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Jean Paul Gaultier zum Sitzen

Marianne Kohler am Montag den 30. August 2010

Ganz unter dem Motto «Wohnen ist die neue Mode» hat sich die französische Möbelfirma Roche-Bobois den Modedesigner Jean Paul Gaultier zum 50. Geburtstag geschenkt. Sie liessen ihn eine elegante, fröhliche, topmodische Kollektion entwerfen, damit wir nun auch modisch sitzen, schlafen und leben können und alle chicen Klamotten den passenden Schrank bekommen. Sehen Sie selbst:

roche bobois

JEAN PAUL GAULTIER ist Frankreichs Enfant terrible der Mode, das hat sich längst etabliert hat. Er kreiert seit den 80er-Jahren eine erfolgreiche, international bekannte Prêt-à-porter-Linie für Frauen, später kam Männermode dazu, eine Juniorlinie, Parfums und Accessoires. Seit 1997 entwirft er auch Haute Couture und 2004 wurde er vom luxuriösen, französischen Traditionshaus Hermès zum Designer für die Damenlinie angestellt. Gaultier hat auch Kostüme entworfen für Filme wie Luc Bessons «Das fünfte Element» oder Peter Greenaways «Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber». Weltberühmt wurde seine rosa Seidencorsage mit dem spitzigen Busen, welche von Madonna 1990 an ihrer «Blond Ambition Tour » getragen wurde. Seine Haute-Couture-Kleider wurden an Oscarverleihungen von Stars wie Nicole Kidman oder Marion Cotillard getragen. Für das Möbelhaus ROCHE BOBOIS hat er eine modische Möbelkollektion entworfen, die mit all den Elementen kokettiert, die in seinen Fashion-Kollektionen vorkommen: Matrosenlook, Tätowierungen, Spitzen, Streifen und natürlich die französischen Flaggenfarben Rot, Weiss und Blau.

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MÄNNERMODE VON JEAN PAUL GAULTIER ist wie Strassenmode die erwachsen wurde. Der Designer nimmt Elemente von der Sportswear, von Cartoonzeichnungen und immer wieder den Matrosenlook auf. Gaultier war übrigens auch der erste Designer, der Männer im Jupe auf den Laufsteg schickte.

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DAMENMODE VON JEAN PAUL GAULTIER ist typisch französisch, elegant, kokett, aber auch frech und ein bisschen anders. Immer wieder inspirieren ihn die Strassenmode und Elemente aus fremden Kulturen.

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EIN SOFA IN GAULTIERS UNVERWECHSELBAREM MATROSENLOOK: Streifen sind Jean Paul Gaultiers Wahrzeichen, ganz klar, dass er sie nun auch im Interiorbereich anwendet. Das Sofa hier ist ein klassisches Roche-Bobois-Design von 1971, entworfen vom Designer Hans Hopfer. Ein einfaches Prinzip, Matratzenkissen mit Halteelementen zu einer grossen, bequemen Sitzlandschaft zusammenzuhalten. Gaultier gab ihm ein blau-weisses Streifenkleid mit roten Pompons und passenden Kissen. Das Sofa heisst Mah Jong Matelot

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MAH JONG COUTURE ist die zweite Version des klassischen Sofas. Hier zeigt die Polsterung auch Kinobilder, Spitzenmuster und Tätowierungen.

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UND SO WIRD MODISCH GESCHLAFEN: Das Bettgestell aus Aluminium und Chrom sieht man eigentlich gar nicht unter der Make-up-farbenen Seidendecke, das Kopfende ist auch aus Stoff, der mit einem kalligrafischen Muster bedruckt ist. Lustig ist der Teppich, nochmals eine Matrosen-Interpretation mit Streifen und Pompons, er heisst Dunkerque und ist aus Wolle.

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EIN SCHRANK WIE AUS DEM FOTOSTUDIO: Man kann ihn auseinanderklappen, rollen, verkleinern und vergrössern, ganz flexibel. Die einzelnen Schrankelemente haben entweder Spiegel oder Tätowierungsmuster.

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KOFFER STATT KOMMODE: Gaultier sieht, wie viele Modemenschen, Wohnen als eine grosse Reise. Coco Chanel wohnte im Hotel, Yves Saint Laurent lebte lieber in Marokko als in Paris, die Models reisen dauernd, so auch die Fotografen, Stylisten und Make-up-Artisten. Eine Interpretation von Fotokoffern sind diese Kommoden. Der Unterschied: die einzelnen Elemente sind Schubladen. Die Teile sind bestimmt nicht billig und kommen in einer limitierten Edition von je 250 Stück...

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SPIEGEL ZUM MITNEHMEN: Dafür ist der Spiegel bodenständiger, wobei auch das nicht ganz stimmt, denn das poppige Stück ist an einem Gepäcktrolley montiert und bleibt so natürlich ganz flexibel.

Die Links zur "Vom Laufsteg ins Wohnzimmer" Geschichte:
www.roche-bobois.com
www.jeanpaulgaultier.com

1 Kommentar zu „Jean Paul Gaultier zum Sitzen“

  1. Marcel sagt:

    Bis auf die letzten beiden Stücke sind diese Möbel / Inneneinrichtungen von pompöser Geschmacklosigkeit. Gaultier sollte bei der Haute Couture bleiben, da ist er zuhause. I

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