Schnelle Gerichte für die Herbstzeit

Wer kocht, muss sich jeden Tag überlegen, was auf den Tisch kommt. Lassen Sie sich von diesen 8 Rezepten inspirieren.
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1 — Pouletschnitzel mit Kräuterbutter
Kennen Sie das Gefühl? Man kommt abends müde von der Arbeit nach Hause und möchte am liebsten ganz einfach an einen gedeckten Tisch sitzen und etwas Feines und Leichtes geniessen. Pouletschnitzel sind dafür eine gute Wahl. (Bild über: Timzou)
In unserem Haushalt kochen wir nicht so oft Fleisch. Wir geniessen es meist am Wochenende als etwas Besonderes. Aber ab und zu kommt auch mal unter der Woche ein Stück gutes Biopoulet auf den Tisch. Ich würze die Pouletbrüstchen mit Salz und Pfeffer oder einer unserer Lieblingsgewürzmischungen von Globus, die Spice Rub heisst. Danach werden die Pouletbrüstchen in etwas Öl beidseitig braun gebraten und im heissen Backofen noch einige Minuten fertig gegart. In der Zwischenzeit kommen Kräuter wie Petersilie, Estragon und Schnittlauch mit ein wenig Zitronensaft und Salz in die Küchenmaschine. Ein gutes Stück Butter dazugeben und zu einer Kräuterbutter verarbeiten. Die Kräuterbutter in ein wenig Haushaltsfolie rollen und in den Kühlschrank geben. Die Pouletschnitzel mit Kräuterbutter servieren. Dazu passen Avocado, ein knackiger Salat aus Lattichblättern und ein Stück knuspriges Brot.
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2 — Penne mit Schinken und Erbsli
Jeder hat ein Lieblingsrezept, wenn es darum geht, ganz schnell etwas auf den Tisch zu bringen, das dem Gemüt guttut. Bei uns ist es die Pasta mit Erbsli und Schinken. (Bild über: Saveur)
Gefrorene Erbsen haben wir immer im Tiefkühlfach, denn sie sind ein feines, kleines Stück Frühling, das man das ganze Jahr hindurch geniessen kann. Wenn es also schnell gehen muss, koche ich Pasta wie Penne oder Fusilli gemäss Packungsangaben al dente. In der Zwischenzeit schneide ich Schinken in Würfeli und hacke Kräuter wie Rosmarin und Salbei. Öl in eine Bratpfanne geben und eine zerquetschte Knoblauchzehe und einen halben Peperoncino beigeben. Alles erwärmen, Knoblauch und Peperoncino wieder herausnehmen und im aromatisierten Öl den Schinken knusprig braten, Kräuter beigeben, gut mischen. Danach gefrorene Erbsen dazugeben und ein wenig Weisswein und Bouillon dazugiessen. Einköcheln lassen, Rahm und einen guten Esslöffel Ziegenkäse (Chavroux-Weichkäse) beigeben. Ich würze dann mit Pfeffer aus der Mühle, ein wenig Muskatnuss und ein bisschen abgeriebener Zitronenschale. In einer Schüssel zwei Eigelb mit geriebenem Parmesan vermischen. Den Käse immer frisch reiben, denn Reibkäse aus der Packung ist nicht wirklich eine Delikatesse! Die Pasta abgiessen, in die Sauce geben, gut vermischen und in die Schüssel geben. Anschliessend alles gut mit der Eigelbmischung vermischen. 
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3 — Pizza mit Erbsli und Rüebli
Wenn ich abends noch kurz sozusagen direkt vom Tram in den Coop springe, um noch schnell was einzukaufen, sehe ich oft Leute mit einer Fertigpizza an der Kasse. Dabei ist eine Pizza auch schnell selbst gemacht und schmeckt eindeutig besser! (Bild über: threemanycooks)
Zugegeben, so ganz ohne Fertigprodukte geht es auch nicht. Damit eine Pizza schnell geht, braucht es Teig – und den gibt es mittlerweile sehr fein als Fertigprodukt. Den ausgewallten Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit ein wenig Olivenöl einstreichen und mit Mozzarella belegen. Nehmen Sie Kochmozzarella, der ist weniger nass und lässt die Pizza knuspriger werden. Auf den Mozzarella kommen nun gefrorene Erbsen und ganz dünn geschnittene Rüeblirondellen. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer, träufeln noch etwas Olivenöl darüber und backen die Pizza im heissen Backofen etwa 10–15 Minuten knusprig. Mit Schnittlauchringli und einem guten Glas Wein servieren.
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4 — Steak und Polenta
Ich liebe Polenta, und mein Mann liebt Steaks. So ist dieses Gericht ein schnelles Festessen. (Bild über: Basil genovese)
Ein wenig Olivenöl in eine Pfanne geben und fein gehackte Kräuter und Peperoncino dazugeben, leicht andünsten und die Milch-Wasser-Mischung gemäss Polenta-Packungsangaben dazugiessen. Butter beigeben, aufkochen und die schnelle Polenta einrühren. Ein Steak nach Geschmack beidseitig in ein wenig Bratbutter anbraten. Geben Sie einige Salbeiblätter und ein wenig Zitronenschale dazu, mit Salz und Pfeffer würzen und auf der Polenta anrichten. Salat dazu servieren. Ich liebe den schnellsten aller Salate – nämlich Chicorée mit Balsamico und Olivenöl.
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5 — Schwarze Nudeln mit Steinpilzen
Auch exklusive Gerichte gehen schnell. Die Zutaten zu diesem kleinen Festessen muss man sich aber auf dem Heimweg in der Stadt besorgen, denn die Quartiersupermärkte führen keine schwarzen Nudeln oder frische Steinpilze. (Bild über: The Black Workshop)
Schneiden Sie Steinpilze in dünne Scheiben und braten diese mit ein wenig in Ringli geschnittenen Frühlingszwiebeln oder Schalotten an. Giessen Sie ein wenig trockenen Weisswein darüber, und geben Sie Rahm und Crème fraîche bei. Mit Salz und Pfeffer würzen. In der Zwischenzeit kochen Sie schwarze Nudeln al dente und mischen diese unter die Sauce. Mit gehobeltem Parmesan oder Pecorino mischen.
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6 — Geröstete Rüebli mit Haselnüssen
Im Backofen zubereitetes Gemüse ist immer ein kleines Fest. (Bild über: The Dinner Concierge)
Rüsten Sie verschiedene Rüebli, und legen Sie sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Träufeln Sie Honig und Olivenöl darüber, würzen Sie mit ein wenig Salz und Pfeffer. Rösten Sie die Rüebli, bis sie golden und weich sind. Rösten Sie in einer Bratpfanne einige Haselnüsse. Servieren Sie die Rüebli mit ein wenig Haselnussöl, den gerösteten Nüssen und Pfefferminzblättchen. Dazu passen ein wenig Ziegenkäse und Avocado.
Tipp: Das Gericht funktioniert auch gut mit Randen. 
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7 — Maccheroni mit Käse
Ein üppiges, einfaches Gericht, das gut in die kalte Jahreszeit passt, sind Maccheroni mit Käse überbacken. (Bild über: tastebud)
Kochen Sie ca. 400 Gramm Maccheroni 3 Minuten weniger als al dente. Geben Sie 3 Esslöffel Butter in eine Pfanne und geben 2 Esslöffel Mehl dazu. Sanft rösten und dann 6 Deziliter Milch dazugiessen, Bouillon nach Geschmack beigeben. 250 Gramm geraffelten Käse beigeben. Hier geht eigentlich alles, was Sie gerade im Kühlschrank haben. Mit Pfeffer und Muskatnuss würzen. Die abgetropften Maccheroni in eine ausgebutterte Gratinpfanne geben, die Käsesauce darüber giessen und alles gut mischen. Eine Handvoll geriebenen Parmesan oder Sbrinz darüber geben plus einige Butterflöckli. Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen und mit Salat servieren.   
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8 — Polenta mit Pilzen
Es ist die Zeit für Polenta und Pilze, und dieses raffinierte Rezept ist perfekt dafür. (Bild über: viadelleortiche)
Kochen Sie schnelle Polenta so wie bei Rezept 4, und streichen Sie sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Pilze nach Wahl mit einigen Kräutern und Knoblauch kurz andünsten. Die ausgekühlte Polenta in Schnitten schneiden und diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Auf jede Schnitte ein Stück Käse wie Gruyère oder Tilsiter legen, darüber einige Pilze und alles für ca. 10–15 Minuten in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen schieben. Mit frischen Kräutern bestreuen und geniessen.

13 Kommentare zu «Schnelle Gerichte für die Herbstzeit»

  • Sämi sagt:

    Was für eine Küchenmaschine wird im ersten Rezept verwendet?

  • Simon sagt:

    Bei den Karotten noch etwas Rosmarin (und Zimt – ich liebe Zimt; lecker, wärmt im Winter und reguliert den Blutzuckerspiegel) dazumischen. Geht auch mit Pastinaken, Kürbis, Räbe, Kohlrabi, Süsskartoffeln, sogar Chicoree… Am besten die Schale dran lassen.

    PS: Dazu passt auch eine kräftige Tomatensauce – für all jene, die mal die normalen Teigwaren ersetzen wollen oder diese nicht vertragen.

  • Flo sagt:

    Tiefkühlr sei Dank!
    ein Griff da hinein und unser heutiges Abendessen steht!
    Pouletschnitzel (TK) mit Kräuterbutter (TK) und zum Desser eine selbstgemachte Vanillecreme mit heissen Zwetschgen (TK)
    Dazu ein Glas Rotwein und der Start in’s Wochenende beginnt mit einem Höhepunkt

  • SHAREAT.ch sagt:

    Oh Pizza mit Erbsli? Gute Idee – habe ich noch nie probiert!

    bit.ly/SHAREAT-0050

  • marusca sagt:

    Gute Rezepte, aber irgendwie immer dieselben Dickmacherli.

    • Flo sagt:

      man muss ja nicht gleich eine tonne davon essen!

      • adam gretener sagt:

        Einfacher gesagt als getan, wenn man selbst das weltbeste Risotto der Welt kocht. Als Beispiel. Wie oft habe ich schon etwas mehr davon gekocht um es morgen über Mittag zu essen. Geklappt hat es bisher noch nie. Direkt mit dem Löffel aus dem Topf…

  • Rebecca sagt:

    Ohh, Erbski und Rüebli Pizza. Das wäre mir nie in den Sinn gekommen, gute Idee! Das wird unser Sohn lieben.
    Und Maccheroni mit Käse, das geht sowieso immer. Wie jetzt… ich bin dann mal in der Küche.
    Danke für den Tipp.

  • Christoph Bögli sagt:

    Pizzateig kann man übrigens auch vorbereiten und über mehrere Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Das erhöht nach meiner Erfahrung sogar die Qualität, am besten kommt meist 2-3 Tage langsam geführter Teig. Darum einfach am Sonntag gemütlich den Teig machen, dann ist alles bereit wenns am Dienstag oder Mittwoch schnell gehen muss – ganz ohne auf Fertigteig zurückgreifen zu müssen.

    • Widerspenstige sagt:

      Gut Ding will Weile haben….und dass Sie mir da etwas Brauchbares in der Küche mitgeteilt haben, vergebe ich Ihnen ein paar Pluspunkte in meiner Skala, Christoph Bögli. Sie wissen bestimmt, was ich damit meine. Alle Achtung :)

  • Gabriela sagt:

    Die Haselnüsse können auch im Ofen mitgeröstet werden, wenn der eh schon läuft. Reduziert auch das Risiko, dass sie anbrennen.

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