Dem Himmel so nah

Kirchen sind, wie andere Häuser, erst dann wirklich schön, wenn sie belebt und genutzt werden. Das dachten sich die Initianten des Kaos Temples und verwandelten mithilfe des spanischen Künstlers Okuda San Miguel eine alte Kirche in einen Skatepark.
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Eine über hundert Jahre alte Kirche in Llanera, Asturien, Spanien, wurde mithilfe von Online-Fundraising und Red Bull in einen einzigartigen Skateboardpark umgewandelt. 

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Eine tolle Rampe war noch nicht genug: Der spanische Künstler Okuda San Miguel bekam den Auftrag, den Kirchenraum mit seinen regenbogenfarbenen, geometrischen Motiven und Figuren zu bemalen.

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San Miguel erklärt den Kaos Temple zu seiner persönlichen Sixtinischen Kapelle. 

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Der Himmel der Kapelle strahlt nicht nur in Regenbogenfarben, sondern zeigt auch tiefes Blau und silberne Wolken.

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Die Kirche, ursprünglich 1912 gebaut, fristete seit dem spanischen Bürgerkrieg ein verlassenes Dasein. Skater dachten sich, dass hier eine Rampe wunderbar passen würde und so begann das Projekt Kaos Temple.

 

7 Kommentare zu «Dem Himmel so nah»

  • Hans R. Vogel sagt:

    Freuen sie sich, mit dem kontinuierlichen Zerfall des Katholizismus, weil noch immer krampfhaft auf das männliche Geschlecht reduziert, wird es noch mehr leere Kirchen geben. Schade um die grossen Kathedralen mit gotischer Architektur (Spitzbogen), die trotz stützenden Streben in den nächsten Jahren vom Einsturz bedroht sind.

  • Brigitta Szathmáry sagt:

    Mehr zum Thema Kirchenumnutzung: Ausstellung in Basel
    THE MASS IS ENDED – Andrea Di Martino | Kirche Don Bosco bis 5.3.2016 | eine Ausstellung von Littmann Kulturprojekte | http://www.klauslittmann.com

  • René sagt:

    Ob es gefällt oder nicht, ist Geschmacksache (ich persönlich finde es genial), Hauptsache, die Kirche wird wieder genutzt und belebt. Das sollte ganz im Sinne des Erfinders sein.

  • Sofia Baffo sagt:

    Als Agnostikerin finde ich diese «Restaurierung» regelrecht blasphemisch. Nicht mal wegen der Idee an sich, sondern wegen dem Resultat: Sieht scheusslich aus. Das Red Bull Logo in einer Kirche? Spätkapitalistische Dekadenz in Reinform.

    • alexander sagt:

      Als Atheist finde ich es eine sinnvolle Nutzung eines ansonsten nutzlosen Raums.

      • Traubenzucker sagt:

        …und es sieht auch noch super aus! blasphemisch ist für mich anders, so ist die Kirche wieder zum Treffpunkt geworden. Als ich klein war haben wir mal mit der Ballettschule Aufführungen in Kirchen gehabt, das hat auch Wochenlang für Leserbriefe in den Zeitungen gesorgt (positiv wie negativ). Aber die Kirche war dann voll……

  • Markus sagt:

    Die Bemalung gefällt mir und passt zum Raum.

    Dies aufgrund einer einzigen Rampe als Skaterpark zu bezeichnen scheint mir etwas übertrieben. Rein vom Optischen her passt sie auch überhaupt nicht rein. Aber wenn’s den Skaten gefällt ist es gut so.

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