Wohin bloss mit dem TV?

Fernseher sind so was wie die Problemzonen in der Wohnung. Sie sind da, aber nicht besonders schön, wichtig, aber man möchte sie trotzdem nicht zum Mittelpunkt machen. Diese 10 Tipps zeigen, wie man sie schön in die Einrichtung integriert.
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1 — Im Kasten

Fast ein bisschen an die guten, alten verschliessbaren TV-Möbel der Sixties erinnert dieser weisse Schrank. Er ist eine Art Miniregal, bei dem die Tablare so stehen, dass der Bildschirm reinpasst. Im Rückteil müssen ganz einfach die entsprechenden Kabelausgänge geschaffen werden. (Bild: 55Kvadrat)

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2 — In der Bilderwand

Flachbildschirme sind so was wie Bilderrahmen, da ist es logisch, sie in ein entsprechendes Umfeld zu setzen. Gut platzierte Bilder rund um einen Fernseher tarnen diesen optisch und nehmen ihm so die Dominanz. (Bild über: A beautiful mess

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3 — Mit geschicktem Bühnenbild

Die Sweet-Home-Leserin Caroline Feuz hat ihre Wohnung mit vielen raffinierten Lösungen eingerichtet. So hat sie auch den Bildschirm gekonnt inszeniert. Sie gab ihm ganz einfach ein «Double» in Form von einem grossen schwarzen Bild, beziehungsweise einem schwarz angestrichenen Holzbrett, das neben den Fernseher gestellt, diesem den richtigen Hintergrund gibt. Zwei identische Pflanzen und Windlichter umrahmen das Ganze wohnlich. (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

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4 — Ein Platz im Regal

Stauraum und Wohnwand in einem. Dieses leicht wirkende Regal hat es in sich und bietet gleich noch einem Fernseher den perfekten Platz mittendrin. (Bild: Stadshem)

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5 — Versteckt hinter der Welt

Ein hübsches Versteckspiel für einen Bildschirm an der Wand: Wenn der Fernseher gerade nicht in Gebrauch ist, wird er geschickt von einer einrollbaren Landkarte überdeckt. So schaut man nicht in ein schwarzes Loch, sondern auf die Welt! (Bild über: Remodelista)

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6 — Der Mix mit Antik

Fernseher sind technische Geräte und es ist schwierig, ihnen Wohnlichkeit abzugewinnen. Mit der Platzierung auf einer alten Truhe und der Kombination von attraktiven Wohnaccessoires hat dieser Bildschirm ein gemütliches Umfeld bekommen. (Bild über: Liz Marie Blog)

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7 — Untergetaucht!

Einfach alles um den Fernseher stellen ist die Devise dieser Integrationspolitik. So hat dieser Wandbildschirm nicht nur Bilder drum rum, sondern auch noch haufenweise hübsche Wohnaccessoires, die auf einem Sideboard darunter arrangiert wurden. Da das Sideboard auch ein Wandregal ist, bekommt die üppige Inszenierung trotzdem eine gewisse Leichtigkeit. (Bild über: love is speed)

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8 — Eine Frage der Proportionen

Supertiefes Regal, riesengrosses Bild und der Fernseher mittendrin! Das Rezept geht auf, denn die Einrichtung wirkt chic, entspannt und wohnlich. (Bild über: Analog Dialog)

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9 — Alles in Schwarzweiss

Caroline Feuz hat auch einen Fernseher im Schafzimmer und diesen geschickt an einer dunklen Wand platziert. Darunter steht eine weiss angestrichene antike Truhe und stiehlt ihm die Show. (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

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10 — Ganz normal!

Ein Sideboard aus den Fifties, Bücher, Lautsprecher, Poster und Regal an der Wand und einen gemütlichen Sessel. Was will ein Fernseher mehr! Manchmal funktionieren die einfachsten Lösungen, da sie ganz selbstverständlich sind. (Bild: 55Kvadrat)

 

38 Kommentare zu «Wohin bloss mit dem TV?»

  • Matze Klick sagt:

    Wie wäre es mit einer Leinwand und einem Beamer?? Kann man geschickt aufrollen und verstecken und stört die Ästhetik des Raumes nicht…

  • Sue sagt:

    Mit Abnehmen der Sehstärke wurde bei uns der Fernseher immer grösser – und hässlicher :(
    Meine Lösung: Der Fernseher hängt neben einem Fenster an der Wand, ums Eck gibt’s auch noch die Terrassentür. Also montierten wir eine durchgehende Gardinenschiene an der Decke, insgesamt 9m, ums Eck. Sechs einzelne Vorhangbahnen von je 160cm Breite aus weissem, fast blickdichtem Leinenstoff bedecken die Wände. In den Lücken dazwischen sind immer noch ein wenig Fenster, Fernseher, Wände und Terrassentür zu sehen, aber nicht im Detail auszumachen…
    Es scheint zu funktionieren: Wir werden immer wieder gefragt, wann/warum wir den Fernseher abgeschafft hätten ;)

  • Widmer sagt:

    Bei diesem Blog geht es doch darum den TV zu „verstecken“ und nicht ob man beim Fernsehen intelligent wird. Oder habe ich etwas falsch verstanden? Jedenfalls wollte ich keinen Altar aus meinem TV machen und habe ihn direkt an die Wand montiert. Ohne irgendwelches Möbel(chen) darunter. Nun hatte ich aber an einer weissen Wand einen schwarzen Fleck. Ich habe mir auf Mass eine Leinwand gemacht, ein tolles Bild gemalt und einfach über den TV gehängt. Wenn ich fernsehen will, häng ich das Bild ab, stell es so an die Wand und wenn ich fertig geschaut habe, häng ich das Bild wieder über das Gerät. Voilà!

  • Adi sagt:

    Eine Variante fehlt leider. Ein Bücherregal mit zwei Ebenen. Da kann der Schirm elegant hinter den Büchern verschwinden

    • Ri Kauf sagt:

      Oh, das interessiert mich. Wie genau soll das denn funktionieren mit 2 Ebenen?

      • Adi sagt:

        Man stelle sich zwei Regale vor, die direkt hintereinander stehen. Und das nun 2x nebeneinander. Das hintere Regal muss doppelt so breit sein wie die vorderen. Die auf Rollen laufenden vorderen Teile lassen sich zum TV-Schauen auseinander schieben.

  • Christoph Bögli sagt:

    Sorry, aber das sieht fast alles ziemlich furchtbar aus. Viel zu angestrengt. Und paradoxerweise lässt gerade das unbedingte „Verstecken“ die Geräte umso störender aufscheinen. Ich würde da eher den offensiven Weg gehen: Wenn man schon einen TV haben will, dann soll man diesen auch offen und angemessen präsentieren. Oder es gleich sein lassen. Die Zeiten, als ein Fernseher ein effektiv hässlicher Klotz war, sind ja zum Glück vorbei. Heute gibt es problemlos Geräte, die durchaus stilvoll aussehen. Zumindest stilvoller als riesige, mit Gerümpel beladene Regale oder mit qualitativ dürftigen Bildern zugepflasterte Wände.

  • Anita sagt:

    Ich habe seit Jahren keinen Fernseher mehr. Ich finde es herrlich und vermisse ihn keine Sekunde!

    • Christoph Bögli sagt:

      Schreiben Sie sich das zur Selbstvergewisserung? Liest sich jedenfalls wie das Pfeifen im Wald..

  • BAM sagt:

    den Fernseher in einem separaten Zimmer platzieren – so schaut man gezielt und nicht wahllos zappend.

  • Barbara Rina sagt:

    Seit es Flachbildschirme gibt, finde ich das Problem TV nicht mehr soooo schlimm in Bezug aufs Einrichten. Zu Bild 1: Wenn schon in ein Möbel stellen, dann wenigstens in eines, das ich auch zumachen kann. Ansonsten überzeugen mich eigentlich nur noch Bilder 3 und 5. Den TV irgendwie verstecken, indem man Sachen ringsum hängt od. äh. finde ich keine Lösung, ist viel zu unruhig. Aber sind wir ehrlich: Der TV gehört nun mal zu unserem Leben und wenn man schon einen hat, warum unbedingt verstecken?

  • Peter Litschig sagt:

    Ich habe den 50″ TV auf einen kleinen, rollbaren Untersatz gestellt. So kann ich ihn bei Bedarf (z.B. bei Besuch) auf die Seite schieben.

  • Gian Berger sagt:

    Zuerst kam ein Tuch drüber, dann hatten wir das Fernsehgerät im Schrank, und dann haben wir es sinngemäss entsorgt: es hat nur Schrott gezeigt, also gibt es kein besseren Ort.

  • alexander sagt:

    oder viel einfacher man definiert den fernseher nicht zur problemzone – alles reine kopfsache.

  • Soso sagt:

    Tja, alles wunderbare Ideen, aber was wenn der TV mitten im Raum steht weil es einfach nicht anders möglich ist? Haben Sie dazu vielleicht auch ein paar Vorschläge? Besten Dank im Voraus

  • Tino sagt:

    Unser Fernseher ist in einem Sideboard mit Tür verschlossen. Wenn man Fernsehen will (was eher selten vorkommt) oder einen Film schauen will (was schon eher der Fall ist) so ist die Schranktür rasch geöffnet. Meist jedoch ist das hässliche Ding unsichtbar.

    • Tina sagt:

      Genau so haben wir das auch. Die Beste Lösung, da ein Fernseher, der nicht läuft, einfach nur hässlich aussieht. IMMER!

      • Ri Kauf sagt:

        Sie haben recht: IMMER. Auch wenn da ein paar zu dieser Hässlichkeit stehen wollen…..

  • Brenner sagt:

    Mich stört nicht das Gerät per se, sondern dass vielerorts das Wohnzimmer so eingerichtet ist, dass der Blick automatisch auf den Fernseher gelenkt wird. Warum schauen so viele Leute so gerne auf eine schwarze Fläche?
    Zum Glück ist unser Schlafzimmer gross genug für eine TV-Ecke: Fernseher, zwei Sessel, fertig.

  • Conny sagt:

    Ein unschöner Fernseher ist auch gut „getarnt“ immer noch unschön. Dabei gibt es mittlerweile Geräte mit tollem, schlichtem Design (wie in Bild 3 oder 8) – und das selbst von Billigstmarken. Das ist mir allemal lieber, als Objekte vor dem Fernseher zu haben oder von zehn Bildern darum herum visuell abgelenkt zu werden.

  • Geert sagt:

    Ih habe noch eine Idee… in die Altelektroniksammlung. Da ist er am besten aufgehoben. Die gewonnene Freizeit kann man mit viel spannendere Dinge ausfüllen: kochen, lesen, spielen, in die Natur rausgehen, reisen, mit freunden gemütlich ein Glas Wein trinken…

    • Hans sagt:

      Kann mich hier nur anschliessen. Habe den Fernseher vor Jahren abgeschafft und vermisse nichts – im Gegenteil. Um gelegentlich einen Film anzusehen, ist ein Beamer ohnehin viel besser geeignet und kostet heute auch kein Vermögen mehr.

    • Genau. Besonders wichtig finde ich dies mit Kindern. Unseren Kindern war es manchmal ein wenig langweilig ohne TV. Dafür sind sie dann selber kreativ geworden.

    • sitkos sagt:

      Verkaufen / verschenken oder Estrich / Keller wäre mMn die intelligentere „Entsorgungsvariante“. Sonst aber volle Zustimmung!

    • Luigi sagt:

      Sich gar nicht erst so eine Unterschichtschleuder zulegen.
      Wir haben so ein Ding geerbt. „Aber isch aabee gaar kaine Anschluss“

      • Marcus Ballmer sagt:

        Unterschichtig finde ich eher die Arroganz, TV-Zuschauer als unterschichtig zu bezeichnen. Sie sind für mich das beste Beispiel, dass TV-Abstinenz kaum je den Intellekt mehrt.

      • ABCDEFG sagt:

        Also ich brauch‘ das Ding auch beruflich. Als Unterschicht fühle ich mich jedoch nicht.

    • Christoph Bögli sagt:

      Wie verbissen. Als gäbe es nicht auch etliche Filme und TV-Produktionen, die kulturell wertvoll und in verschiedener Weise horizonterweiternd sind. In der Hinsicht unterscheidet sich ein TV nicht von jedem anderem Medium wie z.B. einem Buch. Was letztlich zählt ist die spezifische Qualität. Entsprechend können auch all die erwähnten Optionen fürchterlich sein: Wie viele Bücher sind Groschenromane und Esoterikquatsch, die durchschnittliche Reise geht ins Ressort auf Malle und Kochen oder Wein trinken kann man eh nicht den ganzen Tag (oder hat dann ernsthafte Probleme), usw. – alles auf dem gleichen Niveau wie irgendwelche Trash-Fernsehsendungen. Also, statt krampfhaft in der „Gala“ zu blättern sollten Sie vielleicht mal wieder einen guten Film schauen..

  • Madame L. sagt:

    Liebe Frau Kohler,

    ich finde es wunderbar, wie Sie mich jeden Morgen mit Inspiration versorgen!

    Vielen Dank für die vielen tollen Ideen; mir ist es schon länger ein Dorn im Auge, dass das Fernsehgerät in vielen Wohnzimmern so platziert ist, dass ein Abwenden des Blicks nahezu unmöglich ist. Besonders Nummer 3 finde ich eine gelungene Idee!

  • Rosanna sagt:

    Gute Idee, sich mal diesem hässlichen Teil „TV“ zu widmen…
    Frage zu Bild 2: wo gibt es diesen kleinen Leder-Hocker, passend zum grossen Stuhl, zu kaufen?

    • ABCDEFG sagt:

      Mir ist der Stuhl als Butterfly bekannt. Vielleicht gibt es unter dem Namen auch den Hocker dazu.

  • Baciu sagt:

    Beamer, Mediabox und Lautsprecher getarnt im Einbauschrank mit Schiebetüre hinter der Sitzlandschaft (Sofa) und weisse Wand oder Leinwand als Projektion Oberfäche gegenüber der Sofa. Je nach Zimmergrösse 2 bis 7 Meter Bilddiagonale! Und kein Fernseher sichtbar. Echtes Kino Gefühl.

    • Michu sagt:

      Yep!

      Habe ich auch so gemacht. Da die Lautsprecher allerdings vorne sein müssen, habe ich das „Kabelverlegungsproblem“ durch zwei Funklautsprecher gelöst.

      Mit einer Switch-Box kann ich zwischen Fernsehbox und Cromecast (Netflix bzw. NAS-Inhalten) wechseln.
      Der Sound wird dann abgegriffen und via Stereoanlage an die Lautsprecher geschickt.

    • Heidi Arn sagt:

      Klingt gut!

  • bcn sagt:

    es gibt noch den brionvega tv. eine kleine lösung die sich sehen lässt. dazu haben wir einen beamer fürs cinema feeling.

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