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10 Ideen, die das Leben vereinfachen

Marianne Kohler am Samstag den 28. Februar 2015

Wohnen hat so seine Tücken. Nicht immer finden wir die richtige Lösung für ein bestimmtes Problem. Das macht den Alltag schwieriger und unsere Wohnung nicht so hübsch, wie wir sie gerne hätten. Die folgenden 10 Ideen sind genial, einfach und helfen, mehr Ordnung, Platz und Eleganz in die Wohnung zu bringen. 

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1 GEBEN SIE DEN SCHUHEN EIN ELEGANTES ZUHAUSE
Schuhe bewahrt man am besten in Boxen auf. Doch sind nicht alle Schuhboxen praktisch oder schön. Ikea ist stark im Stauraum- und Organisationsbereich. So gibt es denn diese praktischen Schuhboxen, die Hyfs heissen und in verschiedenen Grössen erhältlich sind. Sie passen eigentlich zu bestimmten Schranksystemen, aber ich finde, dass sie aufeinandergetürmt auch sehr chic wirken. 

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2  VERBINDEN SIE ORDNUNG UND STIL MIT EINEM TABLETT 
Ein Wohnaccessoire, das ich bei jedem Interior-Fotoshooting dabei habe, ist das Tablett. Denn es ist ein Alleskönner. Mit einem Tablett kann man simpel die unterschiedlichsten Dinge zusammenhalten. Und vieles, was bei einem Shooting funktioniert, geht auch zu Hause – das hat die Interiorfotografie der Modefotografie voraus ... Aber zurück zum Tablett und zu den Dingen, die es kann: Bücher auf dem Couchtisch ordentlich präsentieren, Vasen, Duftkerzen und Dosen praktisch zusammenhalten, ebenso Beautyartikel im Bad, Schmuck auf dem Nachttischchen, Fernbedienungen, Kerzen und Windlichter und vieles mehr. (Bild über: The every girl)

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3 HELFEN SIE SPAREN MIT GUTER ORGANISATION 
Ich kämpfe immer ein wenig mit meinem Kühlschrank. Kaum ist er sauber, ist er schon wieder klebrig oder ich entdecke Kräuterresten im Getränkefach. Auch teilt sich bei mir die Schokolade mit der Mayonnaise ein Abteil – wieso genau weiss ich auch nicht. Dazu kommt, dass ich gewisses Gemüse in der Gemüseschublade vergesse und oft zu viel einkaufe. Mein neues Vorbild ist nun ganz klar dieses Innenleben eines Kühlschranks, entdeckt auf Hsw. Hier stimmt alles. Es sieht nicht nur ordentlich aus, sondern hilft zu sehen, was man wirklich hat. Die Lebensmittel sind übersichtlich in transparenten Boxen organisiert. Das verhindert falsche Einkäufe, inspiriert, mit dem zu kochen, was man da hat, und hilft damit sogar zu sparen. 

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4 WÄHLEN SIE HOCKER, DIE SICH UNTERSCHIEBEN LASSEN
Die meisten Küchen in Mietwohnungen sind klein und bieten, wenn überhaupt, nur wenig Platz für einen Frühstückstisch, und praktisch gar keinen für Stühle dazu. Wählen Sie Hocker! Denn Hocker lassen sich gut unter den Tisch schieben und nehmen so zwischen den Mahlzeiten keinen unnötigen Platz weg. (Bild über: Trendspanarna)

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5 BRINGEN SIE MIT EINEM TEPPICH STIL IN DIE KÜCHE
Teppiche werden oft unter- oder überschätzt. Zum Ersten: Ihre Wirkung ist wirklich phänomenal und zum Zweiten: Sie sind gar nicht heikel –  Wolle reinigt sich nämlich selbstständig. Teppiche schaffen im Nu ganz viel Wohnlichkeit und das nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch in Räumen, an die man nicht zuerst denkt – zum Beispiel in der Küche. In meiner Einbauküche ist ein Linoleumboden im gleichen Grauweiss wie die Schrankverkleidungen ausgelegt. Seit ich einen alten Ikeawollwebteppich, der im Wohnbereich durch ein edleres Exemplar ersetzt wurde, in der Küche platziert habe, ist diese superwohnlich geworden, hat an Stil gewonnen und der Teppich bleibt, man staune, sauber! In dieser Küche, gesehen auf Desire to inspire, sorgt ein Orientteppich für erstaunlich viel Stil, Farbe und Persönlichkeit. 

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6  NUTZEN SIE DIE SCHRANKINNENSEITEN 
Schränke geben unseren Küchensachen, den Kleidern und vielem mehr einen Platz. Richtig eingeräumt, lassen sie uns auch alles schnell finden. Einen Platz, den wir zu wenig nutzen, ist die Innenseite der Schranktüre. Da können zum Beispiel haftbare Couverts helfen, wichtige Papiere, Listen, Post oder Inspirationen bereitzuhalten. Die Post-it Pocket von 3M sind genau zu diesem Zweck entwickelt worden. 

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7  BEFÖRDERN SIE KLEINE DINGE IN DIE ZWEITE ETAGE
Ansprechend sind auch die Produkte, die wir für die Schönheit benutzen, wie Parfüms, Make-up oder Badeartikel. Und weil sie so schön sind, lassen wir sie gerne sichtbar rumstehen. Doch das wiederum ist wegen Platzmangels oft nicht so schön und vor allem nicht besonders praktisch. Die Lösung kommt aus der Küche und heisst Tortenplatte. Sie bietet hübschen, kleinen Dingen ein Podium, macht sie besser sicht- und auffindbar und nimmt dazu noch wenig Standplatz weg. (Bild über: Stylecaster)

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8  HOLEN SIE SICH EINE HAUSHALTHILFE AUF ROLLEN
Ja, das mit den Haushilfen ist so eine Sache. Viele sind unzuverlässig, nicht besonders attraktiv oder versprechen Dinge, die sie nicht können. Dieser kleine Wagen aber spielt seine Rolle perfekt. Er ist keine Maschine, auch kein unbeteiligter Rumsteher, sondern ein patenter kleiner Kerl, der immer dort steht, wo er gerade gebraucht wird, alles schluckt und bereithält und dabei erst noch toll aussieht. Er nimmt auch Jobs in anderen Räumen an: etwa im Badezimmer, im Büro oder im Kinderzimmer. (Bild über: Style me pretty)

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9 MACHEN SIE MEHR AUS IHRER GARAGE
Die Garage ist wie ein riesengrosser Extraschrank, der alles schluckt – aber nicht immer alles wieder rausgibt. Das aus dem einfachen Grund, weil die Dinge, die in der Garage landen, oft unpraktisch gestapelt werden oder  sich so tief in einer Ecke verloren haben, dass es zu viel Mühe macht, sie da herauszubringen. Mit ein wenig Holz aus dem Baumarkt und einfachen Hilfsmitteln wie Gummischnüren bleiben Bälle, Sportsachen und anderes Garagenfutter an einem gut erreichbaren Platz.

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10 BRINGEN SIE ELEGANZ AUCH IN DEN KLEINSTEN RAUM
Auch die kleinen Orte benutzen wir täglich. Ein guter Grund, sie ein wenig herauszuputzen. Dafür eignet sich zum Beispiel ein «halber» Tisch, den man an die Wand schrauben kann und der Ablagefläche bietet für Blumen und dekorative Dinge. Darunter passen ein stilvoller Papierkorb und der Toilettenpapierspender. (Bild über: Southernhospitalityblog)

Ein Holzhaus mit Sauna

Marianne Kohler am Freitag den 27. Februar 2015

Dieses schlichte, aber raffinierte Holzhaus befindet sich in Kanada und ist ein privates Ferienhaus. Ein Drittel der Fläche ist einem Spa gewidmet, der Rest bietet flexiblen Wohnraum für die Familie und viele Gäste.

Archietektur: Yh2 Architecture

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Das Ferienhaus La Luge steht mitten in einem Wald in Quebec. Als Baumaterialien dienten unterschiedliche Hölzer wie Zeder, Eiche und Walnuss. 

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Der Innenbereich wirkt gemütlich, offen und sanft und bietet dank der grossen Fensterfronten Aussicht in den umliegenden Wald. 

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Unterschiedliche Ebenen, Verschachtelung und die Möglichkeit, Räume durch Schiebetüren zu verändern, sind die Hauptmerkmale des Innenausbaus. 

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Wichtig ist der Spabereich mit Sauna und kleinem Pool auf der Veranda.

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Das Haus, gebaut um den kanadischen Winter zu geniessen, bietet viel Privatsphäre und ist wie ein kleines Nest inmitten des Waldes.

 

 

 

 

Schnell, gut und günstig

Marianne Kohler am Donnerstag den 26. Februar 2015

Überall ist Sparen angesagt! Der Euro, die schlechte Wirtschaftslage, die Schnäppchen in allen Läden ... Aber Sparen geht auch auf die feine Art – zum Beispiel mit diesen fünf einfachen, schnellen Rezeptideen.

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1 KARTOFFELSTOCK MIT BRATWURST
Viele Sonntage wollte ich über deftige Gerichte schreiben und dann schien die Sonne rein und Frühlingsstimmung kam auf. Das ist diesen Sonntag nicht der Fall, vor dem Fenster ist alles weiss und grau. Ob das nun so bleibt oder nicht, Kartoffelstock mit Bratwurst ist auf jeden Fall eine köstliche Mahlzeit, geht schnell, ist unkompliziert und günstig. (Bild über: Mowielicious)

Und so gehts: Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden, im Salzwasser weich kochen. Ich nehme immer ein wenig Bouillon, dann wird der Kartoffelstock nach meinem Geschmack. In der Zwischenzeit Bratwürste anbraten und warm stellen. Falls viel Fett in der Pfanne bleibt, es mit dem Löffel herausnehmen und dafür ein wenig Butter hineingeben, Schalotten in Ringe schneiden und im restlichen Bratfett mit der Butter leicht anbräunen. Ein wenig Mehl darüberstäuben und mit einem Glas Rotwein ablöschen. 1 Glas Bouillon dazugeben und gut verrühren. Wenn die Kartoffeln weich gekocht sind, Wasser bzw. Bouillon abgiessen und die Kartoffeln verstampfen. Ein gutes Stück Butter mit 1 Glas Milch aufkochen, mit Muskatnuss würzen und dann mit den gestampften Kartoffeln vermischen. Kartoffelstock mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Bratwürste aus dem warmen Ofen nehmen, Kartoffelstock auf Teller verteilen, die Bratwürste darauf und Sauce darübergeben.

Tipps:
  • Ersetzen Sie den Kartoffelstock mit einer Polenta
  • Mischen Sie frische Kräuter wie Schnittlauch  in den Kartoffelstock
  • Pürieren Sie die Sauce in einer Küchenmaschine

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2 KARTOFFELN UND GEMÜSE
Gerichte, bei denen alles zusammengemischt wird, ergeben gute und unkomplizierte Abendessen. (Bild über: Heather Christo)

Und so gehts: Machen Sie Gschwellti, am besten mit kleinen Raclettekartoffeln. Schneiden Sie eine Zwiebel in Ringe und grüne Spargeln sowie eine Chorizowurst in Stücke und hacken Sie eine oder zwei Knoblauchzehen fein. Geben Sie ein wenig Olivenöl in eine grosse, tiefe Bratpfanne und braten Sie die Chorizo mit den Zwiebeln an, bis sich das Fett aus der Wurst löst, dann geben Sie den Knoblauch und die Spargeln sowie 1 Kaffeelöffel Paprika bei und dünsten alles sanft, etwa 5 Minuten. Nun kommen die gekochten Kartoffeln in die Pfanne. Vermischen Sie sie gut mit den übrigen Zutaten. Mit Salz und Pfeffer würzen, frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch darüberstreuen.

Tipps:
  • Sie können statt grüner Spargeln auch grüne Bohnen nehmen. Diese müssen Sie aber kurz weichkochen
  • Oder ersetzen Sie die Spargeln mit Peperonistreifen
  • Als Kräuter passen auch frische Thymianblättchen oder Koriander
  • Je nach Kartoffeln müssen Sie sie schälen und in kleinere Stücke schneiden

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3 SPAGHETTI MIT ERBSEN
Wenn es schnell gehen muss ist eine Pasta immer gut. Derzeit gibts in meinem Quartierladen wieder frische Erbsen, das Gericht geht aber genauso gut mit tiefgefrorenen Erbsen. (Bild über: Blog.lot18)

Und so gehts: Spaghetti oder Linguine al dente kochen. Rahm aufkochen und mit ein wenig Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Gemüsebouillon würzen. Erbsen dazugeben und alles langsam köcheln. Die abgeriebene Schale einer Zitrone dazugeben, Sauce mit der abgetropften Pasta vermischen. Mit geriebenem Parmesan, Pecorino oder Sbrinz servieren. 

Tipps:
  • Servieren Sie eine Handvoll Brunnenkresse dazu
  • Mischen Sie frische Kräuter bei wie Schnittlauch oder Basilikum

 

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4 FRITTATA MIT SPINAT UND ZWIEBELN
Ich mache viel zu wenig Frittata – einfach, weil ich nicht daran denke, dabei ist es eine so gute und einfache Mahlzeit, für die man vieles verwerten kann. (Bild über: Relayfoods)

Und so gehts: Dünsten Sie in einer grossen Pfanne eine zerdrückte Knoblauchzehe und einen halben Peperoncino in Olivenöl an, geben Sie gewaschenen und gerüsteten Spinat bei. Gut vermischen und den Deckel auf die Pfanne geben. Einige Minuten dünsten, bis der Spinat zusammenfällt, abkühlen lassen. Zwiebeln oder Schalotten in Streifen schneiden und in Butter anbraten, zur Seite stellen. Peperoncino und Knoblauch aus dem Spinat nehmen, den Spinat ausdrücken. Den Spinat in einige verquirlte Eier geben, dazu ein wenig Käsewürfel wie Feta, Ziegenkäse oder Frischkäse – einfach was sie gerade im Kühlschrank haben. Würzen mit Salz und Pfeffer und ein wenig Muskatnuss. Dann geben Sie die Eiermischung zu den Schalotten in der Bratpfanne, vermischen alles gut und geben die Frittata in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen und backen Sie sie in ca. 10–15 Minuten fertig.

Tipps:

  • Servieren Sie die Frittata mit einem knackigen Salat
  • Frittate geben auch einen guten Brunch ab

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5 HÖRNLIGRATIN MIT TOMATEN UND MOZZARELLA
Gerichte, die man in den Ofen schieben kann, kochen sich ganz alleine tischfertig. In der Zwischenzeit können Sie die Küche aufräumen und einen Apéro geniessen – ein richtiges kleines Alltagsfest! (Bild über: Simply delicious)

Und so gehts: Kochen Sie Hörnli al dente. Mischen Sie Rahm mit geraffeltem Käse – hier gehen so ziemlich alle Sorten, die Sie gerade im Kühlschrank haben. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Vermischen Sie die Hörnli mit der Rahm-Käsemischung. Schneiden Sie Tomaten und Mozzarella in Scheiben, zerreissen Sie einige Basilikumblätter. Nun geben Sie eine Schicht Hörnli in eine Gratinpfanne, legen einige Mozarellascheiben und Tomatenscheiben darüber und ein wenig von dem Basilikum. Wiederholen Sie den Prozess und schliessen Sie mit Tomatenscheiben ab. Im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen. 

Tipps: 

  • Das Ganze geht auch mit anderer Pasta: Fusilli, Maccheroni oder Penne
  • Für eine Extraportion Gemüse mischen Sie Erbsen oder Spinat in die Rahmkäsemischung

 

 

 

Auszug aus dem Paradies

Marianne Kohler am Dienstag den 24. Februar 2015

Diese Homestory ist eine Abschiedsgeschichte: 21 Jahre lang wohnte Gabriela Panchaud mit ihrer Familie in dem schönen Einfamilienhaus zwischen Wald und Wohnquartier in Gockhausen bei Zürich. Nun sind die Kinder erwachsen, ein Enkelkind ist auch schon da, und Gabriela und ihr Mann Reto entschlossen sich, das Haus zu verkaufen und in die Stadt zu ziehen. 

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Für Gabriela Panchaud, deren Haus Rita kannte, ist dieser Beitrag so etwas wie ein Abschiedsgeschenk. In diesem Frühling ziehen sie und ihr Mann Reto, der Ökonom ist, aus. So besuchten wir Gabriela Panchaud an einem sonnig sanften Tag im letzten Herbst und fanden das Haus im allerschönsten Licht. Das aussergewöhnliche, naturnahe Haus wurde Mitte der 80er-Jahre vom Atelier Neuenschwander gebaut. Gründer Eduard Neuenschwander (1924–2013) gehört zu den bedeutenden Architekten der Schweiz und hat in den 50er-Jahren in Gockhausen interessante Bauprojekte wie Künstlerateliers, Einfamilienhäuser und Landschaftsgärten umgesetzt. Dazu gehört auch das Architekturbüro Atelier Neuenschwander, das nun seinem Sohn, dem Architekten Matti Neuenschwander gehört. Matti Neuenschwander war verantwortlich für den Bau des Hauses der Panchauds.

Das Haus war perfekt für das Familienleben der Panchauds. Gockhausen liegt unmittelbar bei Zürich, bietet aber viel Naturnähe und ein kinderfreundliches Umfeld. Da dieser Abschnitt des Lebens nun vorbei ist, hat sich das Paar entschlossen, die Zelte in der Vorstadt abzubrechen und mitten in die Stadt zu ziehen, in eine Eigentumswohnung an der Europaallee. Gabriela erklärt: «Mit drei jungen Erwachsenen im Haus standen wir immer mitten im Leben. Jetzt, da alle ausgezogen sind, ist der Alltag hier eher ruhig und beschaulich geworden. Mit dem Umzug in die Stadt möchten mein Mann und ich wieder näher am Geschehen sein, ein urbanes Leben führen und den Puls der Zeit stärker spüren.» 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Natur, der Garten und der Wohnbereich fliessen zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Denn der Garten ist gelungene Landschaftsarchitektur mit kleinem Teich, grossen Bäumen, viel Grün und unterschiedlichen Ebenen. Eduard Neuenschwander hat frühe Lehrjahre in Finnland bei Alvar Aalto absolviert. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz liess er sich in Gockhausen nieder und hat da die Landschaft so umgestaltet, dass die Lebendigkeit der Natur in starkem Bezug zur organischen Asymmetrie seiner Häuser steht. Der Garten der Panchauds ist auch in diesem Stil gehalten: Ein natürlicher Bach fliesst mitten hindurch und wurde in der Mitte zu einem Teich aufgestaut, mit grossen Steinblöcken wurden unterschiedliche Ebenen geschaffen, und überall wachsen Bäume, Blumen und Sträucher. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Architektur zeigt die typischen Merkmale der 80er-Jahre: einen sanft postmodernen Stil, Rundungen und eine gelungene Verbindung von Beton, Holz und Stahl. Der kleine Balkon hat Multifunktion: Er bietet einen direkten Ausgang von der Küche in den Garten, ein kleines Vordach für den Parterre-Ausgang und ein Gerüst für die prächtige Glyzinie. Die im Frühjahr lila blühende Kletterpflanze wächst auch noch im Eingangsbereich, dort zusammen mit einer rosa Klematis.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Blau zeigt sich draussen und drinnen als Akzentfarbe. So ist eine Wand in der Küche in einem Stahlblau lackiert, ein guter Gegensatz zum warmen Holz der Fensterrahmen und Möbel. Ein grosser Holztisch mit passenden Stühlen ist parallel zum grossen Fenster platziert. Die Wohnküche hat etwas von einem gemütlichen Bistro, da passt die Tageszeitung, die an einem Holzhalter neben getrockneten Blumen am Fensterrahmen hängt, perfekt.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Aussergewöhnlich und passend zu den Rundungen der Architektur ist der Kochherd. Er steht als Kochinsel mitten im Raum, gross, rund und mit Abzugshaube und Platz für Pfannen versehen. «Das Schöne an diesem Herd ist, dass man hier auch wunderbar zusammen kochen kann», so Gabriela. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Der Innenausbau des Hauses ist raffiniert, offen und auf unterschiedlichen Ebenen angelegt. So sitzt das Wohnzimmer sozusagen über der Küche. Überall im Haus ist mit Kunst, Wohnaccessoires, Pflanzen und Blumen Wohnlichkeit entstanden. Nichts deutet darauf hin, das ein baldiger Umzug ansteht. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Sitzecke im Wohnzimmer mit Sofa, Ledersessel, grossem Hocker und Couchtisch wird mit einem Milieuteppich als Insel zusammengehalten.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Balustrade, über die man in die Küche sieht, bietet Stau- und Ausstellungsraum für Musikanlage, Schallplatten, Bücher, Pflanzen und viele Windlichter. Das Zentrum ist ein grosses Cheminée mit einer edlen, handgemachten Metallverschalung.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Ein grosses Fenster mit Holzrahmen und ein kleiner Balkon öffnen den Blick in den wunderschönen, natürlichen Garten. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Zwischen den sich rot färbenden Weinranken, die das Balkongitter und einen Teil der Fassade umhüllen, sieht man in den Garten, der sich hier im goldenen Licht in allerschönster Pracht zeigt. Im Zentrum steht eine alte Trauerweide, die mit ihren langen herabhängenden Zweigen den Teich zu küssen scheint.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Sehr schön spielt auch das Oberlicht in den Räumen und sorgt für eine sanfte, helle Stimmung. Hier sehen wir den Haupteingang ins Haus, der gleich in die Ebene mit dem Wohnzimmer führt. Ein schmaler Gang mit Steinboden führt um die Ecke in ein Zimmer, das als Arbeitszimmer genutzt wird. Auch ist da ein Gästebad.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Wand, die den Wohnraum vom Eingangsbereich abtrennt, haben die Panchauds für ein Bücherregal genutzt. Davor ist mit Sessel, Beistelltisch und Stehleuchte eine Leseecke eingerichtet. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Im Untergeschoss befinden sich die privaten Räume wie Schlafzimmer und Bäder. Alles ist mit einem warmen Holzboden aus weissgewaschener französischer Eiche ausgelegt, und in den Durchgängen sorgen hübsch eingerichtete Nischen für Wohnlichkeit. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Das Haus, in dem meist fünf bis sechs Personen wohnten, hat nun Zimmer, die nicht mehr so viel genutzt werden. Der grösste Raum dient Gabriela, die als Yogalehrerin arbeitet, für ihre Übungen. Sie gibt Stunden in Räumlichkeiten im Zürcher Seefeld und plant auch regelmässige Yogatage in Mallorca. Dort hat die Familie zusammen mit einem befreundeten Paar ein Ferienhaus. Die beiden Parteien haben eigene Wohnungen, teilen sich aber die Küche. Die Idee, Yoga mit einer kleinen Reise zu verbinden, kommt gut an. Es ist ungezwungen und findet immer dann statt, wenn sich fünf bis sechs Personen zusammengefunden haben. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Ein Bad, bei dem man das Gefühl hat, draussen in der Natur zu sein. Gabriela hat diesen Eindruck noch mit Topfpflanzen auf dem Sims bei der Wanne verstärkt.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Gartenanlage zeigt Büsche und Sträucher, die mit Farben und unterschiedlichen Blattformen das Auge verwöhnen. Dazwischen blühen saisonal unterschiedliche Blumen. Über allem bieten grosse Bäume ein natürliches Dach und schaffen den optischen Zusammenhalt mit dem nahen Wald. So bekommt man das Gefühl, dass der Garten ein Paradies ohne Grenzen sei.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Das unebene Gelände wurde geschickt und harmonisch mit Steinen unterteilt. Idyllisch, und fast wie ein kleines Sommerhaus am See, wirkt das Gartenhaus am kleinen Teich.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Hier sieht man vom Eingangsbereich ins Büro, wo Gabriela gerade Böden und Kacheln für ihre neue Stadtwohnung aussucht. Der Abschied fällt ihr, trotz der Freude auf den Neubeginn, schwer. Bei der Suche nach Käufern, ist es ihr ein grosses Anliegen, dass neue Bewohner in diesem Haus auch so glücklich werden, wie sie es gewesen ist mit ihrer Familie. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die sanfte Melancholie der Jahreszeit passt zum Abschied der Panchauds von ihrem naturnahen Haus, das hier zwischen den farbigen Weinblättern hervorschaut und sich auf eine neue Familie freut.