIGE HAND- UND KÜCHENTÜCHER
Als Besucher muss oder möchte man sich auch mal die Hände waschen. Wenn man dafür ein gebrauchtes, wenn möglich schmutziges Handtuch vorfindet, ist das eine kleine Katastrophe. Und wenn wir schon bei den Tüchern sind – Küchentücher sind auch eine Problemzone. Schmutzig, nass oder ungebügelt sind sie keine Augenweide! Schöne Küchentücher wie zum Beispiel dieses von Anthropologie sind übrigens auch hübsche Mitbringsel.

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8 HERUMLIEGENDE MEDIKAMENTE
Man will nicht wirklich wissen, ob die Bewohner eines Hauses einen Hautausschlag, Augenentzündungen oder sonst was haben. Deshalb gehören Medikamente weg von Nachttischchen, Küchenbuffets oder anderen sichtbaren Orten. Leisten Sie sich eine hübsche Medikamentenbox dafür, wie diese hier von Cox and Cox. Wer Gäste ins Bad lässt, versorgt am besten auch Haarbürsten mit Haaren drin und entledigt sich der Zahnbürsten, deren Borsten sich auffalten und die voller eingetrockneter Zahnpasta sind. 

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9 WINTERJACKEN UND MÜTZEN, DIE AN DER GARDEROBE ÜBERSOMMERN
Immer ein wenig an eine WG denkt man, wenn man beim Eintritt in ein Haus mitten im Juli Strickmützen und Daunenjacken an der Garderobe findet. Meistens strömen diese auch diesen bestimmten WG-Duft aus, nämlich den von ungewaschenen Textilien, die Duftnoten von Rauch bis zu Frittierfett in sich aufgesogen haben. Die tolle Vitra-Garderobe in gebrochenen Farben kann bei Ikarus bestellt werden.

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10 FEHLENDE GASTFREUNDSCHAFT
Wenn man die Türen für andere öffnet, dann gehört eine kleine Portion Gastfreundschaft ganz einfach dazu. Meiner Erfahrung nach ist das in der Schweiz nicht so verbreitet wie etwa in England. Man muss es ja nicht übertreiben mit der Gastfreundschaft – aber ich finde, sie gehört zu einem Haus und bestimmt das Ambiente und den Stil stark mit. Bei vielen Fotoshootings mussten wir gar um ein Glas Wasser bitten. Das ist zum Beispiel auch das Mindeste, das man einem Handwerker anbietet, besser ist ein Kaffee. (Bild über: Zsa Zsa Bellagio)

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Stilfragen an die Stardesignerin Patricia Urquiola

Marianne Kohler am Freitag den 1. Juni 2012

In der Sweet-Home-Serie «Stilfragen» beantworten Kreative, Designer und Interiorprofis Fragen zu ihrer Arbeit, ihrer Beziehung zum Wohnen und zur Lebensart. Heutiger Gast ist Patricia Urquiola, die wichtigste Designerin unserer Zeit.

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Patricia Urquiola

Schon bei der ersten Frage sprudelt es aus Patricia Urquiola nur so heraus. Sie liebt es, über ihre Arbeit zu sprechen, und ist manchmal selbst verwundert, wie viel sie macht, wie oft sie reist und für welch interessante Projekte sie immer wieder angefragt wird. Die Designerin ist in Oviedo, Spanien, geboren, hat dort Architektur studiert und zog später nach Italien, wo sie seither mit ihrem Mann, zwei Töchtern und einem Jack-Russel-Terrier lebt. Sie arbeitet für renommierte Möbelhersteller in der ganzen Welt, baut Häuser, Spas, Geschäfte und Hotels, richtet sie ein und konzipiert auch schon mal wichtige Kunstausstellungen. 2001 gründete sie zusammen mit ihrem Mann das Studio Urquiola.

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Die Stühle Husk von B+B, die zurzeit bei Teo Jakob ausgestellt sind.

Patricia Urquiola, was bringt Sie nach Zürich?
Das Schweizer Möbelhaus Teo Jakob zeigt momentan eine Sonderausstellung mit meinen neusten Entwürfen, die ich mit B+B realisiert habe. Da ist der Stuhl Husk, der indoor und outdoor eingesetzt werden kann, und das grosse, unkomplizierte Sofa Bend. Bei ihm war die Ausgangslage, ein Sofa zu gestalten, das sich auch jüngere Menschen leisten können.

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Links: Kyoto, da war Patricia kürzlich für ein Keramik-Porzellan-Projekt. Rechts: Ein Haus des Architektenteams Woha in Singapur.

Woran arbeiten Sie denn gerade?
An völlig verschiedenen Projekten, an ganz kleinen und an einem riesengrossen. Ich war gerade in Kyoto, wo ich an einem Keramik-Porzellan-Projekt arbeite. Ich kann dort in den alten Manufakturen arbeiten. Es ist sehr spannend und superinteressant, alte Techniken neu einzusetzen und andere Kulturkreise besser kennenzulernen. Dann gibt es auch noch ein ganz grosses Projekt, wir bauen einen «Greentower» in Singapur. Zusammen mit dem Woha-Architekturbüro kreieren wir ein Hotel-Hochhaus, das ganz überwachsen sein wird. In einer sich so schnell verändernden Stadt wir Singapur kann man Architektur nicht einfach der Umgebung anpassen, sondern sie wächst zusammen mit ihr, dies ist eine grosse Herausforderung für unser Studio. Wir lieben aber alle Projekte, die kleinen und die grossen. Beides macht Spass und ist auf seine Art gleich interessant.

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Patricia Urquiolas Zeitmaschine an der Triennale in Milano.

Wie würden Sie Ihren Beruf beschreiben?
«Sono una Projectista!» Ich werde für die verschiedensten Projekte angefragt, welche ich dann von Anfang bis zum Schluss betreue, kontrolliere und zu Ende führe. Ich bin immer da, um zu schauen, dass alles auf dem richtigen Weg bleibt, und arbeite intensiv mit verschiedenen Firmen, Manufakturen oder Architekten zusammen. Momentan gestalte ich eher öffentliche Plätze, nicht so viele Privathäuser oder Einrichtungen. Ein besonders interessantes Projekt war die Triennale in Mailand. Sie stand unter dem Thema Zeit, und verschiedene Künstler haben Werke zu diesem Thema ausgestellt. Es war faszinierend, sich mit der Beziehung zur Zeit auseinanderzusetzen. Wir gestalteten zum Beispiel zwei Eingänge: einen konventionellen und einen «Fast Track», das war so etwas wie eine Falle, gleich am Anfang der Ausstellung mussten sich die Besucher entscheiden: «Nehme ich mir Zeit, um die Ausstellung in einem normalen Tempo anzuschauen, oder lasse ich mich von der Schnelligkeit verführen?» Ich baute auch eine Zeitmaschine. Dafür habe ich Elemente aus den verschiedensten Projekten, die ich für Moroso gemacht habe, recycelt. Ein Riesenkäfer entstand, aber die Zeitmaschine hat natürlich nicht wirklich funktioniert! Wir können die Zeit nicht aufhalten, zurück- oder vorwärtsdrehen. So ist die Konstruktion der Zeitmaschine eine kleine Zeitreise durch meine verschiedenen Projekte gewesen.

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Alice' weisser Hase, der sie ins Wunderland führte.

Wir kreierten auch einen doppelten Boden mit einem weissen Hasen – wie jenem von «Alice im Wunderland» –, der die Ausstellungsbesucher in verschiedene Ebenen der Ausstellung lockte. Die Triennale ist ein gutes Beispiel dafür, wie vielfältig und interessant solche Projekte für unser Studio sind.

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Links: Glaswaren von Patricia Urquiola für Baccarat. Rechts: Das Städtchen Baccarat.

Aber auch andere Projekte sind mir sehr ans Herz gewachsen. Da ist zum Beispiel unsere Arbeit für die Glasmanufaktur Baccarat. Baccarat ist nicht nur exklusives Kristallglas, es gibt ein Dorf, das Baccarat heisst, eine Kirche, ein Gemeindehaus... Das Glas ist wichtig für die ganze Region, es schafft Arbeit, steht für einen Lebensstil, hat Tradition. So sind solche Projekte auch mit einer gewissen Verpflichtung verbunden.

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Das Spa im Mailänder Four Seasons, welches diesen Sommer eröffnet wird.

Eine andere Herausforderung war der Bau eines Spa für das Mailänder Hotel Four Seasons. Eigentlich war da überhaupt kein Platz für einen Pool. Die Mauern eines alten Klosters waren so verwinkelt und labyrinthartig angelegt, dass wir da mit einer ganz neuen Sicht an das Projekt herangehen mussten. Aber wir haben ein tolles Resultat geschafft, und das Spa wird bald eröffnet.

Milano

Milano

Wo wohnen Sie?
In Mailand in einem Haus mit meiner Familie.

Wo würden Sie gerne wohnen?
Dort, wo wir jetzt bald hinziehen. Es ist ein Haus, in welchem wir nicht nur wohnen können, sondern auch genügend Platz für das Studio haben. Ich freue mich riesig auf den Umzug.

Haben Sie einen bestimmten Raum im Haus, den Sie besonders lieben?
Ich glaube das Wohnzimmer. Am liebsten mag ich Räume, die eigentlich keine Decken haben.

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Das Hotel Oriental Mandarin in Barcelona, auch eines der Projekte von Patricia Urquiola.

Gibt es einen Ort, den Sie besonders lieben?
Ich bin ein Traveller. So passe ich mich jeweils der Umgebung an, sauge sie auf und lerne, mich darin wohlzufühlen. Ich glaube, das macht einen guten Reisenden aus. Ich suche also nicht nach Lieblingsorten, sondern fühle mich in der Welt zu Hause.

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Das Bend Sofa von B+B.

Wohin geht es denn morgen?
Wir fliegen nach Paris, um eine Designausstellung zu eröffnen.

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Bücher, Bücher, Bücher.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Oh, ich bin eigentlich kein junges Mädchen, das Lieblinge hat und diese empfiehlt. Ich bin 50, da sind es ganze Bücherstapel auf meinem Nachttisch. Das Büchergestell befindet sich gleich vor dem Bett. Oft lesen mein Mann Alberto und ich auch das gleiche Buch.

Patricia Urquiolas Ausstellung bei Teo Jakob beginnt heute in der Mühle Tiefenbrunnen und geht noch bis zum 30. Juni.

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Stilfragen an Daniele Costa, Art Director der italienischen Modezeitschrift «Flair»

Marianne Kohler am Freitag den 16. März 2012

In der Sweet-Home-Serie «Stilfragen» beantworten Kreative, Designer und Interiorprofis Fragen zu ihrer Arbeit, ihrer Beziehung zum Wohnen und zur Lebensart. Gast heute ist der Schweizer Art Director Daniele Costa, der zurzeit in Mailand tätig ist.

Art Director Daniele Costa.

Art Director Daniele Costa.

Daniele Costa, wie würden Sie Ihren Beruf beschreiben?
Ich habe Grafik Design an der Hochschule der Künste in Zürich studiert und wurde gleich nach der Schule ins Art Department der deutschen «Vogue» nach München geholt. Seit da arbeite ich als Art und Creative Director in verschiedenen, internationalen Publikationen. Momentan mache ich die Art Direction der italienischen Modezeitschrift «Flair». Ich arbeite aber auch als Illustrator und Typograf mit Fokus auf Mode und Design. Seit 2011 habe ich meinen eigenen Illustrationsblog.

Die italienische Modezeitschrift Flair und eine Illustration aus Daniele Costas Blog die die Moderedakteurinnen an den aktuellen Parises Modschauen zeigt

Die italienische Modezeitschrift «Flair» und eine Illustration aus Daniele Costas Blog zu den aktuellen Pariser Modschauen.

An was arbeiten Sie denn jetzt gerade?
An dem neuen Magalog für die italienische Modemarke Penny Black aus dem Hause Max Mara, Herbst/Winter 2012

Illustrationen aus dem aktuellen Penny Black Magalog Saison Frühjahr 2012.

Illustrationen aus dem aktuellen Penny Black Magalog Saison Frühjahr/Sommer 2012.

Was werden wir als nächstes von Ihnen sehen?
Den Penny Black Magalog Herbst/Winter, die neuste Ausgabe von «Flair», auf meinem Blog sind gerade Illustrationen von den neusten Modeschauen und dann arbeite ich noch an einem neuen Modezeitschriftprojekt, aber das ist natürlich noch Top Secret!

Illustrationen von den Pariser Prêt à Porter Schauen im März 2012

Illustrationen von den Pariser Prêt-à-porter-Schauen im März 2012.

Illustrationen von Daniele Costa von der Prada-Modeschau

Illustrationen von Daniele Costa von der Prada-Modeschau.

Wo und wie wohnen Sie:
In Mailand zwischen dem Sempione Park und dem Brera-Viertel in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert. Wir haben zwei Wohnungen in eine zweistöckige Wohnung  umgebaut.

Die Fassade des alten Mailänder Hauses

Die Fassade des alten Mailänder Hauses.

Und wo würden Sie am liebsten wohnen?
In Frank Lloyd Wrights Falling Water House.

Frank Lloyd Wrights Falling Water House

Frank Lloyd Wrights Falling Water House.

Gibt es einen Ort an dem Sie sich besonders wohlfühlen, der Sie inspiriert?
Ja, das Meer!

Daniele Costas Foto vom Meer.

Daniele Costas Foto vom Meer.

Stellen Sie gerne um?
Ja, immer.

Die Mailänder Wohnung von Art Director Daniele Costa und seiner Familie

Die Mailänder Wohnung von Art Director Daniele Costa und seiner Familie.

Was shoppen Sie lieber, Kleider oder Dinge für das Haus?
Ich kaufe gerne schöne Dinge seien es Möbel, Objekte, alte Autos...

Der alte R4, ein Jugendtraum, den Daniele Costa diesen Sommer gekauft hat.

Der alte R4, ein Jugendtraum, den Daniele Costa diesen Sommer gekauft hat.

Was war Ihr neuster Kauf?
Ein kleines Haus auf unserer Trauminsel Pantelleria.

Eine Illustration von Daniele Costa von des neuen

Eine Illustration von Daniele Costa von dem neuen Haus auf Pantelleria.

Wo finden Sie Ihre Inspirationen?
In schönen Linien, die ich überall entdecke, auch auf der Strasse.

Schöne Linien inspirieren den Art Director Daniele Costa

Schöne Linien inspirieren den Art Director Daniele Costa.

Was ist Ihr Lieblingsstück im Haus?
Dieser Vintage-Sessel, den Bruno Mathsson 1941 entworfen hat. Es ist eine rare Ausführung aus formgespannter Buche, bespannt mit Leder.  Ich habe ihn sozusagen vor dem Haus gefunden, in einem Modernariat-Laden in Brera.

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Sessel Miranda von Bruno Mathsson.

Wo sind Sie am liebsten?
Am Meer, ausserhalb der Saison, zum Beispiel von Februar bis Anfang Juni oder ab September bis November. Ein schöner Ort ist das Castello Canevaro in Zoagli, nur eineinhalb Stunden von Mailand entfernt.

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Das Castello Canavaro in Ligurien.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Georges Simenon.

Eine Vintage Ausgabe von Simenons Maigret

Eine Vintage-Ausgabe von Simenons Maigret.


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Stilfragen an Désirée, Bloggerin von Vosges Paris

Marianne Kohler am Freitag den 24. Februar 2012

In der Sweet-Home-Serie «Stilfragen» beantworten Kreative, Designer und Interiorprofis Fragen zu ihrer Arbeit, ihrer Beziehung zum Wohnen und zur Lebensart. Gast heute ist Désirée, die Autorin des bekannten holländischen Interiorblog Vosges Paris.

Désirée von Vosges Paris, in ihrer Amsterdamer Wohnung

Désirée von Vosges Paris an einem Fotoshooting.

Désirée, wie würden Sie Ihren Job beschreiben?
Ganz kurz: Tagsüber arbeite ich als Sozialarbeiterin und nachts bin ich Bloggerin! Ich arbeite hauptberuflich in einer Baby-Klinik und arbeite eng mit Kindern und Eltern zusammen. Seit 25 Jahren bin ich  in diesem Beruf tätig und bin davon überzeugt, dass das Zusammensein mit Kindern mich jung hält. Daneben blogge ich und pflege den Kontakt mit meinen Freunden und Lesern. Das Bloggen gehört ganz stark zu meinem Alltag. Foto: Tom Collins.

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Inspirationen aus Desirées Wohnung, wie sie sie in ihrem Blog zeigt.

Wie lange sind Sie schon Bloggerin, und was bedeutet der Blog für Sie?
Ich blogge nun seit vier Jahren und das letzte Jahr war ein sehr gutes. Mein Blog wächst momentan sehr schnell und es ist fantastisch zu sehen wie viele Leute sich für meine Geschichten interessieren. Ich freue mich sehr darüber und bin dankbar. Das Bloggen sehe ich nicht als Arbeit, aber ich denke sehr viel daran und finde überall eine Geschichte, die ich erzählen kann. Zum Beispiel wenn ich durch die Stadt spaziere oder am Einkaufen bin, ist der Blog immer in meinem Hinterkopf. Ich überlege mir, was wohl meine Leser interessieren könnte und wie ich ihnen ein Thema näher bringen kann. Ich will nur über das schreiben, was mein eigenes Herz höher schlagen lässt. So ist der Blog eine Anreihung von Dingen, Geschichten, Farben, Bildern und Inspirationen, die mich und meinen persönlichen Geschmack reflektieren. Was mich besonders freut ist, wenn ich E-Mails von Menschen bekomme, die mir schreiben, dass mein Blog sie inspiriert hat, etwas in ihrer Wohnung zu verändern. Sie mögen ganz offenbar die schlichten und einfachen Lösungen, die ich selbst in meinem eigenen Zuhause anwende.

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Das Schlafzimmer in Desirées Wohnung.

An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?
Ich habe soeben meine Wohnung in grösserem Rahmen renoviert. Ein Projekt, das die letzten zwei Jahre mit Planung und Arbeiten in Anspruch genommen hat.

Wo und wie wohnen Sie?
In einer Wohnung in Amsterdam, im ehemaligen Hafenquartier, da ist viel Wasser und es stehen noch viele historische Gebäude wie grosse Lagerhäuser da. Eigentlich ist es eine 4-Zimmer-Wohnung, aber ich habe aus einem der Schlafzimmer und der Küche eine riesengrosse Küche kreiert.

Wo würden Sie gerne wohnen?
Ich liebe das Meer und es wäre schön ein Zuhause an einem sonnigen Ort zu haben mit Aussicht auf den Strand und das Meer. Auch würde ich gerne die Erfahrung machen, für einige Zeit in Paris zu leben. Aber da ist halt immer auch die Arbeit und die Realität der Miete. So kann dieser Traum nur mit Ferien umgesetzt werden, aber man weiss ja nie...

Hat der Name ihres Blogs, Vosges Paris, mit ihrer Liebe zu Paris zu tun?
Ja, natürlich, ich war mit 17 das erste Mal da und konnte Ferien machen in der Wohnung einer Freundin. Seit dieser Zeit bin ich verliebt in diese Stadt. Und den Place des Vosges finde ich besonders schön.

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Place des Vosges in Paris: Ein Bild von Eugène Veder aus dem Jahre 1927.

Ihr Name ist ja auch französisch?
Mein Vater hat das Buch Désirée von Annemarie Selinko gelesen, das die Geschichte von Napoleons Verlobter erzählt. Als ich auf die Welt kam, schenkte er das Buch meiner Mutter mit einer Widmung, dass er sich wünscht, dass ich auch so eine starke Frau werde wie Désirée.

Haben Sie einen Lieblingsort?
Ja, das ist Amsterdam, ich bin wirklich verliebt in meine Geburtsstadt. Ich liebe es, an sonnigen Morgen den Kanälen entlang zu wandern oder zu radeln. Das macht mich wirklich glücklich.  Aber ich liebe auch Sardinien, die Insel, von wo der Vater meiner Kinder herkommt. Ich habe dort viele lange Sommer verbracht.

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Die Grachten von Amsterdam.

Gibt es einen Ort in der Wohnung, den Sie besonders lieben?
Nicht wirklich, aber ich liebe meine neue, grosse Küche mit dem langen Tisch. Ich habe eigentlich ein kleines Büro, aber meist sitze ich am Küchentisch mit dem Laptop und blogge dort. An Wochenenden liebe ich es, in meinem weissen Schlafzimmer aufzuwachen, mit Kaffee und einigen Magazinen. Es hat eine sehr ruhige Stimmung, die ich sehr mag.

Désirées Küche mit dem langen, weissen Tisch

Désirées Küche mit dem langen, weissen Tisch.

Lieben Sie es, umzustellen und den Look Ihrer Wohnung zu verändern?
Im Moment bin ich sehr glücklich mit der Wohnung, wie sie ist. Aber ich möchte gerne meinen kleinen Patiogarten ausbauen, so dass er mehr zur Verlängerung der Wohnung wird.

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Stillleben aus Désireés Wohnung.

Kaufen Sie lieber Kleider oder Dinge für das Haus?
Mode interessiert mich nicht so sehr, ich bin glücklich mit einigen hübschen Basics. Meine Kleider sind ein wenig wie die Farben meiner Wohnung. Ich trage sehr viel Schwarz, Weiss und verschiedene Grautöne. Möbel habe ich seit einer Ewigkeit nicht mehr gekauft. Um ehrlich zu sein, die meisten meiner Möbel, ausgenommen das Bett, das Sofa und einige Ikea-Schränke, habe ich entweder gefunden oder von Freunden geschenkt bekommen. Aber ich liebe es, kleine Dinge zu shoppen und ich komme gerne mit etwas Neuem nach Hause. Aber nur, wenn ich einen guten Platz dafür habe.

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Désirées kleines Büro.

Was war Ihr letzter Kauf?
Eine grosse Glasvase, sie ist riesig. Aber ich liebe Dinge, die ein wenig überproportional sind. In meinem Wohnzimmer habe ich nicht so viele Dinge, deswegen passt etwas Grosses perfekt.

Die riesengrosse Glasvase, die Désirée erst kürzlich gekauft hat

Die riesengrosse Glasvase, die Désirée erst kürzlich gekauft hat.

Wovon haben Sie zu viel?
Kerzenständer. Zuerst hatte ich viele aus Zink, dann habe ich einiges weiss gestrichen und auf einmal hatte ich auch davon zu viele. Nun habe ich aber die meisten weggegeben und benütze nun vorwiegend einige schwarze dänische Designerständer und hübsche Papiertüten aus meinem Pariser Lieblingsshop Merci.

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Der Pariser Konzept-Shop Merci.

Wo finden Sie Ihre Inspirationen?
Vieles online in schönen Bildern, auf anderen Blogs oder draussen. Ich kann zum Beispiel an einer Wand mit schwarzen Graffiti vorbeigehen und dann stelle ich mir vor, dass eine schwarze Wand mit weissen Bildern toll aussehen könnte. Mein Zuhause ist meine Spielwiese. Hier probiere ich Dinge aus, ändere Sachen und sehe dann, wie es sich anfühlt.

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Schwarze Wand mit weissen Graffiti.

Welches ist Lieblingsstück zu Hause?
Ich habe nicht wirklich ein Lieblingsobjekt, aber ich liebe die grossen, schwarzen Metallsterne, die ich an die Wand montiert habe.

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Schwarze Metallsterne an Désirées Küchenwand.

Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
Ich lese zurzeit «Normal gets you nowhere». Es ist von Kelly Cutrone von Peoples Revolution, einer Modeagentur in London. Aber ich mag auch meine Zeitschriften, im Moment besonders «Milk» und «Anthologie».

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Das Cover von «Normal Gets You Nowhere» von Kelly Cutrone.

Désireés Blog: Vosges Paris

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