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Ein sizilianischer Garten in Fluntern

Marianne Kohler am Dienstag den 27. Januar 2015

«Du, sag mal, du wohnst doch bestimmt auch schön?» Das war meine schnelle Frage an Rachel Schilirò, bevor sie aus dem Tram stieg. Wir hatten uns lange nicht mehr gesehen und plauderten ganz viel auf der kurzen, feierabendlichen Tramreise. Die Antwort war natürlich ein Ja. Wir trafen uns bald bei ihr zum Kaffee, sassen auf der grossen Terrasse, auf der man sich weit weg von Zürich fühlt, und plauderten weiter. Und ich kam wieder, diesmal mit der Fotografin Rita Palanikumar. Das Resultat ist ein freundlicher Sommergruss, den wir Ihnen hier nun mitten im Winter als Vorfreude auf wärmere Zeiten präsentieren.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Das Paar Rachel und Alfredo Schilirò ist sehr gerne zu Hause. Hier schalten beide ab von ihrem lebendigen, mit vielen Menschen und spannenden Projekten gefüllten Berufsalltag. Alfredo gehört die kleine, feine PR-Agentur Flowcube, in die auch Rachel mit ihrer Firma «rent a museum» vor ein paar Monaten einzog. Dass die beiden innovativen Unternehmer nicht nur privat, sondern auch beruflich zusammenpassen, wird beim Gespräch schnell klar. Beide sprühen nur so vor Ideen und Geschichten und beide haben ihre Berufskarrieren weit weg von PR und Agenturen angefangen. Alfredo hat in Florenz, seiner Lieblingsstadt, französische Gegenwartsliteratur studiert, eine Doktorarbeit über Julien Green in Paris geschrieben, ist erst mal durch die Welt gereist und hat sich in verschiedenen Jobs umgeschaut, bevor er seine Agentur gegründet hat.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Auch Rachels beruflicher Werdegang hört sich an wie ein kleines Abenteuer: Sie begann mit einer Lehre als Coiffeuse, ging dann über die Handelsschule in ein Immobilienunternehmen und von da weiter in eine Einrichtungsfirma, wo sie die Chance bekam, eine Ausbildung als Innenarchitektin zu machen. Sie liebte die Vielseitigkeit der Branche und lernte alles Mögliche «vom Marketing bis zu Psychologie», lacht die quirlige Frau, «es war unglaublich spannend, zu sehen, was für eine persönliche Angelegenheit das Einrichten ist, man kommt den Menschen dabei wirklich nah!». Sie blieb eine Weile in der Firma, wechselte danach zu Vitra, von wo aus sie aber bald wieder Neues lockte. Ihre Zwillingsschwester, die als administrative Direktorin arbeitete, bat sie darum, einen Vorschlag zu machen, wie man das Museum «Haus Konstruktiv» zusätzlich profilieren könnte. Das brachte Rachel auf die Idee, das Museum für Unternehmensanlässe zu vermieten. Sie machte sich selbstständig, gründete «rent a museum» und spezialisierte sich damit auf die Entwicklung und Umsetzung von Corporate Events in Museen und Galerien. Alfred0, der eine Weile Präsident der Zürcher PR-Gesellschaft war, suchte nach einem interessanten Ort für die jährlichen Generalversammlung, hat das Haus Konstruktiv gewählt und dabei Rachel gefunden.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die tolle Wohnung im Zürcher Quartier Fluntern haben die beiden beim Spaziergang entdeckt. Da war ein riesengrosses Schild vor dem modernen Haus, auf dem stand: «Zu vermieten 2,5-Zimmer-Wohnung 150 m²». Das Paar verliebte sich sofort in die aussergewöhnliche Wohnung. «Ich bin eigentlich kein Freund von Gartenwohnungen, aber diese wirkt eher wie ein Pavillon mit einer Terrasse und überzeugte mich sofort», erzählt Alfredo. Und Rachel schwärmt: «Der Aufbau der Wohnung ist raffiniert und die Materialien, die gewählt wurden, sind von guter Qualität – und das ist bei Mietwohnungen nicht selbstverständlich.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

«Wir haben nicht mit einem Konzept eingerichtet, sondern einfach die Möbel von unserer alten Wohnung mitgenommen und ein wenig ergänzt. Wohnen bleibt schlussendlich immer Work in Progress», so Rachel. Fotografin Rita und Rachel sind sich in Sachen Fernseher total einig: «Der alte B+O Fernseher ist der einzig schöne, den es gibt. Was nützt da alle raffinierte Technik, wenn man dafür ein solches Unding wie gar einen Flachbildschirm einziehen lassen muss!» Von B+O und Vintage ist auch die Musikanlage. «Ich habe sie über Ricardo gefunden und bin gleich losgefahren, um sie beim Anbieter abzuholen. Unglaublich, der Typ hatte sein ganzes Zimmer voll mit den tollsten B+O-Teilen», erzählt Alfredo.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Was beim Einzug aber erste Priorität hatte, war die Bepflanzung der grossen Terrasse, die eigentlich eine Veranda ist, denn die Wohnung ist umgeben von einem Garten. Er ist so angelegt, dass man die Nachbarhäuser praktisch nicht wahrnimmt. Man fühlt sich sofort wohl in dieser schicken, urbanen Oase, die irgendwie unzürcherisch anmutet, wäre da nicht der Blick auf den See.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Neben dem grossen Wohn-Essraum führt ein Durchgang in die privaten Räume wie Schlaf- und Badezimmer. Entlang des Gangs haben die beiden ein grosses Bücherregal platziert, welches sie auf Mass anfertigen liessen.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Wand hinter dem grossen Regal wurde in einem warmen Grauton gestrichen und gibt so eine Bühne für das schlichte weisse Bücherregal.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Das Bild von Beat Zoderer nimmt einen dominanten Platz ein im Wohnzimmer, erinnert ein wenig an die Seventies und passt gut in den Raum und zu dem Wohnstil, welcher auch auf eine sanfte Art die Sprache dieser stilvollen Dekade aufnimmt.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Küche geht ums Eck und bietet Aussicht auf den Garten. Im Gegensatz zu vielen Einbauküchen wurde hier auf die typisch schweizerischen «Chuchichäschtli» verzichtet, was viel Grosszügigkeit und Offenheit gibt. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Kleine Stücke mediterranes Lebensgefühl sind überall in der Wohnung zu entdecken. Alfredo Schilirò ist Sizilianer und in Basel aufgewachsen. Es hat ihn eher durch Zufall wieder in die Schweiz gezogen. Eigentlich wollte er vor allem in seiner Traumstadt Florenz leben und hat diese als Studienort gewählt. Auch in Paris, New York und London wohnte der Literaturwissenschafter. Nach seiner Doktorarbeit, zurück in der Schweiz, schlug er sich erst mal als Nachhilfelehrer für Französisch und Italienisch durch, arbeitete danach als PR-Berater für verschiedene Firmen und hat dabei herausgefunden, dass er eher Unternehmer als Angestellter ist. Zusammen mit Maja Amrein, die damals als Head Corporate Communications beim Migros-Genossenschafts-Bund arbeitete, gründete er 2001 die PR-Agentur Flowcube. Die beiden wurden belächelt, da keiner zuvor in einer Agentur gearbeitet hatte. Doch vielleicht war es genau dieser Umstand, der den Erfolg brachte. Seit knapp zwei Jahren ist Alfredo Schilirò Alleininhaber. «Wir wollten unbedingt klein bleiben und sind so was wie eine Boutique-Agentur, inhabergeführt mit Schwerpunkten in Produkte-PR und spezialisiert auf Unternehmenskommunikation. Flowcube bewegt sich vor allem in den Bereichen Retail, Lifestyle, Fashion, Interior, Design und Architektur.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Als Abtrennung von Küche und Entree dient ein selbst erfundenes Möbel, nämlich eine antike Kommode, die mit einer massiven Holzplatte versehen wurde und nun Küchenmöbel, Ablage und kleiner Frühstücksplatz ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Kunst hat eine grosse Bedeutung im Hause Schilirò und ist auf selbstverständliche Art integriert. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Auf die Olivenbäume sind Rachel und Alfredo besonders stolz. Alfredos Vater hat sie ihnen von Sizilien als Geschenk mitgebracht, als ein kleines Stückchen Heimat. In den drei Jahren, seit die Bäume bei den Schiliròs sind, haben sie das Dreifache an Grösse und Umfang zugelegt.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Und da sind auch noch andere Geschenke wie zum Beispiel der wunderschöne Oleander. «Wir schicken die Pflanzen in die Winterferien», erklärt Rachel. «Das ist zwar ein teurer Luxus, aber sonst würden sie leider sterben. Ich kaufe zwar nur noch winterharte Pflanzen, aber am Anfang wussten wir noch nicht so gut Bescheid, wie man mit den Pflanzen am besten umgeht. Wir mussten viel lernen in Sachen Pflanzen und Töpfe. Uns sind anfänglich praktisch alle Töpfe gesprungen oder im Wind umgekippt. Nun wissen wir: keine edle Terracotta aus der Toscana, die springt im Winter, und keine eleganten konischen Formen, welche einfach nicht windfest genug sind!» Nera, der Labrador, geniesst auf der sonnigen Terrasse erst mal eine lange Siesta.

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«Diese Ecke ist das Chaosgärtli», so Rachel. «Die Möbel habe ich auf der Strasse gefunden, unglaublich, was die Leute zum Teil fortschmeissen! Eigentlich wollte ich sie mal schick schwarz lackieren, doch nun sind sie grün geblieben und sehen so ganz hübsch so aus.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Vom Schlafzimmer sieht man direkt ins charmante «Chaosgärtli», die Ecke der Terrasse, welche mit Dusche und kunterbunten Möbeln ein kleines Stück Süden zum Träumen ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Mittelmeerblau ist das schlichte Sofa, das im Schlafzimmer steht und viel dazu beiträgt, dass man in diesem Raum auch wohnen kann. Über dem Sofa hängt eine Fotoserie von Rachel.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Bäder der schicken Mietwohnung sind sehr schön, schlicht und leicht ausgestattet. Auch hier ist der Blick nach draussen ein besonderer Genuss.  

Sweet Home

Dazugestellt haben die beiden nur das Nötigste, einen praktischen Trolley für alle Produkte und schlichte Staugefässe. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Stilmix trägt viel bei zu der Persönlichkeit einer Wohnung. Hier strahlt ein Blumenstrauss neben einer Designerlampe auf der antiken persischen Hochzeitstruhe.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Ein besonderer Ausblick ist der auf den See. Überall wurden die Möbel so gestellt, dass ein harmonisches Ineinanderfliessen von Innen- und Aussenbereichen entstanden ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Wichtig ist auch der grosse Holztisch, um den sich unterschiedliche Stühle gesellen. Denn hier wird Feiern auf die sizilianische Art möglich. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

 Bald ist es wieder so weit und die Schiliròs können sich an den Gartentisch setzen und den nächsten Sommer geniessen.

 

Zeit für Zeitschriften

Marianne Kohler am Sonntag den 25. Januar 2015

Blogs und das Internet im Allgemeinen verdrängen die Zeitschriften. Schade! Denn Geschichten und Fotos auf Papier gedruckt sind, wenn sie gut gemacht sind, ein kleines Stück Kunst. Entsprechend werden schöne Zeitschriften zu Sammelstücken. Mit cleveren und schönen Zeitschriftenhaltern können Sie ihnen auch einen gebührenden Platz in der Wohnung – und in Ihrem Leben – geben.

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DURCHBLÄTTERN UND ABTAUCHEN
Mal ehrlich: Wann haben Sie sich das letze Mal Zeit genommen, in Ihren Lieblingszeitschriften zu blättern? Geniessen Sie es, wieder einmal so richtig abzutauchen und ganz traditionell in Zeitschriften nach Inspirationen, Ideen und Unterhaltung zu suchen. (Bild über: Anna Gillar)

Tipp: Abonnieren Sie doch, ganz auf die gute alte Weise, eine Zeitschrift und machen Sie sich damit selber ein kleines Geschenk. Denn so bekommen Sie regelmässig etwas Hübsches mit der Post geschickt – und nicht bloss Rechnungen . . .

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1 AN DIE WAND GEBUNDEN
Mit Holzleisten und breiten, farbigen Gummibändern sind in dieser Küche Zeitschriften als Lesestoff zum Morgenkaffee äusserst stilvoll an der Wand angebracht. (Bild über: Automatism)

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2 ALLZEIT BEREIT
Eine flexible und sehr schöne Möglichkeit, Magazine und Zeitschriften zum Lesen bereitzustellen, ist dieses weisse Holzboard. Man kann es – mit ertwas Talent – selber nachbasteln oder – wennn man sich das selbst nicht zutraut – von einem Schreiner anfertigen lassen: Das weisse Board mit schwarzen Kanten und Leisten sowie vielen schwarzen Elastic-Bändern in verschiedenen Breiten bewahrt die Magazine vor dem Herunterfallen – und wirkt dazu noch äusseerst dekorativ. (Bild über: Weekdaycarnival)

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3 IN LEDER GEROLLT
Mit Lederriemen und Nägeln kann man gerollte Zeitschriften einfach und auf schöne, schlichte Art an die Wand bringen. (Bild über: Atelier deco)

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4 FILIGRANES DRAHTGESTELL
Dieses leichte Wandregal von Cox and Cox eignet sich nicht nur für die Büropapiere, sondern auch um seiner Lieblingslektüre einen hübschen Platz zu geben.

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5 SO ENTSTEHT EIN LESESALON
In vielen alten Cafés hängen Zeitungen und Magazine an Haken bereit. Diese Idee lässt sich auch daheim umsetzen: mit einer schlichten Holzgarderobe und dicken Bändern, die durch die Mitte der Zeitschriften geführt werden und eine Schlaufe zum Aufhängen bekommen. (Bild über: Trendenser)

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6 STAPELWARE MIT INHALT
Echte Zeitschriftenliebhaber schämen sich nicht, ihre Lieblingsware zu stapeln. Im Gegenteil: Mit einigen Bildern oder hübschen Gegenständen darauf werden die Zeitschriftenstapel zu einer Art Möbelstück. (Bild über: Transito initial)

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7 DIE DREIECKSLÖSUNG
Im hübschen Café Hally's in Parson Green, London, sind die Zeitschriften in schlichten dreiecksförmigen Metallwandständern bereitgestellt, was auch zuhause gut aussehen kann. 

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8 ALLES IM RAHMEN
Dieser formschöne, schlichte Ständer von Menu ist eigentlich für Badetücher gedacht. Er macht sich aber auch gut als Zeitschriftenhalter. 

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9 HÜBSCHER MINI-KIOSK
Auf eine ähnliche Art im Rahmen, bloss etwas kleiner und bildhafter, stehen im Lula Café in Chicago Zeitschriften und Zeitungen bereit.

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10 DESIGN FÜR DESIGN
Designliebhaber werden sich in diesen glamourösen Metallicständer von Gamfratesi verlieben. (Bild: Weekdaycarnival)

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11 ES GEHT AUCH AB DER STANGE
Einfache Metallstangen an der Wand sind eine schöne und praktische Lösung, Magazine in Griffnähe zu platzieren. (Bild über: Riazzoli)

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12 EINFACH PRAKTISCH
Die cleversten Lösungen sind meist die einfachsten: Zeitschriftenstapel auf kleine Rollwagen stellen und unter einem Wandregal verstauen. (Bild über: Trendenser)

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13 DER GÜRTEL HÄLT ALLES AM PLATZ
Und wem der vorhergehende Vorschlag zu wenig stabil ist, befestigt die Zeitschriftenstapel einfach mit alten Gürteln. (Bild über: Stylizmo)

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14 STILVOLL SAMMELN
Hier im chicen Studio von Maison Martin Margiela sind zwar nicht Zeitschriften in den klassischen Zeitschriftenordnern, sondern Ideen und Ablagen für Modekollektionen. Aber dieses Regal erinnert daran, dass die guten alten Zeitschriftensammler eine ordentliche und stilvolle Lösung abgeben. 

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15 LINIENTREU
Auch hier wurde mit Leisten, Band und Nägeln gearbeitet. Entstanden ist eine hübsche Ausstellungsfläche für Trendmagazine und Kataloge. (Bild über: Riazzoli)

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16 KAFFEE UND MAGAZIN
Kaffeetrinken und ein inspirierendes Magazin durchblättern ist ein kleiner Luxus im Alltag, der mit diesem raffinierten Multitasking-Möbelchen von Gauzak noch mehr Freude macht. 

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17 DIE HANDTASCHE FÜR GEDRUCKTES
Wie eine Handtasche kann man diesen eleganten Zeitschriftenständer von Gauzak durch die Wohnung tragen.

 

 

Hallo, Haus!

Marianne Kohler am Freitag den 23. Januar 2015

Eine Hausfassade ist wichtig, schliesslich wird sie von allen gesehen. Das haben sich die Architekten vom Melbourne Studio Oof zu Herzen genommen und lassen ein umgebautes Haus freundlich Hello sagen.

Architektur: Oof

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Dieses Haus in Australien ist ein Ladengebäude aus der viktorianischen Zeit, das die Architekten mit viel Witz und Stil ins 21. Jahrhundert herüberholten. Die Fassade bekam mit weissen Backsteinen ein frisches Kleid, das die Passanten fröhlich begrüsst.

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Die Fenster sind auf der Seite angebracht. Der Hof kann mit einem Rollladen abgeschlossen werden, so entsteht  Privatsphäre. Denn das Haus ist nun kein Laden mehr, sondern zum Wohnen gedacht. 

OOF+-+HELLO+HOUSE+(5)

Der Innenausbau wird von hellem Holz bestimmt. Der Wohnraum ist offen und lässt sich mit Vorhängen unterteilen.

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Eingebaute Regale und Schränke gehören zum stilvollen Umbau dieses Ladenlokals.

OOF+-+HELLO+HOUSE+(2)

Mit Backsteinen kann man viel sagen – zum Beispiel «Hello».

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Ein bisschen anders, poppig, frisch und gut gelaunt strahlt das umgebaute Haus zwischen seinen Nachbarn hervor.

Fast Food für zu Hause

Marianne Kohler am Donnerstag den 22. Januar 2015

Der Januar ist eine Art Zwischenmonat. Man befindet sich in einem Zustand zwischen neuer Energie und ein bisschen Wehmut darüber, dass die gemütliche Zeit zu Hause dem Alltag weicht. Man möchte sparen und sich trotzdem etwas Gutes tun, gesund und leicht essen, aber der Lust nach Verwöhngerichten nachgeben. Da kommen diese Fast-Food-Menüs genau richtig: Sie verbinden Luxus und Alltag auf eine raffinierte Weise. Zu diesen herzhaften Mahlzeiten passt ein gemütlicher Fernsehabend.

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1 POMMES FRITES MIT KÄSE UND SPECK
Ich gehöre zu den Menschen, die nie Pommes frites zu Hause machen. Frittieren ist eine Technik, die mir noch nie gelungen ist, und die Vorstellung von heissem Öl in der Küche ist für mich nicht so verlockend. So sind Pommes eine Köstlichkeit, die ich im Restaurant geniesse und manchmal auch vom Fast-Food-Shop mit nach Hause nehme. Und weil sie bei der zweiten Variante kalt sind, mache ich sie nochmals warm. (Bild über: Basilgenovese)

Und so gehts: Pommes frites mit geraffeltem Käse in den warmen Backofen schieben und mit zerbröckeltem Knusperspeck und frischem Feta servieren. Dazu passt ein frischer, knackiger Salat!

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2 CROQUE MADAME MIT ALLÜREN
Bald bin ich wieder in Paris für die Dekomesse Maison et Objet. Ich liebe Paris, die Bistros, die kleinen Cafés und die Croques, die dort serviert werden. Das sind französische Käsetoasts mit Schinken, die ohne Ei ein Monsieur sind und mit Ei eine Madame! Solche Toasts kann man auch zu Hause machen und ihnen mit guten Zutaten und Kräutern ein wenig Gourmet-Appeal geben. (Bild: Alexandra Cooks)

Und so gehts: Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Bereiten Sie eine Béchamelsauce zu mit Butter, Mehl, Milch, einem Lorbeerblatt, ein wenig Muskatnuss und ein bisschen Bouillon. Erhitzen Sie dafür die Butter mit dem Mehl, verrühren Sie beides gut und geben unter Rühren Milch und ein wenig Bouillon dazu. Geben Sie das Lorbeerblatt bei, und köcheln Sie alles einige Minuten. Mit Muskatnuss würzen.

Schneiden Sie ein Brot in Scheiben und bestreichen Sie die Scheiben mit ein wenig Butter und Dijonsenf. Geben Sie ein wenig Béchamelsauce auf die Brotscheiben und einige Thymianblättchen. Legen Sie Bauernschinken darauf. Raffeln Sie verschiedene Käsesorten, die Sie noch im Kühlschrank haben, wie Gruyère, Tilsiter oder Emmentaler. Belegen Sie den Schinken mit Käse und legen die belegten Brote auf ein Blech in den Backofen. Rösten Sie die Brote so lange, bis der Käse geschmolzen und ein wenig golden ist. In der Zwischenzeit bereiten Sie verlorene Eier zu. Legen Sie auf jeden Toast ein Ei und würzen mit Salz und Pfeffer. Streuen Sie einige Thymianblättchen darüber und geniessen den Croque mit einem Wintersalat

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3 HOTDOGS MIT AVOCADO UND SPECK
Auch Hotdogs können elegant daherkommen. Diese hier tragen ein knuspriges Kleid von Speck und kommen mit Avocado in die Brötchen.

Und so gehts: Wickeln Sie Würstchen wie Wiener in Specktranchen und braten sie sorgfältig rundum knusprig. Bereiten Sie eine Guacamole zu. Dafür schälen Sie 3 Avocados und schneiden sie in kleine Würfel. Entfernen Sie die Kerne von 2 Tomaten und schneiden die Tomaten in kleine Würfel. Einen halben Peperoncino, 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe fein hacken. Alles zusammenwischen, den Saft einer Limone und 1 Handvoll gehackten Koriander untermischen. Würzen mit Salz, Cayennepfeffer und gemahlenem Kreuzkümmel. Nun toasten Sie kleine, halbierte Brötchen kurz im warmen Backofen und geben die Würstchen und die Guacamole in die Brötchen.  

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4 PIZZA MIT ANANAS, GORGONZOLA UND SCHINKEN
Oft sehe ich beim Einkauf im Supermarkt wie Menschen Tiefkühlpizza kaufen und stelle mir einen traurigen Znacht vor. Denn Pizza kann man schnell, einfach und besser selber machen. Versuchen Sie diese amerikanische Version mit Ananas. (Bild über: Baker by nature)

Und so gehts: Belegen Sie einen ausgerollten Pizzateig mit Mozzarella und Gorgonzola. Legen Sie Schinkentranchen darauf und frische Ananasstücke, mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen. Im auf 250 Grad vorgeheizten Backofen ca. 10 Minuten backen. 

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5 HOMEMADE CHICKEN NUGGETS
Fast Food, das zu Hause zubereitet wird, schmeckt besser. Wie bei diesen Chicken Nuggets können Sie ihm mit guten Zutaten Raffinesse geben. (Bild über: Pbs)

Und so gehts: Schneiden Sie Pouletbrüstchen in Würfel. Mischen Sie mit Paniermehl vom Bäcker, gehackten Kräutern, wie Thymian, Rosmarin und Salbei, und Cayennepfeffer eine Panade. Verquirlen Sie ein Ei. Würzen Sie die Pouletstücke mit ein wenig Salz und Pfeffer und wenden sie in ein wenig Mehl, dann im Ei und dann in der Panade. In Olivenöl rundum knusprig braten. Auf Haushaltspapier legen, um Fett aufzusaugen. Mit Ketchup oder Zitronenschnitzen servieren. 

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6 GLACE IM CORNET
Für den süssen Gluscht ist Glace immer eine gute Idee. Kaufen Sie Waffelcornets und servieren Glacekugeln im Cornet und das Cornet in einem Glas. Wer will, kann die Glace in gehackten Nüssen, Schokosplittern, Kokosraspeln oder zerbröselten Biskuits wenden. (Bild über: Completely delicious)