So schaffen Sie Stimmung

Rein ins Warme... Mit diesen 12 Tipps bringen Sie Gemütlichkeit in Ihr Zuhause.

sweet home1 — Anfassen, riechen, hören

Wo Sinnlichkeit ist, werden Gefühle geweckt. Beim Einrichten ist das Anfassen ganz wichtig: Stoffe, die fein, weich, kühl, warm, flauschig und kuschlig sind, bringen den kleinen Luxus in unseren Alltag. Und ein frisch bezogenes Bett macht Lust zum Reinschlüpfen. Aber auch Materialien aus der Natur wie Keramik oder Holz, die eine lebendige Textur haben, möchte man erfühlen und nicht bloss anschauen. Damit bekommt ein Zuhause mehr Lebendigkeit, und Schönheit wird fassbar. Viel zu einer gemütlichen Stimmung tragen auch Düfte und Geräusche bei. Ein gut riechendes Haus heisst uns willkommen. Düfte, die uns jetzt guttun, sind diejenigen von einem gemütlichen Cheminéefeuer, Kerzen, einer Schale mit Äpfeln oder dezente, würzige Duftnoten, die am besten über natürliche Öle sanft durch den Raum ziehen. Auch Geräusche wecken starke Gefühle: Schalten Sie öfter Musik an, die Sie lieben, und freuen Sie sich auch an der Begeisterung von spielenden Kindern, dem gemütlichen Geplauder von Nachbarn oder dem Klirren von Geschirr bei einem gemeinsamen Abendessen. Die stimmungsvoll inszenierte edle Baumwollbettwäsche heisst Stardust und ist von der Schweizer Firma Fischbacher.

 

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2 — Das richtige Licht

Der wohl wichtigste Stimmungsmacher zu Hause ist das Licht, und dabei ist das natürliche Licht am allerschönsten. Von diesem sehen wir in nächster Zukunft jedoch nicht mehr allzu viel, denn heute stellen die Uhren um und die Winterzeit bringt uns lange, dunkle Abende. So werden die künstlichen Lichtquellen im Haus besonders wichtig. Hier sind Dimmer eine gute Lösung, damit kann man das Licht auf die Stufe dämmen, die dem Raum schmeichelt. Zu stark ausgeleuchtete Räume bringen kein Zuhausegefühl, sondern lassen an Büros oder Cafeterias denken. Spots, die Lieblinge der 80er-Jahre, haben eine gewisse Brutalität, denn sie schaffen zu starkes Ausleuchten von gewissen Punkten und zu dramatische Schatten. Verteilen Sie Ihre Lichtquellen im Raum, beleuchten Sie Ecken und Nischen mit hübschen Tisch- und Stehleuchten, die zugleich auch durch interessante Formen und Farben eine dekorative Wirkung haben, und setzen Sie auch Kerzenlicht ein, da genügen manchmal ein oder zwei Teelichter, eine Kerze auf dem Tisch oder ein grosses Windlicht auf dem Boden. Diese schlichte Holzleuchte mit farbigem Schirm ist von Toast.

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3 — Die Wärme

Rein ins Warme – ist das, was wir momentan am meisten möchten. Wie schön ist doch der Moment, wenn man nach einem langen Tag in der Stadt oder einem ausgiebigen Spaziergang nach Hause kommt, die Schuhe abstreift, den Mantel ablegt und die gemütliche Wärme eines freundlichen Daheims spürt. Jetzt ist die Zeit, in der kuschlige Wolljacken angesagt sind, schöne warme Socken und tröstliche warme Getränke wie gewürzter Tee oder heisse Schokolade. Auch die Möbel brauchen nun Winterkleider: Kuscheldecken, Felle, Strick – und ja, stricken Sie wieder, auch das und andere entspannende Beschäftigungen verleihen viel Behaglichkeit und Wärme. (Bild über: Dust Jacket)

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4 — Die kleinen Dinge

Jetzt braucht das Zuhause noch ein wenig mehr Zuwendung als sonst. Denn wir sind in der kalten Jahreszeit mehr, länger und lieber daheim. Stimmung schaffen Sie, wenn Sie Persönliches um sich herum haben: Fotos oder hübsche Vasen, in denen momentan getrocknete oder frische Hortensien in winterlich warmen Tönen und Zweige mit Blättern und Beeren schön aussehen. Mischen Sie ab und zu ein kleines Teelicht unter, stellen Sie Bilder auf, die Sie durch Farbe oder Motiv berühren, zeigen Sie Ihre Leidenschaften. Wer Textilien liebt, stapelt diese auch mal auf einem Regal, auch kleine Sammlungen von Dingen dürfen einen Platz im Haus haben, denn all das vermittelt Atmosphäre, bringt Lebendigkeit und somit Stimmung. Die edlen Wohnaccessoires sind alle von Urbanara.

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5 — Den Moment geniessen

Innehalten, den Moment geniessen, das kann man auch zu Hause. Sie müssen nicht immer etwas machen. Naschen Sie nicht nur von den feinen selbst gemachten Guetsli, sondern geniessen Sie sie mit einer fein duftenden Tasse Kaffee und schauen dabei ganz einfach nur zum Fenster raus oder den Kindern beim Spielen zu. Denken Sie nicht immer nur an all das, das Sie noch machen müssen, wollen oder sollten. Das Leben ist nicht nur Vergangenheit, Zukunft oder aussergewöhnlich, sondern besteht aus vielen kleinen Momenten, die eigentlich nichts Besonderes sind – sondern einfach nur Innehalten. (Bild über: Home by Lynn)

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6 — Geschichte 

Wenn alles nur neu ist, egal wie stilvoll, dann fehlt einem Zuhause das Herz. Lassen Sie Geschichte zu. Die Kommode, die in einer anderen Zeit Platz für die Aussteuer bot, kann auch Spielsachen, Besteck oder Bürosachen einen charaktervollen Stauplatz bieten. Es muss nicht alles neu und glänzend sein, toprenoviert oder lackiert. Bilder, Vasen oder Bücher, aber auch Möbel, Textilien und Objekte, die Spuren von der Vergangenheit zeigen, helfen, dass es daheim nicht so steril aussieht wie in einem Showroom, Schaufenster oder Hotelzimmer. Die tollen Keramikvasen und der Kelimteppich sind von Pfister.

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7 — Farbe

Farbe trägt viel dazu bei, wie wir uns fühlen. Für manche sind dunkle Räume bedrückend, anderen geben solche Geborgenheit. Leuchtende und satte Farben im Haus sind einigen zu laut und machen andere glücklich. Farbe ist wichtig, sinnlich und berührt. Bekennen Sie sich also zu den Farben, die Ihnen die Stimmung geben, die Sie mögen. Räume, die weiss und monochrom sind, sind bestimmt sehr stilvoll, schaffen aber selten Stimmung und sind oft ein wenig alltagsfremd. (Bild über: The Decorista)

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8 — Zeit 

Smartphone, iPad, Rechner, Bildschirm … sie gehören in unser Leben – aber es ist schade, wenn sie es auch bestimmen. Ausschalten tut gut, denn das bedeutet auch eine Auszeit von der Arbeit, der digitalen Welt und ein Eintauchen ins echte Leben. Denn hier duftet es, man kann es anfassen und spüren. Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihrer Katze oder Ihrem Hund zu spielen, den Kindern beim Schlafen zuzusehen oder ihnen einen Geschichte zu erzählen. Nehmen Sie sich Zeit für sich selber und für Dinge, die man spüren kann. Ein Buch ist etwas anderes als Pinterest, ein gemütlicher Schwatz auf dem Treppenhaus bedeutender als neue Freunde auf Facebook. Geben Sie sich Zeit, um ihr Zuhausegefühl auch richtig erleben zu können. (Bild über: Sanctuary)

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9 — Stil 

Schönheit und Stil schaffen Stimmung. Hässlichkeit ist nie eine Inspiration und macht bestimmt nicht glücklich. Kümmern Sie sich um Ihr nahes Umfeld, und ersetzen Sie auch mal was, das seine besten Tage hinter sich hat oder gar nie wirklich welche hatte. Wieso denn den Salat im Plastikbecken servieren oder ein Acrylfellkissen auf das Sofa lassen, wenn es doch viel schönere Versionen von diesen Alltagsgegenständen gibt? Organisieren Sie zum Beispiel einen kleinen Quartier-Flohmarkt, entledigen Sie sich so der Dinge, die sie nicht glücklich machen, und schaffen mehr Stil und Schönheit in Ihrer Wohnung. Auf dem Sweet-Home-Blog finden Sie täglich Inspirationen und Ideen dafür. Die schönen Kissen, Decken und der Teppich sind von Linum.

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10 — Gastfreundschaft

Jetzt ist die Zeit, um endlich wieder mal Freunde und Familie einzuladen. Geniessen Sie gemütliche Abendessen, kochen Sie zusammen, decken Sie den Tisch liebevoll und schaffen damit Stimmung auf die schönste Art. Der grosse Holztisch, der Stuhl und die schönen Accessoires sind alle von Artiana.

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11 — Verwöhnen

Stimmung kommt auch im Bad auf. Mit kleinen Ergänzungen und Stilelementen wie rustikalen Holzhockern und Staumöbeln, guten Storagelösungen, edlen Textilien und einer tollen Statementpflanze verwöhnen Sie nicht nur Ihr Zuhause, sondern auch sich selbst. Warum nicht auch mal mitten am Nachmittag ein duftendes Bad einlassen? Alles von Nordal.

 

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12 — Das Familienleben

Spielen Sie wieder einmal ein ganz altmodisches Brettspiel mit Ihrer Familie, schauen Sie sich einen Film zusammen an und essen dabei selbst gemachtes Popcorn. Regen Sie sich nicht auf, wenn Ihre Nachbarn laut Verstecken spielen, der Hund in der Nachbarschaft bellt oder das junge Paar am Sonntag ein Regal zusammenmontiert. Das alles ist Stimmung, Leben und schlussendlich Glück! (Die gemütlichen Pyjamas und Hauskleider gibt es bei Toast.)

 

8 Kommentare zu «So schaffen Sie Stimmung»

  • Peter Schmucki sagt:

    Das Interieur vom Bild Nr. 7 zum Thema Farbe gefällt mir am besten. Die Farben bilden eine fröhliche und doch edle Alternative zu den zugegebenermassen ansprechenden, aber doch mittlerweile etwas stereotypen, petrolgrünen Wänden in den aktuellen Wohntrends.

  • Peter Ringger sagt:

    Zu 2: Bin gerade aus Schweden zurück. Dort brennt abends in fast jedem Fenster eine kleine Lampe. Eine schöne, alte Tradition aus der Zeit, als es noch keine Strassenlampen gab. Diese „Fönsterlampor“ erhellen nicht nur die Strassen, sondern strahlen auch ein behagliches, warmes Licht in schwedische Räume und machen die langen, dunklen und kalten schwedischen Winternächte etwas erträglicher. Und von aussen sehen die kleinen Lampen in den Fenstern einfach wunderschön aus und verbreiten so etwas wie Weihnachtsstimmung über den ganzen Winter.

    • Widerspenstige sagt:

      Darf auch in Norwegen und Dänemark beobachtet werden und ja, eine wunderschön anheimelnde Tradition, welche mit den Lichterbögen in der Adventszeit ergänzt wird. Ich finde es schade, dass wir in der Schweiz bereits kurz nach Weihnachten diese Lichterbögen aus den Fenstern entfernen und nicht wenigstens bis Drei König am 6. Januar leuchten lassen. Auch bei uns sind die Winter dunkel, lang und kalt und ertragen gerne etwas mehr stimmungsvolle Lichter an den Fenstern.

  • Flu sagt:

    Bitte nicht so oft über weisse Räume schimpfen, sie können wunderbar schön sein…

    • ri kauf sagt:

      Finde ich auch! Und wenn dann Frau Kohler wieder einmal so schöne weisse Räume präsentiert, das tut sie nämlich recht viel (zum Glück), dann nehmen wir diesen Satz und „zahlen“ es ihr zurück….“Räume, die weiss und monochrom sind, sind bestimmt sehr stilvoll, schaffen aber selten Stimmung und sind oft ein wenig alltagsfremd. “ :-)

  • Herta Stalder sagt:

    Liebe Frau Kohler
    Vielen Dank für Ihre immer wieder erfrischende und inspirierenden Beiträge!! …doch eines fällt mir auf: Die Stühle (egal, ob Esszimmer- oder Arbeitszimmerstühle) in den ästhetisch sehr stimmungsvollen Interieurs sind regelmässig wahre Folterinstrumente und gewiss nicht geeignet, um kommende, lange Winterabende mit Freunden essend oder spielend zu geniessen!! Ich selber habe erst beim 3. Anlauf den Stuhl gefunden, der sowohl optisch wie funktionell all meine Bedürfnisse abdeckt. Machen Sie dich mal eine Story über Stühle, die sind nicht nur von ihrer Bedeutung her zentral für unser Leben, sondern gestalten die Interieurs optisch viel mehr mit als man denkt! Ich schicke Ihnen gerne ein Bild.
    Herzliche Grüsse,
    Herta Stalder

  • Quispe sagt:

    Wunderschöne Worte beim Thema Zeit! Ich musste es mir sofort ausdrucken und aufhängen … ja … die bewusste Zeit ist etwas kostbares und fehlt mir hin und wieder.

Kommentar

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