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Möbelmesse Milano 2012 – Damit wohnen wir morgen

Marianne Kohler am Sonntag den 22. April 2012

Wohnen bekommt heute, in einer Zeit, die von Wandel und Schnelligkeit geprägt ist, eine immer grössere Bedeutung. Daher ist ein Ereignis wie die Mailänder Möbelmesse mindestens so wichtig wie Modeschauen und Autosalons. Im Gegensatz zu solchen Messen zieht sie ganz unterschiedliche Menschen an. Dementsprechend findet man auch die verschiedensten Trends, Stile und Interpretationen des Themas Wohnen. Es ist diese Vielfältigkeit, die den Wohnbereich am stärksten prägt und individuelles Wohnen ermöglicht.

Unsere Welt zu Hause, unser Rückzugsgebiet in den eigenen vier Wänden, ist immer sehr persönlich. Wir möchten nicht in Showräumen wohnen, sondern in gemütlichen, praktischen und schönen Wohnungen. Aus den grossen Angeboten picken wir uns die Einzelstücke heraus, die uns gefallen und inszenieren sie so, dass sie in unser Leben passen. Dieses Persönliche, Wohnliche und Supergemütliche war denn auch die Grundtendenz, die in Mailand zu spüren war. Zudem waren die Siebzigerjahre allgegenwärtig, wie der erste Eindruck aus Mailand am Donnerstag gezeigt hat. Heute geht die grösste internationale Möbelmesse zu Ende und Sweet Home präsentiert weitere Highlights.

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Die Möbel werden weich, die Farben sanft und warm. Luxuriös zeigen sich die differenzierten Farbtöne, oft in Samt, Velours oder Wolle. Sie schimmern und verführen mit einer Sinnlichkeit und Stilsicherheit, für die die Italiener einfach das richtige Gefühl haben. Die schönsten Farben zeigte definitiv Moroso. Möbel, Teppiche und Accessoires sind wie eine Künstlerpalette gestaltet. Im Bild oben sind der Sessel Coat und die Körbe Bask von Sebastian Herkner zu sehen.

softbox häberli

Das neue Sofa des bekannten Schweizer Designers Alfredo Häberli für Moroso heisst Softbox, und soft ist nicht nur das Innenleben, sondern auch seine feminine, zarte und elegante Farbigkeit.

Zanotta Partysofa

Zanotta zeigt mit dem neuen Partysofa von Gabriele Rosa eine wunderschöne, elegante und individuell zusammenstellbare Wohnlandschaft. Dazu werden praktische Beistellmöbel kombiniert. Kissen, Decken und Teppiche sorgen für noch mehr Wohnlichkeit.

zanotta

Wenn man mal auf dem Sofa arbeitet oder zu Musik entspannt, ist das neue Tischchen Toi von Salvatore Indriolo ideal (Bild links). Es bietet eine perfekte Abstellfläche und Stauraum. Auf dem rechten Bild ist das Sofa Altopiano von Ludovica und Roberto Palomba zu sehen. Es besteht aus frei zusammenstellbaren Modulen. Alles von Zanotta.

campeggi

Campeggi hat sich auf witzige, praktische Möbelideen spezialisiert. So ist diese Sitzlandschaft Stad von Matali Crasset ein kleines Wohnzimmer für sich, das man sogar in ein Schlafzimmer verwandeln kann.

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Und für Fitness und Spielfreude zu Hause sorgt Lazy Football von Campeggi, ein Indoor-Outdoor-Stuhl aus Metall, der mit einem kleinen Tornetz versehen ist.

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Die Gebrüder Bouroullec kreierten diese kleinen Regalelemente Corniche für Vitra. Sie sind wie kleine Felsvorsprünge, die an der Wand hängen. Darauf finden die kleinen Lieblingssachen, die wir im Alltag gerne um uns haben, einen Platz.

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Was mir an Mailand persönlich am besten gefällt, ist die elegante Shabby-Chic-Atmosphäre, die sich durch die ganze Stadt zieht. Wohnungen und Geschäfte befinden sich in wunderschönen, alten Häusern und sind oft auf eine elegante, aber unkomplizierte Art eingerichtet und gestaltet. Wunderschöne Beispiele sind die Showräume von Boffi oder die Wohnräume von Dimore Studio im gleichen Gebäudekomplex.

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Die Vereinigung von Alt und Neu, die Eleganz der Siebziger- und Vierzigerjahre und die Moderne der Gegenwart bringt Emmemobili besonders schön zusammen. Hier sind die hölzernen Wandmodule Boiserie von Ferruccio Laviani wunderschön inszeniert.

Twaya

Der Holztisch Twaya von Feruccio Laviani für Emmemobili ist auch ein schönes Beispiel, das Gegensätze in sich vereint. Der Tisch ist aus massiver Eiche und geformt wie ein üppig wallendes Tischtuch.

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Kuscheln erlaubt, zu zweit oder alleine: Der kapriziöse, weiche Sessel Collerette von Les M für Casamania macht dies möglich. Er ist eine Art Pouf, der sich mit Kuscheldecke zum Sessel und zur Relaxzone verwandelt.

AlmaModules_Studio63_Casamania_2012_1

Dieses kokette, poetische Bücherregal lässt viel Individualität zu. Farbig ausgepolstert und aus Metall lässt es sich an die Wand montieren oder aufstellen. Es heisst Alma und ist von Studio 63 für Casamania.

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Diese schlichte, senfgelbe Lackkonsole ist neuartig, praktisch und erinnert an die Seventies. Clematis ist von AL26.98 und könnte einen coolen Frühstückstisch abgeben.

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Ginko, auch von AL26.98, ist ein frei stehendes Regal, das wie eine Skulptur oder ein architektonisches Element eingesetzt werden kann.

miniforms

Neues in starken Kunstschule-Farben und im schlichten, modernisierten Retrolook zeigt Miniforms. Besonders aufgefallen sind die kubischen Kommoden Code von Studio Zaven in Cölinblau und Senfgelb, der Standhandspiegel Rétroviseur domestique von Ionna Vautrin und der freche Hocker Trex von Casa 1796, der sich mit einer Handbewegung in einen Beistelltisch verwandeln lässt.

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Tacchini legt mit dem Sessel Bianca von Franco Albini einen Klassiker aus dem Jahre 1939 neu auf. Er wurde ursprünglich für die luxuriöse Villa Monzino am Comersee entworfen.

nendo

Der japanische Stardesigner Nendo hat für KPercent eine Black&Black-Kollektion entworfen. Einfache, praktische, formschöne Basismöbel, die man sich leisten kann. Zu sehen ist der Stuhl Melt (links) das Regal Brace (rechts oben), das Wandboard Scissors (unten links) und das Regal Rain (unten rechts).

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Stark im Trend sind Neuauflagen von alten Designs. So ist denn auch die Kiki-Kollektion von Artek bereits 1960 vom Designer und Innenarchitekten Ilmari Tapiovaara entworfen worden. Er gewann damals damit sogar den Gold Prize der Mailänder Möbelmesse. Ein weiterer Grund für Artek, die schlichten, modernen Möbel wieder zugänglich zu machen.

18 Kommentare zu „Möbelmesse Milano 2012 – Damit wohnen wir morgen“

  1. Jens Bauer sagt:

    Und auch hier gilt: Steht ein Apple Notebook drauf, muss das Möbeldesign darunter gut sein.

    • roger weibel sagt:

      das ist wohl etwas gar weit hergeholt!

      • Toni Tobler sagt:

        Notebook sind mega out, Tab’s sind mega in, das Foto muss uralt sein!

      • Bernhard Scherrer sagt:

        Und das Foto ist eben doch nicht alt, handelt es sich doch bei diesen “beanstandeten” Geräten um ein iPad und ein iPhone. Also wieder mal zu schnell auf “Kommentar senden” geklickt.

      • Jens Bauer sagt:

        Nene, Herr Scherrer, auf Bild 3 (Zanotta) ist eindeutig ein Notebook abgebildet. Da haben wohl Sie zu schnell auf “Kommentar senden” geklickt.

  2. Thomas Sterchi sagt:

    @ Jens: Tja, es sieht halt einfach besser aus, als wenn so eine Microsoft-Büchse drauf stehen würde… so einfach ist das!

  3. Lukas sagt:

    Oh, eine frische Möbelbrise:: Die Sachen von Emmemobili gefallen mir teilweise seeehr gut

  4. Dorsa sagt:

    Die “elegante Shabby-Chic-Atmosphäre” – als Kulisse wunderschön, aber darin leben (nicht nur ferienhalber oder so) möchte doch eigentlich keiner, nicht wirklich, oder doch?!

  5. Toni Tobler sagt:

    Der Holztisch “Twaya von Feruccio Laviani” ist der Hammer! Wo sind die Stühle dazu? Wieder mal nicht fertig gedacht, was?

  6. Daniela sagt:

    Der neue Shabby Chic ist ganz grosse Klasse. Ich teile die Vorliebe für diesen Stil. Aber abgesehen davon, auf diesen Seiten findet doch sicher jede und jeder etwas, das gefällt. Nicht immer nur motzen, ihr lieben Leute, auch mal loben, gell!! Meinen Dank an Frau Kohler, ich lese hier immer sehr gerne mit und der Blog ist für mich ein grosses Highlight! :o)

  7. Oh, warum denn nicht? Es braucht etwas Phantasie und Weitsicht, sich auch Zuhause dem Shabby und dem Eklektischen anzunähern. Wer den Schritt wagt und sich auf das Abenteuer einlässt, wird merken, dass es ein Leben jenseits von USM Haller und Bauhaus gibt. Ein weiches, fröhliches, unerwartet lustvolles. Probieren sie es aus!

  8. Samuel Schmitten sagt:

    Originalität um jeden Preis! Alles schon tausendfach gesehen. Nur noch langweiliger Abklatsch…

  9. gerhard sagt:

    find ich sehr schön! alle hier abfotografierten möbelstücke sehen zwar irrsinnig toll aus, aber ob sie komfortabel sind, bin ich bei dem einen oder anderen stück nicht ganz sicher. und möbel sind ja grundsätzlich da, damit alles ein bisschen gemütlicher ist. könnte mir trotzdem vorstellen machne stücke in meiner wohnung zu haben – sofern ich noch platz hätte ;)
    bin gerade auch noch auf einen anderen artikel gestoßen, der einen rundgang durch das messegelände beschreibt, vl auch für andere interessierte interessant..
    http://bene.com/bueromoebel/farbspektakel-in-mailand/

  10. pedro cortez sagt:

    Also das Altopiano-Sofa von Zanotta ist echt ein Knüller: wunderschöne Proportionen, intelligente Details (Untertritt an der Vorderseite für bequemes Herantreten an Sofa) und durchgehend modularer Aufbau: einfach toll!
    Hab Details zum Sofa auf der Website http://www.archetypen.ch gefunden (ist übrigens auch etwas rumstöbern Wert) , leider haben die noch keine Preis für das Altopiano drin. Wird wohl nicht das billigste sein – aber trotzdem tolles Design !

  11. Große Projekte und Konzept! Herzlichen Glückwunsch an die Designer!

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