Damit ist mehr los im Schlafzimmer

Das Schlafzimmer wird oft vernachlässigt, weil man sich denkt, da sieht ja eh keiner hin. Aber wenn es ums Wohnen geht, ist das kein Argument. Denn wir leben ja zu Hause, möchten es für uns selbst schön haben und befinden uns nicht in einer Realityshow, bei der uns andere zusehen. Diese 10 Ideen helfen Ihnen, mehr Wohnlichkeit und Stil in Ihr Schlafzimmer zu bringen.

 

Sweet Home bei Ines Bösch ©Rita Palanikumar

1  — Eröffnen Sie einen kleinen Salon

Eines der schönsten Schlafzimmer, das wir auf unseren Hausbesuchen für Sweet Home entdeckt haben, ist das Gästezimmer der Künstlerin Ines Boesch, die in einem Holzhaus am Murtensee wohnt. Klar sind da die gemütlich warmen Holzwände und die grossen weissgerahmten Fenster, aber alles andere ist einfach nachmachbar. Ines hat nämlich sehr weiblich, einfach und vor allem mit Textilien eingerichtet. Bild: Rita Palanikumar für Sweet Home.

So wird auch Ihr Schlafzimmer ein kleiner Salon:
  • Ein hübsches, altes Bett aus dem Brockenhaus weiss lackieren.
  • Vorhänge aus edlen Stoffen selber nähen. Als Dekoration, oder wenn der Stoff nicht reicht, breite Bordüren aus einem anderen Stoff anbringen.
  • Das Bett mit einem weissen Tuch, Quilt oder einer weissen Decke bedecken und mit edlen Zierkissen bestücken, so wird es tagsüber zum einladenden Tagesbett.
  • Als Lichtquellen Fotoleuchten auf Stativen einsetzen. Diese geben punktuelles, stimmungsvolles Licht, sind einfach mit Spots und Stativen selbst zu machen und vermitteln dem Raum eine Studioatmosphäre.
  • Klappbare Beistelltischen können sowohl Nachttischchen wie auch Frühstückstablett sein – für ein Morgenessen im Bett!
  • Damit Ihr Schlafzimmer ein wenig so wie bei Ines Boesch wirkt, streichen Sie die Schlafzimmerwände in einem warmen Farbton und lassen Sie die Fensterrahmen weiss
sweet home

2 —Versetzen Sie Ihr Schlafzimmer nach Paris

Ein bisschen französischer Boudoirchic tut einem Schlafzimmer gut. Schaffen Sie in diesem privaten Raum mehr Weiblichkeit, Persönlichkeit und achten Sie dabei besonders auf die Details. Im Zentrum eines Schlafzimmers im Boudoirstil steht ein Eisenbett. Atmosphäre wird geschaffen mit eleganten Beistellmöbeln, persönlichen Dingen und dezenten Farben. (Bild über: apartmenttherapy)

So bekommt Ihr Schlafzimmer französischen Boudoircharme:
  • Wählen Sie ein Eisenbett, das finden Sie zum Beispiel bei Ikea, bei Pfister, oder bei Impressionen.
  • Streichen Sie die Wände in einem warmen Grau oder einem Puderton.
  • Gestalten Sie eine Bilderwand hinter dem Bett und rahmen Sie dafür Bilder in antike Rahmen. Sie können aber auch alte Rahmen mit Goldfarbe streichen.
  • Geben Sie Ihrem Bett eine Tagesdecke und hübsche Zierkissen, die das Lesen im Bett bequemer machen. Die Franzosen haben immer eine grosse Rolle unter den Kissen. Solche habe ich zum Beispiel bei Ikea gesehen.
  • Stellen Sie am Bettende eine Bettbank hin, da ist dann Platz für Kleiderablage, das Frühstückstablett, Bücher etc.
  • Wählen Sie einen Schminktisch, den können Sie auch zum Arbeiten oder Briefeschreiben benutzen.
  • Als Nachttischlämpchen passen schicke Tischleuchten, schöne Exemplare finden Sie beispielsweise bei Les Tissus Colbert.
sweet home

3 — Vergessen Sie nicht zu träumen…

Sie schwelgen gerne auf rosa Wolken? Dann tun Sie das ungeniert in Ihrem Schlafzimmer. Bei Urban Outfitters gab es dieses tolle Wolkentuch, jetzt gibt es noch Moonlake, auch ein romantisches Sujet. Sie können auch einfach ein Ferienfoto digital auf Textil drucken lassen oder aus einer romantischen Bettwäsche einen Wandbehang fertigen. Wandbehänge sind übrigens gross im Trend!

sweet home

4 —Schnell viel erreicht mit einem Teppich an der Wand

Nicht nur Wandbehänge feiern ein Revival, sondern auch Wandteppiche. Sie sind zum Beispiel ideal für die Wand hinter dem Bett, sorgen für Farbe, geben ein wohlig wohnliches Gefühl und dämmen den Lärm. Sehr schön eignet sich hierzu dieser blaugraue Gabbeh-Teppich mit Farbverlauf. (Bild über: thedesignfiles.net)

Shoppingtipp: Gabbeh-Teppiche in dieser Art finden Sie zum Beispiel bei Pfister.

sweet home

5 — Grafik tut gut

Sie mögen keine Blümchen und Tapeten, möchten aber trotzdem mit Farben und Mustern Stimmung schaffen? Dann ist der Wohntrend Graphic perfekt für Sie. Peppen Sie Ihr Bett mit Wäsche, Kissen und Decken auf, die zum Beispiel tolle Streifen zeigen. Rahmen Sie grafische Drucke in schlichte Rahmen und zieren Sie damit eine Wand. Auch schön in diesem Schlafzimmer ist die Wahl einer Bank neben dem Bett, das vermittelt Wohnlichkeit und gibt eine ideale Ablage ab. (Bild über: feedly)

Shoppingtipps: Gestreifte Bettwäsche finden Sie zum Beispiel bei Impressionen, schöne Grafikdrucke hat Maison Alice.

sweet home

6 —Mit schwarzem Hintergrund schalten Sie auf Tiefgang

Schnell und einfach Tiefe schaffen Sie mit Schwarz oder einem dunklen Grauton an der Wand. Keine Angst, das wirkt überhaupt nicht schwer, sondern beruhigend, vermittelt ein intensiveres Raumgefühl, sieht elegant aus und passt perfekt ins Schlafzimmer. Hier wurde eine Wand neben dem Bett schwarz gestrichen – im Kontrast zur danebenliegenden weissen Wand. Zudem tanzen auf beiden Wänden gerahmte Schwarzweissfotos. (Bild über: ollieandsebshaus)

sweet home

7— Kleine Bühne hinterm Bett

Die Idee, hinter dem Bett eine schmale Ablage einzurichten, ist nicht nur chic, sondern ideal für kleine Räume. So schaffen Sie mehrere Dinge mit einem Schlag. Das Bett bekommt ein Kopfende, Sie brauchen keine Nachttischchen und Sie gewinnen ein interessantes architektonisches Element. Die Idee ist einfach nachzumachen mit einer Holzkonstruktion, die Sie mit Geschick und kleiner Werkstatt selber machen können oder einfach von einem Schreiner herstellen lassen. Streichen Sie dann das Holzpodium und die Wand in der gleichen Farbe. (Bild über: potzwonen.nl)

sweet home

8 — So wird aus Brockenhaus modernes Design

Alte Betten können einfach zu einem völlig neuen tollen Designmöbel werden. Dieses Bett, entdeckt auf Knack Studios, ist der beste Beweis dafür. Mit einem ultramarinblauen Streifen mittendurch wurde es um Jahrhunderte vorwärts katapultiert.

sweet home

9 — Bank statt Tischchen

Die Idee Bank statt Nachttischchen sahen wir andeutungsweise bereits auf Bild 5. Sie ist wunderschön und passt zum Beispiel gut, wenn man das Bett vorwiegend alleine benützt. So kann das Bett in die Ecke geschoben werden und bekommt einseitig ein kleines Bänkchen, auf welchem schöne Sachen ausgestellt werden können oder auch eine Leuchte Platz findet. (Bild über: becomingroux)

 

sweet home

10 — Prinzip Hotelzimmer

Zum Schluss noch eine Inspiration, die zeigt, dass auch in einem kleinen Schlafzimmer viel Wohnlichkeit entstehen kann. Richten Sie nach dem Prinzip Hotelzimmer ein. Stellen Sie Möbel dazu und schaffen Sie Atmosphäre mit Textilien und Farbe. Hier ist ganz einfach die Rückwand des Bettes mit einer Akzentfarbe gestrichen, das Bett steht auf einem grossen Teppich und ein Sessel im Retrolook bietet einen Leseplatz oder eine Ablage für Kleider und Decken. (Bild über: Damon Liss Interior)

 

11 Kommentare zu «Damit ist mehr los im Schlafzimmer»

  • Martin Tschuemperlin sagt:

    Wie langweilig – trotz allen optischen Verbesserungen – ein Zimmer, indem nur ca. 8 Stunden geschlafen wird, was für eine Verschwendung!
    Es wäre an der Zeit, über andere Raumkonzepte nachzudenken!

    • filosof sagt:

      Eben darum habe ich nicht speziell ein Schlafzimmer. Die meisten Schlafzimmer sind langweilig und miefen nach kurzer Zeit, weil die Bewohner sie auch noch geflissentlich abschliessen statt offen zu lassen. Darf ja niemand in den höchst privaten Bereich gucken. Worauf ich auch liebend gern verzichte.

  • Gabi sagt:

    Bin im(technisch bedingten) Tal der Tränen: auf meinem smartphone zeigt es sweet home nicht mehr korrekt an. Alles viel zu breit \o_o/ kein Bild mehr als ganzes auf dem Schirm. Und der Text fast nicht mehr zu lesen.
    Gibt es Abhilfe?

    • Es wird bestimmt bald perfekt! Wir müssen uns einfach noch ein bisschen gedulden bis die Technik alles bereinigt hat! Alles ist ein wenig wie ein grosser Umzug – wir haben schnell eingerichtet, damit es wohnlich wird – aber offenbar fehlen noch ein paar Schrauben am Regal, sobald die gefunden sind, können dann die Bücher hübsch eingeordnet werden und alles ist wieder in Ordnung ;-)

      • Gabi sagt:

        Super.
        Ist doch sweet home meine Belohnung und Motivation in einem.
        Ach. Und kürzlich der Beitrag über wohnen mit Katzen … In vier Wochen zieht bei uns ein neues Büsi ein oder zwei (:

  • marusca sagt:

    Ich mag mein Schlafzimmer im romantische Stil. Seidentapete, weisse geschwungene Kommode, auf welcher schöne Dinge platziert sind, grosse mit Goldrahmen versehene Spiegel, romantische Bettwäsche, ein Eisenbett mit goldenen Verzierungen und einer puderfarbenen Tagesdecke aus Seide und als besonderer Hingucker ein kristallener Maria-Theresia-Lüster, weswegen für mich – wenn überhaupt- höchstens nooch Bild 2 in Frage käme. Bei allen andern zieht es mir mehr oder weniger den Magen zusammen oder es friert mir gleich das Herz ein.

  • Andreas sagt:

    Ich finde es immer lustig, im Tagi rechts die meistgeklickten Gereichte zu sehen, dieser hier wurde wohl auch nur so stark geklickt wegen dem Titel. Mehr im Schlafzimmer, wer wohl was an anderes gedacht hat? :-)

  • Heidi Arn sagt:

    Witziger Titel :-)

  • Irene feldmann sagt:

    Sehr schön, nur finde ich den Titel irreführend….das Schlafzimmer ist für mich die Oase der Ruhe, der Auszeit, Erholung von Hektik und Verpflichtungen. Also so leer wie möglich und farblich dementsprechend mit geerdeten Möbeln.

    • filosof sagt:

      Geschmäcker sind verschieden. Ich hasse Schlafzimmer, die ausser Bett und Schrank nichts weiter haben. Wie in einer Gruft komme ich mir vor. Und – ich hasse Schlafzimmer! Habe gar keines. In jedem Zimmer ausser Wohnzimmer stehen Schlafsofas bzw. ein einzelnes Schmiedeeisenbett. Drumherum ist Wohnen mit allem was dazugehört. Ein wenig Bohéme.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.