Rezepte für die ganze Woche

Sieben einfache, aber raffinierte Rezepte – damit Sie an jedem Wochentag etwas Neues kochen können.
Heute machen wir das Beste aus Resten
Kennen Sie das? Jeden Tag kochen Sie etwas Frisches und doch gibt es ab und zu Resten. Braten Sie diese mit Reis und machen Sie daraus ein feines, gesundes Znacht. Schauen Sie nach, was genau Sie noch im Kühlschrank haben. Sie können diesen Reis mit so ziemlich allen Resten zubereiten und mit frischen Zutaten ergänzen. Das Rezept kann also beliebig variiert werden. (Bild: Food 52)

Zutaten:

Zubereitung:

Kochen Sie 200 g Basmatireis gemäss Packungsangaben

2 Fischfilets wie Lachs oder Dorsch, gekocht

2 Fenchel, geviertelt oder in Schnitze geschnitten

10 kleine Tomaten, geviertelt

100 g Champignons, geviertelt

1/2 Peperoncino, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 Handvoll Pinienkernen, geröstet 

1 EL Estragon oder Basilikum, gehackt

1 EL Petersilie, gehackt

2 Frühlingszwiebeln, in Ringli geschnitten

Saft und abgeriebene Rinde von 1 Zitrone

Den Fenchel dämpfen, sodass er noch knackig ist (es passt auch Broccoli, Blumenkohl, Spinat oder anderes Gemüse). Geben Sie Olivenöl in eine grosse, tiefe Bratpfanne und braten darin den Knoblauch und den Peperoncino sorgfältig an, den Reis dazugeben und alles gut mischen. Langsam anbraten, sodass der Reis ein wenig knusprig wird. Zur Seite stellen. In einer anderen Bratpfanne die Champignons und die Zwiebelringli in ein wenig Öl anbraten, die Tomaten und den Estragon oder das Basilikum beigeben, alles ein wenig köcheln lassen, bis die Tomaten ein bisschen zerfallen, mit Salz und Pfeffer würzen. Dann mischen Sie den Reis dazu, den Fenchel und den ein wenig zerzupften Fisch. Alles so lange in der heissen Pfanne wenden, bis auch der Fisch warm ist. Den Zitronensaft, die abgeriebene Rinde und die Petersilie untermischen und geniessen.

Morgen gibt es ein Törtchen mit Tomaten
Ein kleines Törtchen mit Gemüse und Ei, ein Salat, ein gutes Glas Rosé, und schon ist ein eleganter Znacht auf dem Tisch, der ein bisschen Restaurantcharme in den Alltag zaubert. (Quelle: Cake crumbs beach sand)

Zutaten für den Teig:

Zubereitung:

500 g Mehl

125 g Butter

1 Prise Salz

1 Ei

Verquirlen Sie das Ei mit einem Esslöffel kaltem Wasser. Geben Sie das Mehl und das Salz in eine Küchenmaschine und geben Sie – während die Maschine läuft – die Butter in kleinen Stückchen bei. Geben Sie das Ei bei. Dann nehmen Sie den Teig heraus, kneten ihn noch ein bisschen und lassen ihn im Kühlschrank mindestens zwei Stunden ruhen. Am besten machen Sie den Teig bereits am Vorabend, dann geht dieses Gericht super schnell. 

Zutaten für die Füllung: 

Fertigstellung: 

100 g Ricotta

100 g Ziegenfrischkäse (wie Chevroux)

300 g kleine Tomaten, halbiert

2 Schalotten, in Streifen geschnitten

200 g Champignons, geviertelt

1 Zucchetti, in Würfeli geschnitten

Olivenöl

Salz und Pfeffer

1 EL gehackte Kräuter wie Basilikum und Thymian, gehackt

1 EL Zitronensaft

100 g Feta

4 Eier

ein bisschen Milch

Teilen Sie den Teig in 4 Portionen und rollen jede Portion zu einer Kugel. Wallen Sie jede Kugel aus und verteilen Sie die Teigkreise auf einem mit Backpapier belegtem Backblech. Mischen Sie den Ricotta mit dem Ziegenfrischkäse. Streichen Sie Käsemischung auf jede Teilrondelle, lassen Sie dabei Platz für den Rand frei. Mischen Sie die Champignons, die Tomaten und die Zucchetti mit ein wenig Olivenöl, den Kräutern und dem Zitronensaft. Verteilen Sie das Gemüse auf dem Käse. Falten Sie die Teigränder ein. Bestreichen Sie den Teig mit Milch und backen Sie die Törtchen im 200 Grad heissen Backofen etwa 20 Minuten. Herausnehmen und in jedes Törtchen ein Ei schlagen. Feta darüber krümeln und nochmals etwa 7 bis 10 Minuten fertig backen. Mit einem knackigen Salat servieren.

Am Samstag gönnen wir uns einen Brunch mit Gemüsepancakes
Samstag ist der Wochentag, an dem vielleicht ausgehen oder eine Einladung angesagt ist. Also gönnen wir uns einen ausgiebigen Brunch. Dafür passen salzige Pancakes mit Gemüse. (Bild: San Francisco edible feast)

Zutaten:

Zubereitung:

600 g Mehl

1 Prise Salz

Pfeffer aus der Mühle

1 KL Backpulver

2 dl Tassen Milch

2 Eier

1 Zucchetti, in Julienne geschnitten

2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringli geschnitten

1 Rüebli, mit der Röstiraffel geraffelt

150 g Parmesan, gerieben

100 g Gruyère, geraffelt

1 Handvoll gehackte Kräuter wie Petersilie und Basilikum

Olivenöl

Mischen Sie das Mehl, das Backpulver, Salz und Pfeffer und geben dann die Milch und die Eier dazu. Dann mischen Sie den Käse und die Kräuter unter. Trocknen Sie das Gemüse gut mit einem Küchentuch und mischen es unter den Pancake-Teig. Backen Sie die Pfannkuchen mit Olivenöl beidseitig goldgelb. Halten Sie die Pfannkuchen im Backofen warm und servieren Sie sie in kleinen Stapeln mit verlorenen Eiern oder Spiegeleiern. 

Unser Sonntags-Poulet mit Kartoffeln geht ganz unkompliziert
Am Sonntag möchte man sich und seine Familie ein wenig verwöhnen. Wir kaufen nur noch am Wochenende Fleisch, dafür gutes und solches vom Metzger. Wir geniessen es als kostbares Fest. Ein Poulet im Ofen mögen wir besonders gerne. Mein Mann liebt dazu feine Kartoffeln. Das ist doch ein herrlicher Sonntagsschmaus! Wenn alles noch ganz einfach zusammen in einer grossen Backform zubereitet werden kann, dann ist es nicht nur köstlich, sondern gibt nicht wirklich viel Arbeit. (Bild: Drizzle and dip)

Zutaten:

Zubereitung:

1 gutes Bio-Poulet, vom Metzger in Portionen geschnitten 

1 EL Dijonsenf 

Saft und abgeriebene Schale von einer Zitrone

1 Zitrone in Scheiben geschnitten

1 dl Weisswein

1 Handvoll Thymianblättchen

1 Handvoll Estragon, gehackt

1 Handvoll Rosmarin, gehackt

3 Knoblauchzehen, gehackt

Olivenöl

Salz und Pfeffer

Mischen Sie den Knoblauch, die Kräuter, den Zitronensaft, die abgeriebene Zitronenschale, den Senf, etwa 2 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer. Sie können auch alles im Mörser zerstampfen. Dann reiben Sie damit die Pouletstücke grosszügig ein. Verteilen Sie sie in einer mit Olivenöl ausgestrichenen Backform und geben Sie die geschälten Kartoffeln dazu. Giessen Sie den Wein darüber, legen Sie die Zitronenscheiben dazwischen und backen alles im 200 Grad heissen Backofen etwa 1 Stunde lang, bis die Pouletstücke und die Kartoffeln gar sind. Mit Gemüse wie Spinat oder einem Salat servieren. 

Am Montag kommt ganz schnell was auf den Tisch: Gnocchi mit Tomatensauce
Montag ist immer der stressigste Tag auf der Arbeit. Viele Sitzungen, ein bisschen Müdigkeit vom Wochenende und eine ganze Woche mit gefüllter Agenda stehen vor uns. Da möchten wir am Abend schnell was Feines und Tröstendes auf dem Tisch, das ohne viel Aufwand zubereitet ist. (Bild: Delallo
Und so gehts: 
Kaufen Sie Gnocchi im Supermarkt oder beim Traiteur. Dafür machen Sie die Tomatensauce selbst. Für diese schneiden Sie 500 g Cherrytomaten in Stücke. Grosszügig Olivenöl und zwei zerquetschte Knoblauchzehen in eine tiefe Pfanne geben. Ich mag momentan Peperoncino so ziemlich zu allem. Keine Ahnung, ob ich diese Schärfe ganz einfach brauche, weil ich gerade sehr viel arbeite, oder weil der Frühling in der Luft liegt. Auf jeden Fall finde ich, dass ein wenig Peperoncino immer aufweckt und ein Gericht interessanter macht. Also, wenn Sie mögen, können Sie zu diesem Zeitpunkt einen halben, fein gehackten Peperoncino beigeben. Wenn der Knoblauch duftet (und der Peperoncino in die Nase steigt), geben Sie die Tomaten dazu. Zerreissen Sie einige Basilikumblätter und geben diese auch dazu. Ich mag eine Prise braunen Zucker in meinen Tomatensaucen. Salzen und alles etwa 20 bis 30 Minuten köcheln. Zerdrücken Sie dabei die Tomaten ein bisschen mit einer Gabel. Falls die Sauce zu dick wird, ein wenig heisses Wasser dazugeben. Wenn Sie keine frischen Tomaten im Haus haben, gehen auch Pelati aus der Dose. Danach geben Sie die ganze Sauce in eine Küchenmaschine und pürieren sie. Geben Sie die Sauce zurück in eine tiefe Pfanne und fügen die Gnocchi bei. Alles zusammen etwa 7 Minuten köcheln, bis die Gnocchi warm sind, dann den Mozzarella in Stückchen untermischen und weiterköcheln, bis dieser geschmolzen ist. Mit frischem Basilikum garnieren und mit einem Salat geniessen. Dann gehen Sie früh ins Bett, mit einem guten Buch, und der Rest der Woche wird ganz entspannt!

 

Dienstag ist Pastatag: Linguine mit Blumenkohl
Wie Sie bestimmt gemerkt haben, habe ich mich in gerösteten Blumenkohl verliebt. Ein Gemüse, das ich immer als verkochtes, fades und weisses Ding kannte, habe ich geröstet im Backofen neu entdeckt. So bleibe ich nicht mehr ratlos stehen vor dem langweiligen Gemüseregal in unserem Quartier-Coop, sondern greife einfach nach dem Blumenkohl und röste ihn im Ofen. Es wird immer etwas Gutes daraus. Zum Beispiel eine Pasta! (Bild: Not without salt)
Und so gehts:
Blumenkohl in Röschen schneiden, diese auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln, salzen und etwa 10 bis 15 Minuten im 200 Grad heissen Backofen rösten. Bei Halbzeit wenden. In der Zwischenzeit Linguine al dente kochen. Nun geben Sie Olivenöl in eine tiefe Bratpfanne, fügen 4 gehackte Sardellenfilets und 1 fein gehackte Knoblauchzehe bei. Das ist auch der Zeitpunkt für fein gehackten Peperoncino, wenn Sie es scharf mögen. Langsam dünsten, bis die Sardellen geschmolzen sind. Nun geben Sie die Linguine, ein wenig Pastawasser und die gerösteten Blumenkohlröschen dazu. Geben Sie Kräuter nach Ihrer Wahl dazu. Auf dem Foto ist es Dill, aber Petersilie passt viel besser! Servieren Sie die Pasta mit Ricotta oder gerösteten Pinienkernen.
Am Mittwoch essen wir warme Brote mit Frischkäse vor dem Fernseher
In der Mitte der Woche brauchen wir einen faulen Abend. Das gelingt gut vor dem Fernseher. Dazu können Sie einen Znacht mit geröstetem Brot zubereiten. Ein gutes Glas Rotwein, ein guter Krimi, und die Welt zu Hause ist mehr als in Ordnung. (Bild: Veggie gardenings)

Und so gehts:
Schneiden Sie ein gutes Schwarzbrot in Scheiben. Reiben Sie die Brotscheiben mit einer Knoblauchzehe ein und bestreichen Sie mit etwas Olivenöl. Im Backofen oder in der Pfanne rösten. Ricotta mit abgeriebener Zitronenschale, etwas Salz und Pfeffer mischen. Die Brotscheiben mit Ricotta belegen, Chiliflocken, Honig und Basilikum darübergeben und geniessen. 

Tipp: Es ist nicht so einfach, gutes Brot zu finden. Meine Favoriten in Zürich sind: Le Pain Quotidien am Römerhof und John Baker am Stadelhofen. Auch liebe ich das hausgemachte Biobrot bei Manor Food, leider gibt es in Zürich keine Foodabteilung, dafür aber in vielen anderen Städten in der Schweiz. Im Globus am Bellevue kaufe ich gerne ein Finnenbrot oder ein anderes dunkles Brot. Meinen Lieblingszopf hat die Metzgerei Reif an der Zürichbergstrasse, und dann sind da noch die Bürli.

Credits: 

Foodblogs und Magazine: Food 52Cake crumbs beach sandSan Francisco edible feastDrizzle and dipDelalloNot without saltVeggie gardenings

 

 

6 Kommentare zu «Rezepte für die ganze Woche»

  • Albrecht Friedrich sagt:

    Da sind wieder schöne Rezepte dabei.
    Als Alternative zum „Reiskochen nach Packungsangabe“ biete ich folgendes.

    Reis in kochendes Salzwasser 5 Minuten kochen. (250g Reis / ca. 1000ml Wasser)
    Reis In ein Sieb abgiesen und ca. nach einer Minute zurück in den Kochtopf geben (nicht ausdämpfen).
    Kochtopf verschließen. Zur besseren Abdichtung zwischen Kochtopf und Kochtopf Deckel Küchenkrepp legen.
    Flamme auf kleinste Stufe reduzieren (ich verwende Gas / El. bitte anpassen) und den Reis 30 Minuten dämpfen lassen.

    Im Topf wird sich eine untere Schicht als Kruste bilden.
    Diese schmeckt ebenfalls und kann verbessert werden wenn vor dem Dämpfen etwas Butter in den Topf gegeben wird.

    Guten Appetit
    Albrecht F.

  • Gerber André sagt:

    Alles gute Ideen. Allerdings gibt alles ziemlich Arbeit…..jedenfalls mehr, als ins Restaurant zu gehen…..deshalb ist es ja auch im Restaurant so teuer, weil es Arbeit gibt…..

  • Anna sagt:

    Was ist denn das weisse auf den Linguini mit Blumenkohl?

    • Henriette sagt:

      Ricotta – das steht auch so da ! Ich habe mir ein anderes Rezept vorgenommen für das Wochenende, beim Lesen habe ich schon Hunger bekommen. Ich freue mich immer über Foodblogs, im Gegensatz zu den Wohnideen ist die Umsetzung der Rezepte einfacher- und sehr viel billiger.

  • Zora sagt:

    Alles sehr sympathisch und lecker-amächelig. Eine Kleinigkeit am Rande: auch Fische sind von Menschen getötete Tiere und demnach Fleisch. Die Katholiken unterwanderten damals den fleischfreien Freitag, indem sie den Fisch kurzerhand als „nicht-Fleisch“ bezeichneten.

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