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Der Fluch auf dem U-17-Weltmeister

Alexander Kühn am Mittwoch den 29. Februar 2012


Im Alter von 20 Jahren steht ein Fussballer gewöhnlich erst am Beginn seiner Profilaufbahn. Das ist auch bei Nassim Ben Khalifa nicht anders. Mit einer kleinen Ausnahme: Ben Khalifa hat zu Beginn dieser Saison schon seine zweite Karriere in Angriff genommen. Nach den Stationen GC, VfL Wolfsburg und 1. FC Nürnberg sucht er nun bei den Young Boys nach einem Weg, sein enormes Potenzial abzurufen. So wie er es im November 2009 getan hat, als er mit den Schweizer U-17-Junioren in Nigeria sensationell zum Weltmeistertitel und in die Notizblöcke grosser Klubs aus dem Ausland stürmte. Der Wechsel nach Wolfsburg, wo der Druck wegen der fehlenden Fussballkultur weit geringer ist als anderswo in der Bundesliga, schien eigentlich ein vernünftiger Schritt zu sein. Und selbst wenn Ben Khalifa nicht nach Deutschland gewollt hätte, wäre er wohl transferiert worden, da die finanziell klammen Grasshoppers im Februar 2010 stark am Verkauf interessiert waren.

Wäre alles nach Plan gelaufen, würde Ben Khalifa heute Abend im Stade de Suisse als Leistungsträger der Schweizer Nationalmannschaft zum Testspiel gegen Argentinien auflaufen. In der Realität zählt er aber nur zum Heer der Zuschauer – dem argentinischen Superstar Lionel Messi zwar räumlich ganz nah, sportlich aber in einer anderen Galaxis. Das Nationalteam ist für Ben Khalifa derzeit Zukunftsmusik, selbst den Stammplatz bei YB hat er erst einmal verloren, da Trainer Christian Gross ihm zu Beginn dieses Jahres den international erfahrenen Raul Bobadilla vor die Nase setzte.

Im Sommer hatte sich Gross noch vehement für Ben Khalifas Verpflichtung stark gemacht. Doch der Fussball-Lehrer mit dem markanten Glatzkopf verzweifelte ebenfalls an der Diskrepanz zwischen Leistung und Talent bei Ben Khalifa. Die Ansprüche an einen Spieler mit derart exzellenten Anlagen seien extrem hoch, das erschwere dem jungen Mann den Alltag erheblich, bemerkte Gross. Vielleicht habe er Ben Khalifa, der nach einem Jahr ohne Ernstkampf nach Bern kam, auch zu stark forciert. Für den goldenen Mittelweg ist es nun wohl fürs erste zu spät. Spätestens seit dem 0:2 gegen den FC Luzern tickt auch für Gross die Wankdorf-Uhr. Experimente kann sich der Trainer kaum mehr leisten, er wird wohl vermehrt auf sein bewährtes Stratosphären-Pingpong mit hohen und langen Bällen setzen. Ben Khalifa passt schlecht in dieses Konzept.

Dass eine grosse Portion Talent und früher Ruhm eine schlechte Kombination sein können, zeigt sich längst nicht nur im Fussball. Auch der Tennisspieler Roman Valent, der 2001 das Juniorenturnier von Wimbledon gewann, bei den Grossen aber nie über Rang 300 hinauskam, kann ein Lied davon singen. Der grosse Coup auf der Nachwuchsstufe war für ihn ebensowenig wie für Ben Khalifa eine Triebfeder, sondern eine Hypothek. Ein Ausnahmetalent ist bei ausbleibenden Leistungen stets selbst sein härtester Kritiker. Der Teufelskreis aus Rückschlägen und Selbstzweifeln ist programmiert.

Durchbrechen lässt sich der Teufelskreis nur mit Geduld. Und mit der Bereitschaft, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Auch ein Spieler, der schon einmal ganz oben stand, darf und muss Fehler machen, um zu reifen und sich zu stabilisieren. Nicht nur eine halbe Saison lang, sondern eine ganze. Die Karriere eines jungen Spielers verlaufe nicht immer linear, hat Christian Gross mit Recht bemerkt. Nun muss er die kluge Bemerkung nur noch in die Tat umsetzen. Ansonsten droht Ben Khalifa das zweite Grounding. Der Leihvertrag mit dem VfL Wolfsburg läuft im Sommer aus. Es lässt sich leicht denken, dass der Spieler lieber in der Super League spielen würde als in der tristen VW-Stadt im Reserveteam zu versauern. Ein Trainer ist nicht nur für die Geschicke seines Klubs verantwortlich, sondern auch für jene der Spieler. Er darf die Wörter «fördern» und «überfordern» nicht verwechseln. Auch bei einem Ausnahmetalent nicht.

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34 Kommentare zu „Der Fluch auf dem U-17-Weltmeister“

  1. Thomas Hohl sagt:

    Der richtige Zeitpunkt fuer einen Wechsel ist der Knackpunkt.
    Trotz starker Leistungen mit der U-17 war ein Wechsel in die Bundsliga zu frueh. Individuelle Zuwendung wie er sie von Ciro Sforza bei GC erhalten hat ist sicher bei Bundesligaklubs weniger ausgepraegt, er herrscht generell ein rauher Wind.
    Ricardo Rodriguez ist ein weiterer Spieler der aehnliche Gefahren laeuft. Sein Defensivverhalten muss er noch stark verbessen auch wenn er starke Spiele gegen den FC Bayern gezeigt hat, seine Grundschnelligkeit iist mE ebenfalls noch nicht genuegend fuer sehr hohe Ansprueche

  2. André Aenishänslin sagt:

    Ist leider kein Einzelfall…

  3. Rene Baron sagt:

    “Talent” wird meiner Meinung im Hinblick auf die höchsten Ligen masslos überbewertet. “Talent” ist eher ein Armutszeugnis dafür, dass es Trainern nicht gelingt eine breitere Spitze ans TopNiveau heranzuführen, und stattdessen darauf spekulieren müssen, dass aus dem Durchschnittshaufen rein zufällig eine Wunderblume ans Licht wächst – meistens auch nur Kids mit Fussballer in der Verwandschaft, welche die Gaps der Clubausbildung durch privates Engagement kompensieren und dem Schützling den nötigen Vorsprung gegenüber den Gleichaltrigen sichern.
    Familiär gefördertet Ausbildungsvorsprung auf Kosten von Schule und anderen Hobbies (Musik, etc.) hat nichts mit Talent zu tun, sondern mit einer Alles oder Nichts Wette, die, je näher der Stichtag rückt, umsomehr Druck erzeugt, je weniger Chancen der Youngster für eine Rückgliederung ins “normalen” Leben hat.
    ProfiSport ist Verdrängungskampf ohne Sicherheitsnetz. Wer da schon früh als Talent verhätschelt wurde, wird es, vor allem im Ausland auf eigenen Füssen und ohne familiäres Coaching, schwer haben seinen “Mann” zu stehen.
    Fussballvereine sind einfach immer noch zu stark auf Fussball fixiert. Es wird Zeit, dass denen mal jemand beibringt was einen ganzen Menschen sonst noch ausmacht damit er auch im täglichen HickHack seine für die Entwicklung notwendige Ruhe, Gelassenheit und Freude bewahren kann.

    • Urs sagt:

      Fussballvereine sind zu stark auf Fussball fixiert? Lehrlinge in anderen Bereichen (Koch, Schreiner, KV, etc…) werden vom Lehrbetrieb aufgenommen um dem Betrieb mitzuhelfen. Persönliche Schwierigkeiten sollten, wenn möglich zuhause gelöst werden. Wieso ist eine Fussballlehre etwas so besonderes? Falls die jungen Spieler von zu Hause unterstützt werden, in ihrem Traum Fussballer zu werden, MÜSSEN sie auch diese Verantwortung übernehmen. Ein Fussballclub ist schliesslich nur bedingt eine Erziehungsanstalt!!

  4. Thomas Tschan sagt:

    Bis zu einer gewissen Stufe kann man mit Talent alleine sehr viel erreichen. Der Schritt zum Profisportler bei den “Grossen” erfordert aber zusätzlich zum Talent auch enormen Willen und viel Arbeit an sich selber. Ironischerweise ist dies umso schwieriger, je mehr Talent und Erfolg jemand in jungen Jahren hatte.

    • Mäsi sagt:

      Danke Thomas – sehe das aehnlich.

      Genauso ist’s im Berufsleben. Wenn die Schule ohne Aufwand locker gemeistert wird und man dann an der Uni oder auf der Arbeit gefordert wird und arbeiten MUSS, ist das nicht immer einfach.

      So geht es wohl auch unseren Talenten, die mit wenig Aufwand viel erreichen, danach aber doch noch einen nicht-vorhandenen Willen oder Kampfgeist an den Tag legen muessen.

  5. Alex Guignet sagt:

    Es ist wirklich schade, dass ein so grossartiges Talent mit dem von allen Seiten aufgelegten druck nicht umgehen kann. Dies hat wohl viel mit dem frühen Verkauf ins Ausland zu tun welches ihm nicht ein langsame Heranführung an den internationalen Spitzenfussball erlaubte. Für ein Talent von seinem Format wäre der Einsatz eines Sportpsychologen sicherlich die richtige Lösung um (wieder) an sein Potenzial heranzukommen. Ich weiss, aber nicht wie weit diese in der Schweiz heute schon verbreitet sind und welche potentiellen Vorbilder für ihn diese heute schon erfolgreich Einsetzen.

  6. André Cardinò sagt:

    Wie sagte schon (auf einem ganz anderen Gebiet) mein alter Gesangsprofessor: “Das Talent ist die Eins, die Arbeit bringt die Nullen!” Wie recht er doch hatte, das dürfte für den Sport genauso wie für die Kunst gelten…

  7. Pete Murray sagt:

    Aus meiner Sicht hat Nassim Ben Kalifa alle Fehler begangen, die man überhaupt begehen kann:

    1. Wechsel zum VfL Wolfsburg (glaube noch zu Zeiten von Steve MC Laren): Dieser Verein hat keine Struktur, keine Kontinuität, aber dafür extrem viel Geld (VW). Wahrscheinlich hat er einfach das finanziell beste Angebot gewählt, anstatt seine fussballerische Ausbildung Schritt für Schritt weiterzuführen und später an den ganz grossen Honigpott zu gelangen. Spieler werden beim VfL ausgetauscht wie Marionetten, vor allem jetzt unter der Regie von Felix Magath. Zum Zeitpunkt des Wechsels waren ausserdem noch Dzeko und Graffite da, die im Sturm natürlich gesetzt waren! Da musste man nun wirklich kein Fussballexperte sein, um zu wissen, dass Ben Khalifa auf der Bank bzw auf der Tribühne versauern wird.

    2. Ausgeliehen an den Club: Ausleihgeschäfte sind immer schwierig, viele Spieler werden ausgeliehen und spielen keine Sekunde. Der ausleihende Verein setzt lieber auf die eigenen Spieler, solange nicht extreme Personalnot herrsch oder der Spieler einem mit seiner Qualität extrem weiterhelfen kann. Denn was hat denn Nürnberg davon, wenn dann ein solcher Spieler einschlägt und ein halbes Jahr später wieder weg ist? Die sind da sowieso schon gebrandmarkt, genau das ist ihnen z.B.mit Julian Schieber passiert. Dieses Problem besteht zumindest solange der ausleihende Club keine Kaufoption besitzt.

    3. Ausleihe zu YB. Hier gibt es mehrere Kritikpunkte. Zum einen klafft bei YB seit nun fast 10 Jahren eine riesige Lücke zwische Anspruch und Realität. Es ist keine Zeit für Experimente vorhanden. Zum anderen ist die Konkurenz bei YB extrem gross, hinter Afrika Cup Sieger Mayuka, Raul Bobadilla und Josef Martinez (früher Marco Schneuwly) ist Ben Khalifa wohl nur Stürmer Nummer 4. Und dies bei einem Trainer, der sehr defensiv eingestellt ist und am liebsten ohne Stürmer spielen würde! Ausserdem: Was Trainer Gross von Spielern hält, die nicht seinem Klub gehören, weiss auch jeder seit seiner letzten Saison mit Basel, als er die beste Schweizer Mannschaft permanent nur mit einem Stürmer auflaufen liess, um nicht den Abwanderungswilligen Derdijok einsetzen zu müssen, der sich bereits mit Leverkusen einig war und deshalb für die Zukunft vom FCB nicht mehr von Bedeutung war.

    • Andi Meier sagt:

      Sein Wechsel nach Wolfsburg war wirklich ein Fehler. Aber sonst wollte ihn wohl niemand. GC brauchte Geld und wollte ihn nicht behalten. Anders kann ich mir die 2 Mio. Ablöse für einen U-17 Weltmeister nicht erklären. Hätte er damals bei einem Verein gespielt, der ihm einen langfristigen Vertrag anbieten kann und ihn behutsam in der Super League aufbaut, wäre seine Karriere sicher anders verlaufen.

  8. Auguste sagt:

    hmm…, aus der u17 in eine bundesliga-startelf zu kommen gelingt praktisch nur ausnahmespielern. von daher war der schritt nach nürnberg wohl eine nummer zu gross für ihn. bei gc zu bleiben war allerdings auch keine alternative, denn die mussten ja kasse machen. es bleibt unserem helden wohl nichts anderes übrig, als sich durchzubeissen. sowohl christian gross als auch felix magath geben jungen spielern immer wieder mal eine chance, wenn sie willen und fortschritte erkennen. die nächste phase in seiner karriere ist harte arbeit, damit sein talent voll zum tragen kommt. so will es nun mal das berufsbild des fussball-profis. mit seinen anlagen müsste er es aber eigentlich schaffen in den nächsten zwei jahren.

  9. Roger Borer sagt:

    Khalifa ist ein Spieler mit grossem Potential, leider wurde er verheizt. In Wolfsburg versauerte er auf der Bank und bei den Bernern ist es nicht besser- Dabei wäre er für die Nati Gold wert, aber ohne Praxis kein Spiel! Basel wäre die beste Lösung für ihn gewesen, da werden die jungen Spieler von den erfahrenen Teamkollegen unterstützt. Stocker, Shaquiri und Chaka sind der Beweis.Vogel und auch Fink setzten grosses Vertrauen in die jungen Spieler, auch wenn sie Fehler machten.Ich wünsche Khalifa einen familiären Verein, dann klappt es wieder mit dem Tore schiessen.

  10. josé bütler sagt:

    was mit nassim ben khalifa passiert ist wirklich bedauernswert, aber unter dem strich ist er selber schuld, wobei es bei seferovic noch vorhersehbarer war. der kalif war bei gc wenigstens stammspieler und hat regelmässig gescort. grundsätzlich sollte man erstmal ein paar jahre konstant auf höchstem niveau in der schweiz gespielt haben, bevor man ins ausland wechselt. ich denke shaqiri macht es genau richtig, wobei dies noch keine garantie ist. wenn dann im ausland der trainer nicht auf dich steht, wie hitzfeld z. bsp. bei dortmund auf chappi, das umfeld, die mentalität im club, die sprache eine andere ist, dann ist so ein junger, unerfahrener spieler schnell zwischen stuhl und bank. der transfer “back to the roots” zu yb war grundsätzlich richtig, wobei m.m.n. chrigel nicht der richtige trainer ist um den kalifen wieder zu alter stärke zu führen, er ist zwar ein guter motivator, aber psychologisch zu wenig feinfühlig und geduldig. ich denke, beim romand namens lucien favre wäre der kalif gut aufgehoben, wäre doch eine überlegung wert.

    • Auguste sagt:

      hmm…, realistisch gesehen, muss er die bundesliga wohl abhaken für eine weile. ein spieler, der in einer besseren asl-mannschaft keinen stammplatz erobern konnte, obwohl die ausgangslage nicht ungünstig war, wird nur schwer auf kaufinteresse stossen in deutschlands oberster spielklasse. zum richtigen preis könnten sich aber wahrscheinlich noch einige hiesige clubs für ihn erwärmen: der fcz braucht neue spieler, unter dem pilatus sind stürmer auch dünn gesät, für den fcb beginnt im sommer langsam die “nach frei/streller-ära” und selbst von thun aus lässt es sich besser durchstarten als aus einer bundesliga reserven-mannschaft. die nächste station muss einfach eine sein, wo man ihn richtig will, weil man ihn braucht.

  11. Franz sagt:

    Besonders für einen Stürmer ist es schwierig, sich im Ausland durchzusetzen. Vielleicht hätte er es wie Emeghara machen müssen, nämlich zu einem bescheidenen französischen Klub wechseln, wo der Konkurrenzkampf nicht allzu gross ist, sodass er regelmässig zum Einsatz kommt, dies bei sehr gutem Salär. Die BuLi war wohl eine Nummer zu gross und der VW-Klub ohnehin die falsche Adresse. Mal schauen, wie lange sie mit Rodriguez Geduld haben. Alex Frei wählte den Weg über Frankreich nach Deutschland und reüssierte. Anderseits gibts einen Durchschnittsfussballer wie Affolter, der in Bremen seine Chance erhält, da in der Verteidigung Personalnot herrscht. Die Genfer Senderos und Djourou hatten sofort Erfolg bei Arsenal, obwohl sie wenig bzw. gar keine Super-League-Erfahrung mitbrachten, aber eben, es sind Verteidiger. Lichtsteiner ist ein ähnlicher Fall, wenige haben geglaubt, dass er sich im Ausland durchsetzt. Auch Mittelfeldspieler können reüssieren (Behrami, Inler, Dzemaili). Für Stürmer ist es ungleich schwieriger.

  12. Nino sagt:

    Ben Kalifa, 20 Jahre jung, hat bereits innert kürzester Zeit (zuviele) Erfahrungen gesammelt, soviele welche ein bereits über 30-jähriger selten machen wird. Ein Spieler wie Ben Kalifa, talentiert und wie gesagt noch sehr jung stagniert momentan. Er hat sein Talent nicht verloren. Er muss nur seine Erlebnisse in Ruhe verarbeiten dürfen, dazu benötigt er die Rückendeckung, Unterstützung und das Feingefühl seines Trainers der ihn ohne Hektik wieder in die Position des Stammspielers begleitet. Natürlich braucht es die Einsicht und Akzeptanz der momentanen Situatiion durch Ben Kalifa selber. Quasi 1 Schritt rückwärts und danach 2 vorwärts, er wird so sein Talent noch beweisen können.

    • Daniel sagt:

      Dieses zuviel an Erfahrung hat noch ein anderer Schweizer gemacht: Johann Vonlanten. Schade soviel Talent vergeudet. Ich hoffe für Ben Kalifa, dass er es schafft. Er hat ja noch ein paar Jahre Zeit. Viel Glück und noch mehr Wille.

      • Nino sagt:

        @Daniel: Bei Vonlanthen ist klar warum er bis heute sein Talent nicht genutzt hat, er ist ein ganz anderes Beispiel als Ben Kalifa. Vonlanthen stand sich mit seinem Verhalten und Einstellung (Sein Glauben verbietet ihm u.a. an Samstagen zu spielen….) selber im Weg, so geht das im Profifussball eben nicht. Vonlanthen ist ja immer noch jung, er hätte noch Zeit zur Besinnung zu kommen!

  13. Alois Egelseder sagt:

    Sollte der Blog nich eher “Der Fluch mit den Beratern” heissen? Gerade der thematisierte Spieler hat in Sachen Karriereplanung Fehlentscheidung an Fehlentscheidung aneinandergereiht. Zu früh ins Ausland, zum falschen Club, sich ausleihen lassen an einen Club, der nicht mit ihm plant, und dann zur Krönung zum Routinefetischisten Gross nach Bern. Kein Wunder ist die Karriere ins Stocken geraten.

  14. Sam Beyeler sagt:

    Das wichtigste für Kalifa wäre spielen zu könnnen. An YB-Boss stelle würde ich Ihn ausleihen an einen schlechteren Club, z.B. Lausanne, Servette, Bellinzona oder St.Gallen! Würde ihm gut tun, dem Jungen.

    • DAM sagt:

      Der “YB-Boss” kann da wohl gar nichts machen, denn meiner Meinung nach “gehört” Ben Khalifa immer noch Wolfsburg und ist bloss an YB ausgeliehen.

  15. Ronnie sagt:

    Sorry aber was hat diese Nassim Ben Kalifa schon bewegt? Er ist einer der Spieler der massiv überschätzt und überbewertet wird! Zudem ist er körperlich und mental viel zu schwach für das harte Profifussballgeschäft! Ich prognostiziere, dass aus ihm nie ein wirklich guter und torgefährlicher Stürmer wird! Zudem hat er auch nicht wirklich überdurchschnittlich viel Talent sondern einfach Schnelligkeit aber die nützt wenig, wenn man die Bälle verstolpert! Er soll in die Challenge League, da gehört er hin und man muss auch nicht gross über ihn berichten, denn er ist es definitiv nicht wer!

  16. Wishaw Thomas sagt:

    Auch wenn ich es ihm nicht wünsche, in ca. 3 Jahren spielt er bei einem Aufsteiger oder in der Challengs league.
    ……..und wenn meine Porgnose falsch ist, würde ich mich freuen.

  17. U.P. Blaser sagt:

    Wer will denn jetzt schon über einen 20-jährigen ein Urteil sprechen. Sicher ist, dieser Junge hat Riesenanlagen. Sicher ist auch, dass er nicht besonders gut beraten und seine Planung nicht optimal war. Trotzdem hat Ben Kalifa die ganze Zukunft noch vor sich. Er muss nur selbst wollen, an sich denken und sich nicht unterkriegen lassen. Nur wenn er sich selbst aufgibt, ist es schlecht, und dies scheint nicht der Fall zu sein. Was es jetzt braucht, ist eine kluge, auf ihn zugeschnittene Planung und weniger das Ziel, grosse Kohle zu machen. Da gibt es in der Schweiz, aber auch im Ausland für Spieler wie Ben Kalifa genügend interessante Möglichkeiten. Ich glaube an ihn. Und ich hoffe für ihn, dass er in “rechte Hände” kommt.

  18. Alban Berg sagt:

    Favre wird ihn holen…und beide werden profitieren.

  19. Pedro sagt:

    Der Junge hat (hoffentlich) seinen Batzen auf der Seite der ihm ein gutes Leben ermoeglichen wird. Diese Sicherheit sollte er nun haben. Wenn ihm seine Verwandtschaft nicht noch zuviel reinredet, sollte er nach Moeglichkeit einen radikalen Schnitt machen und neu anfangen.
    Ich glaube sein Problem ist, dass ihm bis in die GC Zeiten der Erfolg einfach so zugeflogen ist. Jetzt muss er mit ARBEITEN beginnen. Die Voraussetzungen hat er (bei GC ja unter Beweis gestellt), aber jetzt klappt es nur noch mit Arbeit und ev. einem Sportpsychologen, der dazu beitraegt die Misserfolge zu verarbeiten. Wie oben bereits geschrieben, sollte er zu einem “kleinen Klub” oder in eine U21 retour. Allenfalls in die Nachwuchsmannschaft eines englischen Klubs, (wenn ich meinem Kollegen glauben kann) um mal richtig lernen Gas zu geben.

  20. beat sagt:

    U-17 Weltmeister mit einem Team, dass seit 3-4 Jahren zusammen war, mit dem man zusammen geschlafen, gespielt, geträumt hat. Und dann nach Wolfsburg, niemand weiss, wohin du läufst, wie du denkst, was du erwartest, wie du spielst. Man glaubt an ein Wunder wenn das passt. Man sieht, wie wichtig das Team ist. Wie wichtig der Zusammenhalt ist. Wie chancenlos du als Fremder sein kannst, wenn sie dich nicht integrieren. Er ist kein Wunderspieler, sondern ein talentierter Sportler, die es auf diesem Niveau viele gibt. Jetzt muss er sein Umfeld suchen, seine soziale Fussballgesellschaft, in die er passt und aufblühen kann. Er muss sich seine Aufbauer suchen, die ihn verstehen… wir sind alle auf der Suche…

  21. André Aenishänslin sagt:

    …vor allem mal nicht auf sein Umfeld (da liegt wie bei den Meisten das Problem!) hören, sondern ALLEINE entscheiden, er/sie ist/sind alt genug!!

    • Mike Kaufmann sagt:

      Leider ist das nicht immer möglich da der Berater auch einen Teil vom Kuchen möchte. Leider werden die jungen Spieler verheizt und ins klate Wasser geworfen. Junge Spieler und dessen Eltern aus der Armut kommen, sehen natürlich das Geld zuerst. Vergessen wird dann schnell einmal das der Spieler noch sehr jung ist und die Eltern benötigt da diese dem Spieler das Gefühl von zuhause und geborgenheit übermittelt. NBK hat sich in Wolfsburg durch setzen können und wird es auch bei YB nicht können aus den einfachen Grund: Der Trainer Gross setzt nicht auf junge Spieler. Oder kann einer von euch errinern, welches Talent er hearus gebracht hat? Leider bevorzugt Trainer Gross an die Spieler die ihm lieb sind und zu allen ja und amen sagen. Beispiele giebt es ja genug. Ich besuche die YB Spiele regelmässig seit 1979 und ich wünschte mir einen jüngeren Trainer der voll auf die Jungen setzt wie es zuletzt ein Fink bei Basel tat.

      Auch mit einem Trainer wie Gross wird YB kein Titel gewinnen, vielleicht den OBI Cup !
      Ich finde NBK besitzt viel Talent, aber Talent heute reicht beim besten Willen nicht mehr !! Es liegt an ihm jetzt wie sein Weg weiter gehen wird. Sollte es nicht bei YB sein, dann vielleicht bei einem anderem !!!

  22. micha sagt:

    Ben Khalifa ist leider ein weiteres Beispiel für eine verfuhrwerkte Situation nach einem zu frühen Wechsel ins Ausland. Er war sehr talentiert. Aber ein Spieler zwischen 17 und 22 muss regelmässig spielen, muss schnell Stammspieler werden, Niveau spielt nicht so eine grosse Rolle, Super League genügt völlig, und viele Erfahrungen sammeln. Wer alles daran einen Anteil hat im Fall Ben Khalifa, wissen nur die Eingeweihten. Aber Druck vom Verein, schlecht beraten und von den Eltern nicht davon abgehalten summieren sich. Für mich ist es vor allem ein Armutszeugnis für den GC, dass man mit Ben Khalifa und Seferovic zwei hochtalentierte Spieler aus der Nachwuchsabteilung herausgebracht hat, aber sie dann verkaufen “muss”, um die endlosen Managementfehler zu decken. Jetzt braucht es nur noch eine schwere Verletzung, was ich ihm gar nicht wünschen würde, und dann wäre die Karriere futsch.
    Meiner Meinung nach sollte Ben Khalifa ein bis zwei Jahre bei einem Super League Verein oder Verein der zweiten Bundesliga spielen, der ihm einen Stammplatz offerieren kann, und wo ein Trainer da ist, der Junioren an die Spitze führen kann: In der Schweiz FcZ, GC, Thun, allenfalls FcB, vielleicht Luzern? Gross hat eine viel zu ambitionierte Zielsetzung, ist auch viel zu verkrampft, und lässt grosse Talente, zumal wenn sie nur ausgeliehen sind, ohne weiteres versauern. Was er bei YB bisher angerichtet hat, ist eine Schande. Ich würde ihn entlassen, zusammen mit dem CEO.
    Die Fälle Ben Khalifa und Seferovic sind aber auch ein Debakel für den SVF. Was soll das, grosse Talente in den Junioren-Nationalmannschaften zu entwickeln, dann werden sie verheizt. Die meisten dieser jungen Spieler überschätzen sich masslos, und selbst solche, die sich in der Schweiz mühelos durchgesetzt haben, können nachher scheitern. (Abdi). Insgesamt ist die Bilanz von Schweizern, die sich im Ausland versucht haben, doch recht armselig und ernüchternd. Nur wenige haben sich durchsetzen und vor allem weiterentwickeln können, obwohl sie talentiert waren. Was für eine Verschwendung von menschlichen Ressourcen!

  23. Andy sagt:

    Alles schön und gut.
    Die Frage muss lauten, “wie bringe ich das Talent auf den richtigen Kurs” ! Blockaden liegen im mentalen Bereich. Leistungsdruck, Erwartungshaltung von aussen, aber auch die eigenen Erwartungen, der Umgang mit scheinbarem Misserfolg, es geht nicht vorwärts.
    Der willen ist da, aber auch die Verkrampftheit und Blockaden. Der Spieler zweifelt.
    Warum ging es früher und heute nicht mehr? Die Antwort liegt im mentalen feeling/Gefühl! Es sind die Gedanken die blockieren. Es ist die Angst vor dem Versagen das hemmt.
    Doch vielmehr kommt dabei auch das Versagen der Trainer und Betreuer zum vorschein. Ein Versagen das gnadenlos die Hilflosigkeit und Überforderung aufzeigt. Es werden schamlos Parallelen aufgedeckt die wir auch unter Nichtsportlern, beim normalen Menschen und deren Therapeuten, wenn diese benötigt werden, kennen.

  24. Hausi sagt:

    Alle sprechen von einem Riesentalent. Er ist Pfeilschnell das ja, aber mehr nicht. Ein Turnier wo zufälligerweise alles positiv verläuft heisst noch lange nicht, dass man ein Supertalent ist und man zu einer Fussballgrossmacht mutiert. (Wir) haben eine Generation (Secondos) hervorgebracht (Shakiri, Xhaka etc.) die einigermassen Fussball spielen können. Aber eine Armada wie es die Spanier mit dem aktuellen Kader, oder die Italiener, wo innerhalb von 2 Jahren wieder ein gutes Team stellen, haben wir nicht. Werden wir auch nie haben, darum sollen wir aufhören immer von Supertalenten zu sprechen. Echte CH’s Supertalente bringen wir eh nie hervor. Das liegt in unserer DNA!

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