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Red Bull und die Albtraumliga

Alexander Kühn am Samstag den 21. April 2012
Stierisch ernst: So präsentiert sich die 1. Mannschaft von RB Leipzig auf der Vereinswebsite.

Stierisch ernst: So präsentiert sich die 1. Mannschaft von RB Leipzig auf der Vereinswebsite.

Dietrich Mateschitz, der Chef des Energydrink-Herstellers Red Bull, ist es gewohnt, dass alles zu Gold wird, was er anfasst. Erst recht nach dem zweiten Weltmeistertitel für sein Formel-1-Team um Sebastian Vettel im vergangenen November. Der Red-Bull-Masterplan zur Eroberung des deutschen Fussballs funktioniert aber auch rund drei Jahre nach der Gründung des Retortenvereins Rasenballsport Leipzig hinten und vorne nicht. Zwar begann die Saison für RB mit dem Sieg über das VW-Spielzeug VfL Wolfsburg in der 1. Runde des DFB-Pokals glänzend, in der viertklassigen Regionalliga Nord liegen die Leipziger aber fünf Runden vor Schluss vier Punkte hinter dem einzigen Aufstiegsplatz zurück. Trotz des renommierten Trainers Peter Pacult und erfahrenen Profis wie dem österreichischen Nationalstürmer Roman Wallner oder Pekka Lagerblom, der zwölfmal das Trikot der finnischen Auswahl trug und in Deutschland auf 25 Einsätze in der 1. Bundesliga kam.

Die Verantwortlichen in Leipzig machen kein Geheimnis daraus, dass ihr Ziel mittelfristig 1. Bundesliga und langfristig Champions League heisst. Wenn der starke Regionalliga-Tabellenführer Hallescher FC um den früheren Nürnberger Bundesliga-Profi Maik Wagefeld nicht noch empfindlich einbricht, werden die Gegner von RB in der kommenden Saison aber weiter Germania Halberstadt, TSV Havelse oder ZFC Meuselwitz heissen. Gegen die Mannschaft aus dem thüringischen 11'000-Einwohner-Örtchen Meuselwitz kassierten die Leipziger vor zwei Wochen zu Hause eine wohl verhängnisvolle 0:1-Niederlage. Krasser als an diesem Tag kann die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei den steinreichen fussballerischen Sendboten des Red-Bull-Konzerns kaum zutage treten. Bayern München oder Borussia Dortmund sind sportlich Lichtjahre entfernt.

Das Problem der RB-Equipe, die im vergangenen Jahr gegen den Chemnitzer FC im Aufstiegsrennen den Kürzeren zog, liegt auf der Hand. Gegen den Krösus der Regionalliga Nord ist jedes Team motiviert, als handle es sich um einen Pokalfight mit dem FC Bayern. Den reichen Emporkömmlingen gönnt keiner den Erfolg, einem Traditionsverein wie Chemnitz oder Halle dagegen schon. Ein Team, das sich gegen Leipzig zerreisst, legt sich gegen Halle nach einem Rückstand vielleicht nicht mehr ganz so fest ins Zeug. Heute Nachmittag muss RB beim Tabellendritten Holstein Kiel antreten, dem Lieblingsclub des Comic-Helden Werner. Die Kieler haben bei zwei Punkten Rückstand auf Leipzig selbst noch eine kleine Chance auf den Aufstieg in der 3. Liga.

«Schwule Sau»: So konterte Trainer Pacult den verbalen Angriff eines St.-Pauli-Fans. (Keystone)

«Schwule Sau»: So konterte Trainer Pacult den verbalen Angriff eines St.-Pauli-Fans. (Keystone)

Zum sportlichen Krebsgang kommen bei RB in schöner Regelmässigkeit peinliche Geschichten über das Fehlverhalten des Personals. Zuletzt geriet Trainer Pacult ins Kreuzfeuer der Kritik, weil er gemäss übereinstimmenden Berichten von «Bild» und «Hamburger Morgenpost» beim Spiel gegen die Amateure des FC St. Pauli Anfang April einen Anhänger der Hansestädter als «schwule Sau» beschimpfte. Der Fan habe ihn zuvor provoziert und einen «schwulen Österreicher» genannt, rechtfertigte sich Pacult. Es habe während des Spiels weitere Beleidigungen gegen ihn und seine Spieler gegeben, selbst körperliche Angriffe seien nicht ausgeblieben.

Im Juli 2010 hatte sich die Presse in Sachsen genüsslich über verbotene Besuche von RB-Spielern in der Mensa der Leipziger Universität hergemacht. Mehrere der fürstlich entlohnten Fussballer verschafften sich mittels geliehener Chipkarten eines der vom Staat subventionierten Tagesmenüs zu Preisen zwischen 1.50 und 3.50 Euro. Von Betrug am Steuerzahler war die Rede, Werbung für Red Bull sieht anders aus.


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32 Kommentare zu „Red Bull und die Albtraumliga“

  1. Emil Gross sagt:

    Spitzentrainer verdienen ja in der Regel sehr viel Geld und da sind in dem Gehalt Beschimpfungen inbegriffen,….. aber ALLES muss man sich ja auch nicht gefallen lassen. Denn sehr viele “sogenannte Fan”, führen sich unglaublich schlecht auf.
    Das ist auch der Grund, dass ich niemals mehr an solche Veranstaltungen gehe! Zu blöd und zu gefährlich !

  2. Hansi Hintersteher sagt:

    Red Bull ist eh doof und langsam ausgelutscht. – Weiss nicht, weshalb immer noch soviel Wind um diese Marke gemacht wird. Wofür steht Red Bull denn heute? – Für das Getränk der Uncoolen und der Deppen? Interessiert doch wirklich keinen mehr.

    • Der Boss sagt:

      Das hat Hansi aber ausgezeichnet auf den Punkt gebracht!!!! Danke. Dem ist gar nichts mehr beizufügen

    • Nino sagt:

      Red Bull ist das Gegenteil von ausgelutscht. Der Sport lebt von Sponsoren, ich wünschte mir Red Bull als Sponsor im Schweizer Fussball. Red Bull Super League und Red Bull Challange League. Noch besser Red Bull als Sponsor bei YB, Lausanne, Servette, GC, FCZ, St.Gallen, Lugano, Bellinzona, da ist bereits Tradition vorhanden und innerhalb 1-2 Jahren könnte eine grosse Mannschaft wachsen. Warum nicht mal im Tessin investieren, Lugano oder Bellinzona? -das wäre geil!

      • Mark M. sagt:

        Das Problem ist: Red Bull steigt nicht einfach als Sponsor ein, sondern will die Vereine gleich übernehmen.

        Sehe nicht, warum der Konzern nach Österreich, Deutschland und den USA ausgerechnet im Mikro-Markt Schweiz einen ganzen Fussballverein betreiben sollte.

        Übrigens hiessen die Vereine dann nicht mehr AC oder FC sondern Red Bull Bellinzona, Red Bull Lugano, sie würden nicht mehr im Stadio Comunale oder im Stadio Cornaredo auflaufe, sondern im Stadio Red Bull und auch nicht mehr in weinrot-hellblau und schwarz-weiss, sondern in den Farben der Red-Bull-Dose. Jetzt überlegt mal, es beträfe nicht Bellinzona oder Lugano, sondern den Club Eures Herzens …. Basel, Zürich, GC, YB, Servette, Luzern., St. Gallen….

        Ich glaube nicht, dasss man einen Fussballverein in der Schweiz nach einem Gummibärli-Getränk benennen kann, wir sind hier noch nicht ganz soweit wie in Österreich.

        • Nino sagt:

          @Mark M. : Red Bull Salzburg…..! Österreich und die Schweiz haben ziemlich gleich viele Einwohner, also beide im Mikro-Markt Bereich. Jeder Schweizer Club bzw. jeder Verein der Welt wäre froh um Sponsoren wie Red Bull. Aus der Region Lugano liesse sich einiges bewegen, Italien ist gleich um die Ecke. Die Clubs würden dann Red Bull sowieso über die Grenzen bekannt machen. Klar hat eine Investition von Red Bull immer einen wirtschaftlichen Hintergedanken, in der Schweiz ist das Geld gut angelegt!

          • Mark M. sagt:

            Mateschitz ist Österreicher, Red Bull ist ein österreichischer Konzern. Deswegen auch das erste Fussball-Engagement in Salzburg. Wäre Mateschitz Luxemburger oder Faröer gäbe es einen Red-Bull-Verein in Luxemburg oder auf den Faröer-Inseln. Abgesehen davon: Ich kann mir wirklich effektivere Investments vorstellen als in den Tessiner Fussball.

          • Herbert Welter sagt:

            Nur das Red Bull nicht aus der Schweiz kommt, sondern aus Österreich.

          • Walter Gartmann sagt:

            Red Bull mag eine österreichische Firma sein. Aber ein Grossteil der Produktion wird in der Schweiz abgefertigt. Red Bull ist zusammen mit Nespressokapseln der Exportschlager im Lebensmittelbereich der Schweiz. Da können Schoggi und Käse einpacken.
            Somit wäre ein Red Bull Projekt in der Schweiz nicht so abwegig …

    • Franz Melliger sagt:

      Das wird auch der Grund für die jährliche Abnahme des Umsatzes…. aber Moment!

    • Mat sagt:

      Red Bull mag in deinen Augen doof sein. Ich mag es schlicht und einfach nicht. Ich kann das Zeug nicht trinken. Aber ich arbeite in einem Shop und der Umsatz der mit Red Bull erzielt wird, wiederspricht deiner Aussage komplett, wonach Red Bull uncool sein soll. Wenn du recht hast, dann scheint mir die Mehrheit der Menschen Deppen zu sein.

      • Thomas Luchs sagt:

        Er hat aber recht! Schau mal, wer Red Bull trinkt! Red Bull ist das Benzin der Uncoolen (gilt übrigens für alle Energy-Drinks)!
        Und es ist ein offenes Geheimnis, dass unsere Gesellschaft mehrheitlich aus Uncoolen besteht.
        Darum sind Salzburg, Vettel, Crashed Ice und Stierkampf-Motocross auch nicht cool, sondern uncool. Mit einer grossen (uncoolen) Anhängerschaft.

  3. Nino sagt:

    Red Bull Leipzig? Auf die hat doch niemand gewartet. Dieses Thema ist wohl mehr Regional in Deutschland interessant. Warum investiert RB in einen 4. Liga Verein? In der Schweiz entspricht das Red Bull Affoltern am Albis.

    • Luca sagt:

      Eben nicht!
      Leipzig hat mehr Einwohner als Zürich aber keinen Verein im deutschen Profifussball.
      Ausserdem steht seit der WM 2006 ein Topstadion da.
      Eigentlich der perfekte Background und Infrastruktur für ein solches Projekt.
      Ausserdem ging es ja darum Logo und Namen im Vereinsnamen zu plazieren. Da hätten sich Vereine mit Tradition aus oberen Ligen sicherlich gewehrt.
      Des weiteren wollte Mateschitz einen Klub ohne Mitglieder. Im Gegensatz zu anderen Vereinen kann man bei RB Leipzig praktisch nicht Mitglied werden (Eine Mitgliedschaft kostet 800 Euro und muss beantragt werden. Sie kann abgelehnt werden. Sie haben nur 9 Mitglieder). Dies bedeutet absoulute Kontrolle eines Vereins aus einer Grossstadt.
      Dumm ist Mateschitz sicher nicht, aber die Methoden sind sehr bedenklich und entsprechen auch nicht dem deutschen Gepflogenheiten im Fussball (z.B. 50+1 Regel).

    • Emil Gross sagt:

      Red Bull wird in der deutschen Regional-Liga investieren, weil dort mehr los ist, als in der Schweiz, in der sogenannten “SUPERLIGA” ? ? Sowieso ein lächerlicher Titel. Nati A & B haben ja nicht mehr genügt… Ausser Basel hat ja kein einziger Klub das Format von der 2. Bundesliga. Auch Zuschauer-mässig !!

    • Mark M. sagt:

      Nachtrag: warum investiert RB in einen unterklassigen Verein?

      1. weil man einen Werbeträger in Deutschland wollte und Leipzig die grösste Stadt in D ist, die fussballerisch nirgends ist, wo es also billig was zu kaufen/aufzubauen gibt. Ausserdem hat die Stadt einen klangvollen Namen, eine grosse Vergangenheit und Zukunft.

      2. Weil man bei Sachsen Leipzig (mittlerweile bankrott) nicht einsteigen konnte und nicht die gleiche Tour durchziehen konnte, wie bei Salzburg mit Umbennenung und Farbwechsel entschied man sich für eine Neugründung

      3. Da die Vereine unterhalb der Regionalliga nicht mehr dem DFB-Lizenzierungsverfahren unterliegen -hier liegt der Hase im Pfeffer -, wurde RB Leipzig gegründet, der das Startrecht SSV Markranstädt für die Oberliga übernahm.

    • Mark M. sagt:

      Ich würde im Profifussball lieber wieder was von FC Lokomotive Leipzig hören. Die haben wenigstens Tradition und spielen glaubs nur eine Liga unter RB Leipzig.

  4. Tradition sagt:

    Hoffentlich geht das für den Traditionsverein der roten Bullen so weiter, bis der alte Mateschitz keine Lust mehr auf sein nächstes Spielzeug hat und den Geldhahn zudreht. Die Bundesliga verträgt keine weiteren Plastikvereine mehr. Bayer, VW und Hoffenheim sind schon mindestens 3 Plastikclubs zuviel. Wenn irgendwann noch Red Bull und Audi dazukommen, dann würden weitere 2 Traditionsclubs weichen müssen. Das braucht wirklich kein Mensch. Diese Clubs untergraben die 50 + 1 Regelung und meinen, mit Geld alles kaufen zu können. Wenn die Gönner dann genug von ihrem Spielzeug haben, dann bleibt nur verbrannte Erde übrig.

    Herr Mateschitz; gründen Sie mit Ihren Red Bull Traditionsclubs eine eigene Weltliga und nehmen Sie gleich noch Bayer Vizekusen, VW Wolfsburg und SAP HoPPenheim mit auf und machen Sie damit die Bundesliga wieder zu dem was sie sein sollte. Im Gegenzug kaufe ich dann jede Woche ne Palette Red Bull.

    • Andy Green sagt:

      Dass man Leverkusen als Nicht-Traditionsverein abstempelt, ist einfach nur ein Witz.

    • Mat sagt:

      Was denkst du, wieso es Bayer Leverkusen 04 heisst? Gegründet 1904 und somit sicher kein Plastikclub. Ein wenig nachdenken, bevor man schreibt würde nciht schaden!

    • Kurt Vogel sagt:

      Informieren Sie sich bitte bevor Sie solchen Müll von sich geben.. Bayer 04 Leverkusen wurde, wie es der Name verrät, 1904 gegründet. Ein 108- jähriger Verein ist kein Traditionsclub? Hell no

      • Steve sagt:

        Genau. Und warum genau heisst es “TSG 1899 Hoffenheim”? Weil Dietmar Hopp’s Urgrossvater schon 1899 den Club mit der unendlichen Tradition gegründet hat?

        • Tradition sagt:

          Das mit dem Nachdenken scheint bei dem ein oder anderen wirklich nicht zu funktionieren. Einige werden sich noch an Bayer 05 Uerdingen erinnern. Tradition seit 1905. Die waren sogar DFB-Pokalsieger 1985. Nachdem Bayer die Lust an dem Spielzeug verloren hatte, sind die bis in die NRW-Liga abgerutscht. Hätte Bayer sich damals für Uerdingen anstatt Leverkusen entschieden, dann wäre Leverkusen in der Versenkung verschwunden. Ohne Bayer und Aushebelung der 50+1 Regelung wäre Leverkusen gar nix. Tradition kann man nicht kaufen. Das ist und bleibt ein Plastikclub.

          • Ruedi von Steiger sagt:

            Aha. Dann handelt es sich beim PSV Eindhoven (Philips), Sochaux (Peugeot) oder Juventus Turin (Fiat) wohl auch nur um Plastikclubs. Ein Werksclub kann über genau so viel Traditon verfügen wie jeder andere Club auch. Dass der deutsche Fussball von der Anzahl der Clubs her vom Westen dominiert wird (BVB, Schalke, Köln, Gladbach usw.), liegt daran, dass dieser in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg die wirtschaftlich stärkste Region Deutschlands war. Die Tradition dieser Clubs beruht somit letztlich auf wirtschaftlich guten Rahmenbedingungen.

  5. Mark M. sagt:

    Nach Hoffenheim und Wolfsburg brauchts nicht noch mehr Retortenvereine in der Bundesliga. Mögen die Rasenballisten ewig viertklassig – oder ginge auch fünftklassig? – bleiben.

    Vivat SV Austria Salzburg!

  6. Konrad sagt:

    Sehr geerte Red Bull Konkurrenz und Fußballliebhaber!

    Bitte unterstützt den Halleschen FC in seinem bemühen den Retortenverein RB Leipzig in seine Schranken zu weisen mit Sponsoring!

    Noch haben wir die 3. Liga Lizenz nicht sicher da wir ein kleiner Verein sind.
    RB soll nicht am Grünen Tisch gewinnen!

    Grüße aus Halle an der Saale

  7. Ralf Doliwa sagt:

    Warum Red Bull nicht im Schweizer Fussball investiert? Weil selbst die deutsche Regionalliga interessanter ist als die Super League und weil selbst in der viertklassigen Regionalliga oft mehr Zuschauer kommen als in der höchsten Schweizer Liga.

  8. eduard sagt:

    Also Red Bull ist super. Wers nicht schnallt ist selber schuld.
    Jeder Sponsor übernimmt den Verein, nur hintenrum. Aber da habt ihr halt
    alle keine Ahnung- vom knallharten Geldgeschäft Profifussball. Red Bull ist da
    wahrlich noch harmlos. Ohne Sponsoren würde Bayern München in der 4. Liga kicken.
    So what? Wenn ihrs ohne Knete wollt, geht doch zu Meuselwitz III. Viel Spaß.

    • Andy Green sagt:

      Ganz genau.
      Ist etwa so wie jetzt alle ManCity hassen, weil dort ein reicher Scheich ein paar Scheinchen locker macht. Als ob die anderen Vereine ohne Investoren und Sponsoren auskommen würden!

      • david sagt:

        ehh.. aber wenn ein Scheich ein ‘paar Scheinchen locker macht’, sehen andere Vereine ganz schön alt aus.

        Das ist doch kein fairer Wettbewerb. Klar, es geht immer darum wer viel Geld hat und es am besten investiert.
        Aber das Beispiel Dortmund, zeigt wie es auch anders gehen kann.

        Man City kauft Stars, wirkliche Problemmenschen die nur stressen und das Team stören. Das ist doch alles nur zusammengekauft und ohne Herz.

        Wenn mein Herz für einen Verein schlägt, dann hat das einen Grund. Wer auf geile Stars steht, soll gern Barca fan oder so sein, aber ich lege da auf andere Werte wert.
        Außerdem will ich nicht, dass mein Verein gegen so ne Allstar Truppe spielen muss. Gegen hoffenheim war ja schon seltsam. Immerhin gings 5:4 aus.

  9. Hans Klemm sagt:

    Ein sehr interessanter Steilpass, der folgende Nachbemerkungen vertragen könnte:

    Eine weitere RB -Niederlage bei dem letzten Spitzeltreffen in Kiel ist noch hinzugekommen, sodass der einstmals anvisierte steile Aufstieg in das Profigeschäft mindestens ein weiteres Jahr auf sich warten lassen muss.

    Die Appelle des Red Bull-Besitzers Mateschitz an alle Medien, das Fußball-Nest in Leipzig behutsam aufzubauen, damit in ein paar Jahren darin Mannschaften der 1. Bundesliga landen und wieder starten können, werden mittlerweile im ganzen Land nur noch lächelnd registriert.
    Dieser stinkreiche Mann soll bereits ca. 500 Millionen €uro weltweit in seine umbenannten Sportobjekte gesteckt haben, um für den Absatz seiner Getränkedosen zu werben.

    Alle Versuche, das erwartete sportpolitische Erdbeben seit der Gründung des ersten deutschen Marketingclubs in der Leipziger Innenstadt endlich erleben zu können, sind somit auch im dritten Anlauf , trotz finanzieller haushoher Überlegenheit gegenüber den Mitbewerbern, gescheitert.

    Dabei hat die Salzburger Zentrale für seine Jungs aus Sachsen, die wie „Red Bulls“ klingen,
    doch aus rechtlichen Gründen nur „Rasenball-Sportler“ heißen dürfen, alle möglichen Grundlagen geschaffen, um ganz offiziell in das Profigeschäft aufgenommen zu werden. So warb man talentierte Nachwuchsleute oder fertige Spieler von anderen Vereinen ab, die auch schon international ihr Land vertraten oder in Mannschaften der höheren Bundesligen Geld verdienten, schickten viele davon wieder weg, tauschten Trainer, sportliche Leiter und andere Angestellte nach Belieben aus, ohne erstmals endlich einen einzigen Schritt höher klettern zu können.

    Hinzu kommt das förmliche Geschenk, zuhause im größten und modernsten Stadion des ostdeutschen Gebietes (in DDR- Zeiten hieß es „Zentralstadion“, mit einer Fassungsmenge von 100.000 Zuschauern, das für rund 100 Millionen €uro vor der WM 2006 in Deutschland umgebaut wurde) spielen zu können, das der umsichtige, aber auch einigen Staatsanwaltschaften und Insolvenzverwaltern sowie in Schulden befindlichen Traditionsvereinen in Ost und West gut bekannte Kinowelt- und Rechtevermarkter M. Kölmel preiswert erworben hat, für viele Jahre an Red Bull abtrat und damit auch diesen Namen tragen darf. Auch das in verschiedenen Abschnitten gerade entstehende Trainingszentrum, das „Express-Objekt“, ganz nebenan, wird nach geplanter Fertigstellung im nächsten Jahr ca, 90.000 m² groß sein und mind. 30 Millionen €uro kosten.

    Eine geringe Hoffnung für RB bleibt noch der „grüne Tisch“, da die ihm bereits gewährte Lizenz für die 3. Bundesliga der eventuelle Staffelsieger , der HFC Chemie, noch nicht erhielt, weil die dortigen Funktionäre aufgrund ihrer bisher ehrenamtlichen Tätigkeiten einige Dinge nachbessern müssen. Das wäre aber eine schlimme Entscheidung!

    Nach dem erneuten Scheitern der vermeintlich besten Mannschaft aus diesem traditionsreichen Raum wäre es doch endlich an der Zeit, die schon Jahre andauernde hässliche Rivalität zwischen den städtischen Vereinen zu begraben, um ein gemeinsames höheres sportliches Ziel mit einer Mischung von hungrigen Talenten und erfahrenen Spielern aus dem näheren Umkreis von Leipzig entstehen zu lassen!

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