Februarliebe

Winterferien, Fasnacht, erste Frühlingsblumen: Der Februar ist unser Lieblings-Wintermonat. Mit diesen 11 Tipps machen Sie das Beste aus ihm.
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1 — Schneeglöckchenzeit

Ich bin nicht die Einzige, die beim Anblick von Schneeglöckchen entzückt ist. Erst kürzlich hat vor mir eine sehr elegante Frau mitten an der Bergstrasse haltgemacht und eine Schneeglöckchenreihe vor einer Betonwand mit ihrem Handy fotografiert. Meine Eltern schmücken jeweils ihren Fenstersims damit. Diese Idee wollte ich schon immer nachmachen, doch leider komme ich nie dazu. So stehen da bei mir bloss fertig gekaufte Körbchen mit anderen Frühlingsblumen. Blühende Boten des nahenden Frühlings tun auf jeden Fall gut, ob im Garten, auf dem Balkon oder auf dem Sims. (Bild links: Sweet Home und rechts: Clutter and Chaos)

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2 — Skiferien

Im Februar ist die grosse Wintersportsaison, und Familien aus der ganzen Schweiz reisen sozusagen im Schichtwechsel in die Berge, damit ihre Sprösslinge Ski- und Snowboardfahren lernen und so die Tradition weiterführen können. Die Schweizer Bergwelt ist fantastisch, und es lohnt sich immer hinaufzureisen, auch wenn es nur für kurze Zeit ist. Der Skisport kann aber auch dekorativ sein. Schmücken Sie Ihr Zuhause zum Beispiel mit alten Postern (diese hier sind von der Galerie 123). Auch alte Bilder und Fotos aus der winterlichen Bergwelt können auf stilvolle Art Winterstimmung in die Wohnung bringen. Suchen Sie zuerst in den Familienarchiven und lassen Sie Fotos vergrössern und rahmen. Auch antike Ski oder Skistöcke können wunderschön als Dekorationen für Individualität in der Wohnung sorgen.

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3 — Norwegische Strickmuster

Norwegische Strickmuster waren besonders von den 1930er- bis zu den 60er- oder fast 70er-Jahren gross im Trend. Zwei- oder mehrfarbig in Jacquardtechnik wurden Sterne, Schneeflocken, und manchmal auch Rentier-Ornamente eingestrickt. Superschicke Pullis, wie diese hier aus einem Vintage-Strickheft, entdeckt auf By Gum, By Golly, sind auch heute tolle Handarbeitsprojekte. Suchen Sie nach alten Strickheften und dort nach norwegischen Mustern und tollen Pulloverschnitten. Auch kleine Projekte wie Fäustlinge oder Hüttenfinken lohnen sich. 

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4 — Chaletromantik

Jeden Winter erwacht die Chaletromantik. Auch wenn man diese leider nicht mehr so oft antrifft, sondern meist auf moderne Ferienwohnungen mit Arveninterieur trifft, lieben wir sie. Kleine Interpretationen davon kann man aber auch zu Hause umsetzen. Stabellen etwa, einfache bäuerliche Holzstühle, machen sich zum Beispiel fantastisch als Einzelstücke auch in einer modernen Wohnung. Versuchen Sie es mit einer einzelnen Stabelle als Nachttisch. (Bild über: Dustjacket)

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Zum Nachmachen genial: Rot lackierte Stabellen im bayrischen Hotel Kranzbach. Eingerichtet hat das Wellnesshotel natürlich mein Idol, die Engländerin Ilse Crawford.

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Sweet-Home-Buchtipp

Wer sich noch mehr für interessante und stilvolle alpine Einrichtungen interessiert, der sollte unbedingt das Buch «Bergwärts» der Schweizer Journalisten, Einrichter und Autoren Stéphane Houlmann und Mirko Beetschen kaufen.

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5 — Fondueparty im Retrostil

Zum Winter und besonders zum Skimonat Februar gehören natürlich auch Fondue und Raclette. Da ich noch nie ein Fondue oder ein Raclette selber gemacht habe, bekommen Sie hier dafür keine Rezepte, sondern die Anregung, eine stylishe Retroparty zu veranstalten. Fondue und Fonduepartys waren nämlich in den Sixties und Seventies «de rigueur»! Man lud damals gerne und oft nach Hause ein. Anders als heute waren die Partys der Grund einzuladen und das Essen weniger wichtig. Fondue war eine einfache Art, beides unter einen Hut zu bringen. Aus diesem Grund findet man auch heute noch viel Fonduegeschirr im Stil von damals, mit poppigen Mustern und Blumen versehen. Das hat sich auch die Vintage-begeisterte Bloggerin von Oh so lovely gedacht, von der das inspirierende Fondueparty-Bild ist. 

Tipps für eine Fondue – oder Racletteparty im Retrostil: 

  • Fonduegeschirr und Accessoires im Retrostil finden Sie immer noch einfach in Brockenhäusern.
  • Dekorieren Sie mit Retropflanzen wie Gummibäumen oder Schwiegermutterzungen.
  • Servieren Sie Cornichons und Silberzwiebeln & Co. in hübschen Fifties-Schälchen.
  • Spielen Sie typische Sixties- und Seventies-Partymusik im Hintergrund.
  • Spielen Sie Gesellschaftsspiele wie Monopoli, Quartett etc. oder das neue gewagte Truth or Dare der Autorin Jina Khayyer.
  • Zum Apéro passen Salzstängeli und Käsefischli – beides Klassiker der Sixties und Seventies.

 

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6 — Sportferien für die Wohnung

Lassen Sie auch Ihre Wohnung Sportferien machen. Die Sweet-Home-Geschichte «Zu Hause herumtoben» zeigt Ideen und Inspirationen, wie man mit Sportgeräten eine Wohnung stilvoll einrichten kann. (Bild über: The beautiful soup)

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7 — Zeit für neue Kleider

Für alle, die in der Modebranche arbeiten, ist der Februar voller Termine: Messen und Modeschauen in allen wichtigen Modestädten der Welt. In der Schweiz ist dies die Mode Suisse, eine Plattform, wo Schweizer Modemacher ihre Kollektionen vorstellen. Der Anlass findet dieses Jahr in Zürich statt und hat am Montag mit einer Modeschau im Migros-Museum begonnen. Bis zum 13. Februar sind die Kollektionen im Pop-up-Store Cabinet zum Anfassen, Anprobieren und Kaufen ausgestellt – die beste Gelegenheit für neue Kleider und neues Schweizer Design.

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Cabinet ist ein neuer Pop-up-Store im Zürcher Viadukt, der Mode, Accessoires und Wohnobjekte auf eine neue Art anbietet. Die Welt, in die man tritt, ist persönlich, elegant, überraschend, auf charmante Art unschweizerisch schweizerisch und eine Inspiration am Retail-Himmel. Durch die liebevolle Präsentation der Artikel spürt man hier sofort, dass auf echtes Handwerk und das Kauferlebnis gesetzt wird. Kein Wunder – hinter dem Projekt steckt das Fashion-Powerpaar Nina und Jeroen van Rooijen.

 

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8 — Fasnachtsgebäck ein bisschen anders

Typisches Fasnachtsgebäck wie Fasnachtschüechli, Berliner oder Zigerkrapfen wird heute nicht mehr so stark mit dem Anlass in Verbindung gebracht, da es bereits nach Weihnachten in den Regalen der Supermärkte zu finden ist. Auf jeden Fall sind sie süsse Freuden, die man bis zum Beginn der Fastenzeit geniessen kann, sehr fein – zum Beispiel Fasnachtschüechli grob zerbröselt über einem Orangen-Granatapfel-Salat. 

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9 — Mimosen und Maigret

Mimosen sind für mich immer mit den starken Maigret-Romanen von Georges Simenon verbunden. Denn Maigret reist ab und zu einem Gangster in den Süden nach und bringt dann Madame Maigret frische Mimosen mit. Als ich im Januar in Paris war, wurden diese gelben duftenden Frühlingsboten überall zum Verkauf angeboten. Ich leiste mir gerade regelmässig den kleinen Luxus eines Mimosensträusschens (bei Marsano am Paradeplatz kostet das gerade mal 6 Franken) und erfülle damit die Wohnung mit Frühlingsduft. 

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Leisten Sie sich die Gesamtausgabe der schön aufgemachten Maigret-Romane des Diogenes-Verlags. Sie gehören zu meinen Lieblingsbüchern, nicht zuletzt auch deswegen, weil die Erzählweise so visuell ist wie ein Film und man ganz schnell in eine andere Welt und eine vergangene Zeit taucht. Eine Zeit, in der Kanalschiffe von Pferden gezogen wurden, die Böden der Kneipen noch mit Sägemehl ausgestreut waren und in der die Bahnhöfe und Züge die Verbindung zur Welt waren. 

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10 — Fernweh

Mit den Mimosen, Maigret und Südfrankreich kommt ganz schnell auch das Fernweh. Ein bisschen stillen oder am Leben erhalten können Sie das mit einem gross aufgezogenen Ferienbild. Schön ist, wie hier auf dem Foto von The Bare Room, ein Foto in Schwarz und Weiss, in einem dünnen Holzrahmen. 

5 Kommentare zu «Februarliebe»

  • Mitnörgeler sagt:

    Das Stachelschwein!!!!!

  • Hanne sagt:

    Wieder ein bezaubernder Beitrag! Die alten Poster und Fotos – wunderschön :) Danke!

  • Doris Erber sagt:

    Der Hinweis mit dem Mimosensträusschen ist gut – vielen herzlichen Dank. Da ich heute in die Stadt gehe, werde ich das gleich umsetzen und meiner Freundin auch einen schenken. Sich selber etwas Gutes tun, tut so gut!

  • sonja schäli sagt:

    Die Luzernerfasnacht hat am letzten Donnerstag (Schmutziger Donnerstag) begonnen, das stimmt – sie hört aber nicht am Freitag auf, sondern heute um Mitternacht :-) Aschermittwoch markiert den Schluss der Fasnacht.

    Liebe Grüsse aus Luzern!

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